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Cloud Sklave werden – bei Apple, Google oder Microsoft

Blue Cloud SkyZurück zur Steinzeit der IT ist der neueste Trend bei den großen Anbietern. Anstatt Anwendungen auf dem lokalen Gerät auszuführen, sollen jetzt Daten und Anwendungen auf zentralen Servern im Web laufen. Ältere IT Hasen erinnern sich noch an die Zeiten als sie ihre Programme in Form von Lochkarten zum Zentralrechner bringen mussten (noch heute bringt man z.B. große Mengen von Daten per Festplatte zum Hochleistungsrechenzentrum in Stuttgart). Einen wesentlichen Fortschritt brachten dann in den 70er Jahren die IBM /370 Systeme, die mit standardisierten Terminals und einem Browser (3270 Architektur) über Coax- und Telefonleitungen bedient werden konnten.

Die Benutzer waren die Sklaven des Rechenzentrums – was die RZ Leitung als Programm nicht anbieten wollte, gab es einfach nicht. Die Programmierer erfanden deshalb die Virtuelle Maschinen, die man auf den Maschinen des Rechenzentrums installieren konnte. Dort konnte man eigene Programme installieren und über die Netzwerke Freunden in der ganzen Welt zur Nutzung zur Verfügung stellen. Diese Technologie war sehr teuer – ein Programmierarbeitsplatz kostete damals etwa 100 k$ (gute alte!). Das gemeine Volk konnte sich das natürlich nicht leisten. Oft fand man in den Büros noch Terminals für zwei Mitarbeiter die man drehen konnte und um die man kämpfen musste. Der Vorteil dieser Systeme war die große Stabilität. An den Terminals konnte man nichts verändern vor allem keine Programme laden.

Mit der Einführung des IBM Personal Cumputers in den 80er Jahren kam die große Freiheit für die IT Nutzer. Jeder konnte nun Programme seiner Wahl installieren, standardisierte I/O Geräte anschließen und den PC auch zum Kunden oder nach Hause mitnehmen. Am Anfang waren das noch Ziehkoffer (Schlepptop), die dann zu Laptops und Smartphones mutierten. Die Programmentwickler hatten eine einheitliche Plattform und Zugriff auf eine Vielzahl externer Geräte mit standardisierten Schnittstellen und schufen zahllose Programme für die Anwender. Die große Freiheit führte auch ins Chaos. Programme und Daten waren zunehmend nicht kompatibel und auch nicht austauschbar. Mit der Einführung des Internets und des Webbrowsers in den 90er Jahren sollte wieder Ordnung geschaffen und wieder eine ähnliche Infrastruktur wie zu /370 Zeiten hergestellt werden. Auf Millionen von Servern wurde über mehr oder weniger einheitliche Browser zugegriffen.

Die Personal Computer der Benutzer wurden zu komplexen Rechenzentren mit vielen inkompatiblen Programmen, häufigen Updates, Angriffen mit Viren, Trojanern und Fehlern in  schlecht programmierten Anwendungen. Die Benutzer sind mit der Bedienung und Wartung ihrer Personal Computer überfordert und wollen nicht einen Großteil ihrer Zeit mit der Wartung ihrer Geräte verbringen. Da liegt es nahe zum bewährten /370 System Modell zurück zu gehen. Die Anwendungen laufen auf vielen virtuellen Maschinen in der CLOUD – man braucht eigentlich nur noch einen standardisierten Browser auf dem eigen PC, PAD oder Smartphone und natürlich schnelle Datenübertragung z.B. über Glasfaser Netze.

Hierfür braucht man aber wieder große Rechenzentren in denen die Anwendungen in Millionen von virtuellen Servern laufen. Dafür benötigt man viel Geld, spezielles Knowhow, globale Infrastrukturen und auch Einfluss auf die Politik und Behörden in vielen Ländern.

Im Moment gibt es eigentlich nur die drei Firmen Apple, Google und Microsoft, die auf diesem globalen Markt (ohne China) agieren können. Alle drei Firmen versuchen ihre proprietären Standards auf den Märkten durchzusetzen. Die Benutzer müssen sich jetzt entscheiden, wem sie sich anvertrauen und wem sie in Zukunft ihr Geld für die Cloud Services geben wollen. Die großen 3 ? haben alle das Ziel mehr Geld von den Kunden zu kassieren und den Cloud IT Markt zu dominieren. Dabei verfolgen sie unterschiedliche Strategien.

