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Neuer Phishing Trick über Facebook

Facebook Phishing

Nachdem selbst Webhinterwäldler wissen, daß Viren usw gerne über Email verschickt werden, versucht die Hackerszene mit neuen Methoden ans Ziel zu kommen. Heute lief eine neue FAKE Email ein, die wie eine Facebook Nachricht aussieht. Der Link

3 friend request zeigt aber nicht zu Facebook, sondern zu einer verdächtigen Website. Leider bin ich auf diesen Trick hereingefallen, obwohl ich grundsätzlich Links in Email im Quelltext prüfe. Auch hier gilt – Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser!

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Phishing mit Twitter, Facebook,WhatsApp und Co

Phishing über Email ist zu einer Plage geworden. Täglich gehen auf meinem allgemeinen Email Konto etwa fünf Phishing Versuche ein. Viele Phishing Anfänger versuchen, mit verfügbaren Phishing Tools und seit Jahren bekannten Tricks Benutzer zu einem Klick auf einen Link zu bewegen. Neu ist z.B. der Trick bei dem mit einem Klick auf OK zur  Cookie Nutzung (wird von EU verlangt) zu einer  Phishing Seite weitergeleitet wird.

Nachdem aber selbst unbedarfte Webnutzer den Trick mit der Email kennen geht man jetzt zu Phishing Links z.B. mit WhatsApp, Facebook,,Twitter  (Twitter Phishing NYT) , MMS oder anderen Messaging Services über.

Hier sorgen dann die einfältigen Benutzer für die Verteilung der Phishing Nachrichten. Es wird empfohlen auf automatisch generierte Nachrichten bei Social Media überhaupt nicht oder nur mit äusserster Vorsicht zu reagieren.

Es ist nicht verständlich, dass selbst Email Plattformen wie Googlemail altbekannte Phishing Schemes nicht erkennen und martieren. Ein Virus auf dem PC oder Handy ist für die Benutzer wesentlich schädlicher als ein sogenannter „Hasskommentar“. Hier könnte der Gesetzgeber etwas sinnvolles für die Bürger tun und von den Plattformbetreibern wirksame Phishing Filter verlangen.

Häufig werden Phishing Links auch in Kommentaren platziert. Deshalb gebe ich Kommentare nur nach Prüfung frei. Achtung: man kann aber nicht verhindern daß Links später geändert werden oder ine Weiterleitung zu einer Phishing Seite eingerichtet wird. Die Prüfung eines Links oder einer Webseite sollte immer unabhängig vom Absender erfolgen. Der größte Teil der Webnutzer hat nicht die für eine Prüfung notwendigen Kenntnisse – Experten haben meist keine Zeit zur Prüfung. Deshalb sollte man auch Nachrichten von alten Webhasen nicht trauen.

Wie konnte Facebook so schnell wachsen – Crowd Development

Free FacebookDie deutschen Informatiker schauen  an die US West Coast und wundern sich, wie schnell dort Ideen (meist sogar ziemlich alte) in erfolgreiche neue Produkte umgesetzt werden. Das Geheimnis liegt in der unkonventionellen Art wie die Produkte entwickelt werden. Jenseits des „offiziellen“ Management Sprechs beschreibt der Entwickler Ben Blumenfeld, wie in den ersten fünf Jahren bei Facebook entwickelt wurde. Anstatt den von deutschen Informatikern und deren Managern geforderten geordnetem Entwicklungsablauf  mit Marktanalyse, Anforderungen, Entwurf, Codierung und Test verlief die Entwicklung extrem chaotisch. Gruppen von Entwicklern taten sich zusammen und entwickelten, was sie für notwendig hielten. Die Methoden wurden flexibel gemäß den Anforderungen und den Kenntnissen und der Erfahrung der Entwickler gewählt. Irgendwann tauchten diese Projekte dann auf dem Bildschirm von Mark Zuckerberg auf und wurden dann offiziell. Manche Projekte, die nicht auf der offiziellen Linie lagen, mussten geheim durchgeführt werden. Das Management versuchte nicht, die Arbeitszeit jedes Mitarbeiters zu kontrollieren. Zur gewissen Zeitpunkten tauchten diese Projekte dann auf und wurden entweder fortgeführt oder aufgegeben.

