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Meltdown and Spectre – born 40 years ago

IT developers typically don’t care about the  history of computers and programming. The underlying failing mechanism of Meltdown and Spectre was „invented“ more than 40 years ago and implemented the first time in the 801 Mini Computer at the IBM Thomas J. Watson Research Center in Labs in Yorktown Heights N.Y. George Radin (the best manager I ever worked for) was leading  a team of about 20 hardware and software researchers. They tried to integrate advanced ideas about CPU hardware, memory and I/O  (e.g. fibre channels for I/O) as well as optimizing compiler techniques and deliver a working prototype. Center piece was a CPU with a reduced instruction set (RISC), which could be implemented completely in hardware. Programs should written in a high level language and translated by an optimizing compiler to machine instructions.  Programmers should not use machine language at all.

In 1975 state of the art computers had complex instruction sets (CISC) e.g. IBM /370. Efficient programs had to be written in assembler machine language – a highly inefficient task. Key to the performance of CISC processors were the efficient use of internal registers and optimal sequencing of memory accesses by programmers. The RISC designers developed an efficient register allocation scheme (colouring) and preemptive parallel execution scheme (branch prediction and speculative execution – ref  SPECTRE paper) to speed up sequential operations of compiled programs.

A central problem of multitasking systems was the seperation of different tasks running concurrently. CISC machines used complex hardware to provide some basic security. The 801 RISC machine took a software approach to security.

ref fhe 801 Minicomputer by George Radin

Modern CPU architectures like (ARM – a direct derivative of the 801), INTEL or others use advanced 801 execution features. However, the designers seem to be not aware of the basic rule: only compiled user code should run on the CPU. If attackers can run machine code on the CPU they can break system  security.

MELTDOWN and SPECTRE are typical examples of sequencing attacks, which are quite common in software controlling hardware or asynchronous software systems. Most programmers have not been educated on design and implementation of asynchronous systems (who knows PETRI nets?). Sequencing problems in complex systems are difficult to analyse and even more difficult to correct.

Many systems designer are not aware of the concept of Trusted System Kernel in any secure system. Experienced security designers will ask „what are the trusted components and organisations“ before discussing cryptography, potential security leaks and attacks. Obviously modern IT system designers are not aware of relying on the CPU as trusted component.

MELTDOWN and SPECTRE will force the IT industry to rethink system security and business models.

801 History IBM did not persue the 801 technology being to cheap and a /370 system revenue killer. Hewlett Packard hired key 801 team members and used the RISC architecture for their line of UNIX processors.  Today ARM is the driver of RISC CPU architecture used in smartphones and IoT devices. Japanese and recently Chinese companies hold major stakes in ARM.

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Auch Daten, Software und Hardware sterben – IBM, INTEL, MICROSOFT

Der größte Teil der Benutzer von IT glaubt den Werbesprüchen wie „Das Internet vergisst nichts“ oder glauben, dass sie in 50 Jahren ihre Timeline Daten bei Facebook finden und ihren Enkeln zeigen können. Wir können uns auch daran gewöhnt, dass wir mit unseren Daten und Programmen relativ problemlos  auf neue Hardware migrieren können. Allenfalls regen sich kleine Zweifel wenn man mal von einem Hersteller und Betriebssystem zu einem anderen wechselt. Auch im Internet werden Daten nicht ewig gespeichert. Sobald der Benutzer die Miete für seinen Server oder Services nicht bezahlt sind die Daten schnell verschwunden. Davon zeugen die vielen toten Links, die man auf den Webseiten findet. Firmen wie IBM, INTEL  und Microsoft haben es geschafft, ihren Kunden über viele Jahre kompatible Hardware und Software zu liefern. Dagegen hat z.B. Google gezeigt, daß laufend nicht kompatible Softwaresysteme entwickelt und den Kunden angeboten werden. Nicht erfolgreiche Systeme werden schnell wieder eingestellt und die Daten der Kunden verschwinden.

IBM feiert gerade das 50 jährige Jubiläum ihrer /360 (später /370, /390 und Z Systeme) Hardware- und Softwarearchitektur (später /370, /390 und Z Systeme) . IBM schuf eine Architektur für Hardware, Betriebssystem, Software und Betrieb einer kompletten  IT Anlage mit kleinen und großen Einheiten. Damit konnte der Kunde wachsen ohne immer wieder seine Software neu zu schreiben. Er musste nur neue IBM Maschinen kaufen. Das war damals wirklich innovativ und die Firma IBM hat über 50 Jahre von dieser genialen Produktidee gelebt. Der kleinste Prozessor der /360 Serie wurde übrigens im IBM Labor Böblingen von zwei Entwicklern entworfen!