  • APPLE baut auf Innovation bei den Endgeräten, leichte Bedienbarkeit von Hardware und Software und ein Netz von unabhängigen Anwendungsentwicklern. Mit hohen Preisen für die Hardware versucht man das Geld für die Investitionen in die Cloud Infrastruktur zu verdienen. Bei Unternehmen tut sich Apple aber sehr schwer. Apple hat aber genug Geld in der Kriegskasse um die Cloud Investitionen zu stemmen. Es gibt allerdings einen ziemlichen Engpass bei internen und externen Entwicklern. Skill kann man nicht so einfach kaufen. Apple möchte Premium Cloud Anbieter werden, der hohe Preise für seine Produkte verlangen kann.
  • MICROSOFT hat zu lange auf traditionelle WINDOWS Software auf PCs und Servern gesetzt und versucht jetzt bei Cloud aufzuholen. Die Stärke von Microsoft ist die große installierte Windows Software Basis bei Endverbrauchern und Unternehmen. Microsoft kann wohl langfristig keine eigene mobile Hardware erfolgreich anbieten und ist ähnlich wie heute bei PCs und Servern auf externe Partner angewiesen. Da werden wohl ähnliche Probleme wie heute bei PCs auftreten. Microsoft hat aber genügend Verbraucher und Unternehmen auf den Microsoft Pfad verführt, die zumindest kurzfristig mit ihren Kernanwendern nicht zu anderen Cloud Anbietern wechseln können. Microsoft hat eine große Mannschaft von internen und externen Entwicklern und viel (auch leidvolle) Erfahrung im Management von großen Client/Server Netzen. Microsoft wird auf große Stückzahlen bei gehobenen Preisen für den Cloud Service setzen. Da Unternehmen ein wesentlicher Markt für Microsoft sind, wird wohl weiterhin Wert auf langfristige Stabilität und Kompatibilität gelegt.
  • GOOGLE hat eigentlich nur die Such- und Werbungstechnologie als eigene Technologie Basis. Ein wesentliches Asset ist aber das Android Betriebssystem für die Anbieter von billiger Hardware. Ähnlich wie die Google Anwendungen wurde Android aber schnell u.a. mit viel Open Source Code gestrickt. Das sorgfältige Management eines komplexen Systems mit vielen Hardware- und Softwarelieferanten ist sicher nicht eine Stärke von Google. Benutzer müssen damit rechnen, dass Google viele Anwendungen einführt aber bei Mißerfolg sofort einstellt. Google zielt mit seiner Cloud Strategie auf billige, kurzlebige Produkte, die in hoher Stückzahl verkauft werden.

Mit Einführung der Cloud Services ändert sich auch das Business Modell der Anbieter. Bisher konnte man durch Verkauf von Software mit relativ wenig Einsatz von Kapital hohe Gewinne einstreichen – Software Entwickler kosten ja nicht viel! Für den Aufbau der Cloud Infrastruktur braucht man aber viel Geld für Rechenzentren, Service und schnelle Netze. Ein Teil der Hardware, die bisher der Benutzer eingekauft hat, ist jetzt beim Cloud Service Provider.  Die Gewinnmargen werden also sinken und müssen durch größere Umsätze aus den Service-Einnahmen kompensiert werden. Bei einem solchen Umbau sind schon einige große IT Firmen gescheitert.

Private IT Benutzer werden sich je nach Anforderungsprofil einem der drei Cloud Anbieter anschließen müssen. Typische Benutzer werden wohl ausgehend von einem Windows PC mit I/O Geräten (in Zukunft werden es wohl mehr) verschiedene Cloud Dienste andocken. Schon in der Familie wird man mit verschiedenen Endgeräten arbeiten, weil die Familienmitgieder meist in unterschiedlichen Gruppen agieren. Für Benutzer mit wenigen Standardanwendungen kann es vorteilhaft sein, schnell in die Cloud zu migrieren.

Spätestens wenn Microsoft das Geld für das bisher verschenkte  WINDOWS 10 kassieren möchte, wird es Zeit zu handeln.

Meine persönliche Strategie ist es den Umzug meiner IT in die A-G-M Cloud hinauszuzögern. Für professionelle Zwecke verwende ich schon seit Jahren eine private Cloud (PrivatPortal – Micorsoft Sharepoint gehosted in der Schweiz). Für den Datenaustausch in der Familie wird ein lokaler Datenserver ( NAS – Network Attached Storage) verwendet, der mit dem FritzBox Router implementiert ist. Darauf können alle Familienmitglieder lokal mit einer APP von Apple und Android Geräten zugreifen. Für alte Anwendungen und Dokumente ist ein Offline Archiv Windows 7 Server installiert.  Mit dieser Strategie kann man sicher einige Jahre gut leben bis sich der Dampf über der Cloud Szene gelichtet hat.

