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Corona IT Politik

Covid Datenmangel – denn sie wollen nicht wissen was sie tun

Patienten Information

In Deutschland wird viel diskutiert und chaotisch gehandelt. Was wirklich fehlt sind genaue und standardisierte Daten, die als Grundlage für Entscheidungen und die Kontrolle der Ergebnisse dienen können. Grob fahrlässig ist es, wenn vor der Impfung Vorerkrankungen, eingenommene Medikamente und Allergien nicht verlässlich z.B. auf einer Patientenkarte vorliegen. Die Gesundheitskarte wird in Deutschland seit mehr als 20 Jahren diskutiert!

In der Corona Pandemie verhindert die Weigerung Ortsdaten von Personen zu erfassen sinnvolle Aktionen. Die Nachverfolgung von Personen als Infektionsquellen ist nur bei sehr niedriger Zahl von Infektionen möglich. Steigt die Zahl der Infektionen müssen örtliche Herde und Situationen erfasst und kommuniziert werden z.B. Schulen, Betriebe, Verkaufsräume, Veranstaltungen, Kirchen usw. Davor scheuen unsere Politiker zurück wohl auch wegen der unklaren Rechtslage. Genau die zu klären ist aber eine Aufgabe, die nur die Politiker leisten können.

Dazu kommt die Ungenauigkeit der Daten und die unerklärlichen Zeitverzögerung auf den verschlungenen Berichtswegen. Völlig unsinnig ist es, einen Lockdown zu Weihnachten einzurichten und dabei das Testen und das Sammeln der Daten einzustellen. Damit kann die Wirksamkeit der Aktion nicht überprüft werden.

Transparenz wird systematisch gemieden. Fast jede IT Unterstützung endet im Chaos, da die Verwaltungen über keine gemeinsame, solide IT Plattform verfügen. Insbesondere gibt es keine gesicherten Informationsqege zwischen Bürgern und staatlichen Stellen. Das zeigt sich zur Zeit bei Organisation der Impfung und der mangelnden Nachverfolgung der Effizienz und Nebenwirkungen der verschiedenen Mittel.

Durch die fehlenden Daten werden völlig unrealistische Pläne gemacht. Wird der Plan nicht erfüllt wird, macht man einfach einen neuen Plan und Niemand und Keiner, das Team, übernehmen die Verantwortung. Konsequenzen müssen die Verantwortlichen nicht befürchten. Hier wäre es mal angebracht die „No Excuse“ Management Methode von Elon Musk anzuwenden. Wer als Verantwortlicher immer nur die Anderen für das Versagen verantwortlich macht, wird entlassen.

Siehe auch: Bertold Brecht: Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Planens

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Allgemein IT Politik Software Web 2.0

eMail Adressen sind im Web wichtiger als Inhalte und leicht zu manipulieren

Die meisten Internet Benutzer sind sich gar nicht bewußt, dass das gesamte Geschehen im Web ähnlich wie die weltweite Post von einem funktionierenden Adressiersystem abhängt. Man liest und hört zwar von Aktionen in China, USA (SOPA), Deutschland (Internetsperren) u.a., bei denen mehr oder weniger große Teile der Webadressen total gesperrt oder umgeleitet werden. Immer wieder kommt es auch vor, dass die Adress-Server von Firmen oder Privatpersonen (z.B. DNS-Changer) durch Hacker korrumpiert werden. Bei Pannen der Server von Internetprovidern (Telecom, Vodafone …) kommt es auch zu Störungen. Auch Firmen sowie Facebook, Google usw sperren unliebsame Webseiten oder lenken die Anfragen von Benutzern auf andere Seiten um.  Die Übertragungs- und Vermittlungsgeräte im Internet haben heute alle Funktionen eingebaut (meist sogar vom Gesetz gefordert), die beliebige Manipulationen der Adressierung im Web erlauben. Geraten diese Funktionen in die falschen Hände, so ist ganz schnell mit der Freiheit des Web vorbei. Das zeigt sich u.a. bei den Aufständen im Nahen Osten, wo die Diktatoren ziemlich schnell das Web ab- uder umschalten.

Private Benutzer können aber auch durch falsche Einstellungen am PC oder am Router ihre Verbindung zu den Internet Adressen verlieren. Für Privatbenutzer sind eigentlich nur zwei Arten von Adressen interessant.

Die eMail Adresse ist dabei meist auch der Schlüssel zur digitalen Identität, meist durch Benutzername und Passwort repräsentiert, die man bei der Registrierung bei einem Dienst z.B. Google, Facebook usw erhält. Dabei muss man meist die eMail Adresse angeben. Diese dient dazu dem Benutzer eine neues Passwort zuzuschicken, wenn er das alte Passwort vergessen hat.  Wer also den Zugang zur eMail hat, hat meist auch den Zugang zu allen Systemen bei denen man angemeldet ist. Internetbenutzer ist aber häufig nicht bewusst, dass der eMail Verwalter ganz einfach Kopien jeder eMail auch an Zweitadressen verschicken oder die eMail umleiten kann.Bei 1&1 sieht das für den Domain Administrator so aus:

Ganz offenichtlich hält der Verwalter der eMail Adressen den Schlüssel zur eMail und zu den Identitäten der Benutzer in der Hand. eMail Adressen können von Administratoren ganz leicht manipuliert werden, ohne dass der Benutzer dies bemerkt. Der eMail Adressen Verwalter muss also eine absolut vertrauenswürdige Person sein. In Firmen sollte man deshalb die eMail Administration regelmäßig überprüfen und das auch dokumentieren.

Privatpersonen geben die Administration meist ziemlich leichtfertig an Internet Service Provider, die kostenlose eMail Services anbieten wie Google, Freenet, GMX usw die im Falle eines Falles von der Politik leicht unter Druck gesetzt werden können und die eMail Adressen für Werbung und andere Service Angebote nutzen.

Ich persönlich bevorzuge es, meine und die eMail Adressen meiner Familie, im Verein usw selbst zu verwalten. Da kennt man wenigstens das Risiko. Zusätzlich muss man sich aber auch noch den Anbieter der eMail Plattform ansehen. Hier kann es z.B. interessant sein, einen Anbieter im Ausland zu wählen, der die hektischen Aktionen unseres Innenministeriums nicht mitmacht. Einige Länder benutzen dies auch, um sich als Anbieter von “freien“ Internet Dienstleistungen zu profilieren während man in Deutschland eher versucht, solchen Dienstleistern das Geschäft zu erschweren.