Mit dem Anwachsen der Benutzerzahlen mussten natürlich offizielle Prozesse für  Integration, Test und Release eingeführt werden. Der Schwerpunkt lag am Anfang aber auf der Implementierung neuer Ideen. So ähnlich lief am Anfang auch die Entwicklung bei Microsoft, Apple, Amazon u.a., die heute Marktführer sind. Zum Teil gelingen solche Projekte auch in etablierten Firmen wie SAP (Hana) oder IBM (Watson) wenn man wenigstens einer kleinen Gruppe von Entwicklern in der Firma Freiheiten gewährt und sich das Management wenigstens ein bischen etwas zutraut.

Für diese Art der Entwicklung braucht man viele eigenständige und kreative Entwickler, die für erfolgreiche Arbeit nicht nach Tarif, sondern mit einigen Millionen $ belohnt werden. Mit einer Herde von Lämmern und Hasenfüßen kann man solche Projekte natürlich nicht durchführen. Anstatt Start Up Unternehmen  bekommt man dann Shut Down Landschaften.

Verrat durch Freunde – der Ischariot Effekt

FriendsLange Zeit ist es mir gelungen die persönlichen Daten von Familienangehörigen im Internet weitgehend zu schützen und damit speziell Ältere und Kinder vor Werbung usw zu bewahren. In einschlägigen Websites zur Personenbeschreibung kann man über mich deshalb auch nachlesen, daß es sich hier offensichtlich um eine Person handelt, die etwas zu verbergen hat!

Im Zeitalter der Smartphones und der sozialen Netzwerke funktionieren die persönlichen Schutzmaßnahmen nicht mehr. Die persönlichen Daten werden nicht mehr direkt über Angriffe auf den eigenen PC, sondern über „Freunde“ erhoben, die z.B. bereitwillig ihre Kontaktdaten einer „Taschenlampen App“ übergeben, ihren Aufenthalt bei Freunden über ihre Geodaten permanent öffentlich machen oder Photos in Facebook freizügig „Taggen“ oder in Beiträgen erwähnen. Dabei gebieten z.B. die AGBs von Facebook, dass eine Einwilligung eingeholt werden muss, bevor eine fremde Person auf einem Photo „getagged“ wird. Den unbedarften Freunden ist dabei nicht bewusst welchen Schaden sie damit anrichten können.

Mit den Photos von Personen können Facebook, Google und Co. ihre Algorithmen zur Gesichtserkennung verfeinern und riesige Datenbanken anlegen. Hat man dazu die Metadaten – wer, wann, wo, was, mit wem – kann man die Beziehungen einer Person im Detail erfassen. Im Dritten Reich, im kommunistischen Russland u.a. Diktaturen gab es Blockwarte, die jeden Kontakt akribisch an die Geheimpolizei meldeten. Das kann man jetzt automatisieren, und privatisieren.

In Zukunft wird Google Adsense nicht nur die Bewegungen von Personen im Web, sondern auch in der realen Welt erfassen und an Interessierte (auch Staaten) verkaufen. Da diese Verfahren und die biometrische Erkennung immer eine gewisse Fehlerwahrscheinlichkeit haben, werden fehlerhafte Daten von Personen gespeichert werden, die weder wissen welche Daten wo gespeichert werden noch wer sie nutzt. Bei medizinischen Daten kann das z.B. sehr gefährlich werden.

Wie mächtig die Methoden zur Analyse von Beziehungsnetzwerken und Bildern inzwischen schon sind, konnte man bei der Verfolgung der Attentäter von Paris und Brüssel sehen. Hier wurden sehr große Mengen von Videomaterial von Spezialisten mit den modernsten Methoden ausgewertet und die Täter identifiziert. Die Polizei hätte das mit eigenen Leuten und Mitteln nie leisten können. Mit diesem Erfolg im Rücken wird die Bildanalyse und Personenidentifikation im im öffentlichenund privaten Raum wohl ausgeweitet und durch Gesetze legalisiert werden. Nun ist gegen die Nutzung der neuen Technologien zur Verbrechensbekämpfung nichts einzuwenden, wenn in Rechtsstaaten die Rechte der Bürger angemessen geschützt werden.

Es gibt aber wohl immer mehr Staaten, die ihre Bürger entrechten und unterdrücken. Sie bekommen mit der neuen Technologie mächtige Werkzeuge in die Hand. China geht hier mit schlechtem Beispiel und neuester Technologie voran.