Private IT für Familie und kleine Gruppen – Strategie

Wolken

Alles in der Cloud?

Seit der Einführung des IBM PCs 1987 hat  die Zahl der privaten PCs in Deutschland  stark zugenommen (heute Abdeckung der Haushalte 80%). Die Organisation der privaten Datenverarbeitung hat sich dagegen relativ wenig  geändert. Obwohl heute fast alle privaten PCs einen Internetanschluss haben (80 % Abdeckung), werden ausser eMail und Surfen im Web alle Anwendungen lokal auf dem PC ausgeführt. Das Finanzamt nimmt dabei eine Nutzungsdauer von PC und Software und PC für die Abschreibung an. Im Privathaushalt werden PCs etwa alle 5 – 7 Jahre erneuert. Ähnlich lang ist die Nutzung von PC Software. Windows Benutzer (80% Marktanteil in Deutschland) konnten bisher Software wie z.B. Microsoft Office u.a. kaufen und beliebig lang nutzen. Microsoft hat es dabei geschafft, dass alte Programme, darunter auch viele kostenlose Programme, auch auf neueren Betriebssystemen benutzt werden konnten. Geld wurde dabei hauptsächlich mit dem Verkauf von neuen Versionen des Betriebssystems für neue PCs und Office Software verdient. Die Umsätze gehen aber zurück, weil immer mehr Benutzer Smartphones und PADs und die darauf verfügbaren APPs (Anwendungen) kaufen.

Die Software-Industrie möche deshalb ihr Geschäftsmodell ändern. Der Kunde soll jetzt die Software nicht mehr kaufen, sondern einen Services mieten und diese über das Internet mit PCs, Smartphones und PADsnutzen. Ein typisches Familien Paket von Microsoft Office 365 Home kostet für fünf Geräte 99 €/Jahr. Das Standard Paket Microsoft Office 2010 kann man heute dagegen für 69 € bei unbegrenzter Nutzungsdauer kaufen. Bei Office 365 sind allerdings 1 TB Cloud Speicher und 1 Stunde Skype zum Telefonieren enthalten. Auf den ersten Blick sieht das Angebot sehr verlockend aus. Preisbewusste Benutzer können sich aber ein ähnliches Paket kostenlos zusammenstellen mit z.B. Open Office und Thunderbird für eMail sowie einem kostenlosen Cloud Speicher (Dropbox  [2GB] oder  iCloud [5GB] ). Die Konkurrenz von Microsoft schläft natürlich nicht und bietet ähnliche Pakete an wie z.B.

Daneben gibt es viele Cloud Angebote von alten und neuen Softwareanbietern.   Gegenüber den klassischen Lösungen auf dem Heim PC haben alle Cloud Angebote jedoch einen gravierenden Nachteil. Die Netze sind zu langsam. Selbst mit schnellem DSL und WLAN ist der Datentransfer zu den Cloud Servern viel langsamer als zu einer lokalen Festplatte. Der Traum von den Tausenden von hochauflösenden Fotos und Videos oder dem PC BackUp in der Cloud ist da schnell ausgeträumt. Firmen verwenden für Cloud Services (speziell für die Administration) private Netze. Noch langsamer sind die Mobilfunknetze. Die schnellen Netze wird es auch in Zukunft zu erschwinglichen Preisen nur in den Ballungszentren geben. Weite Gebiete werden auch in Deutschland für Cloud Services nicht geeignet sein. Im Ausland wird es weiterhin totale Funklöcher geben. Wer schon einmal im Ausland im Funkloch ein Hotel buchen wollte, versteht die Problematik sofort.

Benutzer werden zur Zeit von großen und kleinen Anbietern umgarnt. Wer aber hier auf das falsche Pferd setzt, handelt sich viel Arbeit und Ärger ein. Bevor man sich auf die Angebote einläßt sollte man sich überlegen wie man in Zukunft die IT in der Familie, in Gruppen oder kleinen Unternehmen nutzen will. Wichtig ist dabei, dass man für sich eine Strategie entwickelt wie man die Vielzahl der (Pervasive Computing), Geräte, Netzwerke, Software und IT Dienste betreiben will ohne dass man  extensive Zeit mit der Administration der Infrastruktur verbringen muss.

Private-IT-Time-Scale

Dabei sollte man mindesten 20 Jahre voraus denken. In diesem Zeitrahmen werden sich Geräte, Netzwerke sowie Anwendungsprogramme und Datenformate ändern. Das Ziel muss ein, wichtige persönliche Daten und damit verbundene Anwendungen über einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten. Kurzfristig kann man fast beliebige Geräte und Software betreiben (roter Bereich) – der Umstieg auf neue Geräte und Software ist meist möglich. Schwierirger wird es schon wenn man Anwendungen über 10 Jahre (grün) erhalten möchte. In diesem Zeitrahmen stellen Softwarefirmen und Gerätehersteller ihre Produkte oft ein oder gehen gar Bankrott.  Das wird im heiß umkämpften Markt der Cloud Services und APPs in den nächsten Jahren mit Sicherheit passieren. Kompatibiltät mit älteren Systemen wird dabei keine Priorität haben, da die Entwicklung IT nicht mehr von den großen, langsamen Großfirmen sondern von den Verbrauchern getrieben wird. Ganz interessant wird es, wenn Sie wollen, dass ihre Enkel oder Historiker noch auf ihre Dokumente und Fotos lesen und ansehen können.

Meine strategische Empfehlung an „normale Benutzer“ (keine IT Experten) für die nächsten 5 Jahre:

  • Bringen Sie ihre konventionelle PC (Windows) Infrastruktur schnell auf den heutigen Stand, damit Sie diese noch möglichst lang nutzen können.
  • Richten Sie ein Archiv mit einem PC älterer Bauart und externer Festplatte ein. Stellen Sie sicher, dass dieser PC nicht von Viren usw verseucht ist. Erlauben Sie keine Hardware oder Software Updates.
  • Verwenden Sie nur Programme die standardisierte Datenformate verwenden (hier hat Apple ein Problem), die möglichst viele andere Benutzer, Firmen und Behörden verwenden.
  • Nutzen Sie Cloud Services vorsichtig und sorgen sie für BackUp auf ihrem lokalen System. Warten Sie ab wer die Gewinner im neuen Cloud Rennen sind.
  • Nutzen Sie neuartige Geräte erst, wenn sich ein genügend großer Markt entwickelt hat.

Die Umsetzung dieser Strategie ist nicht einfach. In einer Reihe von Beiträgen  werde ich verschiedene Aspeke aufgreifen und versuchen Musterlösungen zu beschreiben.

Was steckt hinter der Facebook AGB Änderung: ewige Cookies für Werbeabrechnung

Das Geschäftsmodell von Facebook ist eigentlich recht einfach: durch kostenlose soziale Netzwerkdienste sollen möglichst viele Benutzer angelockt werden, denen dann kostenpflichtige Dienste von Facebook und anderen Anbietern angeboten werden. Ein wesentlicher Teil des Einkommens soll dabei durch maßgeschneiderte Werbung (Facebook Einnahmen durch Werbung 2012  etwa 5 Mrd $) erzielt werden. Facebook hat nun das Problem, dass viele Benutzer nur recht selten die Facebook Seiten besuchen und Facebook damit relativ wenig über die Vorlieben seiner Benutzer weiß. Google ist da eindeutig im Vorteil, da jeder Suchvorgang, der über Google läuft,  ausgewertet werden kann.  (Google Advertising Revenue 2013  50Mrd $). Noch schwieriger wird es für kleinere Websites, die selten besucht werden, mit Werbeeinnahmen Geld zu verdienen. Sie wissen immer weniger über ihre Besucher und können damit auch keine maßgeschneiderte Werbung machen.

Die Benutzer eines Webseite werden durch deren Cookies identifiziert, die vom Browser auf dem Gerät des Besuchers gespeichert werden. Nun kann der Benutzer aber durch entsprechende Einstellung im Browser alle Cookies löschen, wenn er Benutzer den Browser schließt oder die Cookies manuell löscht. Die naiven Benutzer glauben dann, dass sie dadurch nicht getracked werden können.

