Schlagwort-Archive: Störung

Falsches Alibi durch Fußfessel – GPS Jammer

GaunerNicht nur die deutsche Polizei hat Probleme der Überwachung von „Gefährdern“. In den USA ist eine Fußfessel offensichtlich ein zu komplexes Gerät für amerikanische Polizisten. Der Schütze, der eine Frau in Washington D.C. erschoß, hatte ein wasserdichtes Alibi. Die Polizei hatte ihm eine Fußfessel verpasst. Die GPS Signale zeigten an, daß der Mörder  zur Tatzeit brav in seiner Wohnung weitab vom Tatort war. Trotzdem wurde er am Tatort gesehen und identifiziert. Des Rätsels Lösung: Dem Täter war früher ein Bein amputiert worden und er trug eine Beinprothese. An dieser Prothese befestigte ein Polizist die Fußfessel. Der Täter legte nun sein „offizielles“ Bein in seiner Wohnung ab und war mit einer Ersatzprothese unterwegs.

Man kann sich eine GPS Tarnung aber einfacher besorgen. Chinesische Firmen bieten kleine GPS Jammer in Größe einer Zigarettenschachtel für etwa 20 $ an, mit denen man die GPS Signale in einem Umkreis von 15 m lahm legen kann. Man kann dann durch GPS nicht mehr geortet werden, selbst wenn Böswillige oder der mißtrauische Ehepartner einen GPS Sender am Auto angebracht haben. Geräte mit größerer Reichweite werden von Firmen und vom Militär eingesetzt, um z.B. Drohnen, die sich selbst mit GPS steuern, abzuwehren. In der Nähe des neuen US Präsidenten wird man wohl bald kein GPS mehr empfangen können. Die NSA wird dann aber auch die Zuhörer nicht einfach identifizieren können. Natürlich gibt es auch GPS Jammer, die das Mobiltelephon z.B. im Restaurant oder an bestimmten Orten lahmlegen um z.B. bei Raub einen Anruf bei der Polizei zu verhindern.

Natürlich sind diese Geräte in Deutschland und anderen Staaten verboten. Allerdings gibt es alleine in der Umgebung von Washington D.C. über 100 Anbieter von GPS und GSM Jammern. Die Gauner sind den Ordnungskräften da sicher einen Schritt voraus.

Vorsichtige sollten wieder lernen ihr Auto nach Verkehrsschildern und mit Karten aus Papier ans Ziel zu bringen.

Advertisements

WLAN (Wifi) Chaos mit Störungen im Haus

WLAN Access Point

WLAN Access Point

Ursprünglich war WLAN eine recht einfache Erweiterung des Kabel-Ethernets. Die Installation war problemlos. Man musste eigentlich nur ein Kabel an den Access Point/Router anschließen, einige Parameter für Betriebsart und Sicherheit am PC eingeben und schon hatte man WLAN im Haus. Die Geräte hatten noch richtige Antennen für 2.4 Ghz, die man so ausrichten konnte, dass man z.B. in einem Einfamilienhaus überall Empfang hatte (notfalls konnte man noch spezielle externe Antennen anschließen).  Nach und nach kamen mehr Geräte in den Haushalt. Typisch findet man heute mehrere Laptops, Smartphones und Tablets, die über das WLAN ans Internet gehen. Fortschrittliche Benutzer steuern bereits Rolläden, Gartenbewässerung u.a.  mit ihrem Smartphone – das erfordert unbedingt Zuverlässigkeit, die mit den bisherigen Geräten auch ganz gut erreicht wurde. Die Geräte arbeiten mit dem 2.4 Ghz Band im WLAN Modus Mixed 802 11 b/g und mit WPA und WPA2 Security. In der Stadt kann man heute häufig bis zu 20 Netze in der Umgebung erkennen, die zum Teil für Onlinemusik und -fernsehen genutzt werden und damit das eigene WLAN stören können. Nun kommen aber Multimediageräte und -anwendungen sowie Video-Spielkonsolen hinzu, die die vorhandenen WLAN Netze schnell überlasten können.

Easybox RouterDie neuen WLAN Router arbeiten deshalb zusätzlich im 5 Ghz Band. Damit kann man auch lokal Daten z.B. vom Laptop oder Videorekorder zum Fernseher übertragen. Auf der IFA 2015 werden hunderte von Anwendungen gezeigt, die schnelle 5 Ghz WLAN Verbindungen mit dem Standard 802 11n nutzen. Die neuen Router von Telekom (Fritzbox), Vodafone(Easybox) unterstützen diesen Standards auch. Der Benutzer erwartet aber, dass auch ältere Geräte in einem gemeinsamen WLAN benutzen werden können.

Konfiguriert man ein WLAN aber nach den Empfehlungen seines Internet Providers stellt man fest, dass viele Geräte gar nicht an das WLAN angeschlossen werden können und häufig Störungen auftreten. Stellt man die Parameter z.B nach den Empfehlungen von Apple ein, funktionieren andere WLAN Geräte (und häufig auch die Apple Geräte sobald andere Geräte das WLAN nutzen) nicht. Die Geräte verlieren kurzzeitig die Internetverbindung und müssen vom Benutzer mit Tricks wieder an das Internet angebracht werden. In manchen Foren wird empfohlen kurz den Flugmodus aus- und wieder anzuschalten (anstatt laut gegen diese Zumutung zu protestieren). Die Probleme treten bei iPhone und Android Geräten und den üblichen Routern (Fritzbox/Telekom, Easybox/Vodafone) und unabhängig vom Internet Provider auf. In den Foren werden viele Lösungen für das Problem vorgeschlagen, die wie üblich von völlig sinnlos bis hilfreich im Einzelfall reichen. Da seit Monaten weder die Hersteller vom Smartphones noch die Hersteller der Router das Problem lösen können, scheint es sich um ein Hardwareproblem im WLAN Chipset (oder um einen Fehler in der Protokoll Spezifikation/Implementierung) zu handeln. Die WLAN Chips versuchen dauernd den Empfang zu optimieren indem sie auf andere Kanaäle schalten, was dann aber ab und zu nicht funktioniert. Als Nebeneffekt entlädt sich der Akku des Gerätes schneller, da die WLAN Chips mehr Strom benötigen und sich dann erhitzen. Ganz Schlaue haben herausgefunden, dass die Störungen geringer werden wenn man das Gerät in den Kühlschrank legt!

In meiner Installation mit 3 Laptops (Lenovo, IBM), mehreren Smartphones und Tablets(iPhone, Android) und einem  Easybox Router von Vodafone gibt es keine Einstellung der WLAN Parameter bei denen die Geräte ohne intermittierende Fehler arbeiten. Auch die Trennung der alten Geräte auf 2.4 Ghz und der neuen Geräte auf 5 GHz funktioniert nicht, da sich beim Easybox Router die WLAN Parameter nicht völlig unabhängig einstellen lassen. Da eine Lösung des Problems nicht in Sicht ist, empfiehlt sich das Problem mit einem (oder mehreren) WLAN Access-Point zu lösen. Man schließt den WLAN Access-Point an eine vorhandene Ethernet Dose an und konfiguiert ein neues WLAN so, dass alle Geräte damit betrieben werden können. Ich verwende dazu einen Linksys Adapter (2.4 Ghz Baujahr 2003 !). Man kann aber auch einen einfachen Access-Point (z.B. von Edimax für ca 30 €) dafür verwenden. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass man den Router optimal im Haus z.B. im ersten Stock platzieren kann. Hat man dort keinen Ethernetanschluss, kann man über die Steckdose ein PowerLAN nutzen. Die Geschwindigkeit ist in diesem WLAN nicht so wichtig, da der Internetanschluss die Geschwindigkeit sowieso begrenzt. Wichtig ist hier die Zuverlässigkeit. Diese Lösung arbeitet in meinem Haus ohne intermittierende WLAN Störungen (vorausgesetzt der Internet Provider bietet einen störungsfreien Internet Anschluss!). Den „offiziellen“ Router z.B. Fritzbox oder Easybox kann man dann für die schnellen 5 Ghz Verbindungen zwischen den Geräten (PC, Photo, Video, Fernseher usw) nutzen.

PS in der schönen neuen „Cloud Welt“ gibt es einen von Apple initiierten Trend „ist ja alles so easy“. Man versucht den Kunden anders als z.B bei den älteren Versionen von Windows von allen internen Problemen abzuschirmen. Microsoft versucht das mit Windows 10 auch! Das ist sehr benutzerfreundlich wenn System und Anwendungen fehlerfrei funktionieren. Im Problemfall ist der Kunde dann aber völlig hilflos. Er kann weder Analysedaten für Experten erstellen noch von Experten erarbeitete Lösungen in seinem System anwenden. Benutzerfreundliche Systeme sollten einen Experten Modus und einen Satz von Werkzeugen für die Analyse und die Korrektur von Problemen haben. Von den Helpdesks der Hersteller ist wenig Hilfe zu erwarten. Ihre Hauptfunktion ist es, Probleme zu leugnen, damit die Kunden keine Forderung nach Gerätetausch (der in diesem Fall nichts bringt) oder Schadenersatz stellen können.