Als Internet Nutzer kann man sich schlecht gegen die geballte Übermacht der Datenerfasser wehren. Man kann aber versuchen, die Verbreitung der eigenen  Daten und der Daten der Freunde etwas einzudämmen.

Empfehlungen:

  • Speichern sie nur Kontaktdaten von Personen auf dem Smartphone, die Sie sehr häufig kontaktieren müssen. Speichern Sie Kontaktdaten von Geschäftspartnern in Dokumenten(z.B. Tabellen) als Link. Dann kann man mit einem Klick anrufen, Email senden usw. Diese Dokumente kann man auf dem Smartphone in verschlüsselten Dateien speichern. Säubern Sie ihre Kontaktdaten regelmäßig.
  • Suchen sie sich einen Email Provider, der Metadaten nicht auswertet und weitergibt.
  • Schalten Sie WLAN und Ortungsdienste im Smartphone nur an, wenn diese benötigt werden (das schont auch die Batterie)
  • Schalten Sie das Smartphone komplett aus, wenn es nicht benötigt wird. Richten Sie einen Anrufbeantworter im Netz ein, damit wichtige Anrufe nicht verloren gehen.
  • Speichern Sie große Mengen von Photos und Videos auf einem lokalen PC (Homenetzwerk), einem lokalen SAN (z.B. auf dem Router) oder einem eigenen Privatportal. Stellen Sie nur Fotos Online, die auch von anderen genutzt werden.
  • Nutzen sie Facebook und andere soziale Netzwerke sparsam und nur für „Tratsch“. Benutzen Sie sichere Kommunikationswege für ernsthafte Kommunikation. (WhatsApp verschlüsselt z.B. nur die Inhalte. Die Metadaten werden nicht verschlüsselt und werden für Analysen von Google genutzt).
  • Starten Sie ihr persönliches „Offline Archiv“ für wichtige Dokumente und Daten das sie auch in 20 Jahren noch nutzen können.
  • Machen Sie Freunde und Politiker darauf aufmerksam wie wichtig der Schutz der persönlichen Daten in einer Demokratie ist und gehen Sie mit gutem Beispiel voran.

Sie werden damit wohl einer der einsamen Kämpfer für Datenschutz und persönliche Freiräume sein. Trösten Sie sich – an der Spitze ist man immer einsam!

Zeige mir deine Kontakte und ich sage dir wer du bist

FriendsIn letzter Zeit werde ich überschwemmt von Freundschaftsanfragen von LinkedIn. LinkedIn hat beim Login eine Seite gestaltet auf der man mit einem Klick seine Kontakte für LinkedIn freigibt. Die Kontakte haben natürlich einen höheren Wert als die „Freunde“ z.B. von Facebook. Wer redet denn schon mit all seinen Facebook Freunden. Obwohl bei meinen  Kontakten viele sehr bewußt mit der Sicherheit ihrer Daten umgehen, gibt es genügend Naive die im Eifer des Gefechts auf beliebige Buttons klicken. Bei Facebook und Google wird das natürlich ähnlich gemacht. Google hat mit WhatsApp die engen Freunde erfaßt. Daneben gibt es unzählige Apps, die auf die Kontaktliste zugreifen wollen. Man hat also keine Chance seine eigenen Kontakte vor den allzu neugierigen Sozialen Netzwerk Betreibern zu schützen. Unternehmen begeben sich wohl auf juristisches Glatteis, wenn die Mitarbeiter persönliche Daten ihrer Kunden über die Kontaktlisten an alle Welt verteilen.

Ich empfehle, die privaten und besonders die geschäftlichen Kontaktlisten möglichst klein zu halten. Telefonnummern und eMail Adressen lege ich in Listen oder Dokumenten an und speichere sie je nach Bedarf auf dem Smartphone, dem PC oder meinem Privatportal (Sharepoint Server).

Private Kontakt Liste

Mit einem Klick kann man damit dann vom Smartphone eine Telefonnummer aufrufen oder eine Email abschicken ohne dass die Kontakthaie meine wertvollen Beziehungen komplett abgreifen können.

Obwohl Netzwerke wie XING oder LinkedIN vorgeben, nützliche Dienste für Professionals zu leisten, ist die Chance für Selbständige z.B. an vernünftige Aufträge zu kommen, sehr gering. Wer würde schon einen IT Spezialisten auf dem Wochenmarkt anwerben? Nur Anfänger stellen möglichst anspruchsvolle Lebensläufe ins Netz. Allerdings kann man mit seinem Beziehungsnetzwerk durchaus anzeigen in welcher Liga man spielt. Auch daraus kann man aber viele Informationen ableiten wie z.B. bei welcher Firma man wann und wo gearbeitet hat.

Der neueste Trend bei Facebook sind Freund-Trolle. Dabei sucht man nach kompetenten Leuten im Web und versucht sich dann an diese als „Freund“ anzuhängen. Meist akzeptiert man aus Nachlässigkeit die Freundschaftsanfragen. Dabei kann man sich aber auch sehr zwielichte Freunde und Freundinnen einhandeln, die man nur sehr schwer wieder los wird. „Drum prüfe wer sich ewig bindet“ gilt wohl auch in den sozialen Netzwerken. Don Reisinger beschreibt fünf Troll Typen und gibt Empfehlungen wie an mit ihnen umgeht:

  1. Lange nicht mehr gesehen
  2. Der manische Freunde Sammler
  3. Der Freund von der Theke
  4. Der Unbekannte
  5. Der Geist (kennt keiner)

Facebook Sprache von Chinesisch auf Deutsch umstellen

Update 31/03/2016

Eröffnet man ein Facebook Konto im Ausland wird als Standard die Sprache des Landes eingestellt. Ist das z.B. Chinesisch so wird es schwierig, die Sprache zu ändern, wenn man Chinesisch nicht lesen kann.  Man geht dann mit dem Link  https://www.facebook.com/settings?tab=language§ion=account&view

direkt auf die  Seite von Facebook zur Spracheinstellung. In Chinesisch sieht es dann  wie folgt aus:

Chinesisch FB Settings

Jetzt kann man in der Auswahlbox die Sprache Deutsch einstellen. Danach muss man auf das blau hinterlegte Feld unter der Auswahlbox klicken (Änderungen speichern natürlich auf Chinesisch) und hat dann die Facebook Sprache auf Deutsch umgestellt.

PS Achtung Facebook ändert häufig die Struktur seiner Menues. Man muss dann über -> Settings -> Sprache die neue Seite ermitteln.( Ich benutze diese Funktion u.a. um Benutzern in Ihrer Sprache Hilfe bei Facebook Funktionen zu geben.)

Was ist besser für private Anwender – Facebook, Blog oder Website?

FriendsDie Facebook Idee verliert so langsam an Schwung bei den Benutzern.  Das relativ einfache System für die Kommunikation in Gruppen wurde immer komplizierter und hat sich zu einer Werbeplattform gewandelt.  Bei  den jungen Benutzern ist Facebook nicht mehr „cool“ sondern oft nur ein notwendiges Übel. Die Älteren (interessant für die Werbung) sind häufig „A Dabei’s“ die von fleißigen Facebookern in ihrer Gruppe durch Fotos von Mahlzeiten und Selfies mehr belästigt als informiert werden. Firmen, die „Communities“ aufgebaut haben sind meist enttäuscht, dass sie nur einen geringen Anteil ihre Zielgruppe über Facebook erreichen. Oft entartet das zu einer Meckerecke, die man für teuer Geld und bezahlten Lobhudlern (Trolle) sowie Likes, die für weniger als 1 Cent/Like von Spammern  angeboten werden, etwas poshitiv gestalten kann. Da auch Politiker wie z.B. Putin oder die großen Parteien in USA Facebook mit Information überfluten, gehen die Benutzer wieder vermehrt dazu über, interessante Informationen im Web über Feeds und APPs zu beziehen oder selbst im Web zu  suchen.  Da das Smartphone immer mehr zum bevorzugten Gerät für den Web Zugang wird, sind komplexe Systeme wie Facebook nicht mehr gefragt.  Deshalb hat Facebook auch WhatsApp gekauft, u.a. um die Jungen wieder einzufangen.