Cookies_del_FFDamit kann der Benutzer theoretisch die Sammlung persönlicher Daten unterbinden. Leider werden aber nicht alle Cookies gelöscht. Firmen wie Facebook,  Google , Microsoft u.a. Speichern permanente Cookies in Temporären Files des Betriebssystems z.B. in Windows VISTA im File  user\AppData\Local\Microsoft\Windows\Temporary Internet Files . Diese Cookies lassen sich auch nicht einfach durch den Benutzer löschen. Google, Facebook, Microsft u.a. erlauben auch anderen Firmen diese Cookies zu nutzen, wenn sie das von der Firma kontrollierte Abrechnungssystem für Werbung benutzen. Damit wird die Trennung der verscheidenen Webseiten der Anbieter, die im Browser nur auf ihre eigenen Cookies zugreifen können, unterlaufen und die persönlichen Daten können unkontrolliert verteilt werden. Wenn andere Anwender auf die Benutzerinfromation von Google und Facebook zugreifen können. so kann man Benutzer leicht auf verschiedenen Geräten identifizieren auch ohne daß sie sich bei Facebook oder Google angemeldet haben. Eigene Cookies sind dann nicht mehr so wichtig.

Die neuen AGBs von Facebook sollen nun dieses Verfahren legalisieren. Diese AGB Änderung  macht aber nicht nur Facebook, sondern alle großen Anbieter ändern ihre AGBs. Hier z.B ein Beispiel der AGBs von CNN.

Zitat CNN Mobile Device Terms of Service and Privacy Policy : „We, our third party service providers, advertisers, advertising networks and platforms, agencies, or our partners also may use cookies to manage and measure the performance of advertisements displayed on or delivered by or through the Turner Network and/or other networks or Sites. This also helps us, our service providers and partners provide more relevant advertising.

Selbstverständlich wollen die „Großen“ von den „Kleinen“ für den Service Geld kassieren. Facebook hat hierfür eine eigene Firma ATLAS by Facebook gegründet, die das Geschäft der umfassenden Identifizierung sogar bis in die reale Einkaufswelt ausdehnen soll. Ein Schlüsselelement ist dabei die Funktion Bezahlen (Apple ist da wohl im Moment führend!). Man kann die Korrelation Klick auf Werbung mit dem aktuellen Kauf natürlich auch über Kooperation mit den Kreditkartenfirmen oder den Banken erreichen. Das Ziel ist der globale gläserne Bürger. Jedem Klick auf eine Werbung soll mit einem Kauf korreliert werden können. Unsere biederen Datenschützer und TTIP Verhandler stehen da natürlich auf verlorenem Posten und haben zu wenig Knowhow um zu merken, wie sie geleimt werden. .

Buch Empfehlung: Der Circle von Dave Eggers, ein typischer US Schinken, der aber u.a. die Organisation und die sozialen Folgen dieser neuen Methode „$/Klick“ recht gut beschreibt (besser in English).

Auch Daten, Software und Hardware sterben – IBM, INTEL, MICROSOFT

Der größte Teil der Benutzer von IT glaubt den Werbesprüchen wie „Das Internet vergisst nichts“ oder glauben, dass sie in 50 Jahren ihre Timeline Daten bei Facebook finden und ihren Enkeln zeigen können. Wir können uns auch daran gewöhnt, dass wir mit unseren Daten und Programmen relativ problemlos  auf neue Hardware migrieren können. Allenfalls regen sich kleine Zweifel wenn man mal von einem Hersteller und Betriebssystem zu einem anderen wechselt. Auch im Internet werden Daten nicht ewig gespeichert. Sobald der Benutzer die Miete für seinen Server oder Services nicht bezahlt sind die Daten schnell verschwunden. Davon zeugen die vielen toten Links, die man auf den Webseiten findet. Firmen wie IBM, INTEL  und Microsoft haben es geschafft, ihren Kunden über viele Jahre kompatible Hardware und Software zu liefern.

IBM feiert gerade das 50 jährige Jubiläum ihrer /360 (später /370, /390 und Z Systeme) Hardware- und Softwarearchitektur (später /370, /390 und Z Systeme) . IBM schuf eine Architektur für Hardware, Betriebssystem, Software und Betrieb einer kompletten  IT Anlage mit kleinen und großen Einheiten. Damit konnte der Kunde wachsen ohne immer wieder seine Software neu zu schreiben. Er musste nur neue IBM Maschinen kaufen. Das war damals wirklich innovativ und die Firma IBM hat über 50 Jahre von dieser genialen Produktidee gelebt. Der kleinste Prozessor der /360 Serie wurde übrigens im IBM Labor Böblingen von zwei Entwicklern entworfen!

Dieses Prinzip der durchgängigen Architektur wurde auch auf den IBM PC übetragen, für den INTEL die mitwachsenden Prozessor lieferte. INTEL produziert seit 42 Jahren die Prozessoren für kleine Systeme und PCs. Das Bezriebssystem kam aber schon von Microsoft, weil IBM die Investitionen in ein Betriebssystem für PC nicht machen wollte um sich keine Konkurrenz für die Großsysteme zu schaffen.

