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Kampf um den Cloud Arbeitsplatz – Facebook, Google, IBM, Microsoft, IBM, Slack u.a.

Cöoud Arbeitsplatz

Die Anfänge der Software für Zusamenarbeit und Organisation von Mitarbeitern in Firmen begannen bereits in den 70er Jahren in USA mit einfachen Systemen mit denen man kurze Nachrichten verteilen konnte. Diese wurden dann um Datenbanken für eMail, Kalender, ToDo Listen, Dokumente und Programme zur Bearbeitung und Kontrolle der Daten erweitert. Die erste Version entwickelte die Firma IRIS mit Ray Ozzie und einem Team von etwa 25 Mitarbeitern in StartUp Manier. Ein großer Markt entstand aber erst 1988 nachdem die Firma Lotus die Firma Iris aufkaufte und das Produkt als Lotus Notes vermarktete. Lotus Notes (Geschichte) wurde von fast allen großen Firmen als Infrastruktur für Arbeitsplätze und Arbeitsorganisation benutzt und war z.B. mit seiner Client/Server Struktur, der Verschlüsselungstechnik (asymmetrich mit Zertifikaten für Maschinen und Benutzer, Messaging und anderen Features seiner Zeit weit voraus). Lotus lief vorwiegend in proprietären Firmennetzen auf IBM Großrechnern und IBM 3270 Terminals aber auch auf PCs (OS/2 und Windows) und später auf Laptops. Alte IT Hasen weinen noch heute der Lotus REPLICATE Funktion nach, mit der man seine eMail und Daten auf seinem Laptop ohne großen Aufwand mitnehmen konnte. Das war zu Zeiten von Netzen mit 2.4 kbit/sec ein Segen.

IBM kaufte 1996 Lotus Notes und bezahlte damals den horrenden Betrag von 4 Milliarden $. 1996 wurde auch der Netscape Browser für das Internet verfügbar und Nokia baute das 7110 WAP Mobiltelefon mit denen man Daten über das Internet austauschen konnte. Für die neue mobile Welt und das Internet brauchte man neue Zugangssysteme.

Mein Team im IBM Labor entwickelte ab 1998 ein Portal für Kollaboration im Internet. Die Benutzer konnten dabei über PC, Mobiltelefon oder Sprache im Internet agieren. Die Mobiltelefone mussten allerdings noch mit Tasten bedient werden. Das System und die Technik sind im Buch Pervasive Computing, Addison Wesley umfassend beschrieben.  Dieses System wurde 2001 als IBM Websphere Portal Server ausgeliefert. Wie bei IBM üblich war das Websphere Portal nicht als Produkt für Endbenutzer gedacht, sondern als Basis System, das von Softwarefirmen und den IT Abteilungen von Firmen an spezielle Bedürfnisse angepasst werden musste. Allerdings gab es auch ein Express System, das von kleineren Firmen, Städten, Schulen usw auch für soziale Netzwerke ohne großen Aufwand genutzt werden konnte.

IBM Digital Wallet

Auf der Cebit 2003 wurde z.B. ein IBM Portal System gezeigt u.a. mit einem Smartcard gesicherten Online Bankensystem inklusive einem „Paypal“ Bezahlsystem, das man auch mit Sprache bedienen konnte. In Zusammenarbeit mit einem Rundfunksender wurde auch ein Soziales Netzwerk „Das Ding“ für Kinder integriert .

Microsoft reagierte sofort mit dem Release des Sharepoint Servers, der ähnliches wie das IBM Portal leisten sollte aber mindestens 10 Jahre brauchte, bis er einigermaßen sinnvoll genutzt werden konnte.  Verschiedene Firmen versuchten die Portalfunktionen mit sozialen Netzwerken zu kombinieren. Am erfolgreichsten war wohl das Musikportal Myspace.

Der nächste „Follower“ war Mark Zuckerberg, der 2004 Facebook gründete. Facebook griff die vorhandenen Elemente inklusive der Idee der sozialen Netzwerke auf. Zuckerberg musste ähnlich wie Bill Gates nichts neu erfunden. Er konzentrierte sich allerdings anders als die Großfirmen auf Jugendliche als Kunden und investierte ähnlich wie Steve Jobs in einfache Bedienung des Systems und Wachstum durch kostenlose Services für die Benutzer. Die Daten in Facebook sind auf die für die privaten Benutzer wichtigen Elemente wie Nachrichten, Fotos, Musik und Videos beschränkt. Komplizierte Datenstrukturen und Abläufe wie sie in Firmen benötigt werden bleiben außen vor. Darum sollen sich Firmen wie IBM, Microsoft, Oracle, SAP  u.a. kümmern. Auch Google versucht sich mit bescheidenem Erfolg mit G Suite am Portal Markt.