Dieses Prinzip der durchgängigen Architektur wurde auch auf den IBM PC übetragen, für den INTEL die mitwachsenden Prozessor lieferte. INTEL produziert seit 42 Jahren die Prozessoren für kleine Systeme und PCs. Das Bezriebssystem kam aber schon von Microsoft, weil IBM die Investitionen in ein Betriebssystem für PCs nicht machen wollte um sich keine Konkurrenz für die Großsysteme zu schaffen.

Ähnlich wie IBM hat Microsoft auch über viele Jahre abwärtskompatible Betriebssysteme geliefert. Beim Upgrade auf neuere Versionen gab es zwar immer wieder Probleme. Die Benutzer hatten aber meist keine größeren Probleme bei der Umstellung. Nun unterstützt MICROSOFT aber das Betriebssystem Windows XP nicht mehr. Das betrifft nicht nur PCs sondern viele kleinere Systeme und Steuerungen, die mit XP Fileformaten und Programmen zur Wartung und Auswertung arbeiten.

Man muss sich also an den Gedanken gewöhnen, dass Daten und Programme auf Windows XP Basis in naher Zukunft nicht mehr genutzt werden können. Ähnlich wird es den Windows Folgeprodukten ergehen. Die Kunden sollen in die nue Cloud Welt migrieren.

Viel schlimmer sieht es bei der Hardware aus. IBM entläßt zur Zeit massiv Mitarbeiter in der Hardware Entwicklung. Etwa 25% der Mitarbeiter sollen entlassen werden. So ähnlich hat es bei SUN auch angefangen. Man kann also annehmen, dass die IBM  Hardwareentwicklung mittel- bis langfristig reduziert oder verkauft wird (ähnlich wie das PC Geschäft an Lenovo verkauft wurde). Die IBM Kunden können nicht darauf bauen, dass ihre alten Systeme unbegrenzt weiter gebaut werden, da das Geschäft langfristig nicht profitabel ist.

Ähnlich düster sieht es bei INTEL aus. Das Geschäft mit Prozessoren für PCs geht zurück. Für die meisten Anwender genügt heute schon ein Smartphone oder ein PAD und Software in der Cloud. In Arizona stehen zwar schon die Gebäude für eine neue hochmoderne INTEL Halbleiterfabrik – die für die Fertigung notwendigen Geräte werden aber nicht gekauft. Offensichtlich lohnt sich das INTEL Prozessoren Geschäft langfristig auch nicht.

Auch Microsoft wird bei Rückgang der Umsätze mit PC Software die Betreibssysteme und Anwendungsprogramme nicht so lange unterstützen wie bisher.

Professionelle Anwender, Betriebe und Behörden sollten sich bereits jetzt Gedanken machen, wie sie sich an die weniger schöne neuen IT Welt anpassen. Die Wolke (Cloud) bietet da auch keine überzeugenden Perspektiven. Selbst in klassischen Industrieländern wie USA, England und Deutschland wird es in den nächsten 10 Jahren kein schnelles Internet für die Nutzung von Cloud Anwendungen geben. Mit 1 Mbit/sec im Upload kann man keine anspruchsvollen IT Anwendungen betreiben.

Was bedeutet die neue Microsoft Strategie für kommerzielle Kunden?

FreeRSS App2-DetMicrosoft verdankt seinen Aufstieg den Kunden in den großen und kleinen Betrieben, die sich mit Microsoft Software endlich unabhängig von den großen, unflexiblen der großen Rechenzentren machen wollten. Mit dem verdienten Geld der ersten Kunden konnte Microsoft dann in das Personal Computing für Endverbraucher einsteigen. Relativ simple Programme wie EXCEL und WORD waren für viele Kunden der Einstieg in die Microsoft Welt. Neue Entwicklungen wie z.B. das Internet (Browser, Webserver, Mobilfunk) oder Portalplattformen (Sharepoint, Cloud) wurden regelmäßg verschlafen. Mit viel Aufwand musste Microsoft nachrüsten und da ein zentraler Stratege wie z.B. Steve Jobs fehlte, passte vieles bei der technischen Entwicklung nicht zusammen. Typisch ist z.B. dass die Microsoft Web-Produkte mit dem Firefox Browser besser funktionieren als dem Internet Explorer von Microsoft. Microsoft versuchte immer wieder, mit viel Geld eigene Standards im Markt durchzusetzen und ist immer wieder gescheitert. IBM war da schlauer und hat diesen Kampf schon vor Jahren aufgegeben und lieber offene Standards unterstützt. Mit viel Geld und Ausdauer konnte sich Microsoft aber trotzdem einen beträchtlichen Anteil im kommerziellen Marktsegment sichern. Die Produkte haben aber so viele Probleme, dass Microsoft auf die Unterstützung vieler externer technischer Experten angewiesen ist, die durch Fehlersuche und Reparatur die Systeme benutzbar machen.

Microsoft hat auch viele gute Seiten. Nach wie vor beschäftigt das Unternehmen viele gute Systementwickler und Programmierer. Die internen Abläufe in der Entwicklung sind gut organisiert, die Code Qualität ist bei Microsoft besser als bei den Mitbewerbern und Microsoft hat den wohl besten Update Prozess für seine Produkte.  Microsoft bemüht sich auch seine Produkte aufwärts kompatibel zu machen und kümmert sich auch langfristig um die Kunden. Auf diesem Gebiet werde die Kunden von Google und Apple noch einige Überraschungen erleben.

Steve Balmer war ein typischer IT CEO der letzten Dekade. Viele IT Firmen haben geglaubt, dass sie durch Stärkung ihrer Marketingfunktionen, wahllose Zukäufe kleinerer Firmen und inkrementelle Verbesserungen ihrer Produkte langfristig Wachstum für ihre Firma generieren können. Mit dem iPhone von Apple hat sich die Szene aber grundlegend gewandelt. Überascht stellen die Business Experten fest, dass sie gegen exzellente und innovative Technologie mit ihren Produkten nicht konkurrieren können. Nun werden überall Technologieführer mit Erfahrung gesucht und stellt fest, dass diese nicht auf den Bäumen wachsen.

Einen solchen Leader bräuchte Microsoft dringend, um die solide Basis von Microsoft mit der neuen mobilen Welt zu integrieren und zu verbinden. Es ist aber zu befürchten, dass Microsoft nun den Schwerpunkt auf die mobile IT legt und seine Basissoftware weiter vernachlässigt. Dabei kann man schon jetzt vorhersagen, dass Microsoft in der mobilen Welt allenfalls eine sekundäre Rolle spielen kann. Wer eine grundlegende Änderung in der Technologie verschläft, kann den Rückstand meist nicht aufholen. Ein gutes Beispiel ist da IBM, das mit dem IBM PC zwar richtig gestartet ist, dann aber vom Management ausgebremst wurde. Selbst IT Experten wissen heute nicht mehr, dass die in der mobilen Welt üblichen ARM Prozessoren auf den 801 Prozessor zurück gehen, den IBM in den 70ern zusammen mit führenden US Universitäten entwickelt hat. Dieser wurde vom IBM Management damals mit der Begründung ausgebremst, dass Prozessoren damit viel zu billig wären und man das Geschäft mit den /370 Prozessoren ruinieren würde. Ganz konsequent vewrsucht IBM jetzt auch nicht in das mobile Geschäft für Endverbraucher einzusteigen. Zu spät ist zu spät.

Microsoft ist eigentlich in einer guten Position wenn es um die Anbindung der PC Welt an die neue mobile Welt geht. Um diese Chance zu nutzen, müsste bei Microsoft aber ein strategischer Kopf die Führung übernehmen, der Business und Technologie ähnlich wie Steve Jobs zusammen halten kann. Eine Aufspaltung in eine Business Unit (Konkurrenten IBM, Oracle) und eine Mobile Unit (Konkurrenten Apple, Google, Samsung) würde das Management erleichtern  aber Microsoft langfristig schaden. Die größte Gefahr für Microsoft ist, dass sich die IT Experten (Supporter) von Microsoft abwenden und damit keine Skills mehr für die notwendigen Korrekturen und Anpassungen im kommerziellen Umfeld verfügbar sind.

Auf kommerzielle Großkunden, die mit einem Produkt-Konglomerat von Microsoft, IBM, Oracle u.a. arbeiten werden interessante aber harte Zeiten zukommen. Nichts ist mehr alternativlos.

PS: Auf die Überlegenheit der NEXT Entwicklungsumgebung (Apple) hat mich bereits vor 20 Jahren ein Mitarbeiter hingewiesen, der kurz vor der Pensionierung stand. Ein bischen Erfahrung braucht man auch in den neuen schönen Zeiten.

Warum manche Wesites z.B. von Microsoft, IBM u.a. auf dem iPhone nicht funktionieren

Schaut man sich mit dem iPhone Webseiten an, so ist man zunächst begeistert. Die Seiten werden zwar sehr klein angezeigt, mit dem iPhone Zoom kann man aber sehr elagant und schnell interessante Bereiche der Webseite leserlich anzeigen. Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass manche Websites völlig anders dargestellt werden als auf dem PC und man damit mit dem iPhone überhaupt nichts anfangen kann.

