Der Retter der Studenten – DoMyPaper

Studenten haben es heute schwer. In jedem Fach werden selbst gefertigte Schriftstücke (Paper) verlangt, die meistens nicht gelesen und zum Glück auch nicht veröffentlicht werden.

Diese recht unsinnigen Hausarbeiten halten die Studenten davon ab, sich sozial zu betätigen. Sie können Nachts keine Klubs besuchen, können nicht “abhängen” und verpassen die Gelegenheit sich beim Studium einen passenden Partner zu suchen.

Die übliche Methode der Wissenschaft besteht darin, von Werken anderer Autoren abzuschreiben und dazu einige Worte zu schreiben. Je mehr Referenzen der Autor erwähnt, desto mehr hat er abgeschrieben! Natürlich sollte man mehrere Referenzen auf die Arbeiten des zuständigen Professors setzen. Schließlich wird die Reputation eines Wissenschaftlers heute an der Zahl der Referenzen auf seine Arbeiten gemessen

Aus USA kommt nun frohe Kunde. Man kann jetzt den Service DoMyPaper nutzen. Mit Hilfe von Freien Autoren, künstlicher Intelligenz und Grammatik Prüfprogrammen kann man inhaltlich recht ansprechende Paper produzieren. Als Freier Autor kann man sich seinen Arbeitsplatz in der ganzen Welt oder im Dorf aussuchen. An Aufträgen wird es sicher nicht fehlen gibt es doch genügend überforderte und/oder faule Studenten (oder deren Eltern) auf der Welt, die für etwas mehr Freiheit bezahlen.

Veröffentlicht unter Social Media, Social Network | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Neuer Beauftragter für Sprunginnovation der Bundesregierung: Rafael Laguna – Gute Nacht Deutschland

Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis. Wenn man aber nicht einmal genügend Sachverstand hat, Mitglieder eines Arbeitskreises zu benennen, dann benennt man einen Experten. Der neue Experte der Bundesregierung, Rafael Laguna, meldet sich durch einen Artikel in Spiegel Online: Letzte große Innovation aus Deutschland?  Das Auto   Er wünscht sich, daß aus Deutschland auch mal eine große Innovation wie z.B. MP3 kommen würde.

Hier irrt der „Experte“ gleich zweimal. Entgegen der landläufigen Meinung wurde das Auto in Lothringen 1764 von Nicolas Joseph Cugnot erfunden. Das Auto hatte eine Dampfmaschine als Motor. Es gab auch schon Vorläufer mit Elektro- oder Benzinmotor. König Ludwig von Bayern fuhr sogar  auf einem E-Schlitten mit elektrischer Beleuchtung! England und Lothringen waren im 19. Jahrhundert führend im Maschinenbau. Die rückständigen Schwaben schickten ihre Talente wie z.B. Gottfried Daimler zur Ausbildung nach Lothringen zum etwas illegalen Technologietransfer.

Von noch schlimmerer Ahnungslosigkeit zeugt die Aussage des Experten zu MP3. Die Grundlagen für MP3 wurden am Institut für Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule Stuttgart von Professor Richardt Feldtkeller mit dem Buch „Das Ohr als Nachrichtenempfänger“ gelegt. Einer seiner Assistenten, Prof. Seitzer hat die Forschungsergebnisse zum Fraunhofer Institut transferiert und mit Kollegen zu MP3 ausgebaut. Allerdings nur als Methode um Audio Daten etwa  um den Faktor 10 zu komprimieren. Ausser in Fachkreisen war MP3 aber nicht bekannt. Der Siegeszug von MP3 ist einem australischen Studenten zu verdanken, der MP3 „entdeckte“ und als Hacker in die offene Welt der Programmierer einbrachte, die im Internet bei der Arbeit Musik hören wollten und keine großen Speicher und wenig Bandbreite für die Datenübertragung zur Verfügung hatten.

Das ist ein schönes Beispiel für Unfähigkeit Wissenschaft und Technik im Markt erfolgreich zu machen. Man hätte vielleicht mal am Fraunhofer Institut die Biographie von Robert Bosch lesen sollen, der bei einer Belegschaft mit 10 Mitarbeitern sein erstes Vertriebsbüro in London aufmachte.

Ironie des Schicksals: die Wissenschaftler von der Fraunhofer Gesellschaft erhalten noch heute Geld für ihre Patente. Der Verantwortliche für den Erfolg, der australische Student, ging leer aus.

Fazit: „Gott schütze uns von Meer und Wind und vor Experten die von der Regierungen sind!“

Veröffentlicht unter Allgemein, IT Politik, Smartphone, Software | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar