Das Märchen von den sicheren Passwörtern

Immer wenn irgendwo Daten im Internet gestohlen werden tritt ein IT Sicherheitsexperte (gerne vom BSI) auf, der behauptet, man könnte die Sicherheit der persönlichen Daten durch möglichst lange und komplizierte Passwörter erhöhen, die mit kryptografischen Verfahren auf den Servern verschlüsselt gespeichert werden. Deshalb müsste man besonders Wissenschaftler fördern, die sich mit Kryptographie beschäftigen.

Im realen Internet Leben greifen Gauner die Login Daten meist bei der Eingabe auf einer Webseite ab. Am einfachsten geht das mit einer Phishing eMail – bei Politikern gerne auch mit Angela Merkel (So erhalten auch Sie Post von Angela Merkel) als Absender. Wenn Sie eMail von einem Freund erhalten, von dem Sie seit zwanzig Jahren nichts gehört haben, handelt es sich häufig um eine Phishing eMail. Die eMail Adresse wurde wohl von einem PC Friedhof in Afrika oder Indien geerntet. Gerne werden bei Banken auch Daten von Festplatten bei der „Wartung“ mitgenommen. Amazon hat deshalb eine Fabrik in der Platten und Halbleiterspeicher geschreddert werden.

Etwas schwieriger ist es, die Passwörter auf „vergessenen“ Login Seiten im Browser abzugreifen. Dabei spielt es keine Rolle wie lang und kompliziert das Passwort ist!

Leider befolgen viele Kunden beim Online Banking den Rat nicht, den Browser nach dem Online mit allen Fenstern zu schließen. Benutzt man PC und Smartphone mit Synchronisation der Bookmarks, des Verlaufs usw, so bleibt häufig eine Webseite mit dem Passwort irgendwo übrig und wird eine leichte Beute.

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Gesperrte Zeitungsartikel von FAZ, Spiegel u.a. kostenfrei lesen

Die deutschen Zeitungen (FAZ, Spiegel u.a.) versuchen Digital Abonnenten zu werben, indem sie Zeitungsartikel nur noch im Abonnement zeigen. Damit gewinnen sie aber wenig Kunden, vergraulen Interessenten und generieren auch keine Einnahmen aus Werbung.

Die Sperre ist leicht zu umgehen. Die meisten Artikel stammen von Agenturen, die diese auch an andere Zeitungen verkaufen. Interssiert man sich zum Beispiel für den FAZ Artikel Wie ein Bürgermeister sein Dorf vor dem Leerstand bewahrte , so sieht man bei der FAZ selbst nach Login nur ein paar Zeilen. Sucht man jetzt bei Google mit einigen Schlüsselworten wie Namen des Bürgermeisters und dem Ortsnamen, so findet man bei der Huffington Post den gleichen Artikel mit der Überschrift Wie ein fränkischer Bürgermeister den Bevölkerungsschwunf stoppt

Das funktioniert meist auch bei Originalartikeln der FAZ, die ihre Artikel auch direkt oder über Agenturen an andere Zeitungen oder Nachrichtenportale verkauft.

Die Huffington Post und viele andere Zeitungen haben erkannt, daß Leser, die über die Internetsuche auf die Website kommen, nicht bereit sind wegen einiger Artikel im Monat ein Abonnement abzuschließen. Man nimmt deshalb die geringen Einnahmen aus der Werbung mit und erreicht damit ein gutes Ranking bei der Google Suche.

Die New York Times macht es schlauer. Hier können die Besucher etwa 10 Beiträge pro Tag kostenfrei lesen. Damit erreicht NYT ein gutes Ranking bei der Google Suche und zieht eine große Zahl von Besuchern an. Besucher (u.a. auch ich), die NYT als Nachrichtenquelle regelmäßig besuchen, sind bereit auch für ein Abonnemement zu bezahlen.

Das Beispiel zeigt einmal mehr wie hilflos die deutschen Medien in der Internet Welt agieren und immer mehr in der Bedeutungslosigkeit versinken.

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