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Wenn der Telefon Roboter dreimal klingelt

Hacker

Wir rufen an

Ein schönes Beispiel für die digitale Naivität unserer Abgeordneten ist das Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung. Es ist eines dieser typischen Gesetze das mit viel Aufwand erlassen wurde aber in der Praxis die Strafverfolgung bei Mißachtung des Gesetzes nicht funktioniert.

Bisher war es recht einfach unliebsame Anrufe z.B. an der Telefonnummer oder am Akzent des „indischen“ Deutschen zu erkennen. Die Telefongauner haben aber im Gegensatz zu unseren Rechtschützern massiv technisch aufgerüstet. Mit Call ID Spoofing ruft der falsche Polizist nun mit der Nummer des lokalen Polizeireviers an. Der Anruf wird zum Teil von einem Sprachcomputer getätigt, der sogar lokale Dialekte beherrscht und mit Hilfe von KI (künstliche Intelligenz) recht realistische Dialoge gestalten kann (der Computer antwortet ähnlich dumm wie echte Menschen! – Mit der Strategie hat man ja schon den ersten KI Wettbewerb gewonnen).

Man sollte grundsätzlich am Telefon nicht mit Fremden sprechen. Auf keinen Fall sollte man bei einem Fremdgespräch JA sagen. Die Gauner schneiden das JA heraus und basteln damit eine Bestellung zusammen, die dann von Mahnanwälten als Beweis deutschen Richtern präsentiert wird. Dieser wird bei einer Verhandlung dann einen „Gutachter“ bestellen. Selbst wenn man bei der Verhandlung gewinnt, bleibt man auf den Kosten für den eigenen Anwalt und den Gutachter sitzen. Da kommen schnell einige hundert Euro zusammen.

Zum Glück spielt Deutschland nicht in der Top Internet Liga. Die fortschrittlichen Systeme sind auf unserem Markt im Gegensatz zu USA (NYT Robocalls) noch nicht sehr häufig.

Auf alle Fälle sollte man seine Telefonrechnungen sorgfältig kontrollieren ob seltsame Beträge abgebucht werden. Es empfiehlt sich eine Drittanbietersperre einzurichten. Speziell Kinder, die viel im mobilen Netz im Internet unterwegs sind, werden leicht Opfer der Abzocker.

Achtung: im Web kann auch ein Klick JA bedeuten. Gerne werden solche faulen Links auch unter dem Motto „Stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu?“ verborgen. Da sind unsere EU Abgeordneten wohl von der Internet Mafia beeinflusst worden.

Unsafe Internet Day mit Werbung

No Advertising

No Advertising

Empfehlung: Verwenden sie einen Browser ohne und einen Browser mit AdBlocker.

Werbung speziell auf Smartphones wird immer mehr zur Plage. Anders als bei gedruckter Werbung gibt es keine rechtlich verbindlichen Möglichkeiten sich gegen die Werbung zu wehren. Besonders störend sind Sites, die den Benutzer zwingen, sich erst ein Video anzusehen, bevor man überhaupt etwas lesen kann. Ohne dass der Benutzer es ahnt und will  werden mit Bildern und Videos große Datenmengen übertragen, die bei niedriger Datenrate alles verlangsamen. Die Übertragung der Daten kostet auch viel Geld  wenn man keine Flatrate für das Smartphone hat – speziell im Ausland. In Gegenden mit geringer mobiler Datenrate wird damit das Smartphone praktisch unbrauchbar. Da der Benutzer keinen Einfluss auf die Werbung hat werden Sperrer für Kinder oder Ausschluss von unerwünschter Werbung unterlaufen. Das kann beim Browsen im Betrieb z.B. sehr unerwünschte Werbung anzeigen, die im Betrieb eigentlich nicht erlaubt ist.

Das größte Problem aber ist, dass mit Werbung schädlicher Code speziell JavaScripts aber auch bereits HTML 5 in seriöse Sites eingeschleppt werden kann.

Ad Malicious AnonymBesonders gefährlich wird solche Störwerbung wenn sie gezielt zum Beispiel über die Google Methoden an bestimmte Personenkreise gesendet wird. Man kann die Werbung wie im Beispiel an Armeeangehörige in einer bestimmten Stadt schicken. Damit kann man Mitarbeiter von Behörden und Firmen gezielt angreifen. Dieser Angriff ist mit automatischen Verfahren kaum zu entdecken.

Es gibt also viele Gründe Werbung auf seinen Geräten zumindest zeitweise oder für bestimmte Sites zu blockieren. Ähnlich wie auf dem PC gibt es auch für Smartphones AdBlocker, die Werbung blockieren sollen. Die Adblocker gibt es als Erweiterung (Add On) zu den üblichen Browsern wie z.B. Adblock Plus für Chrome, Firefox, Opera Safari u.a. oder als Funktion in Browersn wie Mercury oder Dolphin.

Ähnlich wie bei gedruckten Medien ist Werbung an sich nichts negatives. Einnahmen von Werbung finanzieren die Redaktionen bei vielen Websites. Man sollte also vernünftige Werbung eigentlich akzeptieren wenn man die Dienste von Websites nutzt. Manche Websites wie z.B. bild.de machen sehr aggressive Werbung und sperren Benutzer wenn sie einen AdBlocker verwenden.

Adblock bild.deBei so aggressiver Werbung fällt die Entscheidung leicht – bild.de wird von Bloggern nicht beachtet – man kann ja nicht einmal einen Link auf die Nachrichten setzen. Damit geht bild.de ins Dark Net.

Sites wie z.B. www.heise.de akzeptieren AdBlocker. Man hat sich aber sofort etwas einfallen lassen wie man die Adblocker umgehen kann. Bei Heise gibt es Anzeigen erster und zweiter Klasse. Die zweite Klasse wird typisch von AdBlockern eliminiert während Anzeigen erster Klasse von AdBlockern nicht gesperrt werden.

AdBlock SchemeDie Anzeigen 2. Klasse (grün) werden von externen Servern in die HTML eingebettet und können leicht vom AdBlocker entfernt werden. Die Anzeigen 1. Klasse (rot), bei Heise die von Google doubleclick gelieferten gesteuerten Anzeigen, werden in den HTML Code der Heise Site eingebettet und können vom AdBlocker nicht entfernt werden. Diese sind damit besonders gefährlich. Das ist auch juristisch delikat. Heise kann damit Heise eventuell für gefährliche Inhalte verantwortlich gemacht werden. Unsere Datenschützer und Safer Internet Day Aktivisten haben diese Sicherheitslücke offensichtlich noch nicht entdeckt.

Meine pragmatische Löaung für Smartphone und PC:

  • Für allgemeines Browsen im Web verwende ich den Standard Safari Browser ohne AdBlocker und ohne Bildunterdrückung (Chrome mit Android)
  • Für seriöse persönlichen und geschäftlichen Gebrauch verwende ich den Firefox Browser  auf iPhone und PC mit AdBlocker.
  • Unterwegs ohne WLAN Anschluss verwende ich den Dolphin Browser mit AdBlocker und Bildunterdrückung. Beides kann man im Dolphin Browser über die Einstellungen schnell ein- und abschalten.

Bookmarks (Favoriten) synchronisiere ich automatisch nur auf den Firefox Browsern. Für systematische Verwaltung von Bookmarks sind die von den Browsern angebotenen Manager nicht geeignet. Ich lege Bookmarks im Zusammenhang mit Projekten (z.B. Kunde, Verein, Familie, Dokument) mit Tags auf meinem gesicherten PrivatPortal ab. Dort finde ich auch Kontakt Daten und OneClick Telefonnummern. Es ist keine gute Idee, diese wertvolle Information offen in seinen Smartphone Kontakten zu speichern. Darauf haben z.B. zu viele Apps Zugriff auch die Taschenlampen App!

Hinter einem Satz von thematisch relevanten Bookmarks steckt häufig viel Arbeit ähnlich wie die Referenzen bei einem Artikel. Diese Information möchte ich gerne selbst verwalten und archivieren.

Ein weiteres wichtiges Element zur Vermeidung von Werbung sind RSS Feeds. Anstatt zeitaufwändig über unzählige Seiten zu surfen habe ich mir im Privatportal RSS Informations Seiten ohne Werbung eingerichtet. Damit kann man sich in wenigen Minuten einen Überblick über die relevanten Quellen  machen und im Augenblick relevante Nachrichten anklicken.  Das erspart viel Zeit. Ähnlich kann man mit einer RSS Reader App arbeiten.

RSS News Feed

RSS News Summary

 

 

 

Was steckt hinter der Facebook AGB Änderung: ewige Cookies für Werbeabrechnung

Das Geschäftsmodell von Facebook ist eigentlich recht einfach: durch kostenlose soziale Netzwerkdienste sollen möglichst viele Benutzer angelockt werden, denen dann kostenpflichtige Dienste von Facebook und anderen Anbietern angeboten werden. Ein wesentlicher Teil des Einkommens soll dabei durch maßgeschneiderte Werbung (Facebook Einnahmen durch Werbung 2012  etwa 5 Mrd $) erzielt werden. Facebook hat nun das Problem, dass viele Benutzer nur recht selten die Facebook Seiten besuchen und Facebook damit relativ wenig über die Vorlieben seiner Benutzer weiß. Google ist da eindeutig im Vorteil, da jeder Suchvorgang, der über Google läuft,  ausgewertet werden kann.  (Google Advertising Revenue 2013  50Mrd $). Noch schwieriger wird es für kleinere Websites, die selten besucht werden, mit Werbeeinnahmen Geld zu verdienen. Sie wissen immer weniger über ihre Besucher und können damit auch keine maßgeschneiderte Werbung machen.

Die Benutzer eines Webseite werden durch deren Cookies identifiziert, die vom Browser auf dem Gerät des Besuchers gespeichert werden. Nun kann der Benutzer aber durch entsprechende Einstellung im Browser alle Cookies löschen, wenn er Benutzer den Browser schließt oder die Cookies manuell löscht. Die naiven Benutzer glauben dann, dass sie dadurch nicht getracked werden können.

Cookies_del_FFDamit kann der Benutzer theoretisch die Sammlung persönlicher Daten unterbinden. Leider werden aber nicht alle Cookies gelöscht. Firmen wie Facebook,  Google , Microsoft u.a. Speichern permanente Cookies in Temporären Files des Betriebssystems z.B. in Windows VISTA im File  user\AppData\Local\Microsoft\Windows\Temporary Internet Files . Diese Cookies lassen sich auch nicht einfach durch den Benutzer löschen. Google, Facebook, Microsft u.a. erlauben auch anderen Firmen diese Cookies zu nutzen, wenn sie das von der Firma kontrollierte Abrechnungssystem für Werbung benutzen. Damit wird die Trennung der verscheidenen Webseiten der Anbieter, die im Browser nur auf ihre eigenen Cookies zugreifen können, unterlaufen und die persönlichen Daten können unkontrolliert verteilt werden. Wenn andere Anwender auf die Benutzerinfromation von Google und Facebook zugreifen können. so kann man Benutzer leicht auf verschiedenen Geräten identifizieren auch ohne daß sie sich bei Facebook oder Google angemeldet haben. Eigene Cookies sind dann nicht mehr so wichtig.

Die neuen AGBs von Facebook sollen nun dieses Verfahren legalisieren. Diese AGB Änderung  macht aber nicht nur Facebook, sondern alle großen Anbieter ändern ihre AGBs. Hier z.B ein Beispiel der AGBs von CNN.

Zitat CNN Mobile Device Terms of Service and Privacy Policy : „We, our third party service providers, advertisers, advertising networks and platforms, agencies, or our partners also may use cookies to manage and measure the performance of advertisements displayed on or delivered by or through the Turner Network and/or other networks or Sites. This also helps us, our service providers and partners provide more relevant advertising.

Selbstverständlich wollen die „Großen“ von den „Kleinen“ für den Service Geld kassieren. Facebook hat hierfür eine eigene Firma ATLAS by Facebook gegründet, die das Geschäft der umfassenden Identifizierung sogar bis in die reale Einkaufswelt ausdehnen soll. Ein Schlüsselelement ist dabei die Funktion Bezahlen (Apple ist da wohl im Moment führend!). Man kann die Korrelation Klick auf Werbung mit dem aktuellen Kauf natürlich auch über Kooperation mit den Kreditkartenfirmen oder den Banken erreichen. Das Ziel ist der globale gläserne Bürger. Jedem Klick auf eine Werbung soll mit einem Kauf korreliert werden können. Unsere biederen Datenschützer und TTIP Verhandler stehen da natürlich auf verlorenem Posten und haben zu wenig Knowhow um zu merken, wie sie geleimt werden. .

Buch Empfehlung: Der Circle von Dave Eggers, ein typischer US Schinken, der aber u.a. die Organisation und die sozialen Folgen dieser neuen Methode „$/Klick“ recht gut beschreibt (besser in English).

iGoogle, Facebook und Google+ durch Virtual Private Portal ersetzen

FriendsNachdem viele Internet Nutzer zunächst begeistert über die Angebote von Facebook, Google und Co waren, hat sich inzwischen Ernüchterung eingestellt. Vor allem die tägliche Flut von Werbung auf allen Kanälen nervt! Jede noch so kleine unbedeutende Nachricht wird mit Werbung versehen. Die auf dem PC übliche Werbung in zusätzlichen Spalten wird zunehmend durch Inline-Werbung speziell bei mobilen Geräten ersetzt. Die bei Benutzern beliebten Ad Blocker werden damit wirkungslos.

FamilyAuch auf der WordPress Plattform, auf der dieser Blog gehostet wird, erscheint jetzt Werbung (noch in Maßen) angezeigt. Das ist für private Benutzung ärgerlich wenn Seiten wegen der vielen Werbung langsam aufgebaut werden und häufig auch wegen fehlerhafter Scripts oder Links überhaupt nicht mehr funktionieren. Professionelle Nutzer werden aber massiv bei der Arbeit gestört. Den Benutzern wird von der IT Industrie suggeriert, dass sie mit Werbung leben müssen, wenn sie kostenlose Angebote im Netz nutzen wollen. Dabei sind IT Services keineswegs umsonst. Die Benutzer bezahlen mit ihren Gebühren für Festnetz- und Mobilanschlüsse die Infrastruktur für die Industrie, die diese dann kostenlos für Werbung nutzt!

FacebgitDie großen Anbieter von sozialen Netzwerken bieten dauernd neue Funktionen an, welche die Benutzer gar nicht wollen und ändern laufend ihre Geschäftsbedingungen (AGBs) zu Lasten der Benutzer um ihre Werbeeinnahmen zu erhöhen. Facebook versucht gerade eine Facebook Homepage (natürlich mit Werbung) auf Google Phones zu etablieren.

In USA sieht man bereits neue Trends

  • die jungen Nutzer wandern zu einfacheren Diensten wie Whatsapp, Twitter u.a. ab.
  • „Communities“ richten sich zunehmend eigene hosted Plattformen (virtual private portal) ein. Dort können sie die Benutzer und die Nutzung in Eigenregie verwalten und bleiben Herr der eigenen Daten. Durch Zugriff über https sind diese privaten Portale auch relativ gut abgesichert. Der Hoster stellt dabei die Infrastruktur, Software Wartung und BackUp. Alle Daten gehören aber dem Kunden! Er kann Daten auch mit Verfahren seiner Wahl verschlüsseln. Durch Virtualisierung kann man auf einem Host oder in der Cloud Tausende von privaten Portalen betreiben und die Dienstleistung relativ billig anbieten. Mein privates Portal für bis zu 100 Teilnehmer kostet mich im Monat 23 €.  Nicht billig aber sicher sein Geld wert. (Ein Entertain Paket bei der Telekom kostet zum Vergleich 34 € im Monat.) Angebote für Firmen z.B. von IBM liegen bei etwa 240 $/Monat.

Für private Anwender ist zur Zeit aber eigentlich nur Hosted Sharepoint auf der Microsoft Plattform sinnvoll, das von vielen Hostern angeboten wird. Dadurch kann man auch mal wechseln, wenn man mit dem Hoster nicht zufrieden ist. Bei Facebook muss man seine Daten Facebook zur Nutzung überlassen und kann nicht zu einem anderen Anbieter wechseln.

Privat Portale auf Sharepoint Plattform bieten die üblichen Dienste für Gruppen wie eMail, Chat, Kalender, Bibliotheken (File Ablage), Bilder Galerie, Blogs, Wiki usw. Ganz wichtig ist, dass die Benutzer eines Privat Portals keinen Vertrag mit dem Hoster abschließen müssen. Damit gibt es auch keine umständlichen AGBs. Jede Gruppe kann sich so organisieren wie sie will. Der Zugriff von mobilen Geräten ist selbstverständlich möglich und wird laufend verbessert. Wichtig ist, dass alle Basisfunktionen ohne Werbung auskommen. Da spart man viel Zeit und Ärger.

Eine gute Einstiegsanwendungen für ein privates Portal ist die Bereitstellung von personalisierten Dashboards und Info Seiten.

RSS-Info-Seite

Info Seite mit RSS Feeds

RSS-SymbolIn modernen Systemen werden viele Informationen als RSS Dateien im XML Format angeboten. Nachrichten von Zeitungen, Firmen und Nachrichtenagenturen werden im Web als RSS Feed angeboten. Auch interne Daten in Listen oder Blogs können als RSS Feeds ausgegeben werden. Bei der obigen Info Seiten wurden die externen RSS Daten mit dem Sharepoint XML-Viewer Webpart so formatiert, dass nur die Überschriften ohne Grafik, ohne Details und ohne Werbung  angezeigt werden. So kann man sich einen persönlichen Überblick über die interessanten Nachrichten verschaffen und sich seine persönliche Netzzeitung, wie z.B. von Netvibes angeboten, schaffen.  Meine Privat Portal Benutzer verwenden solche Info Seiten ergänzt mit einigen Apps (Widgets, Gadgets, Portlets … ) gerne als Startseite in ihrem Browser. Solch einfache Funktionen sind wichtig für die Akzeptanz von Privat Portalen bei Nutzern, die nicht sehr IT affin sind.

Für deutsche Web Benutzer ist wichtig, dass man die RSS Feeds so formatieren kann, dass auf der eigenen Webseite keine fremden Bilder gezeigt werden. Die deutschen Gesetze zum Urheberrecht verbieten z.B. die Nutzung von Bildern (Bildreferenz) wie sie heute bei RSS Feeds üblich sind  (z.B. Spiegel Politik) .

RSSmitBildX

RSS Feed mit Bildern

Die Bilder in dem gezeigten RSS Feed wurde durch Farbflächen ersetzt. Die Rechtslage in Deutschland ist unklar wenn Bilder von externen Quellen z.B. in einem Privat Portal nur von einer Person genutzt werde ähnlich wie die Betrachtung im Browser.

RSS Reader Apps mit Bildern  sind nach deutschem Recht illegal und bieten ein neues Betätigungsfeld für Abmahnanwälte. Der SPIEGEL bietet auf einer Website RSS Feeds mit Bildern an, weist aber darauf hin, dass damit keine Nutzungsrechte für Bilder verbunden sind. Ziemlicher Unsinn! Die unklaren Nutzungsrechte sind u.a. der Grund dass Google seinen beliebten RSS Reader eingestellt hat.

Allerdings gibt es inzwischen auch schon subtile Nutzungsbedingungen für RSS Feeds, die z.B. die Darstellung ohne Werbung nicht erlauben. Google hat 2005 die AdSense Werbung für RSS Feeds eingeführt.

Das Anzeigen von Überschriften der Artikel als Link ist aber bei fast allen Anbietern erlaubt. Beispiel:
NY Times RSS Terms and Conditions
http://www.nytimes.com/services/xml/rss/termsconditions.html

Wichtig für ein privates Portal ist, dass man die Formatierung und Anzeige von RSS Feeds im eigenen Portal machen kann und nicht auf externe Apps angewiesen ist. Eine Anleitung wie man das mit Sharepoint und der XML-Viewer App machen kann  elegant machen kann, gibt es demnächst hier.

Siehe auch: Nachrichten (RSS Feeds) ohne Werbung auf iPhone und PC mit Sharepoint

Einige Beispiele und Hinweise für RSS Nachrichten Feeds

Überblick USA RSS Feeds

NYT Home Page http://rss.nytimes.com/services/xml/rss/nyt/HomePage.xml

NYT-RSS-Werbung

NYT RSS Feed mit Werbung

NYT Technology
http://rss.nytimes.com/services/xml/rss/nyt/Technology.xml

CNN Top Stories http://rss.cnn.com/rss/cnn_topstories.rss

Reuters Top News http://feeds.reuters.com/reuters/topNews

NY Times RSS Terms and Conditions
http://www.nytimes.com/services/xml/rss/termsconditions.html

heise online       Google Werbung AdSense jetzt auch bei RSS  (2005)

Typische Darstellung RSS Feed:
Stuttgarter Zeitung – Wirtschaft mit Werbung in rechter Spalte. (Das Ausblenden der Werbung z.B. in einem iFrame auf einer eigenen Webseite ist nicht erlaubt!)

PS Die Migration von personalisierten iGoogle Seiten zu Sharepoint Privat Portal Seiten ist recht einfach. Da es in iGoogle keine wirklich attraktiven Gadgets gegeben hat, die nicht auch anderweitig verfügbar sind.

Datenschutz: IKEA hui – POST pfui

Cloud_GaunerNeulich flatterte mit ein IKEA Katalog mit einer Adresse ins Haus, die IKEA gar nicht wissen konnte. Dem Katalog lag ein Brief bei, dass die Deutsche Post Direkt GmbH im Sinne des Datenschutzrechts verantwortlich sein. Nun habe ich mit der Post nie einen Vertrag abgeschlossen, der die Verwendung meiner Adresse für Werbeszwecke erlaubt hätte. Die Post macht also ungeniert Nebengeschäfte mit den „guten“ Adressen ihrer Kunden. Da braucht man ja nicht mehr bei den Gemeinden anfragen.  IKEA weist wenigstens darauf hin, wie man der Post untersagen kann, weiter Werbung zu senden. Unverständlich, dass der Verbraucherschutz diese Praxis nicht unterbinden will und kann!

Es empfiehlt sich, ein Kündigungsschreiben (Vorlage bei AboDirekt) auszufüllen und an die Deutsche Post Direkt zu schicken.  Wehret den Anfängen – Hoheit über den eigenen Briefkasten.

Facebook Werbung – aufpassen, deine Freunde erfahren alles!