Mit der Zeit wurde Facebook aber mit immer neuen Funktionen ausgestattet (man hat ja viele Entwickler). Dadurch wurden die Kunden  abgelenkt und verärgert. Das erklärt den Erfolg von WhatsApp. Facebook mußte deshalb für viel Geld WhatsApp kaufen damit die einfachen Kunden nicht abwandern. Nun wandern sie innerhalb von Facebook zu WhatsApp. Die komplexen Facebook Funktionen werden nun weniger genutzt und die Verweilzeiten im Facebook sinken..

Wenn immer im Internet eine Funktion zu kompliziert wird gibt es eine Chance für Mitbewerber, die einfachere Lösungen anbieten, die von den Kunden leichter verstanden und bedient werden können.

Slack bildet die typischen Konversationsstrukturen im realen Leben ab. „Gespräche“ finden mit einzelnen Personen privat und mit Gruppen ab. Slack verteilt ganz bewußt keine globalen Informationen an die ganze WWW Community. Die privaten Informationen sind für die Benutzer wertvoller. Twitter und Facebook sind „Out“ . Nachrichten und zugehörige Daten werden in Channles angeordnet und können damit Kontext bezogen gelesen und ausgewertet werden. Slack verzichtet bewußt auf komplexe Datenstrukturen sondern bindet viele externe Systeme (> 150) u.a. eMail, Cloud Data, SAP, IBM usw ein. Das entspricht offensichtlich den Wünschen vieler Kunden, die ihre Daten selbst verwalten und behalten wollen und nur Kopien für den Austausch mit anderen in das Portalsystem einstellen wollen. Damit vermeidet man auch viele rechtliche Probleme wie z.B. wem gehören die Daten? Wer haftet bei Verlust?  usw. Slack ist vor allem für Benutzer kleiner Firmen und Gruppen interessant. Diese sind auch bereit für Services zu bezahlen (siehe Slack Statistik) . Slack ist damit nicht nur auf  Werbung als Einnahmequelle angewiesen.

Privatpersonen und kleinere Gruppen, die nicht nur Nachrichten und Bilder sondern auch strukturierte Daten austauschen, bekommen mit Slack einen attraktiven Web Service. Der kostenlose Service ist allerdings ziemlich limitiert (siehe Slack Pricing).

iCloud Hack – why you should own a Private Portal

Hacker

Hackers and government agents

Most people understand the difference between a private safe at home and a rented safe controlled by a bank. Your private safe is endangered by family members and burglars. Your bank safe is protected against burglars but is  endangered by banking and government rules as well as fraud by bank employees.

People have a rough understanding of the pros and cons of the physical safe security solutions. However, users have no chance to assess the quality of online IT services.

They hope their data are adequately secured and backed up. Hopefully, the apps they are using and the companies running it will be operational forever. Passwords and accessed are handled according highest security standards. Users hope  that large organisations like Facebook, Yahoo or Apple take better care of their data than small companies. This is certainly not true. The large organisations may have very good mechanisms to protect their data. However, criminals prefer large targets because the return on investment is much larger. Large companies are subject to all kinds of government regulations e.g. banks may not allowed to hand out the money you have in your saving accounts (just figures in a data base).

Many people think that their smart phone is data safe and store huge amounts of  sensitive data – very often data which are owned by other people (e.g. email), employers or companies. Today you may be forced to give immigration officers your passwords to social networks and private accounts.

My solution to this problem is rather simple. I use a private Sharepoint Server Private Portal for me, my family clan, my professional project partners but also my guitar club. The Private Portal is hosted by a small hosting provider in Switzerland. The cost is about 120$/year for > 100 users. Microsoft is also offering  Sharepoint Online for $5/user. The Microsoft Sharepoint software is used by a lot of large companies. Therefore it will be  maintained at least for the next 20 years. Microsoft has a good track record on providing long-term support for their business software. The staff of the Swiss hoster is very experienced and provides services also to Swiss banks. Swiss government tries to establish a trusted IT infrastructure in Switzerland and knows how important security and privacy is for this business – I do not trust the legislation and government agencies of Trump, Merkel or Putin.

