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Phishing mit Twitter, Facebook,WhatsApp und Co

Phishing über Email ist zu einer Plage geworden. Täglich gehen auf meinem allgemeinen Email Konto etwa fünf Phishing Versuche ein. Viele Phishing Anfänger versuchen, mit verfügbaren Phishing Tools und seit Jahren bekannten Tricks Benutzer zu einem Klick auf einen Link zu bewegen. Neu ist z.B. der Trick bei dem mit einem Klick auf OK zur  Cookie Nutzung (wird von EU verlangt) zu einer  Phishing Seite weitergeleitet wird.

Nachdem aber selbst unbedarfte Webnutzer den Trick mit der Email kennen geht man jetzt zu Phishing Links z.B. mit WhatsApp, Facebook,,Twitter  (Twitter Phishing NYT) , MMS oder anderen Messaging Services über.

Hier sorgen dann die einfältigen Benutzer für die Verteilung der Phishing Nachrichten. Es wird empfohlen auf automatisch generierte Nachrichten bei Social Media überhaupt nicht oder nur mit äusserster Vorsicht zu reagieren.

Es ist nicht verständlich, dass selbst Email Plattformen wie Googlemail altbekannte Phishing Schemes nicht erkennen und martieren. Ein Virus auf dem PC oder Handy ist für die Benutzer wesentlich schädlicher als ein sogenannter „Hasskommentar“. Hier könnte der Gesetzgeber etwas sinnvolles für die Bürger tun und von den Plattformbetreibern wirksame Phishing Filter verlangen.

Häufig werden Phishing Links auch in Kommentaren platziert. Deshalb gebe ich Kommentare nur nach Prüfung frei. Achtung: man kann aber nicht verhindern daß Links später geändert werden oder ine Weiterleitung zu einer Phishing Seite eingerichtet wird. Die Prüfung eines Links oder einer Webseite sollte immer unabhängig vom Absender erfolgen. Der größte Teil der Webnutzer hat nicht die für eine Prüfung notwendigen Kenntnisse – Experten haben meist keine Zeit zur Prüfung. Deshalb sollte man auch Nachrichten von alten Webhasen nicht trauen.

Hillary Clinton digital naiv – das Ende von Email in den Führungszirkeln?

Portaleco Symbol

Ideen

Die IT technischen Kenntnisse von Politikern und Führungskräften in der Industrie sind begrenzt. Meist können sie nur mit Google irgendetwas im Internet suchen und Email lesen und schreiben. Nun hat Email aber einen entscheidenden Nachteil: Sensitive Informationen werden an die Adressaten verteilt, werden auf fremden System gespeichert und können von dort weiter verteilt oder gar gestohlen werden. Es ist fast so, als ob man Geldscheine auf der Straße auslegt und hofft niemand würde sie aufheben.

Wie so häufig im Leben schützt Unkenntnis nicht vor Strafe. Besonders schlimm hat es Hillary Clinton getroffen, die fürchten muß, daß es kurz vor der Wahl noch zu unangenehmen Enthüllungen ihrer Email kommen wird. Auch die Manager im Abgasskandal wissen jetzt, was man besser nicht über Email regeln sollte. Die New York Times ruft nun die Snapchat (für persönliche Nachrichten) und Periskope, Meerkat (Homemade Video Wahlwerbung) Wahlen aus. Mal sehen was unsere Politiker für die Bundestagswahl 2017 daraus lernen.

Für die komplexe Organisation einer Wahlkampagne wird man aber doch schriftliche Mitteilungen, Terminpläne, Dokumente usw benötigen. Hierfür sollte man eine private Portal Infrastruktur verwenden. Kundige können ein solches Portal für Hunderte von Wahlhelfern und eine offene Website in wenigen Tagen aufbauen (Kosten etwa 200 €/Jahr). Mein PrivatPortal steht aus Datenschutzgründen in der Schweiz! Mit dem privaten Portal  kann man alle Daten auf verschiedenen Ebenen zentral verwalten und den Zugriff regeln und kontrollieren. Die Daten kann man nach der Wahl vom Netz holen und muss nicht damit rechnen bei der nächsten Wahl mit den eigenen Fehlern konfrontiert zu werden.

Wichtige Absprachen (wie z.B. die Grünen und die Schwarzen in Baden-Württemberg) sollte man lieber wie früher im Hinterzimmer machen oder auf dem Golfplatz wie die Amerikaner. Alte Hasen wie Ferdinand Piech haben das schon immer gewußt. Er schenkte schon mal einem Jagdgenossen einen PC, um die Organisation einer Jagd zu erleichtern. Wichtige Entscheidungen hat er aber nur in seinem Büro den Herren Winterkorn und Co als Wunsch mitgeteilt und nie angeordnet. So sind immer die Kutscher auf dem Bock schuld und nicht die Lenker in der Kutsche.

Die deutschen Parteien sind in Sachen IT hyperaktiv aber völlig rückständig. Sie sind auch nicht in der Lage größere IT gestützte Systeme aufzubauen. So bleiben die Tweets von Julia Klöckner , die langweiligen von Andrea Nahles und der Tagesrekord von 70 Tweets von Dietmar Gabriel  die besten Mittel im Kampf um die Wähler. Spannend wird es in den USA. Mal sehen was die deutschen Parteien von der Trash Kampagne in USA übernehmen.

Meine Tipps für Direktkandidaten

Ich seh die Welt mit deinen Augen – Live Video Streaming mit Periscope

PeriscopeDie „Intellektuellen“ Deutschlands haben inzwischen auch bemerkt, daß Informationen im Internet genau wie im echten Leben gefiltert und auch auf den Empfänger zugeschnitten werden. Genau das haben Privatpersonen, Pfarrer, Büttel mit der Glocke, Bücher, Zeitung, Radio, Fernsehen und andere Medien seit Urzeiten gemacht. Auch zur Zeit der Druckmedien war es  ein Unterschied ob man seine Informationen zur Politik über die FAZ oder die TAZ Kanal erhält. Es gibt deshalb eigentlich keinen Grund zur Aufregung. Allerdings sollte man sich mit den grundsätzlichen Mechanismen der Kommunikation im Internet vertraut machen. Auch im Internet gilt „Wer nicht fragt bleibt dumm“ – man sollte also die gängigen Techniken kennen, wie man gezielte Informationsverbreitung und Informationsfilter beurteilen und man sich eigene Kanäle  schaffen kann. Wer sich nur auf die Suche im Internet mit Google und auf Informationen im öffentliche Fernsehen verläßt,  sollte sich nicht beklagen.

Für das Internet werden laufend neue Kommunkationsmethoden entwickelt (Twitter, Facebook, Instagram, WhatsApp usw), die sich meist sehr schnell verbreiten aber auch meist sehr schnell wieder verschwinden. Die verschiedenen Technologien schaffen auch ihre Protagonisten wie das „Twitter-Spätzchen“, die „WhatsApp-Tratschtante“ und den „Facebook-Liker“. Facebook ändert gerade seinen Filtermechanismus. Informationen, die von Freunden und Verwandten empfangen und/oder bewertet wurden, werde bevorzugt angezeigt. Offensichtlich hat der Facebook eigene Filtermechanismus, der z.B. zahlende Kunden bevorzugt, nicht zur Zufriedenheit der Facebook Freunde funktioniert.

Die Technologie Live Video Streaming kommt langsam aus der Nerdzone heraus und in der Öffentlichkeit an. Interessant wird es, wenn man die anfallenden Daten über öffentliche WLAN Spots auch übertragen kann. Der US Startup Periscope bietet APPs für iOS und Android an mit denen man die Welt aus den Augen eines anderen betrachten kann. Speziell für Politiker ist das ein hervorragendes Werkzeug um Transparenz zu zeigen indem man Diskussionen im Parlament über private Kanäle und nicht über extern kontrollierte Medien überträgt (Beispiel: US Senat – Republikaner schalten den Demokraten den offiziellen Fernsehkanal ab!)

Damit sind  wohl demnächst auch die Zeiten vorbei, in denen die UEFA die Bilder von Fußballspielen kontrollieren und manipulieren konnte.

Die schlechte Nachricht: TWITTER hat bereits 2015 den StartUp Periscope für 86 Millionen $ gekauft.

EU Mogelpackung – Cookie Regeln

CookieDie EU macht sich gerne mit Verordnungen unbeliebt, die den Verbrauchern viel Ärger machen und die IT Industrie jeglicher Verantwortung entheben. Die EU Cookie Regelung gibt es schon seit 2010. Sie wurde aber in vielen EU Ländern nicht in ein Gesetz gegossen und ist damit z.B. in Deutschland nicht gültig. So ganz klar ist die Sachlage aber nicht z.B. wenn ein Österreicher – da gibt es ein Gesetz – auf eine deutsche Webseite schaut – da gibt es noch kein Cookie Gesetz. Hier tut sich ein weites Betätigungsfeld für die Juristen in der Abmahnindustrie auf.

Im Gegensatz zu vielen anderen Regelungen kann der EU Bürger den Unsinn täglich erleben. Da Cookies inzwischen ein Standard bei Web Anwendungen sind, sieht man bei  vielen Websites inzwischen eine Cookie Warnung oder sogar eine Aufforderung Cookies explizit zu akzeptieren.

Cookie France

Cookie France

Das ist besonders bei Smartphones ärgerlich, da die Cookie Warnung wertvollen Platz auf dem Display einnimmt. Das ist ziemlich sinnlos, da der Benutzer keine Wahl hat. Er kann die Website nur sofort verlassen, sollte er mit den AGBs nicht einverstanden sein . Dabei wurde sein Zugriff auf die Webseite  natürlich schon registriert. In manchen Ländern der EU muss der Websitebetreiber sogar explizit die Zustimmung per Klick einholen – eine hervorragende Gelegenheit für Hacker den Benutzer auf ihre Website zu leiten.

Wie immer bei der EU hatte man bei dieser Regelung eine gute Absicht – man wollte die EU Bürger vor der Datensammelwut von Google, Facebook und Co. schützen. Dabei haben die „EU Experten“ und die Cookie Kämpfer aber offensichtlich den Stand der Technik nicht richtig eingeschätzt. Es gibt viele Verfahren die Benutzer zu identifizieren (eine besonders perfide Methode, die alle Cookie Sperren im Browser umgeht, kann z.B. der Internet Provider anwenden  Verizon – Super Cookies vom Provider). Die meisten Smartphone Benutzer sind heute meist bei Apple, Facebook oder Google dauernd eingeloggt – da braucht es keine Cookies mehr.

BMW hat eine recht gute Beschreibung der Verwendung von Cookies auf seiner mobilen Webseite http://m.bmw.de/m/mobi/de/de/general/cookies/index.cml

BMW setzt z.B. ein First Party Cookie  um festzuhalten, dass der Benutzer die Cookie Regeln bereits akzeptiert hat. Drei weitere Third Party Cookies werden für Marketing Zwecke und zur Speicherung des Gerätetyps gesetzt. Damit werden Informationen über das Nutzerverhalten von BMW zur Firma Webtrends in USA gesendet. Weitere Third Party Cookies können von Websites genutzt werden, die auf der BMW Seite angezeigt werden.  Typische Beispiele sind dafür Facebook und Twitter. BMW sendet auch Daten an Facebook. Ist der Nutzer z.B. bei Facebook eingeloggt, kann man mit den Daten von BMW bei Facebook eine direkte Beziehung zum Facebook Konto des Besuchers der BMW Website herstellen ohne dass persönliche Daten von BMW zu Facebook gesendet werden!. (Empfehlung: Bei Facebook, Twitter, Google usw. sollte man sich ausloggen, wenn man den Dienst nicht verwendet.)

BMW Cookie TextBMW stellt vorbildlich einen Link für Benutzer zur Verfügung mit dem man das Setzen von Cookies sperren kann. Folgt man diesem Link, so stellt man mit Überraschung fest, dass die mobile Version der BMW Site ohne Cookies überhaupt nicht benutzt werden kann. Nur bei der PC Version und Browsern wie Firefox, Safari oder Internet Explorer kann man die Cookie Einstellungen vornehmen. Wahrscheinlich funktionieren viele Funktionen dann auch nicht mehr.