Die neueste Werbemasche von Facebook und anderen Sozialen Netzwerkdiensten ist die Werbung für Dinge die „Freunde“ gekauft haben. Die Kunden sollen Empfehlungen von Freunden eher trauen als anonymen Werbebotschaften. Das hört sich in der Theorie ja ganz gut an. In der Praxis kann das aber schnell ins Auge gehen. So sah ich plötzlich in der Facebook Werbung dass sich einer meiner „Freunde“ für einen speziellen Single Club interessiert. Da kann es durchaus Rückfragen von Frau und Familie geben.

Datenschutz Empfehlung: Nie auf Facebook Werbung klicken. Falls dort wirklich etwas interessantes angezeigt wird sollte man lieber danach Googlen, oder besser noch mit PhZilla suchen.

Online Werbung – mehr Content oder mehr Geld für Google Adsense?

Erfahrene Google Benutzer schauen sich die ersten Refernzen nach einer Suche gar nicht an, weil sie wissen dass diese Referenzen über das Google Tool AdSense „gekauft“ wurden und oft mit der Suche wenig zu tun haben.  Ähnlich ist es mit der maßgeschneiderten  Werbung, die in er rechten Spalte von Google angezeigt wird.

Allmählich gibt es aber auch Klagen von Unternehmen, die mit Google AdSense ihre Werbung von Google anzeigen lassen, wenn bestimmte Schlüsselworte (z.B. Insurance) bei der Suche eingegeben werden. Für einen Kunden, der dann die Werbung anklickt, müssen die Unternehmen bis zu 20 $ (Pay-per-Klick) an Google bezahlen. Da nur wenige Kunden dann wirklich kaufen, ist die AdSense Werbung vielen kleinen Unternehmen schon zu teuer geworden.

Es gibt aber auch eine Alternative um Aufmerksamkeit von Kunden zu bekommen. Macht man seine Website für Besucher interessanter, so wird diese von Google höher bewertet und öfter von Kunden gefunden ohne dass man die teure Werbung dafür bezahlen muss. Ein bewährte Methode ist z.B. einen interessanten Blog zu pflegen und auch in Sozialen Netzwerke zu platzieren. Selbst wenn man einen professionellen Autoren dafür bezahlt ist das häufig billiger als die AdSense Werbung. Auf alle Fälle ist der Markt für Online Werbung begrenzt und wird nicht wesentlich größer wenn auch Facebook, Bing, Apple, Telekom, Vodafone   u.a. vom Werbekuchen etwas abbekommen wollen. Bei zuviel Werbung schalten die Benutzer auch auf Durchzug oder meiden sogar Dienste, die sie mit Werbung zumüllen.

Ein wesentlicher Grund für mein Privates Portal ist, dass es völlig frei von Werbung betrieben wird. Da die Teilnehmer inzwischen genügend von allen möglichen Services mit exzessiver Werbung genervt sind, schätzen sie eine werbefreie Plattform immer mehr. Hier muss der Vater dem Sohn nicht mehr erklären, dass er an Anzeigen für Attraktive Singles, die in der echten Spalte immer wieder auftauchen eigentlich nicht interessiert ist. Schwierig wird es auch in Unternehmen, wenn Mitarbeiter partout keine Werbung haben wollen, wenn sie im Web Arbeiten für das Unternehmen durchführen.

Mit Werbung auf der eigenen Webseite kann man sehr schnell mit dem deutschen Urheberrecht und anderen Gesetzen  in Konflikt kommen, da es für unsere Justiz Webseiten mit verschiedenen Bereichen (Mash-Ups) und anderen Verantwortlichen noch nicht gibt. Grundsätzlich gilt – ohne Werbung weniger Ärger.

So stiehlt und benutzt Facebook die Kontaktdaten vom iPhone

Vor einigen Tagen erhielt ich plötzlich eine SMS Nachricht, die ganz offensichtlich eine automatisch versandte Werbung war, die aber von einem meiner „Facebook Freunde“ verschickt worden sein soll. Anhand der Telefonnummer des Absenders konnte man schnell erkennen, dass die Meldung nicht von meinem „Facebook Freund“ kam. Wie kann das funktionieren?

