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China hat’s erkannnt – auf die Standards kommt es an

Apple Standard Stecker

Die Erfolge der deutschen Industrie beruhten sehr stark auf der Normierung der Produkte. Die deutsche Industrie Norm DIN setzte Standards für viele Industrien. Das wurde komplettiert durch Standards in der Elektro- und Kommunikationstechnik. Die deutschen VDE Stecker, Kabel und Zubehör findet man heute in der ganzen Welt. Dafür haben Experten aus Deutschland mit Kollegen aus anderen Ländern zusammengearbeitet und internationale Standards entwickelt. Politiker haben immer wieder versucht Einfluss zu nehmen waren aber meist nicht erfolgreich. Das letzte erfolgreiche Großprojekt war die Mobilfunktechnik mit 3G, die sich sogar in USA und China durchgesetzt hat.

Leider haben deutsche Experten wenig Einfluss auf die Standardisierung in der IT Industrie. Damit kann Deutschland nur eine untergeordnete Rolle spielen. Zur Zeit hat USA die Führungsrolle. China möchte das ändern und startet eine strategische Standardisierungs Initiative . Zunehmend versucht die Politik Einfluss auf Standards zu nehmen. Das geht aber meistens schief. Standards werden übrigens nicht durch Papier sondern durch innovative Projekte und Produkte etabliert. Eine chinesische Firma hat die wichtigste Prozessoren Architektur ARM aufgekauft. Zur Zeit gibt es 13 Milliarden ARM Prozessoren in allen möglichen Geräten auf der Welt. Ob der Rest der Welt dabei aber mitmachen wird ist nicht sicher. Apple hat z.B. versucht eigene Standards für die Stecker an den Apple Ladegeräten einzuführen. Das haben die Kunden aber nicht akzeptiert und Apple musste zumindest bei den Ladegeräten reumütig zu Weltstandards zurückkehren.

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Cyberwarker gesucht

CyberwarkerIn der S-Bahn beklagten sich neulich zwei IT-Arbeiter über ihr trostloses Dasein in einem Entwicklungslabor einer großen IT-Firma. Die Kapriolen des höheren Managements und die begrenzte Einsicht ihrer direkten Managers bescherte ihnen wohl ein recht freudloses Dasein. Zu Recht beklagten sie sich, dass zur Zeit nur Sicherheitsexperten attraktive Arbeit und ordentliche Löhne erhalten könnten. Genau das hätten sie aber an den deutschen „Hochschulen“ nicht gelernt.

Auf diesem Gebiet sind Länder wie Russland u.a., in denen anders als in Deutschland Mathematiker und Informatiker hoch geachtet werden, uns offensichtlich weit voraus. Die russischen Militärs haben mit ihren Methoden (siehe NY Times Artikel) offensichtlich kein Problem, das notwendige Fachpersonal zu rekrutieren. Auch das englische Militär konnte 1000 Cyberwarker relativ einfach anwerben.

Das deutsche Militär arbeitet offensichtlich mit einer anderen Strategie und versucht Mitarbeiter ohne Hauptschulabschluss zu heuern. Wer wenig weiß kann auch wenig verraten!

Die Bundestagswahl 2017 verspricht spannend zu werden – wer wird welche Partei, wo und wie unterstützen? Die Parteien versuchen sich gerade mit einigen Mitarbeitern mit Facebook und Twitter vertraut zu machen. Julia Klöckner, CDU Rheinland-Pfalz, kann da sicher einige Tipps geben, wie man mit einer exzessiven Twitter Kampagne eine Wahl verlieren kann. Interessant werden aber die Beeinflussungen von außen sein. Die deutschen Parteien haben weder genügend Knowhow noch die Mittel entscheidend in den Cyberwar einzugreifen.

Beim Chaos Computer Club Kongress konnte man ein wenig in das Milieu hinein schnuppern. Die Profis trifft man dort allerdings nicht.