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ZDF Politbarometer – Betrug mit Zahlen

Zahlen lügen nicht. Das ist sicher richtig für die Zahlen 1, 2, 3 u.a. Bei Zahlen, die von Statistikern genannt werden, muss man jedoch vorsichtig sein. Bei den üblichen Umfragen sind nicht die Zahlen sondern Wer fragt wen, was und wann entscheidend.

Schaut man sich einmal an wie die Zahlen des ZDF Politik Barometers generiert werden, verliert man den letzten Rest des Vertrauens in unsere öffentlich rechtlichen Sendeanstalten. Für die Umfragen werden 1250 Festnetzanschlüsse ausgewählt (Festnetzanschlüsse Deutschland 2019 38 Millionen, 2009 38.5 Millionen – Quelle: Statista). Die Auswahl der Telefonnummern erfolgt nach einem Zufallsprinzip, das alles andere als zufällig ist. So werden zwei Bundesländer im Osten auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch doppelt gewichtet als Ost-West Ausgleich.

Die Forschungsgruppe Wahlen führt diese Umfragen seit 1977 durch und hat offensichtlich nicht mitbekommen, dass es den traditionellen Festnetzanschluss in Deutschland seit Jahren nicht mehr gibt. Immer mehr junge Bürger haben nur noch ein Mobiltelefon und werden deshalb bei den Umfragen nie gefragt. kein Wunder dass bei den Umfragen die Ansichten der Alten dominieren. Leben Junge noch bei ihren Eltern werden diese auch selten am Festnetz ein Gespräch annehmen und schon gar nicht ein Gespräch mit einer 800er Nummer. Auch die Alten werden da vorsichtiger. Die meisten Bürger nehmen solche Anrufe nicht mehr an oder legen sofort auf wenn sich ein Callcenter meldet. Leben mehrere Personen in einem Haushalt, so versucht man die Person an das Telefon zu bekommen, die zuletzt Geburtstag hatte. Wer sich das ausgedacht hat, muss an die Geduld der Bürger bei Telefonumfragen glauben.

Die Auswahl der Befragten ist also alles andere als repräsentativ für die Wahlberechtigten. Die Zahl der wirklich Befragten ist so gering dass die Vertrauensintervalle viel zu groß werden. Immerhin sind sie etwas besser als wenn die Ergebnisse aus dem Kaffesatz ausgelesen werden.

Das nächste Problem sind die Fragen, die gestellt werden. Da Fragen wie „Wer sollte der nächste Kanzler Deutschlands werden?“ nur diffuse Antworten bringen, fragt man lieber „Soll Söder oder Laschet Kanzler werden? Die korrekte 3. Frage „oder keiner von beiden?“ entfällt.

Diese Frage ist auch völlig irrelevant weil die Wahlbürger nicht den Kanzler wählen. Das ist aber ein beliebter Trick von Politikern und Journalisten um vermeintliche Unterstützung der Bevölkerung vorzugaukeln. Klassisch die „Bienen Initiative“ von Söder. Wer Bienen liebt muss nicht unbedingt auch Söder lieben!

Bei den Wahlen in USA hat sich gezeigt, dass Vorhersagen, die mit traditionellen Methoden erstellt wurden, grob daneben lagen. Vorhersagen mit hohem Anteil von Online Befragungen schnitten weit besser ab schon weil sie viel mehr Teilnehmer hatten.

Festnetzanschlüsse Deutschland 2019 38 Millionen, 2009 38.5 Millionen (Quelle: Statista)

Siehe auch: Statistische Kriegführung – Merz klarer Favorit der Jungen Union

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EU Datenschutz Gesetz die nächste Idiotie

Die EU-DSGVO ist ein klassisches Beispiel für „Gut gedacht – schlecht gemacht“. Das Ziel, die privaten Daten zu schützen, ist ja nett aber in vielen Fällen unsinnig. Man stelle sich nur vor, was passieren würde wenn Bürger in der EU keinen Ausweis, keine KV Karte und keinFahrzeug ein amtliches Kennzeichen hätte oder niemand seine Telefonnummer oder seine Email Adresse verraten würde.

Der Bürger ist häufig darauf angewiesen, daß verlässliche persönliche Daten im Geschäftsleben verwendet werden damit das gesamte System funktioniert,Deshalb dürfen alle Firmen und Organisationen, die meine Daten für ihr ‚Business‘ brauchen, diese speichern und verwenden. Der Staat kann beliebige Gesetze zum Erstellen, Sammeln und Verarbeiten von persönlichen Daten erlassen. Durch die DSGVO hat sich nichts geändert. Facebook, Google und Co sowie Millionen von kleinen Firmen haben einfach neue Geschäftsbedingungen veröffentlicht denen die Bürger zustimmen müssen. Damit

. Durch Klicken muss der Bürger den Missbrauch sogar legalisieren!

Der administrative Aufwand für die DSGVO, das Ausfüllen von sinnlosen Formularen mit persönlichen Daten, die natürlich besonders geschützt werden müssen, kostet in Deutschland sicher mehre Milliarden € / Jahr.