Für SMS Nachrichten benötigt man keine eMail Adresse, die Telefonnummer genügt. Deshalb möchten sowohl Facebook als auch Google und Microsoft unbedingt Ihre mobile Telefonnummer offiziell erhalten. Facbook hat nun damit begonnen Werbung in Nachrichten zu verschicken. Das ist bei Facebook erlaubt, wenn der Empfänger „Follower“ des Absenders ist. Hat man einmal den Follow Button bei Firma XY  angeklickt, kann Firma XY gegen Zahlungen an Facebook beliebige Werbung als Nachrichten schicken. Natürlich hofft Facebook damit viel Geld zu verdienen. Facebook bietet zusätzlich Werbern (und Spammern) eine spezielle Werbeform „Sponsored Stories“ an, bei der Werbenachrichten im Namen von Freunden verschickt werden. Die Namen und Telefonnummern der Freunde kann Facebook (wie jeder andere App) aus den Kontakten z.B. auf dem iPhone auslesen. So kommt Facebook über die iPhone Kontakte und den Umweg der Freunde z.B. auch an meine mobile Telefonnummer, die nur wenige Leute wissen und die ich nie an Facebook gemeldet habe.

Jeder „Facebook“ Freund, der Ihre Telefonnummer gespeichert  und die Facebook App auf seinem Handy hat, macht damit ihre Telefonnummer publik. Alle Ihre Maßnahmen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden damit ausgehebelt. iPhone Benutzer bauen damit ungewollt ein riesiges „asoziales“ Netzwerk auf, ohne dass sich die Benutzer dessen bewußt sind.

Ratschläge:

  • Laden Sie die Facebook App nicht auf ihr iPhone (oder löschen Sie die App). Verwenden Sie das Web Interface mit Browser. Für die meisten Benutzer reicht das völlig aus.
  • Sperren Sie über Einstellungen am iPhone die Nutzung ihrer Kontakte über den Safari Browser.
  • Tragen Sie möglichst wenig Kontakte in ihre Kontaktliste ein. Auf keinen Fall dürfen Sie sensible private oder geschäftliche Adressen in ihren Kontakten auf ihr iPhone laden.
  • Legen Sie private „One Klick“ geschützte Telefonlisten auf ihrem Privaten Portal z.B. in der Cloud an z.B. für Freunde, Geschäftspartner, Vereine usw an (Anleitung, Beispiel – offen für iPhone Demo portaleco.mysp.ch/centered/SitePages/iPhone.aspx)
  • Bitten Sie in kritischen Situationen ihre Telefonnummer nicht auf einem fremden iPhone zu speichern. Das ist sicher extrem schwierig, da jeder von Ihnen Angerufene ihre Nummer speichern kann.
  • Ignorieren Sie konsequent jegliche Facebook Werbung über Nachrichten. Man muss ja nicht jede bewußte Verletzung des Datenschutzes unterstützen.

PS Gegen diese nicht autorisierte Nutzung persönlicher Daten und Beziehungen im „asozialen“ Netzwerk von Facebook ist die Vorratsdatenspeicherung ein digitaler Kindergeburtstag. Offensichtlich haben das noch nicht viele Facebook Kunden bemerkt.

Google Gadget ohne Werbung in Sharepoint einbetten

Mit einem Privat Portal z.B. auf einer Cloud Sharepoint Plattform kann man ähnliche Systeme wie bei iGoogle oder Facebook aufbauen, ohne sich deren Werbung und ohne seine privaten Daten ausliefern zu müssen. Google verdiente bisher sein Geld mit Werbung. Zusätzlich sollen jetzt auch Benutzerdaten an Interessenten verkauft werden. Das wird langsam mehr als lästig wenn Google bisher werbefreie Funktionen wie z.B. Google Groups oder Google Gadget nun auch mit Werbung vollpflastert. Besonders ärgerlich ist das, wenn man auf seiner Webseite nun bei jedem eingebetteten Google Universal Gadget (siehe Google Gadgets in Sharepoint einbetten)  agressive Werbung sieht wie z.B.

Google Gadget with advertising

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das nimmt nicht nur Platz auf der eigenen Webseite weg sondern stört durch agressive Grafik und die Links zur Werbung.

Leider kann man bei den Google Universal Gadgets die Werbung nicht unterdrücken (das erlauben auch die T&Cs nicht!). Man kann aber bei Sharepoint das Gadget in einem Inhalts Editor Webpart so anzeigen, dass die Reklame ohne Scrollen nicht sichtbar ist.

Man erhält vom Google Universal Gadget Builder bei Get the Code z.B. folgendes Javascript:

<script src=“//http://www.gmodules.com/ig/ifr?url=http://likesbox.com/igoogle/news/tagesschau.xml&amp;synd=open&amp;
w=320&amp;h=300&amp;title=Tagesschau+ARD+-+Aktuelle+Nachrichten+-+Inland+Ausland+Wirtschaft+Kultur+Sport&amp;
border=%23ffffff%7C3px%2C1px+solid+%23999999&amp;output=js“></script>

Dieses Javascript speichert man als TXT File im Sharepoint Portal ab und kopiert die LINK URL zu diesem Gadget Textfile. Nun platziert man ein Inhalts Editor Webpart auf der Sharepoint Seite und gibt die URL zum Gadget Textfile ein.