Das zentrale Problem in der heutigen Internetwirtschaft ist die Werbung. Die großen Anbieter wie Google, Facebook, Twitter usw wollen ihr Geld mit Werbung verdienen. Die Benutzer wollen aber speziell auf den Smartphones nicht mit Werbung überflutet werden. Eine effektive Technik sich gegen ein Übermaß an Werbung zu wehren sind z.B. private RSS Leser Apps, die ich z.B. in meinem persönlichen Portal verwende. Damit kann ich mir in kürzester Zeit einen Überblick über für mich wichtige Themengebiete schaffen, ohne mich lang durch die Werbung von Spiegel, NY Times usw zu quälen. Für Smartphones gibt es viele RSS Reader Apps, die aber alle ein Problem mit den Geschäftsbedingungen der Nachrichtenquellen haben, die ja eigentlich nicht daran interessiert sind, dass ihre Werbung unterdrückt wird (das ist meist nur bei privater Nutzung wie bei meinem Personal Reader erlaubt).

RSS Feed Personal

Personal RSS Feed Reader App

 

Will man als privater Benutzer, Selbständiger, Gruppe, Verein oder kleines Unternehmen das Web nutzen, lohnt es sich nicht, Geld für Google oder Facebook Werbung auszugeben. Kennt man seine Benutzer, so kann man sie effektiv durch eMail ansprechen. Für größere Benutzergruppen kann man eMail Marketing Services nutzen. Anonyme Benutzer erreicht man am besten durch gute Informationen, die man nicht auf Hunderten von Websites findet.

Ja nach Art und Umfang der Information und Aktualität sollte man unterschiedliche Trägersysteme benutzen. Der Vergleich mit traditionellen Medien wie Buch, Zeitschrift, Zeitung, Radio/Fernsehen liefert hinreichende Hilfestellung.

  • Website –  Informationen, die man in einem Buch oder Zeitschrift für längere Verfügbarkeit veröffentlichen möchte. Umfang > 10 Seiten mit Querverweisen und komplexer Struktur. (Plattform: Website oder kombinierte Blog/Website Plattform wie z.B. WordPress).Wichtig ist dabei, dass man den Benutzerkreis einschränken kann (Privat, Gruppe, Anonym)
  • Blog – Informationen, die man typisch in einer Zeitung findet. Kurze Artikel  mit Querverweisen auf längere Artikel auf der Website. Wichtig ist hier die Möglichkeit zur automatischen Benachrichtigung über eMail und Möglichkeit zur Subskription und Diskussion (Plattform: Blog z.B. WordPress, Facebook u.a.).

Wichtig bei Auswahl der Plattform ist, dass man die Möglichkeit hat,, die Werbung abzuschalten wie z.B. WordPress. Private Benutzer können sich durch ungewollte Werbung in viele rechtliche Probleme verstricken. Beispiele sind u.a. wenn man seine Informationen als „Für Jugendliche geeignet“ deklariert und dann obszöne Werbung eingeblendet wird. Ein Minenfeld sind auch die Rechte an Bildern und Videos in den verschiedenen Ländern.

Video not availableMan sollte deshalb unbedingt darauf achten, dass man die Rechte an seiner Information nicht abgibt und auch die Möglichkeit hat, die Plattform zu wechseln.

Was steckt hinter der Facebook AGB Änderung: ewige Cookies für Werbeabrechnung

Das Geschäftsmodell von Facebook ist eigentlich recht einfach: durch kostenlose soziale Netzwerkdienste sollen möglichst viele Benutzer angelockt werden, denen dann kostenpflichtige Dienste von Facebook und anderen Anbietern angeboten werden. Ein wesentlicher Teil des Einkommens soll dabei durch maßgeschneiderte Werbung (Facebook Einnahmen durch Werbung 2012  etwa 5 Mrd $) erzielt werden. Facebook hat nun das Problem, dass viele Benutzer nur recht selten die Facebook Seiten besuchen und Facebook damit relativ wenig über die Vorlieben seiner Benutzer weiß. Google ist da eindeutig im Vorteil, da jeder Suchvorgang, der über Google läuft,  ausgewertet werden kann.  (Google Advertising Revenue 2013  50Mrd $). Noch schwieriger wird es für kleinere Websites, die selten besucht werden, mit Werbeeinnahmen Geld zu verdienen. Sie wissen immer weniger über ihre Besucher und können damit auch keine maßgeschneiderte Werbung machen.

Die Benutzer eines Webseite werden durch deren Cookies identifiziert, die vom Browser auf dem Gerät des Besuchers gespeichert werden. Nun kann der Benutzer aber durch entsprechende Einstellung im Browser alle Cookies löschen, wenn er Benutzer den Browser schließt oder die Cookies manuell löscht. Die naiven Benutzer glauben dann, dass sie dadurch nicht getracked werden können.

