Hintergrundaktualisierung

Beispiel : Magere Hintergrundaktualisierung

Ohne die Probleme der Corona-Warn-App hätte kaum ein Smartphone Benutzer von der Hintergrundaktualisierung Kenntnis genommen. Dabei ist es eine wichtige Funktion für die Sicherheit und für die Belastung der Batterie. Im mobilen Netz kann es speziell im Ausland teuer werden wenn Daten im Hintergrund übertragen werden.

Bei der Aktualisierung von Daten und Programmen beliebiger Apps ohne meine Kenntnis ist mir unwohl. Das ist ein offenes Tor für Viren und Schadsoftware. Die Lieferanten der Apps lieben aber diese Funktion. Damit kann man Daten aus der App auslesen, Werbung versenden usw.

Beim iPhone kann man mit -> Einstellungen -> Allgemein -> die Hintergrundaktualisierung auswählen welche Apps im Hintergrund Daten senden dürfen. Man wird überrascht sein wieviele APPs diese Berechtigung haben.

Meine Empfehlung: Sperren Sie die Hintergrundaktualisierung bei allen APPs, die sie selten benutzen oder auf die Sie auch im WLAN einige Sekunden bei der ersten Verwendung warten können. Im Beispiel oben ist die Hintergrundaktualisierung bei fast allen Apps abgeschaltet. Im WLAN Netz kann es da zu Verzögerungen von einigen Sekunden beim Öffnen der APP kommen. Das stört aber kaum bei der Bedienung.

Bei einem langsamen Mobilfunknetz lohnt es sich manchmal die Hintergrundaktualisierung zu aktivieren. Wenn man weiß wie das geht, hat aber damit keine Probleme.

Es ist aber sicher keine gute Idee einige MByte Daten in Dropbox im deutschen Mobilfunknetz zu synchronisieren.

PS Das Sync Problem bei der Corona-Warn-App ist typisch. Nur wenige Programmierer wissen wie man zwei asynchrone Systeme sauber synchronisiert

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Corona Finanz

Strukturierte Finanzprodukte – der große Knall in USA und EU

Strukturierte Finanzprodukte am Beispiel Memory-Express-Anleihe auf Daimler

Strukturierte Finanzprodukte am Beispiel Memory-Express-Anleihe auf Daimler
— Weiterlesen freieabgeordnete.blog/2012/10/18/strukturierte-finanzprodukte-am-beispiel-memory-express-anleihe-auf-daimler/

Unbemerkt haben die Banken, speziell amerikanischen Großbanken und Hedge Fonds mit ihren Managern und Mitarbeitern eine Spekulationsblase aufgebaut. Daß das nicht gut gehen konnte war dem Autor (kein Finanzexperte!) schon 2012 klar.

Alle Konstrukte zur Spekulation im Finanzwesen benötigen eine kritische Masse an Teilnehmern. Das kann eine kleine Schar von Schafen wie zum Beispiel bei einem Ponzi Schema sein, die von einem Schäfer wie B. Madoff geschoren werden. Das Konstrukt bricht sofort zusammen, wenn sich nicht mehr genügend Kunden (Schafe) an dem Spiel beteiligen und ihr Geld zurück haben wollen. Die Regierungen haben Gremien zur Bankaufsicht eingeführt, die mit immer neuen Gesetzen versuchen, die Geschäfte der Banken zu regulieren. Die Lobbyisten schaffen es immer wieder lukrative Gesetzeslücken (Beispiel CUM EX in D) in die Gesetze einzubauen. Weder Finanzminister noch der Wirtschaftsminister (die kleine rote und die große schwarze Null) noch ihre leitenden Mitarbeiter haben genügend Fachkenntnisse um die Bankenlobby zu kontrollieren.

Das gesamte Banken System beruht darauf, daß „Marktteilnehmer“ hoffen ihr oder anderer Leute angelegtes Geld mit Gewinn wieder zurück bekommen.

In stürmischen Zeiten wie in der Corona Krise ist man auch schon zufrieden, wenn das Geld bei der Zentralbank sicher aufbewahrt wird.

In der Corona Krise brauchen viele Unternehmen kurzfristig viel Geld da die Einnahmen wegbrechen. Neue Aktien möchte man nicht ausgeben, da der Wert der Aktien dadurch sinken würde. Lieber kauft man Aktien mit billigen, geborgten Geld zurück. Dafür geben Großbanken und Hedge Fonds kurzfristige Anleihen von großen Unternehmen, Commercial Papers, mit Zinsabschlag aus, die nach wenigen Monaten zum Nennwert verkauft werden.

Das von den Notenbanken zur Verfügung gestellte billige Geld landet nicht bei den Unternehmen um z.B. Mitarbeiter bei sinkenden Einnahmen zu bezahlen sondern zirkuliert bei den Spekulanten. Bei jeder Runde werden die Zinsdifferenz und Gebühren abgegriffen.

Schwierig wird es, wenn die Schuldpapiere nicht mehr gekauft werden. Jetzt müssen die Notenbanken die faulen Papiere aufkaufen damit der „Markt“ nicht zusammenbricht. Genau das macht jetzt die FED in USA und die EZB in der EU.

Dazu muss ein Notfall ausgerufen werden – da kommt Corona ganz geschickt: FED Emergency Program

In order to set up the program, the central bank needed to declare that the economy faces “unusual and exigent” circumstances, allowing it to use its special lending abilities under section 13(3) of the Federal Reserve Act.

Die FED stellt allein für diesen Zweck 700 Milliarden $ zur Verfügung. Das EU Corona Paket hat einen Umfang von 750 € bei wesentlich längerer Laufzeit.

Das erklärt u.a. warum die Aktienkurse speziell der Finanzinstitute nicht fallen. In guten Zeiten wird kassiert in schlechten Zeiten zahlen die Staatsbürger.

Die Deutschen sind zu Spezialisten für Corona und Klimawandel geworden. Wo ihr Geld her kommt und wo es verschwindet scheint nicht zu interessieren.