Zusätzlich begrnezt man noch die Höhe des Webparts (im Beispiel 320 Pixel) so, dass die Google Werbung nicht sichtbar wird. Damit erhält man jetzt folgende Anzeige auf der eigenen Webseite

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Lösung funktioniert, ist aber nicht ganz befriedigend. Langfristig wird die Microsoft und/oder die Open Source community  attraktive Gadgets für PCs und Tablets sowie kompatible Apps für Mobiltelefone und Tablets verfügbar machen müssen, wenn sie gegen die Konkurrenz von Google und Apple bestehen wollen. Wie Apple gezeigt hat, kann man für gute Gadgets und Apps durchaus Geld verlangen besonders wenn die Anwendungen ohne lästige Werbung und Datenschnüffelei angeboten werden.

Achtung: Beim Einbetten von Google Gadgets muss man natürlich auch die betreffenden Google Geschäftsbedingungen beachten, die vorschreiben, dass man die Google Gadgets nicht verändern darf . Man darf die Werbung nicht entfernen. Das ist bei einem kleineren Anzeigefeld mit Scrollen offensichtlich OK, da viele Google Gadgets die Scroll Funktion eingebaut haben.

Namen und Adresse im Internet schützen

Obwohl kundige Nerds wohl die Postadresse (Wohnsitz)  jedes Internet Benutzers heraus bekommen können, sollte man es den vielen Adresshändlern und Webstrolchen oder gar Stalkern nicht allzu leicht machen. Es gilt einige einfache Regeln zu beachten:

  • Geben Sie bei einer Anmeldung zu einer Web Site die Adresse nur an, wenn es wirklich notwendig ist.
  • Falls Sie eine Domain anmelden, sollten Sie das bei einem Provider tun, der die Namen und Anschrift seiner Kunden nicht im Web preis gibt. Mit Allwhois (com Domains) und mit Denic (de Domains) kann man sich die Anschrift  des Domain Owners anzeigen lassen. de Domains sind deshalb generell problematisch, da Denic die Adressen der Domain Besitzer offen anzeigt.  Auch bei 1&1 Domains com Domains wird der Besitzer mit Adresse angezeigt. Google ist ein bischen diskreter und arbeitet mit Domain Protection Providern zusammen, bei denen man den Domain Besitzer nur über einen Anwalt herausfinden kann ( Beispiel mit Allwhois und z.B.  http://www.google.com)
  • Geben Sie ihre Anschrift auch nicht grundlos auf (Papier)Drucksachen an. Freundliche Helfer scannen das in bester Absicht ein und schon steht ihre Adresse im Internet. So geschehen als ein über 10 Jahre alter Tagungsband von einer Tagung eingescannt und  ein Index mit Postadresse im Web veröffentlicht wurde.
  • Prüfen Sie etwa einmal im Monat mit einer Suchmaschine, die Sie sonst nicht verwenden, nach, ob ihre Postanschrift im  Web einfach zu finden ist. Meist gibt es auch viele Benutzer mit gleichem Namen (nicht nur bei Müller und Schmidt), die eventuell Unfug im Web treiben und mit denen Sie nicht zufällig verwechselt werden wollen. Deshalb sollte man persönliche eMail Adressen im Web nur verwenden, wenn man sie vom Adressaten erhalten hat oder dieser die Verwendung in der Firma oder Verein freigegeben hat. Ich verwende im Web gerne eine zweite eMail Adresse, von der eMail an die eigentliche Adresse weitergeleitet wird. Im Fall von Mißbrauch kann ich die Zweitadresse einfach abschalten.

Ist die Adresse trotz aller Mühe dann doch irgendwie ins Netz geraten, sollte man sich nicht zu sehr grämen. Professionelle Adressenhändler haben ihre Adresse ganz legal von ihrer Gemeindeverwaltung gekauft und geben die Adresse gegen geringe Gebühr an alle Interessierten weiter ohne Sie zu fragen. Sie werden dann noch etwas mehr „persönliche“ Werbung in ihrem Briefkasten finden den Sie mit einem Aufkleber  „Keine Werbung“ versehen haben.

Mein lokaler CDU Abgeordneter hat diese Praxis vehement verteidigt, da eine Firme für Werbung mit angeschlossenem Adressenhandel in seinem Wahlkreis liegt. Man muss ja den Mittelstand schützen. Die Firma ist inzwischen Pleite. Das Gesetz, dass den Gemeinden die Weitergabe der Adressen ihrer Bürger erlaubt, gibt es immer noch.