Ähnlich wie IBM hat Microsoft auch über viele Jahre abwärtskompatible Betriebssysteme geliefert. Beim Upgrade auf neuere Versionen gab es zwar immer wieder Probleme. Die Benutzer hatten aber meist keine größeren Probleme bei der Umstellung. Nun unterstützt MICROSOFT aber das Betriebssystem Windows XP nicht mehr. Das betrifft nicht nur PCs sondern viele kleinere Systeme und Steuerungen, die mit XP Fileformaten und Programmen zur Wartung und Auswertung arbeiten.

Man muss sich also an den Gedanken gewöhnen, dass Daten und Programme auf Windows XP Basis in naher Zukunft nicht mehr genutzt werden können. Viel schlimmer sieht es bei der Hardware aus. IBM entläßt zur Zeit massiv Mitarbeiter in der Hardware Entwicklung. Etwa 25% der Mitarbeiter sollen entlassen werden. So ähnlich hat es bei SUN auch angefangen. Man kann also annehmen, dass die Hardwareentwicklung mittel- bis langfristig reduziert oder verkauft wird (ähnlich wie das PC Geschäft an Lenovo verkauft wurde). Die IBM Kunden können nicht darauf bauen, dass ihre alten Systeme unbegrenzt weiter gebaut werden, da das Geschäft langfristig nicht profitabel ist.

Ähnlich düster sieht es bei INTEL aus. Das Geschäft mit Prozessoren für PCs geht zurück. Für die meisten Anwender genügt heute schon ein Smartphone oder ein PAD und Software in der Cloud. In Arizona stehen zwar schon die Gebäude für eine neue hochmoderne INTEL Halbleiterfabrik – die für die Fertigung notwendigen Geräte werden aber nicht gekauft. Offensichtlich lohnt sich das INTEL Prozessoren Geschäft langfristig auch nicht.

Auch Microsoft wird bei Rückgang der Umsätze mit PC Software die Betreibssysteme und Anwendungsprogramme nicht so lange unterstützen wie bisher.

Professionelle Anwender, Betriebe und Behörden sollten sich bereits jetzt Gedanken machen, wie sie sich an die weniger schöne neuen IT Welt anpassen. Die Wolke (Cloud) bietet da auch keine überzeigenden Perspektiven.

Privat Portal – Benutzer selbst verwalten ohne Facebook, Microsoft und Google+

FacebgitMicrosoft hat gerade angekündigt, dass Benutzer bei Windows 8 über GUID mit ihrem Facebook Konto zugreifen können. Wer also sich einmal bei Facebook angemeldet hat, kann automatisch auch auf alle Apps in Windows 8 zugreifen. Damit will man vermeiden, dass sich die Benutzer mehrfach anmelden müssen. Bei Apple muss  man sich für den Zugriff auf Apps nicht gesondert anmelden, weil sich die Apple Benutzer schon beim Einschalten ihres  iPhones, ihres iPADs oder ihres MAC schon  identifizieren müssen.

Microsoft möchte als Trittbrettfahrer die Facebook Infrastruktur für Authentisierung nutzen. Das hat aber den Nachteil, dass man dann bei Facebook ein Konto haben muss. Damit hat dann Facebook die persönlichen Daten der Kunden. Wer die Kunden hat – hat auch die dominierende Position im Geschäft. Google versucht mit Google+ genau das gleiche. Man möchte dass sich alle Kunden bei Google anmelden. Die Kunden machen sich damit extrem abhängig von den dominanten Anbietern im Web und müssen natürlich deren AGBs akzeptieren. Es ist aber durchaus nicht auszuschließen, dass z.B. Facebook in ein paar Jahren den Betrieb einstellt, weil nicht genügend Profit erzielt wird oder Identifizierungs-Services für andere Anbieter (z.B. Microsoft) gestrichen werden. Da brichjt dann die ganze Infrastruktur zusammen.

Als Kunde kann man verstehen, dass Google und Facebook ihre Kunden beherrschen und die Daten für Werbung nutzen wollen. Viele Kunden möchten aber lieber selbständig bleiben und selbst entscheiden, wem sie ihre Daten und die Daten ihrer Familie, Freunde und Geschäftspartner geben. In einem Privat Portal kann man die Benutzer selbst verwalten und Benutzername und Passwort selbst vergeben. Manche Benutzer möchten z.B. nach außen Anonym bleiben andere möchten z.B. ihr Facebook UID oder Google UID verwenden.  Im Neuland Deutschland ist das Niveau der IT Kenntnisse im Moment noch nicht so, dass sich eine kritische Masse für den Einsatz von Privat Portalen bilden könnte. Der IT Fortschritt muss mal wieder von USA kommen.