 

Vodafone DSL Störung – Chaos Tage bei Vodafone

Router

Gute Nachricht: Internet funktioniert nach 10 Tagen wieder!

Ich bin seit Jahren zufriedener Kunde bei Vodafone sow0hl für Mobilfunk als auch für das Festnetz mit Sprache und DSL Es traten zwar immer kleinere Störungen auf, die sich aber mit einem Reset des Routers oder einigen Tagen Wartezeit lösen ließen. Ab dem 10.8.201 traten aber massive Probleme auf. Das Telefon funktionierte. DSL funktionierte nur kurze Zeit bei geringen Datenmengen, der Sprachanschluss war OK. Download von Daten > 10 Mbyte oder Updates von iPhone Apps waren nicht mehr möglich. Nun ist meine private IT so aufgebaut, dass ich die wichtigsten Funktionen im Notfall oder  auch vom iPhone ausführen kann. Leider hat Vodafone beim Abriss eines Bürohochhauses in meiner Nähe eine wichtige Antenne abgebaut. Seither gibt es in meinem Haus keinen 3G Empfang mehr – auch das E-Netz ist so schwach, dass ich in einigen Räumen keinen Telefonempfang habe. Damit wird man schnell ziemlich einsam in der Cloud.

Da mein Telefon noch funktionierte, konnte ich den Vodafone Service unter der Nummer 0800 505 4484 anrufen. Nach der üblichen Musikeinspielung erreichte ich tatsächlich eine freundliche Mitarbeiterin, die für ihren Job recht gut geschult war. Positiv ist, dass alle Mitarbeiter mit denen ich in der Folgezeit telefonieren durfte sehr freundlich und hilfsbereit waren – auch die Wartezeiten waren noch erträglich. Allerdings arbeiten die Servicemitarbeiter im Vodafone System, das offensichtlich die aktuellen Kundenprobleme nicht immer lösen kann. Die Odyssee im Vodafone Imperium lief nun wie folgt ab: vor jeder Aktion steht die Identifikation dafür muss man zunächst anrufen, etwas Musik hören und sich dann z.B. mit der Kundennummer oder der Festnetznummer identifizieren. Auf die Idee, den Kunden bei wiederholten Anrufen anhand der Telefonnummer zu identifizieren und ihn mit einen kompetenten Mitarbeiter zu verbinden, ist man bei Vodafone noch nicht gekommen. Ohne ein solches System erreicht man immer wieder neue Service Mitarbeiter, denen man die Lage neu erklären muss. Die Einträge im Service System entsprechen häufig nicht der Lage vor Ort.