I personally control the high level access to my private portal and can create subportals for groups and invite other users.  Users can manage the access to their data. Sharepoint provides multi language support – a very important figure for my WW family.  It also provides private communication much like Facebook. You must not use eMail services to communicate. I don’t store a lot of data on my smart phone. Sensitive data is stored at the portal and can be accessed anytime with a browser or special Sharepoint apps. I personally prefer a browser which works on any device.

Certainly the private portal  server can be attacked by hackers much like any other Sharepoint server. However, the ROI will be very small and not very interesting to NSA and other government agencies. The private portal has also the advantage that I can get a copy of all my data to my PC whenever I want and can move to another service provider. I am using standard systems like Facebook, XING , Google etc for first contacts, chats  and „throw away“  data. The nice things about my Private Portal – no advertizing and no nasty messaging during work. It’s certainly worth 10$ per month.

Attention: Big Companies like Microsoft, Apple, Google etc want to drive the small hosters out of business  and move users to their closed platforms. An Open Source Collaboration Portal offering for private and small business is needed.

PS Sending Sharepoint Messages to users, which are not registered. (German)

iCloud Hackers Threat well known

iCloud Hack: How to Unlock  iCloud & Disable Apple ID without password

 

Besser keine eMail Adressen als Benutzernamen im Sharepoint Privat Portal

Für interne Sharepoint Portale in einer Firma oder in einem Verein kann man die eMail Adresse als Sharepoint Benutzername verwenden. Die Benutzer können sich diesen Namen gut merken. Will man aber Teile des Sharepoint Portals freigeben für die allgemeine Nutzung im Web, so veröffentlicht man die eMail Adfressen aller Sharepoint Benutzer, die Beiträge in das Sharepoint Portal einstellen. Dies ist meist nicht erwünscht, da Spammer systematisch Websites nach eMail Adressen scannen. Plant man Teile eines Sharepoint Portals im Web freizugeben, sollte man Benutzernamen vergeben aus denen man die eMail Adresse nicht ableiten kann.

Viele Websites, die ein Benutzer Login verwenden, verlangen die eMail Adresse als Benutzername (z.B. Google). Auch damit sollte man sehr sorgfältig umgehen, da man damit seine eMail Adresse bekannt macht. Meist kann man anstatt einer echten eMail Adresse eine „Phantasieadresse“ wie z.B. benutzer@dummy.com in solchen Systemen eingeben, da meist nur das Format und nicht die Gültigkeit der Adresse überprüft wird.

Do it Yourself Portal Alternativen – Basecamp – uPortal

Nach langem Zögern bewegt sich die IT Welt zu Portalen als Plattform für benutzerfreundliche Anwendungen. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: dem Benutzer werden anstatt einfacher Kommandos (Betriebssysteme) und Anwendungen (mit oder ohne graphischer Benutzerschnittstelle) zu denen man sich über hierarchische Strukturen hangeln muss, einfache interaktive Anwendungen angeboten, die der Benutzer sich auch selbst zusammenstellen und auch für seine Zwecke konfigurieren kann. Die kleinen Anwendungen haben unterschiedliche Namen z.B.  Portlets (IBM, Java u.a.), Apps (Apple) Webparts (Microsoft), Widgets, Gadgets(Google), iViews(SAP)  usw. Fast jeder IT Hersteller bietet eine Plattform für Portal Anwendungen z.B. IBM (WebSphere Portal), Microsoft (Sharepoint), Google (iGoogle, Android),  Apple (iPhone iOS), Oracle Portal und versucht seinen proprietären Standard zu etablieren. Führend sind wohl IBM bei großen Unternehmensportalen (basierend auf Java Standards) und Apple mit der iPhone Plattform bei mobilen Geräten. Besonders populär sind diese Minianwendungen auf mobilen Geräten, wo alles schneller und einfacher gehen muss als an einem Desktop PC. Die kleinen Helfer greifen transparent auf Funktionen im lokalen Gerät und im Internet (Cloud) zu. Der Benutzer sieht meist keinen Unterschied ob die Funktion lokal oder von einem oder mehreren Servern im Web geliefert wird. Als  Konsequenz wird wohl  Microsoft mit dem Betriebssystem WINDOWS 9 die Benutzerschnittstelle ähnlich wie Apple auf Portal Stil umstellen. Das Microsoft Sharepoint Portal ist dazu der Einstieg.