Fast alle professionellen Websites arbeiten heute ähnlich wie BMW. Viele Firmen, Behörden und private Websites verwenden die Analyse und Werbemöglichkeiten von Google, die noch mehr Informationen sammeln als die Partner von BMW. Google verlangt deshalb von allen Websites, die AdSense verwenden,  eine Cookie Erklärung, mit der die EU Auflagen erfüllt werden. Damit müssen Benutzer des Webs die Bedingungen von Google akzeptieren, wenn sie im Internet aktiv sein wollen gemäß der Device „Friß Vogel oder stirb“. Damit wird der unbegrenzte Austausch und Vermarktung der Benutzerdaten durch die Benutzer und den Gesetzgeber legalisiert. Die EU Gesetzgeber müssen dann nicht mehr gegen die hochspezialisierten Juristen der großen IT Firmen kämpfen und haben die Verantwortung elegant an die Verbraucher weitergegeben.

Keine Werbung TürEine wirksame Sperre gegen die hemmungslose Sammlung von persönlichen Daten wäre eine wirksame Regulierung gegen die Werbeflut z.B. mit Sperrlisten, in denen sich Benutzer ähnlich wie in USA eintragen können. Dabei sollte man nicht nur einzelne Websites, sondern z.B. auch Werbung, die z.B. auf AdSense beruht, sperren können. Der Kunde bezahlt ja schließlich seinen Internetanschluß und sollte selbst entscheiden können, wer diesen benutzen darf.

PS: Zum Glück hat die EU die Straßenverkehrsordnung als Betätigungsfeld noch nicht erobert. Man müsste sonst sicher vor jeder Fahrt den AGBs der jeweiligen Straßenverkehrsordnung, des Fahrzeugherstellers, der Betreiber von Straßen und Parkplätzen sowie der Polizei per Mausklick zustimmen. Bei Navigationsgeräten hat dieser Unsinn ja bereits Einzug gehalten.

Was ist besser für private Anwender – Facebook, Blog oder Website?

FriendsDie Facebook Idee verliert so langsam an Schwung bei den Benutzern.  Das relativ einfache System für die Kommunikation in Gruppen wurde immer komplizierter und hat sich zu einer Werbeplattform gewandelt.  Bei  den jungen Benutzern ist Facebook nicht mehr „cool“ sondern oft nur ein notwendiges Übel. Die Älteren (interessant für die Werbung) sind häufig „A Dabei’s“ die von fleißigen Facebookern in ihrer Gruppe durch Fotos von Mahlzeiten und Selfies mehr belästigt als informiert werden. Firmen, die „Communities“ aufgebaut haben sind meist enttäuscht, dass sie nur einen geringen Anteil ihre Zielgruppe über Facebook erreichen. Oft entartet das zu einer Meckerecke, die man für teuer Geld und bezahlten Lobhudlern (Trolle) sowie Likes, die für weniger als 1 Cent/Like von Spammern  angeboten werden, etwas poshitiv gestalten kann. Da auch Politiker wie z.B. Putin oder die großen Parteien in USA Facebook mit Information überfluten, gehen die Benutzer wieder vermehrt dazu über, interessante Informationen im Web über Feeds und APPs zu beziehen oder selbst im Web zu  suchen.  Da das Smartphone immer mehr zum bevorzugten Gerät für den Web Zugang wird, sind komplexe Systeme wie Facebook nicht mehr gefragt.  Deshalb hat Facebook auch WhatsApp gekauft, u.a. um die Jungen wieder einzufangen.

Das zentrale Problem in der heutigen Internetwirtschaft ist die Werbung. Die großen Anbieter wie Google, Facebook, Twitter usw wollen ihr Geld mit Werbung verdienen. Die Benutzer wollen aber speziell auf den Smartphones nicht mit Werbung überflutet werden. Eine effektive Technik sich gegen ein Übermaß an Werbung zu wehren sind z.B. private RSS Leser Apps, die ich z.B. in meinem persönlichen Portal verwende. Damit kann ich mir in kürzester Zeit einen Überblick über für mich wichtige Themengebiete schaffen, ohne mich lang durch die Werbung von Spiegel, NY Times usw zu quälen. Für Smartphones gibt es viele RSS Reader Apps, die aber alle ein Problem mit den Geschäftsbedingungen der Nachrichtenquellen haben, die ja eigentlich nicht daran interessiert sind, dass ihre Werbung unterdrückt wird (das ist meist nur bei privater Nutzung wie bei meinem Personal Reader erlaubt).

RSS Feed Personal

Personal RSS Feed Reader App

 

Will man als privater Benutzer, Selbständiger, Gruppe, Verein oder kleines Unternehmen das Web nutzen, lohnt es sich nicht, Geld für Google oder Facebook Werbung auszugeben. Kennt man seine Benutzer, so kann man sie effektiv durch eMail ansprechen. Für größere Benutzergruppen kann man eMail Marketing Services nutzen. Anonyme Benutzer erreicht man am besten durch gute Informationen, die man nicht auf Hunderten von Websites findet.

Ja nach Art und Umfang der Information und Aktualität sollte man unterschiedliche Trägersysteme benutzen. Der Vergleich mit traditionellen Medien wie Buch, Zeitschrift, Zeitung, Radio/Fernsehen liefert hinreichende Hilfestellung.

  • Website –  Informationen, die man in einem Buch oder Zeitschrift für längere Verfügbarkeit veröffentlichen möchte. Umfang > 10 Seiten mit Querverweisen und komplexer Struktur. (Plattform: Website oder kombinierte Blog/Website Plattform wie z.B. WordPress).Wichtig ist dabei, dass man den Benutzerkreis einschränken kann (Privat, Gruppe, Anonym)
  • Blog – Informationen, die man typisch in einer Zeitung findet. Kurze Artikel  mit Querverweisen auf längere Artikel auf der Website. Wichtig ist hier die Möglichkeit zur automatischen Benachrichtigung über eMail und Möglichkeit zur Subskription und Diskussion (Plattform: Blog z.B. WordPress, Facebook u.a.).

Wichtig bei Auswahl der Plattform ist, dass man die Möglichkeit hat,, die Werbung abzuschalten wie z.B. WordPress. Private Benutzer können sich durch ungewollte Werbung in viele rechtliche Probleme verstricken. Beispiele sind u.a. wenn man seine Informationen als „Für Jugendliche geeignet“ deklariert und dann obszöne Werbung eingeblendet wird. Ein Minenfeld sind auch die Rechte an Bildern und Videos in den verschiedenen Ländern.

Video not availableMan sollte deshalb unbedingt darauf achten, dass man die Rechte an seiner Information nicht abgibt und auch die Möglichkeit hat, die Plattform zu wechseln.

iGoogle, Facebook und Google+ durch Virtual Private Portal ersetzen

FriendsNachdem viele Internet Nutzer zunächst begeistert über die Angebote von Facebook, Google und Co waren, hat sich inzwischen Ernüchterung eingestellt. Vor allem die tägliche Flut von Werbung auf allen Kanälen nervt! Jede noch so kleine unbedeutende Nachricht wird mit Werbung versehen. Die auf dem PC übliche Werbung in zusätzlichen Spalten wird zunehmend durch Inline-Werbung speziell bei mobilen Geräten ersetzt. Die bei Benutzern beliebten Ad Blocker werden damit wirkungslos.

FamilyAuch auf der WordPress Plattform, auf der dieser Blog gehostet wird, erscheint jetzt Werbung (noch in Maßen) angezeigt. Das ist für private Benutzung ärgerlich wenn Seiten wegen der vielen Werbung langsam aufgebaut werden und häufig auch wegen fehlerhafter Scripts oder Links überhaupt nicht mehr funktionieren. Professionelle Nutzer werden aber massiv bei der Arbeit gestört. Den Benutzern wird von der IT Industrie suggeriert, dass sie mit Werbung leben müssen, wenn sie kostenlose Angebote im Netz nutzen wollen. Dabei sind IT Services keineswegs umsonst. Die Benutzer bezahlen mit ihren Gebühren für Festnetz- und Mobilanschlüsse die Infrastruktur für die Industrie, die diese dann kostenlos für Werbung nutzt!

FacebgitDie großen Anbieter von sozialen Netzwerken bieten dauernd neue Funktionen an, welche die Benutzer gar nicht wollen und ändern laufend ihre Geschäftsbedingungen (AGBs) zu Lasten der Benutzer um ihre Werbeeinnahmen zu erhöhen. Facebook versucht gerade eine Facebook Homepage (natürlich mit Werbung) auf Google Phones zu etablieren.