PS Frau Merkel sollte sich mal ansehen, welche Möglichkeiten sie mit einem gut gesicherten Privaten Portal hätte. Bei Bedarf kann sie da sogar der NSA offenen Zugriff einrichten.

Was bedeutet die neue Microsoft Strategie für kommerzielle Kunden?

FreeRSS App2-DetMicrosoft verdankt seinen Aufstieg den Kunden in den großen und kleinen Betrieben, die sich mit Microsoft Software endlich unabhängig von den großen, unflexiblen der großen Rechenzentren machen wollten. Mit dem verdienten Geld der ersten Kunden konnte Microsoft dann in das Personal Computing für Endverbraucher einsteigen. Relativ simple Programme wie EXCEL und WORD waren für viele Kunden der Einstieg in die Microsoft Welt. Neue Entwicklungen wie z.B. das Internet (Browser, Webserver, Mobilfunk) oder Portalplattformen (Sharepoint, Cloud) wurden regelmäßg verschlafen. Mit viel Aufwand musste Microsoft nachrüsten und da ein zentraler Stratege wie z.B. Steve Jobs fehlte, passte vieles bei der technischen Entwicklung nicht zusammen. Typisch ist z.B. dass die Microsoft Web-Produkte mit dem Firefox Browser besser funktionieren als dem Internet Explorer von Microsoft. Microsoft versuchte immer wieder, mit viel Geld eigene Standards im Markt durchzusetzen und ist immer wieder gescheitert. IBM war da schlauer und hat diesen Kampf schon vor Jahren aufgegeben und lieber offene Standards unterstützt. Mit viel Geld und Ausdauer konnte sich Microsoft aber trotzdem einen beträchtlichen Anteil im kommerziellen Marktsegment sichern. Die Produkte haben aber so viele Probleme, dass Microsoft auf die Unterstützung vieler externer technischer Experten angewiesen ist, die durch Fehlersuche und Reparatur die Systeme benutzbar machen.

Microsoft hat auch viele gute Seiten. Nach wie vor beschäftigt das Unternehmen viele gute Systementwickler und Programmierer. Die internen Abläufe in der Entwicklung sind gut organisiert, die Code Qualität ist bei Microsoft besser als bei den Mitbewerbern und Microsoft hat den wohl besten Update Prozess für seine Produkte.  Microsoft bemüht sich auch seine Produkte aufwärts kompatibel zu machen und kümmert sich auch langfristig um die Kunden. Auf diesem Gebiet werde die Kunden von Google und Apple noch einige Überraschungen erleben.

Steve Balmer war ein typischer IT CEO der letzten Dekade. Viele IT Firmen haben geglaubt, dass sie durch Stärkung ihrer Marketingfunktionen, wahllose Zukäufe kleinerer Firmen und inkrementelle Verbesserungen ihrer Produkte langfristig Wachstum für ihre Firma generieren können. Mit dem iPhone von Apple hat sich die Szene aber grundlegend gewandelt. Überascht stellen die Business Experten fest, dass sie gegen exzellente und innovative Technologie mit ihren Produkten nicht konkurrieren können. Nun werden überall Technologieführer mit Erfahrung gesucht und stellt fest, dass diese nicht auf den Bäumen wachsen.

Einen solchen Leader bräuchte Microsoft dringend, um die solide Basis von Microsoft mit der neuen mobilen Welt zu integrieren und zu verbinden. Es ist aber zu befürchten, dass Microsoft nun den Schwerpunkt auf die mobile IT legt und seine Basissoftware weiter vernachlässigt. Dabei kann man schon jetzt vorhersagen, dass Microsoft in der mobilen Welt allenfalls eine sekundäre Rolle spielen kann. Wer eine grundlegende Änderung in der Technologie verschläft, kann den Rückstand meist nicht aufholen. Ein gutes Beispiel ist da IBM, das mit dem IBM PC zwar richtig gestartet ist, dann aber vom Management ausgebremst wurde. Selbst IT Experten wissen heute nicht mehr, dass die in der mobilen Welt üblichen ARM Prozessoren auf den 801 Prozessor zurück gehen, den IBM in den 70ern zusammen mit führenden US Universitäten entwickelt hat. Dieser wurde vom IBM Management damals mit der Begründung ausgebremst, dass Prozessoren damit viel zu billig wären und man das Geschäft mit den /370 Prozessoren ruinieren würde. Ganz konsequent vewrsucht IBM jetzt auch nicht in das mobile Geschäft für Endverbraucher einzusteigen. Zu spät ist zu spät.