Nun sind Systeme mit platzierbaren und von Benutzern oder Experten erstellten Anwendungen, die auf Bildschirmseiten beliebig angeordnet werden, nichts Neues. Mein erstes System, das tatsächlich in Produktion ging, habe ich als junger Programmierer 1978 gebaut. Dieses System war komplett Objekt orientiert (auch die Programme) und wurde mit einem einheitlichen Objektmanagement System verwaltet. Aus dem Basissystem wurden spezifische Portale für Entwurf von mechanischen und elektronischen Systemen (u.a das HW Design System fü den IBM 801 RISC Processor), Büroanwendungen (Charts fürs Management), Finanzanalyse usw abgeleitet. Ganz ähnlich macht man das heute mit Websphere Portal von IBM oder Sharepoint von Microsoft.

Der „Normale“ Benutzer wird meist keinen großen Unterschied bei der Nutzung der verschiedenen Plattformen sehen.  Für die Ausbildung des IT Nachwuchses, ist es aber wichtig, dass man mit der Portal Plattform arbeiten und diese auch ändern und anpassen kann. Interessant ist hierfür z.B. die Open Source Plattform uPortal (Java Programmierung) , die von vielen Universitäten benutzt und unterstützt wird, sowie Basecamp, das mit Ruby on Rails programmiert wurde. Mozilla plant ebenfalls eine Portal Plattform anzubieten. Damit stehen einige herstellerunabhängige Plattformen für die Ausbildung zur Verfügung.

Beispiel Schulportal – Isolde-Kurz-Gymnasium

Man kann sicher trefflich darüber diskutieren was und wie die Schüler in Deutschland mit Computern und Internet lernen können. Sicher ist jedoch, dass die Organisation der meisten Schulen völlig veraltet und ineffizient ist. Die Lehrer erkämpfen sich Klassenlisten, Lehr- und Kurspläne und arbeiten mit einer Vielzahl von Vorlagen, die immer wieder kopiert und von den Schülern dann irgenwo abgelegt werden.

Das Isolde-Kurz-Gymnasium in Reutlingen hat ein geradezu vorbildliches professionelles Schulportal (auf Sharepoint Plattform) seit Jahren im Einsatz mit dem sowohl organisatorische als auch schulische Belange abgedeckt werden. Das Portal wurde von einigen engagierten Lehrern mit Beteiligung der Schüler und mit lokalen Industrieunternehmen als Sponsoren weitgehend gegen den Widerstand des CDU Kultusministeriums eingerichtet  und betrieben. Solche Portale kann man heute mit jährlichen Kosten von etwa 500 € im Web hosten lassen. Alle Eltern, die sich seit langem wünschen, etwas mehr über den Unterricht ihrer Schüler, die ausgefallenen Stunden usw zu erfahren, sollten beim Reutlinger Schulportal mal reinsehen und fragen, warum ihre Schule sowas nicht anbietet.

Sharepoint – Web 2.0 für Kirchen

Viele Kirchen (und weltliche Vereine) haben keine klare Kommunikationsstrategie für das Web. Meist gibt es nur eine veraltete statische Website. Allenfalls wird noch auf Veranstaltungen hingewiesen. Die heute im Zeitalter des Web 2.0 gängigen Techniken werden nicht eingesetzt. Es liegt dann nahe, dass Web aktive Gemeindemitglieder Gruppen in Facebook usw eröffnen, die aus Gründen des Datenschutzes aber äusserst heikel sind speziell wenn die persönlichen Daten von Jugendlichen bei kommerziellen Anbietern landen. Nicht jedes Gemeindemitglied möchte da mitmachen und den AGBs z.B. von Facebook zustimmen. Hosted Sharepoint bietet auch für kleine Gemeinden eine sichere Plattform, die man mit geringem Aufwand betreiben kann und  sowohl die persönlichen Daten der Benutzer (eMail Adresse usw) als auch interne Dokumente, Berichte usw geschützt werden können. Typisch ist dabei, dass mehrere Bereiche z.B. ein offener Bereich für eine traditionelle Website, Ankündigungen, Kirchenblatt usw und einer oder mehrere geschützte Bereiche für Gruppenarbeit, interne Dokumente, Pläne usw angelegt werden können. Bei der Redaktionsarbeit können mehrere Gemeindemitglieder zusammen arbeiten.  Damit kann in den Kirchen viel Arbeit ohne aufwändige, stundenlange Besprechungen erledigt werden. Viele Kirchenmitglieder kennen diese Arbeitsweise inzwischen aus ihren Arbeitsstätten und können damit umgehen. Da die grundsätzlichen Strukturen in den Gemeinden ähnlich sind, kann man vorgefertigte Sharepoint Strukturen verwenden, die dann nur spezifisch angepasstt und erweitert werden müssen.