  1. Identifikation + zunächst wird man aufgefordert  am Router POWER  ON RESET mit dem Netzschalter auszuführen und danach wieder anzurufen, falls die Störung nicht behoben ist. Der Hinweis, dass man das bereits 10x erfolglos gemacht hat, wird nicht akzeptiert. Ebenso wird der Hinweis, dass es sich wahrscheinlich um ein Softwareproblem bei Vodafone, handelt nicht angenommen.
  2. Identifikation +  nächste Störungsmeldung.Nun wird mir der Rückruf eines technischen Experten angeboten (der Kunde ist ja zunächst immer schuld), der meine Einstellungen am iPhone überprüfen möchte. Da man dabei das iPhone mehrmals neu starten muss braucht man ein zweites Handy, weil beim Restart ja die diPhone Telefonverbindung abbricht. Da das verwendete Prepaid Handy ein geringes Guthaben hat, muss ich die Prozedur etwas abkürzen. Da die iPhone Einstellungen alle korrekt sind, soll ich zunächst prüfen ob DSL/Wlan funktioniert – Ende des Gesprächs. Die Verbindung funktioniert nicht was zu erwarten war – man hat ja nichts geändert.
  3. Identifikation + Meldung, dass Fehler nicht behoben ist. Nun besteht der Service Mitarbeiter darauf, dass ich einen Reset auf die Fabrikeinstellungen mache und Vodafone neuen Microcode für den Router schickt.  Resultat – Download ist nicht möglich, da mein Router EasyBox 800 noch von ARCOR geliefert wurde und offensichtlich nicht mehr unterstützt wird. Jetzt geht auch mein Telefon nicht mehr.
  4. Idenifikation + Fehlermeldung. Nun wird vermutet, dass die Leitung defekt ist. Für die physikalische Leitung ist aber die Telekom zuständig. Ein Mitarbeiter der Telekom wird in etwa 7 Tagen auftauchen und die Leitung vermessen. Mit einigen Klageanrufen erscheint der Telekom Mitarbeiter tatsächlich nach 5 Tagen  zur vereinbarten Zeit, dabei muss man sich natürlich nach dem Zeitplan des Telekom Subkontraktors richten und eventuell einen Tag Urlaub spendieren.
  5. Der Telekom Mitarbeiter (sehr freundlich) misst die Leitung und stellt fest, dass die Leitung OK ist.
  6. Identifikation + Fehlermeldung. Nun ist Vodafone bereit, mir einen neuen Router Easybox 904 zu schicken, der tatsächlich nach 5 Tagen mit GLS ankommt. Der nette GSL Mitarbeiter will aber den alten Router gleich mitnehmen. Zum Glück habe ich alle meine Kabel ordentlich beschriftet. Ein Sprachkabel passt aber nicht.
  7. Versuch den neuen Router zu starten. Der Download klappt auch aber der alte Modem Installationscode funktioniert nicht.
  8. Identifikation + Fehlermeldung. Ein freundlicher Vodafone Mitarbeiter veranlasst unbürokratisch die Erstellung einen neuen Installationcodes. Dieser wird nach einiger Zeit auch per SMS  geschickt.
  9. Vodafone schickt mir eine Message, dass das Problem jetzt erfolgreich geschlossen wurde und bedankt sich freundlich für meine Geduld.
  10. Kurze Zeit funktioniert mein DSL nun, sobald aber eine größere Datenmenge z.B. für den Update der iPhone Apps zeigt das System wieder die alten Symptome.
  11. Die Netzanalyse zeigt, dass die Geschwindigkeit des Netzes voll den Spezifikationen entspricht – das ist auch nicht selbstverständlich. Die Datenübertragung bricht aber bei Datenmengen zwischen 6 MB und maximal 20 MByte wegen intermittierender Störungen immer wieder ab. Downloads zum PC oder zum iPhone sind nicht möglich. Die DSL Verbindung zum iPhone bricht immer wieder ab. (Kurzzeitig kann man ein paar Bytes übertragen wenn man in den Flugmodus und wieder zurück schaltet). Das ist ein typisches Verhalten von Software die mit dem Management der Datenbuffer nicht klar kommt.
  12. Identifikation – Verzweiflungsmeldung. Die freundliche Service Mitarbeiterin ist aber ausnahmsweise bereit mal nachzusehen ob im Raum Stuttgart Service arbeiten am Netz durchgeführt werden. Sie hat aber keinen Zugriff auf das System und muss einen Kollegen bitten, mal nachzuschauen. Sobald das Problem gelöst ist, will sie mir eine Nachricht schicken. Die Nachricht ist natürlich noch nicht angekommen. Bei der Analyse der eigenen IP Adresse erkennt man, dass mein Vodafone Pool Server jetzt in Ingolstadt steht und nicht wie gewohnt bei Ludwigsburg. Offensichtlich wird in Ludwigsburg umgebaut und der Datenverkehr wird über den Server in Ingolstadt abgewickelt. Da sicher auch noch mehrere Vodafone Knoten in der Ferienzeit umgebaut werden, kommt es offensichtlich zu Überlastung und Störungen. Helfen kann hier nur Geduld oder die fristlose Kündigung per Brief und der Wechsel des Providers.
  13. Erfolg Vodafone hat inzwischen (nach etwa 10 Tagen) die Probleme auf der Server Seite irgendwie gelöst. Übertragung von 4 Gbyte funktioniert jetzt wieder. Intermittierende Übertragungsfehler treten jetzt nicht mehr auf. Viel Ärger hätte man sich allerdings ersparen können, wenn die Arbeiten am Netzwerk angekündigt worden wären. Positiv ist, dass ich jetzt einen modernen Router habe, der auch mit Updates versorgt wird. Wer noch einen alten Router hat und mehrere Geräte anschließen möchte, sollte den Austausch veranlassen.

Schaut man sich im Internet um, so sieht man das Vodafone zur Zeit im Raum Stuttgart und in anderen Großstädten massive Probleme, der oben beschriebenen Art hat. Es wird wohl noch einige Wochen dauern bis die Probleme von Vodafone mit seiner ineffizienten Management Struktur gelöst werden können. Wohl dem der einen Nachbarn mit Gastzugang hat, der z.B. bei Telekom ist. Wahrscheinlich wird ihn er Umbau im neuen deutschen Netz auch bald treffen.