Microsoft ist eigentlich in einer guten Position wenn es um die Anbindung der PC Welt an die neue mobile Welt geht. Um diese Chance zu nutzen, müsste bei Microsoft aber ein strategischer Kopf die Führung übernehmen, der Business und Technologie ähnlich wie Steve Jobs zusammen halten kann. Eine Aufspaltung in eine Business Unit (Konkurrenten IBM, Oracle) und eine Mobile Unit (Konkurrenten Apple, Google, Samsung) würde das Management erleichtern  aber Microsoft langfristig schaden. Die größte Gefahr für Microsoft ist, dass sich die IT Experten (Supporter) von Microsoft abwenden und damit keine Skills mehr für die notwendigen Korrekturen und Anpassungen im kommerziellen Umfeld verfügbar sind.

Auf kommerzielle Großkunden, die mit einem Produkt-Konglomerat von Microsoft, IBM, Oracle u.a. arbeiten werden interessante aber harte Zeiten zukommen. Nichts ist mehr alternativlos.

PS: Auf die Überlegenheit der NEXT Entwicklungsumgebung (Apple) hat mich bereits vor 20 Jahren ein Mitarbeiter hingewiesen, der kurz vor der Pensionierung stand. Ein bischen Erfahrung braucht man auch in den neuen schönen Zeiten.

Sharepoint und Office 365 mit mobilen Geräten – alles noch in der Cloud

BayBlueNachdem immer mehr Benutzer mit Smartphone und PAD arbeiten wollen, muss auch Microsoft für die vielen Benutzer in Firmen Lösungen für mobile Geräte anbieten. Microsoft tut sich da besonders schwer, hat man doch über Jahrzehnte seine privaten Technologien wie ASPX, Silverlight und Co gepflegt, die leider alle nicht auf den gängigen Plattformen iOS und Android laufen. Wer jetzt glaubt man könnte dieses Problem mit dem Kauf eines Windows Smartphones lösen, wird sich aber täuschen. Es gibt da zwar WORD und EXCEL Editoren für die mobilen Windows Geräte aber vom Traum, dass man jetzt plötzlich mit Office 365 ein Firmen Microsoft Office in der Hand hat, bleibt nach dem ersten Ausprobieren wenig übrig (Don’t be fooled: Office 365 …).  Ausser einem Mobilen Clienten für Exchange (da gibt es schon lange bessere Apps, die mit Exchange synchronisieren, auf den verschiedenen Plattformen) und einem einfachen Dokument-Editor wird nicht viel geboten. WORD und EXCEL alleine reichen für Firmen eben nicht aus. Zumindest ein Anfang ist doch gemacht.

Besonders enttäuschend ist der mobile Sharepoint Support. Gerade die vielen Funktionen für Gruppenarbeit sind eigentlich für mobile Benutzer äusserst interessant. Mit den von Microsoft empfohlenen Browsern (IE und Firefox) erreicht man da wenig. Opera Mini wird nicht einmal erwähnt. Das Office 365 Angebot für interne Nutzung in Firmen (etwa 8$ / Benutzer&Monat) ist wenig interessant, da man damit keine externen Benutzer einbinden kann. Offensichtlich haben die von Microsoft avisierten kleinen Firmen gar keine Kunden.

Nachdem das mobile Angebot des Firmen Platzhirsches so dürftig ausfällt ist man geneigt, sich Google und Apple zuzuwenden und dort nach Angeboten für Firmen zu suchen. Dort findet man zwar recht gute Anwendungen für die mobilen Geräte bei der Integration mit Firmensoftware sieht es aber sehr bescheiden aus. Google versucht zwar immer wieder einen Neustart mit Software für kleine Firmen. Kommt aber der große Erfolg nicht (kein Wunder bei der doch recht infantilen Software) gibt man die Plattformen schnell auf und wendet sich neuen Ufern zu. Das schafft natürlich keine Vertrauensbasis für ein Firmengeschäft.

Im Moment gibt es auf dem Markt für Business-Mobile Integration ein riesiges Vakuum, in das viele Anbieter hineindrängen aber bis jetzt keine befriedigenden Lösungen für die Benutzer haben. Man muss sich zunächst mit partiellen Lösungen abfinden und sich sein Schlauphone selbst zusammenstellen.