Ein Beispiel für eine solche Kirchenlösung mit Sharepoint ist die Demo Website der Gemeinde Dingfeld/Schweiz. Dabei kann man sehen wie die Standardbausteine wie Text, Kalender, Nachricht, Blog, WIKI usw eingesetzt werden. Die Koten für ein Sharepoint 2010 Hosting belaufen sich für eine typische Anwendung etwa 7 – 25 € im Monat je nach Anforderungen. Ganz wesentlich ist, dass man sich beim Hosting weder um Hardware, Betrieb und BackUp kümmern muss. Allerdings müssen sich zumindest einige Gemeindemitglieder mit der Planung, der Verwaltung der Anwendung und Grundlagen von Sharepoint auskennen. Hierfür sollte man etwa einen Tag Schulung für Internet affine Benutzer veranschlagen.

Facebook oder Privates Portal

Viele Gruppen (Vereine, Familien, Firmen, Schulen, Kirchen – man kann auch Soziale Netzwerke dazu sagen) möchten ihren Mitgliedern zeitgemäße Methoden der Kommunikation anbieten und erliegen häufig der Versuchung einfach ein bestehendes kommerzielles System wie z.B. Facebook, Google Groups, XING usw einzusetzen. Selbst viele Firmen meinen heute, dass sie eine Kundenbeziehung einfach über ein kommerzielles, soziales Netzwerk aufbauen können. Eine Gruppe ist in den bestehenden Systemen einfach zu gründen – dann fangen die Probleme aber erst so richtig an. Bei kommerziellen Systemen muss sich zunächst jedes Mitglied registrieren lassen und dabei die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters akzeptieren. Nun ist nicht jeder bereit seinen Namen, Alter und eMail Adresse an Facebook und Co. weiterzugeben wenn der Betreiber sein eigenes Geschäftsmodell verfolgt und das auch gerne mal wieder ändert wenn die Kasse nicht stimmt. Bei Facebook werden die Adressen der Benutzer z.B. offiziell an Dritte verkauft. Dazu kommt, dass die Sicherheitsmechanismen meist für den Betreiber und nicht für die Benutzer optimiert sind. Viele Gruppenmitglieder akzeptieren auch nicht die kommerzielle Werbung vom Betreiber des sozialen Netzwerks oder von externen Firmen.

Stellt man dann eigene Informationen in das Soziale Netzwerk ein, so ist meist ziemlich unklar, wem die Daten eigentlich gehören, wie der Zugriff gesteuert wird und wie man letztendlich seine Daten wieder aus dem System herausholen kann, wenn man beschließt auf ein anderes System umzuziehen. Betreiber von sozialen Netzwerken führen auch gerne kurzfristig eine neue Software Version ein ohne sich darum zu kümmern wie die Kunden ihre Daten und Anwendungen migrieren können – so z.B. letztes Jahr bei Google Spaces geschehen.

Bei einem Privaten Portal z.B. bei einem Sharepoint Portal Server hat man zunächst etwas mehr Arbeit das Portal aufzusetzen. Typisch wird man das Portal bei einem Hoster betreiben und der Betreiber des Privaten Portals muss auch die Nutzungsbedingungen des Hosters akzeptieren. Anders als Bei Facebook und Co. verwaltet aber die Betreiber und seine Beauftragten alle Benutzer, Daten, Anwendungen und Zugriffsrechte und kann selbst entscheiden welche Teile seines Portals öffentlich und welche Teile nur privat genutzt werden. Die Benutzer müssen mit dem Hoster keine seperaten Verträge abschließen. Zwar kostet so ein Privates Portal bei exklusiver Nutzung und einigen Hundert Benutzern etwa 100 € $ im Jahr. Dabei können Subportale für Familie, Vereine, Kundengruppen usw  aufgesetzt werden. Typisch liegen dann die Kosten je Benutzer bei < 1 $/Jahr.  Man hat dabei aber völlige Selbstbestimmung, muss keine Werbung erdulden und man ist Herr der eigenen Daten. In einem Privaten Portal findet man heute alle Funktionen wie man sie typisch in Gruppen braucht: Web Site, Dokumenten Management, Benachrichtungen, Wikis, Umfragen usw. Das ganze kann professionell mit verteilter, delegierter Verantwortung gemanaged werden. Dafür braucht man in einer Gruppe einige Administratoren, dei sich zumindest in Teilaspekten des Systems auskennen. Die Komplexität liegt dabei auf ähnlicher Ebene wie z.B. bei WORD oder EXCEL. Allerdings gibt es heute in Deutschland noch relativ wenig Benutzer, die sich in dem Gebiet einigermaßen auskennen.