Zur Ehrenrettung von Vodafone muss man allerdings erwähnen, dass intermittierende Störungen der Internetverbindung ein sehr komplexes Problem sind. Schaut man sich den Datentransfer vom Server zum mit Ethernet angeschlossenen PC an, so sieht man das der Transfer eigentlich mit der erwarteten Geschwindigkeit erfolgt. Die Übertragung wird aber immer wieder unterbrochen. Die Ursache hierfür liegt meist beim eigenen PC z.B. wenn die CPU stark belastet wird oder Hintergrundprozesse mit Datentransfer z.B. für Update des Betriebssystem automatisch ablaufen. Die Unterbrechungen können aber auch durch den Server und durch Überlastung des Netzes verursacht werden. Die Download Funktion des Betriebssystem kann Unterbrechungen abfangen – irgendwo ist dann aber Schluss. Da moderne Betriebssysteme dem Benutzer keine einfache Möglichkeit geben, die Fehlerursache zu finden (bei Windows 10 wird es noch schlimmer), beklagt er sich natürlich bei seinem Internet Anbieter. Der versteht sich aber leider immer noch als Anbieter einer Leitung und nicht als Anbieter einer Dienstleistung „Zugang zum Internet“ mit einer Expertengruppe, die solche Fehler erklärt und dem Benutzer Hilfen anbietet. Erfahrene Benutzer können  in Internet Foren (bei kniffligen Problemen vorwiegend in USA) Hilfe suchen. Der „normale“ Internet Benutzer ist aber hilflos und kann nur abwarten bis das Problem irgendwann einmal gelöst wird. Im Moment sind nur wenige Benutzer von dem Problem betroffen. Sobald aber mehrere Benutzer und datenintensive Anwendungen wie Spiele, Fernsehen usw den Internetanschluss belasten wird der Unmut der Kunden auch die Chefetagen der Internet Provider erreichen.

Inzwischen wird den Benutzern anders als den Politikern in Deutschland wohl klar, daß zu einer funktionieren IT Infrastruktur nicht nur ein paar Glasfasern gehören.

PS Auf meine Klage der mangelnden 3G Verbindung (mitten in der Stadt) machte mich eine freundliche Vodafone Mitarbeiterin darauf aufmerksam, dass in den Mobilfunk AGBs  Garantien weder für Verfügbarkeit noch Geschwindigkeit gegeben werden (das gilt auch für DSL). Das sollten sich unsere Verbraucherschützer einmal ansehen, da die Gebühren offensichtlich ohne Leistungsgarantie erhoben werden. Ein faires Service Level Agreement mit dem Kunden muss anders aussehen.

Probleme bei 1&1 – eMail 27.5.2013

Cloud_GaunerHeute bleibt der eMail Briefkasten leer. Keine Post am 27.5.2013. Die Email ist weder über Thunderbird noch über den Web Client erreichbar. Auskunft erhält man darüber bei 1&1 nicht – man tut so als sei alles in Ordnung. Meist erhält man bei Heise Online 1&1 die neuesten Informationen. Die Gerüchteküche produziert Meldungen von Hacker Angiffen, Software Problem usw. – nichts genaues weiß man offensichtlich nicht.

Man sollte meinen, dass die Information der Kunden die höchste Priorität bei einem Internet Dienstleister hat. 1&1 bei 1&1 scheint man die Kunden zu ignorieren. Das kann auf Dauer gefährlich werden  – die Konkurrenz schläft nicht.

Gute Nachricht: ab etwa 12:00 funktioniert die eMail wieder.

Amazon Cloud bricht zusammen – was tun?