In USA sieht man bereits neue Trends

  • die jungen Nutzer wandern zu einfacheren Diensten wie Whatsapp, Twitter u.a. ab.
  • „Communities“ richten sich zunehmend eigene hosted Plattformen (virtual private portal) ein. Dort können sie die Benutzer und die Nutzung in Eigenregie verwalten und bleiben Herr der eigenen Daten. Durch Zugriff über https sind diese privaten Portale auch relativ gut abgesichert. Der Hoster stellt dabei die Infrastruktur, Software Wartung und BackUp. Alle Daten gehören aber dem Kunden! Er kann Daten auch mit Verfahren seiner Wahl verschlüsseln. Durch Virtualisierung kann man auf einem Host oder in der Cloud Tausende von privaten Portalen betreiben und die Dienstleistung relativ billig anbieten. Mein privates Portal für bis zu 100 Teilnehmer kostet mich im Monat 23 €.  Nicht billig aber sicher sein Geld wert. (Ein Entertain Paket bei der Telekom kostet zum Vergleich 34 € im Monat.) Angebote für Firmen z.B. von IBM liegen bei etwa 240 $/Monat.

Für private Anwender ist zur Zeit aber eigentlich nur Hosted Sharepoint auf der Microsoft Plattform sinnvoll, das von vielen Hostern angeboten wird. Dadurch kann man auch mal wechseln, wenn man mit dem Hoster nicht zufrieden ist. Bei Facebook muss man seine Daten Facebook zur Nutzung überlassen und kann nicht zu einem anderen Anbieter wechseln.

Privat Portale auf Sharepoint Plattform bieten die üblichen Dienste für Gruppen wie eMail, Chat, Kalender, Bibliotheken (File Ablage), Bilder Galerie, Blogs, Wiki usw. Ganz wichtig ist, dass die Benutzer eines Privat Portals keinen Vertrag mit dem Hoster abschließen müssen. Damit gibt es auch keine umständlichen AGBs. Jede Gruppe kann sich so organisieren wie sie will. Der Zugriff von mobilen Geräten ist selbstverständlich möglich und wird laufend verbessert. Wichtig ist, dass alle Basisfunktionen ohne Werbung auskommen. Da spart man viel Zeit und Ärger.

Eine gute Einstiegsanwendungen für ein privates Portal ist die Bereitstellung von personalisierten Dashboards und Info Seiten.

RSS-Info-Seite

Info Seite mit RSS Feeds

RSS-SymbolIn modernen Systemen werden viele Informationen als RSS Dateien im XML Format angeboten. Nachrichten von Zeitungen, Firmen und Nachrichtenagenturen werden im Web als RSS Feed angeboten. Auch interne Daten in Listen oder Blogs können als RSS Feeds ausgegeben werden. Bei der obigen Info Seiten wurden die externen RSS Daten mit dem Sharepoint XML-Viewer Webpart so formatiert, dass nur die Überschriften ohne Grafik, ohne Details und ohne Werbung  angezeigt werden. So kann man sich einen persönlichen Überblick über die interessanten Nachrichten verschaffen und sich seine persönliche Netzzeitung, wie z.B. von Netvibes angeboten, schaffen.  Meine Privat Portal Benutzer verwenden solche Info Seiten ergänzt mit einigen Apps (Widgets, Gadgets, Portlets … ) gerne als Startseite in ihrem Browser. Solch einfache Funktionen sind wichtig für die Akzeptanz von Privat Portalen bei Nutzern, die nicht sehr IT affin sind.

Für deutsche Web Benutzer ist wichtig, dass man die RSS Feeds so formatieren kann, dass auf der eigenen Webseite keine fremden Bilder gezeigt werden. Die deutschen Gesetze zum Urheberrecht verbieten z.B. die Nutzung von Bildern (Bildreferenz) wie sie heute bei RSS Feeds üblich sind  (z.B. Spiegel Politik) .

RSSmitBildX

RSS Feed mit Bildern

Die Bilder in dem gezeigten RSS Feed wurde durch Farbflächen ersetzt. Die Rechtslage in Deutschland ist unklar wenn Bilder von externen Quellen z.B. in einem Privat Portal nur von einer Person genutzt werde ähnlich wie die Betrachtung im Browser.

RSS Reader Apps mit Bildern  sind nach deutschem Recht illegal und bieten ein neues Betätigungsfeld für Abmahnanwälte. Der SPIEGEL bietet auf einer Website RSS Feeds mit Bildern an, weist aber darauf hin, dass damit keine Nutzungsrechte für Bilder verbunden sind. Ziemlicher Unsinn! Die unklaren Nutzungsrechte sind u.a. der Grund dass Google seinen beliebten RSS Reader eingestellt hat.