Die Website z.B. von Apple funktioniert wie zu erwarten erwarten perfekt. Aber auch die Seiten von Behörden Stadt, Land und Bund funktionieren auf dem iPhone wie erwartet. Beispielhaft ist da z.B. die Website von Baden-Württemberg. Geht man dagegen auf Websites großer IT Firmen wie Microsoft, IBM oder SAP so erlebt man einige enttäuschende Überraschungen. Die Sites funktionieren nur teilweise oder überhaupt nicht auf dem iPhone. Bei IBM wird auf dem iPhone eine ganz andere Website angezeigt, die hauptsächlich Marketing Informationen enthält und die speziell für mobile Geräte konzipiert wurde. Die vom PC gewohnten IBM Seiten sucht man vergeblich. Allerdings gibt es bei IBM in der Fußleiste eine Option mit der man sich die Seiten wie auf dem PC (ganze Seite) ansehen kann. Zoom funktioniert bei manchen Teilen von Seiten aber nicht.

Die genauere Analyse zeigt, dass Webseiten mit limitierter Bildbreite (< 1024 pixel), die sich streng an die HTML Standards halten, auf dem iPhone gut angezeigt werden. Komplexer aufgebaute Seiten produzieren mit dem Safari Browser des iPhones nur Schrott auf dem Bildschirm. Manchmal, z.B. bei Microsoft Seiten, kann man das Problem umgehen indem man den Opera Mini Browser verwendet, den man als kostenlose APP vom Apple APP Store herunterladen kann. Um eine Vollbildanzeige zu erhalten muss man bei  Opera die Einstellungen ändern (Vollbild – EIN, Einspaltige Ansicht – AUS).  Mit dem Opera Mini Browser kann man gut mit Microsoft Sharepoint Seiten arbeiten. Interessanterweise erhält man mit Sharepoint 2007 bessere Ergebnisse auf dem iPhone als mit Sharepoint 2010.   Bei SAP funktioniert aber der Safari Browser einigermaßen und der Opera Mini Browser überhaupt nicht. Manchmal könnte man die Standard PC Seiten auf dem iPhone eigentlich gut darstellen. Beim Server wurde aber eine Option aktiviert, mit der Webseiten für kleine Bildschirme „optimiert“ werden. Genau das möchte man aber auf dem iPhone nicht haben. Manchmal genügt ein Anruf beim System Administrator um dieses Problem zu korrigieren. Das funktioniert aber nur bei relativ einfachen Websites.

Schwierig ist es dagegen bei IBM.  Auf die riesige IBM Website mit auch mobil interessanten Funktionen kann überhaupt nicht zugegriffen werden (so will man den Kunden den Ärger ersparen). IBM ist z.B.  die einzige große Firma, bei der man mit IBM Whois die Telefonnummer jedes IBM Mitarbeiters erfahren kann (das ist wahre Kundenfreundlichkeit und Transparenz!) Die iPhone Unverträglichkeit von IBM ist ziemlich unverständlich konnte doch der IBM WebSphere Portal Server schon 2001 mit Handys und Spracheingabe arbeiten.Man konnte sogar das Endgerät ohne Unterbrechung während einer Transaktion wechseln. Das Problem von IBM ist jedoch typisch für große Firmen. Hinter dem Web Frontend verbergen sich hunderte von Servern, von denen nur ein Teil auf dem Stand der modernen Web Techniken sind.

Der Grund für die iPhone Unverträglichkeit von Microsoft und IBM ist in ihrer Produkt- und Marketing-Strategie zu finden. Man wollte die Kunden dadurch an sich binden, dass man den Kunden Lösungen verkauft, die mit Produkten der Konkurrenz nicht kompatibel sind (IBM z.B. /370, Microsoft WINDOWS aber auch APPLE mit MAC, iOS aber auch iPhone). Die Webprodukte von Microsoft (aspx, .net … ) und IBM (z.B. Flash) verwenden Client Komponenten, die auf dem iPhone aber auch auf anderen mobilen Geräten nicht funktionieren weil sie die  mit dem W3C  Standards (HTML, HTML5) nicht kompatibel sind. Viele Kunden, die Produkte von Microsoft und IBM für ihre Lösungen verwenden, sitzen nun im mobilen Geschäft mit in der Tinte. Die Marketing Strategen haben die eigene Durchsetzungskraft wohl überschätzt. Die Techniker bei Microsoft und IBM haben das schon längst eingesehen und arbeiten bei der W3C Standardisierung kräftig mit. Beim oberen Management der Großfirmen konnten sich die Techniker aber offensichtlich nicht durchsetzen. Microsoft (Sharepoint) und IBM (WebSphere Portal) arbeiten nun aber fieberhaft daran, ihre Webprodukte kompatibel mit den Standards zu machen. Wie sagte schon der Dichter „Spät kömmt ihr – aber ihr kömmt!“.