In vielen Unternehmen und noch mehr bei IT Firmen sind Cloud Services zur Zeit ein Top Thema. Es ist ja auch nur allzu verlockend, hochzuverläassige IT Services benutzen zu können, ohne die komplexe Verwaltung von Hardware und Software selbst zu übernehmen. Immer weniger Firmen haben genügend fachkundige Mitarebiter um die vielen Updates in ihre Systeme einzupflegen,  ihre Daten gegen Hacker und eigene ungeschickte Benutzer zu sichern und den Zugriff zu Geschäftsdaten u.a. für das Finanzamt auf Jahrzehnte zu sichern. Private Benutzer, Vereine und kleine Gruppen haben es meist schon aufgegeben, eigene Server zu betreiben und  genießen schon wesentlich länger Services aus dem Web, wobei es dem Benutzer ziemlich egal ist, mit welcher Technologie die Funktonen realisiert werden. Es wird z.B. kaum noch Privatpersonen geben, die einen Mail Server oder ein Archiv für Dokumente, Musik oder Video selbst betreiben. Der Benutzer sieht in der Regel keinen Unterschied ob die Services mit klassichen Server Installationen oder in der Cloud erbracht werden. Der Unterschied bemerkt man aber sicher dann, wenn die Cloud Services mal nicht funktionieren wie beim Amazon Blackout am 21. April 2011. Von einer Störung in einer großen Cloud sind nicht nur Tausende sonder Millionen von Benutzern betroffen und Firmen. die ihre IT in die Cloud verlagert haben, sind praktisch lahmgelegt. Auch ein Datendiebstahl wie z.B. bei Sony kann dazz führen, dass ein Service abgeschaltet werden muss.

Wenn das Web und damit alle Webservices für Privatpersonnen ausfallen ist der Schaden meist nicht sehr groß. Man sollte sich aber trotzdem überlegen, was man tun kann, wenn der eigene PC zusammenbricht, der Netzanschluss nicht funktioniert oder der Service bei eMail usw nicht funktioniert. Schließlich ist man auch privat immer mehr von Services im Web abhängig. Deshalb werden in diesem Blog einige Beiträge für Benutzer mit mehreren Geräten (PC, Handy, Pad … ) zu den kritischen Themen

  • Sicherer Zugriff auf eMail und BackUp auch wenn mal etwas schief geht – eMail Strategie
  • Passwort und PIN Management mit PC, Handy, Pad …, Kreditkarten
  •  Identity Management – Registrieren, Geschäftsbedingungen, Abmelden, Sperrung, Auswahl der Webdienste
  • Dokumente sichern, BackUp, Archivierung und Ausdruck im Web
  • Web Administration Regeln für Gruppen und kleine Unternehmen

Telefon Störungen bei Vodafone – ARCOR

Nachdem immer wieder der Telefonanschluss bei ARCOR/Vodafone kurzzeitig ausfiel ging am Nachmittag des 12.11.2009 nichts mehr. Als leidgeprüfter Kunde wartet man ja zuerst mal ab. Nachdem aber auch am späten Abend keine Telefonverbindung möglich war, suchte ich zuerst mal nach Fehlern in der eigenen Installation. Mehr als abschalten und anschalten (Stecker raus und wieder rein aller Geräte ) sollte man aber ohne eindeutige Diagnose nicht machen. Achtung: auf keinen Fall sollte man einen Reset des Routers machen, wie in der Anleitung z.B. von ARCOR empfohlen! (Das sollte man Profis überlassen auch wenn der Störungsdienst das empfiehlt).

Nach eingehender Prüfung startet man dann mit dem Handy einen Anrufversuch bei der Vodafone Störstelle – 08001073010 (kostenfrei). Nach 30 Minuten in der Warteschleife  (mit sehr schlechter Musik) meldet sich dann tatsächlich ein Mitarbeiter, der zunächst ein wenig herumdruckst und dann zugibt, dass z.B. im Raum Stuttgart zur Zeit eine „Großraumstörung“ aufgetreten sei, die erst am nächsten Tag behoben werden kann. Der Fehler wurde offensichtlich durch einen Netzfehler bei der Telekom ausgelöst.

Es ist unverständlich, dass Vodafone (auch die Telekom ist da nicht besser) keine vernünftige Störungsmeldung z.B. eine Telefonnummer, bei der man schnell eine Information über die Störung abrufen kann, einrichtet. Auch im Internet findet man keine aktuelle Information über Störungen. Der Service Mitarbeiter am Telefon meinte, dass das keinen Sinn macht, da ja das Festnetztelefon und meist auch der Internetanschluss (in diesem Fall nicht!) des Kunden gestört sei. Auf die Idee dass der Kunde ja ein Mobiltelefon eventuell sogar mobiles Internet im Störungsfall benutzt, kommt weder der Mitarbeiter (mit dem ja man übers Handy spricht) und die Geschäftsleitung nicht. Das ist ein typisches Beispiel wie Quasi-Monopole zu extrem unfreundlichem Verhalten gegenüber Kunden führt. Solange es keine Alternativen gibt, kann man dem Kunden ja beliebig viel Ungemach und Kosten zumuten.