Cookies_del_FFDamit kann der Benutzer theoretisch die Sammlung persönlicher Daten unterbinden. Leider werden aber nicht alle Cookies gelöscht. Firmen wie Facebook,  Google , Microsoft u.a. Speichern permanente Cookies in Temporären Files des Betriebssystems z.B. in Windows VISTA im File  user\AppData\Local\Microsoft\Windows\Temporary Internet Files . Diese Cookies lassen sich auch nicht einfach durch den Benutzer löschen. Google, Facebook, Microsft u.a. erlauben auch anderen Firmen diese Cookies zu nutzen, wenn sie das von der Firma kontrollierte Abrechnungssystem für Werbung benutzen. Damit wird die Trennung der verscheidenen Webseiten der Anbieter, die im Browser nur auf ihre eigenen Cookies zugreifen können, unterlaufen und die persönlichen Daten können unkontrolliert verteilt werden. Wenn andere Anwender auf die Benutzerinfromation von Google und Facebook zugreifen können. so kann man Benutzer leicht auf verschiedenen Geräten identifizieren auch ohne daß sie sich bei Facebook oder Google angemeldet haben. Eigene Cookies sind dann nicht mehr so wichtig.

Die neuen AGBs von Facebook sollen nun dieses Verfahren legalisieren. Diese AGB Änderung  macht aber nicht nur Facebook, sondern alle großen Anbieter ändern ihre AGBs. Hier z.B ein Beispiel der AGBs von CNN.

Zitat CNN Mobile Device Terms of Service and Privacy Policy : „We, our third party service providers, advertisers, advertising networks and platforms, agencies, or our partners also may use cookies to manage and measure the performance of advertisements displayed on or delivered by or through the Turner Network and/or other networks or Sites. This also helps us, our service providers and partners provide more relevant advertising.

Selbstverständlich wollen die „Großen“ von den „Kleinen“ für den Service Geld kassieren. Facebook hat hierfür eine eigene Firma ATLAS by Facebook gegründet, die das Geschäft der umfassenden Identifizierung sogar bis in die reale Einkaufswelt ausdehnen soll. Ein Schlüsselelement ist dabei die Funktion Bezahlen (Apple ist da wohl im Moment führend!). Man kann die Korrelation Klick auf Werbung mit dem aktuellen Kauf natürlich auch über Kooperation mit den Kreditkartenfirmen oder den Banken erreichen. Das Ziel ist der globale gläserne Bürger. Jedem Klick auf eine Werbung soll mit einem Kauf korreliert werden können. Unsere biederen Datenschützer und TTIP Verhandler stehen da natürlich auf verlorenem Posten und haben zu wenig Knowhow um zu merken, wie sie geleimt werden. .

Buch Empfehlung: Der Circle von Dave Eggers, ein typischer US Schinken, der aber u.a. die Organisation und die sozialen Folgen dieser neuen Methode „$/Klick“ recht gut beschreibt (besser in English).

So wird mit Web Traffic betrogen – wieviele Klicks und Facebook Likes hätten’s denn gern?

FriendsDer ADAC ist offensichtlich im Neuland noch nicht angekommen. Man fälschte die Daten einer Abstimmung noch von Hand. Dabei ist die Technik und der Markt für Fälschungen der Ergebnisse von Umfragen bereits sehr weit entwickelt. Eine der einfachsten und billigsten Angebote ist die Erzeugung von Klicks (auch mehrfach) auf Webseiten. Wie das im Detail geht erkärt ein Insider in:  Bekenntnisse eines Webklick Käufers.  Die Preise für einen gefälschten Webklick auf einer Seite beginnen bei 0.002 $ (o.2 Cent). Dafür bekommt man einen Besuch der gewünschten Webseite von einem PC, der irgendwo im Ausland steht (meist ein altes XP  Modell das gehacked wurde) und Teil eine Botnets ist. Das kann sich schon lohnen wenn z.B. eine Verlag oder ein Autor nach der Zahl der Klicks entlohnt wird. Das ist z.B. bei der VG Wort, der deutschen Verwertungsgesellschaft für Autoren der Fall. Zum Glück kennen sich die deutschen Autoren im Neuland nicht so gut aus. Ich nehme aber an, dass einzelne Verlage diesen Trick bereits kennen und ausnutzen. Der Verlag des Bekenners gibt etwa 10 000 $ bis 35 000 $ pro Tag für den Kauf von Klicks aus.