Ratschlag an iPhone Besitzer: Installieren Sie zusätzlich zum Safari Browser auch den Opera Mini Browser und probieren Sie die für Sie wichtigen Websites (z.B. die der eigenen Firma) aus. Generell kommt der Opera Mini Browser mit komplexen Seiten besser zurecht als der im iPhone eingebaute Safari Browser. Man muss aber dafür die Option Vollbild (Full Screen) im Opera Browser setzen. Häufig kann der Administrator z.B. des Firmenservers Optionen so einstellen, dass man mit dem iPhone einigermaßen arbeiten kann (wenn die Angestellten dafür bezahlt werden). Kunden werden sich mit den Problemen aber wohl nicht abplagen wollen.

Beim Kauf eines neuen Geräts sei es nun ein PC, PAD oder Mobiltelefon sollte man vor dem Kauf ausprobieren, ob man die für einen selbst wichtigen Funktionen wirklich benutzen kann oder ob man eine Marketing Falle läuft.

Auf allen Browsern funktioniert häufig nur die Eingabe von Textzeilen und Zahlen. Komplexere Eingaben z.B. für Rich Text oder komplizierte Menu Strukturen für die Navigation kann man mit dem iPhone meist nicht bedienen.

Do it Yourself Portal Alternativen – Basecamp – uPortal

Nach langem Zögern bewegt sich die IT Welt zu Portalen als Plattform für benutzerfreundliche Anwendungen. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: dem Benutzer werden anstatt einfacher Kommandos (Betriebssysteme) und Anwendungen (mit oder ohne graphischer Benutzerschnittstelle) zu denen man sich über hierarchische Strukturen hangeln muss, einfache interaktive Anwendungen angeboten, die der Benutzer sich auch selbst zusammenstellen und auch für seine Zwecke konfigurieren kann. Die kleinen Anwendungen haben unterschiedliche Namen z.B.  Portlets (IBM, Java u.a.), Apps (Apple) Webparts (Microsoft), Widgets, Gadgets(Google), iViews(SAP)  usw. Fast jeder IT Hersteller bietet eine Plattform für Portal Anwendungen z.B. IBM (WebSphere Portal), Microsoft (Sharepoint), Google (iGoogle, Android),  Apple (iPhone iOS), Oracle Portal und versucht seinen proprietären Standard zu etablieren. Führend sind wohl IBM bei großen Unternehmensportalen (basierend auf Java Standards) und Apple mit der iPhone Plattform bei mobilen Geräten. Besonders populär sind diese Minianwendungen auf mobilen Geräten, wo alles schneller und einfacher gehen muss als an einem Desktop PC. Die kleinen Helfer greifen transparent auf Funktionen im lokalen Gerät und im Internet (Cloud) zu. Der Benutzer sieht meist keinen Unterschied ob die Funktion lokal oder von einem oder mehreren Servern im Web geliefert wird. Als  Konsequenz wird wohl  Microsoft mit dem Betriebssystem WINDOWS 9 die Benutzerschnittstelle ähnlich wie Apple auf Portal Stil umstellen. Das Microsoft Sharepoint Portal ist dazu der Einstieg.

Nun sind Systeme mit platzierbaren und von Benutzern oder Experten erstellten Anwendungen, die auf Bildschirmseiten beliebig angeordnet werden, nichts Neues. Mein erstes System, das tatsächlich in Produktion ging, habe ich als junger Programmierer 1978 gebaut. Dieses System war komplett Objekt orientiert (auch die Programme) und wurde mit einem einheitlichen Objektmanagement System verwaltet. Aus dem Basissystem wurden spezifische Portale für Entwurf von mechanischen und elektronischen Systemen (u.a das HW Design System fü den IBM 801 RISC Processor), Büroanwendungen (Charts fürs Management), Finanzanalyse usw abgeleitet. Ganz ähnlich macht man das heute mit Websphere Portal von IBM oder Sharepoint von Microsoft.