Allerdings gibt es inzwischen auch schon subtile Nutzungsbedingungen für RSS Feeds, die z.B. die Darstellung ohne Werbung nicht erlauben. Google hat 2005 die AdSense Werbung für RSS Feeds eingeführt.

Das Anzeigen von Überschriften der Artikel als Link ist aber bei fast allen Anbietern erlaubt. Beispiel:
NY Times RSS Terms and Conditions
http://www.nytimes.com/services/xml/rss/termsconditions.html

Wichtig für ein privates Portal ist, dass man die Formatierung und Anzeige von RSS Feeds im eigenen Portal machen kann und nicht auf externe Apps angewiesen ist. Eine Anleitung wie man das mit Sharepoint und der XML-Viewer App machen kann  elegant machen kann, gibt es demnächst hier.

Siehe auch: Nachrichten (RSS Feeds) ohne Werbung auf iPhone und PC mit Sharepoint

Einige Beispiele und Hinweise für RSS Nachrichten Feeds

Überblick USA RSS Feeds

NYT Home Page http://rss.nytimes.com/services/xml/rss/nyt/HomePage.xml

NYT-RSS-Werbung

NYT RSS Feed mit Werbung

NYT Technology
http://rss.nytimes.com/services/xml/rss/nyt/Technology.xml

CNN Top Stories http://rss.cnn.com/rss/cnn_topstories.rss

Reuters Top News http://feeds.reuters.com/reuters/topNews

NY Times RSS Terms and Conditions
http://www.nytimes.com/services/xml/rss/termsconditions.html

heise online       Google Werbung AdSense jetzt auch bei RSS  (2005)

Typische Darstellung RSS Feed:
Stuttgarter Zeitung – Wirtschaft mit Werbung in rechter Spalte. (Das Ausblenden der Werbung z.B. in einem iFrame auf einer eigenen Webseite ist nicht erlaubt!)

PS Die Migration von personalisierten iGoogle Seiten zu Sharepoint Privat Portal Seiten ist recht einfach. Da es in iGoogle keine wirklich attraktiven Gadgets gegeben hat, die nicht auch anderweitig verfügbar sind.

In der Wolke lauern Überraschungen – AUS für Nirvanix Cloud

BayBlueFür die Benutzer sind Cloud Services äusserst angenehm. Man braucht sich um seine Daten eigentlich nicht kümmern, da Software Updates auf den Servern und Data BackUps vom Cloud Provider automatisch gemacht werden. Man sollte aber beachten, dass auch IT Firmen Pleite gehen können wie jetzt Nirwanix. Die Benutzer müssen dann innerhalb von 2 Wochen ihre gesamten Daten herunterladen und selbst sichern. Große Firmen wie Google, IBM, Microsoft werden wohl so schnell nicht Pleite gehen. Wenn der Wettbewerb aber schärfer wird kann es aber sein, dass bestimmte Services nicht mehr wettbewerbsfähig sind und dann eingestellt werden oder hohe Gebühren verlangt werden (Watch out for WhatsApp!). Auch große Unstetigkeit, wie z.B. bei Google praktiziert, führt dazu dass Services eingestellt oder bis zur Unkenntlichkeit modifiziert werden. Bei Google bin ich schon zweimal reingefallen. Da wird man etwas vorsichtiger.

Man sollte planen, dass selbst Marktführer wie Google, Facebook, Twitter, WordPress usw recht schnell vom IT Markt verschwinden können oder ihr Geschäftsmodell ändern. Da sollte man sich möglichst vorher überlegen, wie  und in welchem Format  man seine Daten wieder bekommen kann. BackUp über WLAN und Internet ist selbst für Privatanwender viel zu langsam. Entgegen der landläufigen Meinung kann das Netz sehr schnell vergessen wenn sich der Betrieb nicht mehr lohnt!

Neuer Trend – Asoziale Netzwerke

Als Verfechter von Privat Portalen für Familie, Verein, Schule und kleine Freundeskreise kommen die neuen Trends aus USA nicht überraschend. Immer mehr Leute (die „Leader“) haben es satt von immer mehr Leuten immer mehr Nachrichten zu erhalten, die sie eigentlich nicht interessieren. Eine immer öfter gehörte Klage ist „Don’t clutter my timeline“.