Etwas fortschrittlichere Webseiten schauen nicht nur auf die Klicks sondern auch woher die Klicks kommen. Ein Klick der von Google, Bing oder Yahoo kommt, kann bis zu 2 $ kosten. Facebook Klicks werden häufig gefälscht – der Anteil soll sogar bei 80% liegen.Besonders  teuer sind Klicks auf Videos. Hier will man durch eine hohe Zahl von Downloads den Markt gezielt beeinflussen. Die Benutzer laden eben besonders gern die „Marktführer“ herunter.

Hätte sich der Verantwortliche für die Umfrage beim ADAC technisch ein wenig kundig gemacht, hätte er für wenig Geld einige Hunderttausend Stimmen kaufen können, wäre noch heute im Amt und hätte sicher eine Belobigung plus Bonus vom ADAC Oberboss erhalten. So wurde er aber wqegen Missachtung des Neulands hart bestraft. Die Moral von der Geschicht – trau den Klick-Statistiken  nicht!

Natürlich kann man sich auch Facebook Likes kaufen. 1000 WW Likes kosten zur Zeit 22 $. Auch Friends kann man günstig kaufen. Hier ergeben sich fantastische Möglichkeiten für unsere Politiker. Sie wollen 20 Millionen Friends kaufen – kein Problem! Endlich wird der Stimmenkauf im Web geregelt – da muss man keine Renten mehr erhöhen, um sich beliebt zu machen.

Privat Portal – Benutzer selbst verwalten ohne Facebook, Microsoft und Google+

FacebgitMicrosoft hat gerade angekündigt, dass Benutzer bei Windows 8 über GUID mit ihrem Facebook Konto zugreifen können. Wer also sich einmal bei Facebook angemeldet hat, kann automatisch auch auf alle Apps in Windows 8 zugreifen. Damit will man vermeiden, dass sich die Benutzer mehrfach anmelden müssen. Bei Apple muss  man sich für den Zugriff auf Apps nicht gesondert anmelden, weil sich die Apple Benutzer schon beim Einschalten ihres  iPhones, ihres iPADs oder ihres MAC schon  identifizieren müssen.

Microsoft möchte als Trittbrettfahrer die Facebook Infrastruktur für Authentisierung nutzen. Das hat aber den Nachteil, dass man dann bei Facebook ein Konto haben muss. Damit hat dann Facebook die persönlichen Daten der Kunden. Wer die Kunden hat – hat auch die dominierende Position im Geschäft. Google versucht mit Google+ genau das gleiche. Man möchte dass sich alle Kunden bei Google anmelden. Die Kunden machen sich damit extrem abhängig von den dominanten Anbietern im Web und müssen natürlich deren AGBs akzeptieren. Es ist aber durchaus nicht auszuschließen, dass z.B. Facebook in ein paar Jahren den Betrieb einstellt, weil nicht genügend Profit erzielt wird oder Identifizierungs-Services für andere Anbieter (z.B. Microsoft) gestrichen werden. Da brichjt dann die ganze Infrastruktur zusammen.

Als Kunde kann man verstehen, dass Google und Facebook ihre Kunden beherrschen und die Daten für Werbung nutzen wollen. Viele Kunden möchten aber lieber selbständig bleiben und selbst entscheiden, wem sie ihre Daten und die Daten ihrer Familie, Freunde und Geschäftspartner geben. In einem Privat Portal kann man die Benutzer selbst verwalten und Benutzername und Passwort selbst vergeben. Manche Benutzer möchten z.B. nach außen Anonym bleiben andere möchten z.B. ihr Facebook UID oder Google UID verwenden.  Im Neuland Deutschland ist das Niveau der IT Kenntnisse im Moment noch nicht so, dass sich eine kritische Masse für den Einsatz von Privat Portalen bilden könnte. Der IT Fortschritt muss mal wieder von USA kommen.

PS Frau Merkel sollte sich mal ansehen, welche Möglichkeiten sie mit einem gut gesicherten Privaten Portal hätte. Bei Bedarf kann sie da sogar der NSA offenen Zugriff einrichten.