Der „Normale“ Benutzer wird meist keinen großen Unterschied bei der Nutzung der verschiedenen Plattformen sehen.  Für die Ausbildung des IT Nachwuchses, ist es aber wichtig, dass man mit der Portal Plattform arbeiten und diese auch ändern und anpassen kann. Interessant ist hierfür z.B. die Open Source Plattform uPortal (Java Programmierung) , die von vielen Universitäten benutzt und unterstützt wird, sowie Basecamp, das mit Ruby on Rails programmiert wurde. Mozilla plant ebenfalls eine Portal Plattform anzubieten. Damit stehen einige herstellerunabhängige Plattformen für die Ausbildung zur Verfügung.

Microsoft Sharepoint oder IBM Lotus Quickr

Der Implemtierung von Microsoft Sharepoint sieht man deutlich an, dass es von einem relativ unerfahrenen Team entworfen und implementiert wurde. Im Prinzip hat man eigentlich nur die vom IBM LOTUS System bekannten Funktionen auf der Microsoft Plattform neu implementiert. Hierfür hat man unter anderem den Chefarchitekten von LOTUS Ray Ozzie von IBM abgeworben (IBM hatte schon lange vorher Ozzie’s Firma LOTUS aufgekauft). Für Firmen, die eine „Microsoft Only“ IT Umgebung haben, ist Sharepoint auch eine gute Lösung weil die Microsoft Standard Office Produkte wie WORD, EXCEL etc recht gut in Sharepoint integriert sind.

In einer offenen  (und billigeren) Umgebung bietet Sharepoint eigentlich nur ein  Team Werkzeug zur Speicherung von Webseiten, Wikis, Dokumenten und Kontrolle von Benutzerberechtigungen sowie minmale Funktionen für Benachrichtigungen (Messaging). Die mächtigen Funktionen, die in Sharepoint durch Kombination von Microsoft Office Funktionen enthalten sind, kann man in einer offenen Umgebung nicht nutzen. Da kann man nämlich nicht annehmen, dass jeder aktive Benutzer die passende Version von Microsoft Office auf seinem PC installiert hat. Auch für kleine Firmen ist es sehr teuer immer wieder neue Versionen von Microsoft Office für die internen Benutzer zu kaufen. Will man Partner oder Kunden einbinden, hat man natürlich auf deren PC Installation keinen Einfluss und kann viele Sharepoint Funktionen nicht nutzen. Da Sharepoint noch immer viele proprietäre Microsoft Software verwendet, laufen viele Sharepoint Funktionen auf LINUX , Apple Mac PCs und mobilen Geräten  nicht!

IBM bietet nun auf der Basis des WebSphere Portal Servers (immerhin schon 10 Jahre im Markt) eine Teamlösung IBM Lotus Quickr an, bei der u.a. die kostenlosen auf Open Office basierenden Office Funktionen von Lotus Symphony (Word Processing, Spread Sheet, Presentation) verwendet werden können. Lotus  Symphony basiert auf der Eclipse Plattform deshalb gibt es Versionen für Windows, Linux und Apple Mac. Das ist ein ganz wesentlicher Vorteil in offenen Umgebungen und erspart in Firmen die teuren Office Lizenzen von Microsoft, welche ein Großteil der Mitarbeiter gar nicht ausnutzen kann.

IBM Lotus Quickr hat also viele Eigenschaften, die es für Privatleute, Professionals und kleine Firmen (oder Gruppen in großen Firmen) äusserst interessant machen. Ein wesentlicher Nachteil gegenüber Sharepoint ist aber bis jetzt noch, dass es kaum Lotus Quickr Hoster gibt, die ähnlich niedrige Preise anbieten wie Sharepoint. Die IBM Marketing Truppe hat im Gegensatz zu Microsoft offensichtlich noch nicht verstanden, dass Märkte über private Nutzung erobert werden. Das ganze Marketing und der Support kommen noch ziemlich holprig daher.

Die Lotus Quickr Hosting Preise (Collaborative Systems, Prominic) bewegen sich jetzt aber schon in ähnlichen Dimesnionen wie die Sharepoint Angebote (Alentus) in USA. Von den Preisen meiner Schweizer Hoster (genotec, 2sic) für Privatkunden sind sie aber noch etwas entfernt.  Allerdings sieht man jetzt schon einen Trend. Microsoft versucht offensichtlich mit sehr niedrigen Einstiegspreisen für die Hoster möglichst viele Hoster und Kunden zu gewinnen. Anschließend werden die Preise dann aber erhöht. Da der Wechsel wie bei allen IT Systemen aber sehr aufwändig ist, müssen die Kunden dann eben die höheren Preise bezahlen. Das schafft nicht unbedingt Vertrauen in die neuen Cloud Services der traditionellen IT Anbieter und bietet Google natürlich eine offene Flanke.