Die neueste Anwendung PAIR (Anwendungsbericht in der NY Times) beschränkt sich auf zwei Leute, die sich wirklich etwas zu sagen haben. Da es nur zwei Partner gibt, braucht man sich um die Sicherheitseinstellungen keine Sorgen machen. Bei größeren Gruppen gibt es immer einige Naive, die durch Fehler in den Sicherheitseinstellungen, Bedienfehler usw die Datensicherung der Gruppe aushebeln.

Blog Pflege

Nur ein gepflegter Blog ist ein guter Blog. Ausgehend von der Blog Statistik sollte man sich die häufig gelesenen Beiträge auf Tippfehler und unklare Formulierungen ansehen. Eventuell sollte man unklare Stellen neu formulieren oder erweitern. Manche Aussagen werden auch von der Realität überholt. Das ist nicht weiter schlimm, gibt der Blog doch eine Meinung zu einem bestimmten Zeitpunkt wider. Man sollte diese Blogs nicht löschen sondern mit einem Zusatz und eventuell einem Link zu einem neueren Artikel versehen.

Aus der Blog Statistik kann man sehen welche Themen für die Besucher  interessant sind und kann dann ergänzende Artikel zu den bevorzugten Themen schreiben. Aus der Statistik kann man auch sehen auf welchen Wegen die Besucher zu den einzelnen Artikel gekommen sind. Am Anfang werden die meisten Besucher über Suchmaschinen (Google) zum Blog kommen. Bei einem „reifen“ Blog werden mehr Besucher über Subskription und Referenzen einsteigen. Veröffentlicht man Blog Beiträge zusätzlich in Twitter und Facebook werden auch über diese Wege Besucher zum Blog geleitet.

Dabei ist es nicht unbedingt wichtig, dass ein Blog viele Besucher hat. Wichtig ist, dass man seine Zielgruppe erreicht. Es kann durchaus auch Sinn machen einen Blog als privates Tagebuch zu führen z.B. für seltene Aktionen am PC, die man nur selten braucht und deshalb gern vergißt.

Sorgfalt braucht die Behandlung der Kommentare. Diese sollten unbedingt zeitnah bearbeitet werden. Es ist frustrierend wenn Besucher Kommentare abgeben und diese nicht schnell veröffentlicht werden. Bei Kommentaren sollten man darauf achten, dass keine persönlichen Daten veröffentlicht werden. Links, die in Kommentaren erscheinen, sollte man unbedingt prüfen. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass man Kommentare ja später wieder löschen kann. Sind die Kommentare im Web, landen sie z.B. auch im Google Cash und können dort nur von Google entfernt werden. Das ist aber eie ziemlich aufwändige Prozedur.

WordPress Blog Beiträge mit Twitter, Facebook usw Publizieren

Bei WordPress kann man Blogbeiträge automatisch bei Twitter, Facebook, Yahoo u.a. publizieren. Ein WordPress Blog Beitrag wird damit automatisch mit einem Link angezeigt. Das ist besonders sinnvoll bei Facebook, da man dort keine größeren Artikel einstellen sollte weil damit die Nutzungsrechte an Facebook übertragen werden. Die WordPress Beiträge werden z.B. so angezeigt:

Die Automatik wird bei WordPress  mit -> Dashboard -> Settings eingestellt

Wordpress Publicize

Oben wird angezeigt dass WordPress mit Facebook „Connected“ ist. Das kann man mit Disconnect wieder aufheben. Als Option kann man angeben, ob auf der Facebook Pinnwand für „Freunde“ oder auf einer Facebook Seite veröffentlicht werden soll.  Ich veröffentliche meine Blogbeiträge in der Regel auf der öffentlichen Facebook Seite Portaleco. Meine Facebook Pinnwand ist nämlich privat und kann nur von meinen Freunden eingesehen werden.

Es empfiehlt sich öffentliche Beiträge nur über Facebook Seiten zu machen und die eigene Pinnwand nur für private Dinge und mit wenigen Freunden zu nutzen. Mit Facebook Seiten kann man auch sehr gut unterschiedliche Kanäle zu Themen wie Msuik, Sport, usw einrichten. Damit vermeidet man dass „Freunde“ mit Nachrichten überflutet werden.