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Corona Gesundheit

Was Patienten in der Corona Intensivstation erwartet

Corona Intensivstation, Patient & Team

In den Medien wird viel und lang über Corona diskutiert. Dabei wissen nur ganz wenige was sie im Falle eines Falles auf der Corona Intensivstation erwartet. Hier ist es hilfreich sich den Lehrfilm aus der Universitätsklinik Tübingen (Youtube Version für angemeldete Nutzer / English Version) anzusehen. Danach gibt es keine Diskussion mehr ob das Tragen einer Maske sinnvoll ist. Dieses Video sollte eine Pflichtveranstaltung für Querdenker sein.

Es dürfte auch klar sein, dass es nicht beliebig viele so professionelle Teams gibt wie im Film. Davon hängt die Überlebenschance der Patienten ab. In Deutschland liegt die Chance für Überleben der Intensivstation bei 50 bis 70 Prozent.

Die komplexe Infrastruktur, die für Corona Patienten benötigt wird, sieht man nicht. Das Management des Personals mit Ärzten, Pflegern, Reinigungskräften, Haustechnik, Geräte- und IT Technikern, Einkäufern, Apothekern, Materialverwaltung und -bereitstellung ist sehr komplex. Ausfälle von Kräften im Dreischichtbetrieb können kaum aufgefangen werden. Die kritische Komponente im Corona System ist zur Zeit nicht die Zahl der Intensivbetten sondern die Zahl der Intensivteams. Die kann man leider nicht mit Geld kaufen.

Im Corona Live Ticker der Universität Tübingen kann man sich die aktuelle Bettenbelegung ansehen. Dieses Angebot gibt es auch von anderen Kliniken. Das ist vorbildliche Transparenz, die man sich von anderen Stellen auch wünscht.

Die IT Infrastruktur im Krankenhaus kann nicht schnell umgestellt werden. Man behilft sich mit privaten Smartphones. Der Betrieb ist natürlich nicht DSGVO konform. Wenn da einmal der Datenschutzbeauftragte vorbeischaut bricht der Betrieb zusammen. Zum Glück haben die Ärzte weltweite, offene Netzwerke ausgebaut, über die sie Erfahrung mit Behandlungsmethoden austauschen.

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Stromanbieter wechseln – Online Erfahrungen

Nachdem die EnBW die Preise für ihre Stammkunden beträchtlich erhöht hat und ich wenig Hoffnung habe, dass die Firma in Zukunft mit Herrn Mappus als Oberchef ordentlich und benutzerfreundlich geführt wird, habe ich mich entschlossen den Stromanbieter zu wechseln. Da viele Anbieter verbilligte Online Tarife anbieten ist das inzwischen ohne großen Aufwand möglich.

Nach kurzem Vergleich der Angebote habe ich mich für die Stadtwerke Tübingen entschieden. Das ist sicher nicht der billigste Anbieter, aber mein neuer Traif ist 20 % billiger als mein alter Tarif bei EnBW. Die Stadtwerke Tübingen betreiben auch ein eigenes Netz und haben deshalb auch Ahnung vom Stromnetz. Sie erzeugen auch einen Teil des Stroms mit Kraft/Wärme Kopplung selbst, bauen eigene Wind- und Wasserkraftwerke und haben damit auch eine vernünftige Firmenstrategie und bieten auch interessante Ökostromtarife.

Zum Wechsel sollte man immer direkt zur Website des gewählten Anbieters gehen und nicht über „hilfreiche“ sekundäre Webseiten von Maklern. Als ich am Sonntagabend dann das Antragsformular ausgefüllt hatte (dazu braucht man die Kundennummer des bisherigen Anbieters und die Zählernummer – beides findet sich in den Unterlagen) kam die erste Enttäuschung: das Formuar funktionierte nicht. Offensichtlich wurde am Sonntagabend an den Servern in Tübingen gebastelt. Am Montagmorgen funktionierte dann das System. Von den Stadtwerke Tübingen kam dann eine freundliche eMail zurück, der leider nur die Allgemeinen Geschäftsbedingungen angehängt waren. Ich hätte eigentlich auch eine Kopie meines Antrags erwartet. Es gibt auch keine Möglichkeit sich Online über den Bearbeitungsstand zu informieren.

Dann tat sich 4 Wochen mal gar nichts. Die Sachbearbeiter in Tübingen waren entweder überlastet oder haben lieber Papier-  als Onlineformulare bearbeitet. Also habe ich nach 4 Wochen in einer eMail freundlich angefragt, wo mein Antrag jetzt steht. Nun ging es seh schnell. Als erstes bekam ich Anrufe der EnWB Werbung, die mir einen günstigeren Tarif anbieten wollte (warum erst nach der Kündigung?). Das ist ein gutes Zeichen, dass der Bearbeitungsvorgang jetzt gestartet wurde. Kurze Zeit später kam dann ein eMail aus Tübingen, dass der Wechsel zum 1. Februar jetzt klappen würde.

Trotz einiger kleinen Probleme war der Wechsel eigentlich problemlos. Wenn die Stadtwerke Tübingen ihre Software noch ein etwas benutzerfreundlicher  machen ist der Wechsel des Stromanbieters einfacher als der Wechsel des Mobilfunkanbieters. Nur Mut – Kampf den Monopolen!

PS Man brauch übrigens keine Angst zu haben, dass bei fehlerbehafteter Beabeitung der Strom unterbrochen wird. Bei den heuet üblichen Installationen, kann der Stromlieferant einzelne Verbraucher nur abhängen, wenn er Zugang zur Hausinstallation hat. Es sei denn Sie haben sich von EnBW einen „Intelligenten Stromzähler“ installieren lassen, den kann man nämlich problemlos über das Datennetz sperren.