Über Unternehmensgrenzen zusammenarbeiten – IBM Bluehouse

Die meisten Unternehmen haben inzwischen moderne IT Systeme und Portale (IBM Portal, Lotus, MS Sharepoint u.a.) für die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen. Nach wie vor ist aber die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg schwierig. Unternehmen sind auch nicht begeistert, wenn soziale Netzwerke wie XING, Myspace oder Google Spaces für die geschäftliche Kommunikation über Unternehmensgrenzen hinweg eingesetzt werden, da diese Unternehmen nicht unbedingt allgemein akzeptierte Businessziele verfolgen. Professionelle Organisationen wie z.B. die Gesellschaft für Informatik (GI) bieten inzwischen auch Kollaboration Funktionen an – aber nur für die GI Mitglieder, was für weltweite kommerzielle Koperationen natürlich ungeeignet ist.   Mitarbeiter in unterschiedlichen Firmen möchten möglichst die gleiche Kollaborationsplattform für unterschiedliche Projekte mit wechselnden Kooperationspartnern verwenden.

Für weltweite Kooperation über Organisationsgrenzen hinweg bietet jetzt IBM mit Lotus Bluehouse (Beta) eine recht brauchbare Kommunikationsplattform auf Lotus Basis als SaaS (Software as a Service) an. IBM ist sicher ein seriöser Anbieter mit erprobten Sicherheitsstandards und professionellen Mitarbeitern.  Im IBM Bluehouse findet man eine erstklassige Plattform für Online Meetings und Collaboration. Die verwendeten IBM Produkte sind Lotus Connection(für soziale Netzwerke), Quickr (Team Collaboration), Sametime  (Chat, Instant Messaging) und iNotes für eMail. Die Plattform ist durchaus geeignet z.B. für Online Verkaufsgespräche mit Kunden oder Teamdiskussionen mit shared Zugriff auf den Desktop, sodass man auch Applikationen im Team diskutieren kann. Vergleicht man die Funktionen von IBM Bluehouse z.B. mit Google Apps so sieht man deutlich, dass Google den SaaS Markt von der Consumer Seite und IBM den SaaS Markt von der professionellen Seite angeht. Die Google Apps Funktionen sind z.B. sehr einfach (fast kindlich) gestrickt während die IBM Funktionen sehr professionell wirken aber für einfache Benutzer leicht zu komplex wirken können. Im IBM Lotus Greenhouse kann man die einzelnen Produkte und neue Software kennenlernen.

Das ganze ist noch ein bischen IBM Marketing lastig und die Sicherheitsinfrastruktur ist offensichtlich noch auf die geschlossene IBM Umgebung mit unternehmensweitem Single Sign On abgestimmt. Die externen Benutzer müssen sich für jeden Service wieder neu registrieren und anmelden.  Da ist sicher noch einiges zu tun.  Google, IBM und Microsoft bieten ihre SaaS Pakete nur als Beta an. Offensichtlich versucht man mit Hilfe der Kunden sowohl geeignete Funktionalität als auch Geschäftsmodelle und Einnahmequellen zu finden.

Software as Service für kleine Unternehmen

Alle großen Softwarehersteller (IBM, Microsoft, Oracle, SAP) haben immer wieder Initiativen gestartet, neben den Großbetrieben, für die ein Großteil der Software geschrieben wird, auch kleinere Unternehmen mit Software zu bedienen. Meist sind diese Initiativen gescheitert, weil man aus einem Software Schlachtschiff kein Ruderboot machen kann. Insbesondere die Komplexität der Basissoftware und ihrer Installation und Bedienung hat einen Einsatz in kleinen Unternehmen verhindert. Software as Service (SaS) ist nun eine hervorragende Möglichkeit,  die komplexe Basissoftware von einem kundigen Provider managen zu lassen, sodass sich der Kleinunternehmer nur auf seine Anwendung konzentrieren muss. Aber auch dieses Konzept ist speziell bei sehr kleinen Kunden schwer umzusetzen, wie SAP es schmerzlich lernen musste. Kleine Kunden können die vielen Beraterstunden, die für die Anpassung eines SAP Systems notwendig sind, schlichtweg nicht bezahlen. Deshalb haben die großen Softwareunternehmen ihre Versuche im Bereich der Kleinunternehmen meist nach kurzer Zeit wieder einschlafen lassen. Das tut jetzt in der allgemeinen Krise, wenn die Aufrträge der Großkunden zurückgehen, besonders weh.

Microsoft scheint indessen nun wild entschlossen, die Probleme der kleinen Betriebe konzentriert anzugehen. Im Microsoft Portal für kleine Unternehmen  bietet Microsoft nicht nur Software sondern auch SaS von Partnern und sogar Finanzierung von Software an. (Versuchen Sie mal als Kleinunternehmen eine Finanzierung von Software von ihrer Hausbank zu bekommen!)  Durch die Initiative von Microsoft werden jetzt auch vermehrt Sharepoint Hosted Services angeboten. Dabei muss man aber die vielen möglichen Restriktionen der verschiedenen Angebote beachten. Neben Speichervolumen werden häufig das Datenvolumen, die Zahl der Subportale (Subsite) oder die Zahl der Benutzer begrenzt. Man sollte die verschiedenen Angebote mit dem eigenen Nutzerprofil vergleichen.  So ganz rund läuft es auch bei Microsoft nicht – viele Beispiele zeigen noch den Sharepoint 2003 Server, den man auf keinen Fall für eine neue Anwendung einsetzen sollte. Wichtig ist auch, dass der Sharepoint Server auch extern für anonyme Benutzer eingesetzt werden darf. Die Microsoft Lizenzbedingungen für Sharepoint sind auch für die Service provider kaum durchschaubar.

Persönliche Webanwendungen mit Mashups gestalten

IBM Mashup Center

IBM Mashup Center

Der Einsatz von Portlets oder Webparts in den Portalen von IBM (WebSphere/Lotus), Microsoft (Sharepoint), Google (iGoogle, Google Apps) erleichtert die Erstellung von personalisierten Webanwendungen. Relativ leicht lassen sich auch Funktionen von anderen Websites über Gadgets, Widgets, RSS Feeds usw einbinden. Eine wesentliche Verbesserung wird durch Verknüpfung von Daten auf dem eigenen Portalserver und fremden Anwendungen erreicht. Die Demo (7 min) für das IBM Mashup Center gibt einen guten Eindruck wie mächtig die Mashup Methode ist. 

Natürlich springen auch alle anderen Software Hersteller auf den MashUp Zug auf. Bei Microsoft heißt das MashUp Beta Tool Popfly.  Gegenüber dem IBM Produkt sieht das aber noch ziemlich nach Spielzeug aus. Offensichtlich hat Microsoft da mal wieder eine interessante Entwicklung verschlafen. Bei Google gibt es nur einen sehr rudimentären Beta Google Mashup Editor.  Es gibt auch einige Open Source Mashup Tools z.B. bei Tibco ein AJAX Mashup Tool

Leider gibt es keine vernünftigen SaS Angebote für kleine Firmen oder Gruppen des IBM MashUp Centers – IBM bedient traditionell nur die Großkunden. Da kann man nur hoffen, dass die anderen Anwender demnächst ihre Hausaufgaben machen und ähnliche Produkte für die privaten Anwender bereit stellen. Wie die Erfahrungen mit Google Apps zeigen, wird man da aber wohl noch einige Zeit warten müssen.

„IBM Office“ – LOTUS Symphony

Viele Benutzer, Unternehmen und Organisationen sollten nach Vorstellung von Microsoft möglichst schnell die neue Office Suite 2008 kaufen, die aber äusserst komplex ist und dadurch die Arbeit mehr verlangsamt als beschleunigt. Open Office ist inzwischen für die meisten Benutzer eine sehr sinnvolle Lösung hat aber den Nachteil, dass kein professionelles Produktmanagement gemacht wird und auch kein vernünftiger Support verfügbar ist. Als Privatperson kann man damit eventuell leben. In einer großen Organisation, kann man sich aber nicht darauf verlassen, dass es irgendwie schon gut gehen wird. IBM hat nun das auf Open Office basierende Office Paket Lotus Symphony angekündigt, dass kostenfrei zum Download bereit steht.  LOTUS Symphoniy unterstützt den Open Doc Standard und ist zu den MS Office Produkten u.a. kompatibel. Da IBM Lotus Symphonie auch seinen Großkunden als Nachfolger der alten LOTUS Produkte anbietet, kann man davon ausgehen, dass man mit diesem Produkt langfristig arbeiten können wird. Der Support wird teils durch eine Community geleistet (allerdings unter Beteiligung der IBM Mitarbeiter) man kann aber auch professionellen Support wie bei IBM Standardprodukten einkaufen. 

Die Absicht von IBM ist es natürlich, das Geld das die Kunden für MS Office Produkte ausgeben, für den Kauf moderner IBM Software frei zu machen. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn die Benutzer von dieser Strategie profitieren können. Der Download Server von IBM ist allerdings für die 192 MByte zu langsam. Eine EM Halbzeit + braucht es schon!