Ein typisches Privates Portal für einen Verein ist das VDE Portal . Der VDE führt z.B. sogar seine Wahlen Online mit dem System durch.

Privat Twitter – vertraulich und in eigener Verantwortung

Wer einmal den  SMS Service von Twitter genutzt hat, wird diese Möglichkeit der schnellen Kommunikation in kleinen und großen Gruppen durchaus schätzen. Will man aber Twitter in der Familie, im Freundeskreis oder im Verein nutzen, so stellt man sehr schnell fest, dass viele potentielle Benutzer sich nicht bei Twitter registrieren lassen wollen (evt. nicht können, weil sie keinen PC haben!) oder es nicht so toll finden, wenn private Nachrichten im Netz von vielen gelesen werden können. Ohne Registrierung kann man Twitter aber nicht nutzen. Hier empfiehlt es sich, die Dienste eines SMS Gateways wie z.B.TeamMessage zu benutzen. Man kann dabei beliebig viele Verteilerlisten (eine EXCEL Datei mit Telefonnummern – und optional eMail Adressen) einrichten. Haben die Adressaten eMail auf dem Handy, kann man auch kostenfrei eMails versenden. Die Berechtigung  zum Verschicken von SMS an diese Verteiler kann man für alle oder einzelne Mitglieder einrichten, die Nachrichten per SMS vom Handy oder über eMail an den SMS Server schicken.  Da das Senden von SMS nicht kostenfrei ist, sollte man ja nicht beliebig viele SMS verschicken.  Ideal ist Privat Twitter aber, um „Internet ferne“ Benutzer über das Handy oder auch am Festnetz Apparat schnell zu erreichen. Das funktioniert auch bei Senioren. Ideal ist das z.B. im Fall von Katastrophen, wenn hunderte von Personen schnell erreicht werden sollen oder als Erinnerung zum Besuch von Veranstaltungen.  Die Privat Twitter Funktion kann man einfach in ein Privates Portal integrieren.

Daten im Internet langfristig ablegen – privat und öffentlich

Private Daten kann man heute im Internet an vielen Websites veröffentlichen (Youtube, Flickr, social networks … ). Typisch ist dabei, dass man die allgemeinen Geschäftsbedigungen des jeweiligen Anbieters akzeptieren muss und sich der Informationslieferant (und bei beschränkter Nutzung auch die Nutzer) beim jeweiligen Anbieter registrieren muss. Typischer Bestandteil der allgemeinen Geschäftsbedingungen ist, dass der Anbieter jederzeit seinen Dienst einstellen, Gebühren erheben oder den Dienst an eine andere Firma verkaufen kann. Man möchte als Privatperson seine Daten auch nicht unbedingt dort speichern, wo sich verschiedene unseriöse Gruppen herumtrieben.

Das Internet Archiv ist eine seriöse Alternative zu den gängigen kommerziellen Systemen, wenn man Text, Audio und Video langfristig im Web speichern möchte. Immerhin ist man dort in relativ guter Gesellschaft von seriösen Bibliotheken.

Will man private Daten im Web speichern, sollte man darauf achten, dass man die Rechte an den eigenen Daten behält und man wahlweise im Web veröffentlichen (z.B. mit Creative Commons Lizenz) oder die Daten selbst z.B. in einem privaten Portal verwalten will. Wichtig ist dabei, dass man die Zulassung von Personen (Registrieren durch Vergabe von Benutzername und Passwort) selbst vornehmen kann. Dabei ist es nicht wesentlich, ob der zugehörige Server selbst betrieben oder gehostet wird, da man in beiden Fällen für seine eigenen Daten und deren Management verantowrtlich ist.

Sharepoint Schulportal

Ein schönes Beispiel wie man ein Schulportal mit Sharepoint attraktiv machen kann ist das Portal des isolde-kurz-gymnasiums in Reutlingen. Der Besucherzähler steht mit 1,4 Millionen und zeigt, dass das Portal tatsächlich benutzt wird. Es ist eigentlich unverständlich, dass andere Schulen solche Organisationsmittel nicht nutzen. Ein solches Portal kann man bei einem verlässlichen Hoster für 70 € im Jahr betreiben. Das rechnet sich schon durch die Ersparnisse beim Kopierpapier!