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#SaturdayForPhysics Klima Grundlagen: Wasser und Strahlung

Der blaue Planet – 71% der Erdoberfläche ist Meer

Die Nordansicht – Kontinente übergroß gezeigt

Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, die das Klima beeinflussen als CO2. Es wird empfohlen sich an einem #SaturdayForPhysics einen etwas erweiterten Überblick über den Stand der Meteorologie zu verschaffen.

Zunächst kann man mit einem Blick aus dem Fenster erkennen, daß Wolken mehr Einfluß auf die Temperatur auf der Erde haben als CO2. Wolken als Hoffnung für das Klima

Wasser speichert und transportiert mehr Energie als Sonne und Wind.

Sibirische Flüsse nehmen an ihren Oberläufen im Süden Wärme auf und transportieren sie nach Norden. Auf diese Weise gelangt rund 100 Mal mehr Energie ins Polarmeer als durch direkte Sonneneinstrahlung. 

 Auch ist das „kalte Mondlicht“ nicht für die niedrigen Temperaturen in klaren Winternächten verantwortlich sondern der Mangel an Wolken.

Einen guten Überblick über den Stand der Meteorologie findet man einem Heft des Deutschen Wetterdienstes.

www.dwd.de/DE/leistungen/pbfb_verlag_promet/l_promethefte/100p.

In einer Sammlung von Artikeln wird der Einfluß von Wasserdampf, Wolken, Aerosolen und Partikeln in Atmo- und Troposphäre sowie die Strahlungsbilanz der Erde diskutiert. Diese und die Meere haben weit mehr Einfluss auf das Klima der Erde als CO2. Die Zusammenhänge sind aber sehr kompliziert und physikfernen Schichten der Bevölkerung und Politikern wohl nicht vermittelbar. Das zeigt einmal mehr, daß Mangel an Bildung verheerende Folgen für die Gesellschaft haben kann.

Zusammenfassung der Herausforderungen für die Meteorologen von Prof. Ehrhard Raschke:

„Bereits vor mehr als 20 Jahren war der hier befassten Forschergemeinschaft klar, dass die bestehenden Messnetze am Erdboden wesentlich verdichtet und geeicht werden müssen. Das kann nur in engster Zusammenarbeit mit allen Mitgliedstaaten der WMO erfolgen und erfordert nicht nur hohe finanzielle Beiträge sondern ein strenges Quali- tätsmanagement. Vielerorts dürften diesen Anforderungen die politischen Fakten nicht gerecht werden. Komplementär sind zahlreiche Untersuchungen der Repräsentativität solcher Daten durchzuführen. Die Einbeziehung detaillierterer Satellitendaten benötigt noch unbekannt höhere Rechnerleistungen.

Das zu erreichende Ziel erscheint mir aber klar definiert: Wir müssen auf diesem Sektor der Klimaforschung Datensätze erstellen aus denen mit hoher Sicherheit Klimavariationen in unterschiedlichen Raum- und Zeitskalen und möglichst auch deren Ursachen erkannt und Klimamodelle geeicht werden können.“

Anders als #FridaysforFuture“ Anhänger und Klima getriebene Politiker sind sich die Wissenschaftler einig, daß sie noch viel zu wenig über das Klima wissen und die Forschung intensiviert werden muss. Mit etwas weniger Geld für Klima Marketing und unsinnige Panik-Aktionen ließe sich das sicher machen.

Klima Meßstationen WW – wer mißt das Meer?
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Klima Media

Die Klimawandel Hüter – Sceptical Science

ScepticalScience
ScepticalScience Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte. Sympathie durch Tier und Pflanze

 

Die Klimawissenschaftler sind sich nicht einig

Sie machen jedoch fleißig bei der Meinungsmache in den Neuen Medien mit. Bei einem solch komplexen System wie dem Klima der Erde gibt es immer wieder neue Erkenntnisse durch neue Messungen oder neue Auswertungen vorhandener Meßergebnisse. Ein klassisches Beispiel sind die Messungen von Tycho Brahe , mit denen Johannes Kepler die Planetenbahnen berechnete. Diese Theorie widersprach dem  Dogma der katholischen Kirche. Anhänger der Kepler Theorie wurden an den Pranger gestellt und sogar verbrannt wenn sie sich vom „falschen“ Glauben nicht lossagten. Auf eine wissenschaftliche Diskussion ließ man sich nicht ein zumal die Dogmatiker keine Ahnung von Physik hatten.

Die Klimawandel Inquisition heißt heute ScepticalScience

Zitat: Scientific skepticism is healthy. Scientists should always challenge themselves to improve their understanding. Yet this isn’t what happens with climate change denial. Skeptics vigorously criticise any evidence that supports man-made global warming and yet embrace any argument, op-ed, blog or study that purports to refute global warming. This website gets skeptical about global warming skepticism. Do their arguments have any scientific basis? What does the peer reviewed scientific literature say?

Mit der Website möchte man die Klimawandel Leugner bekämpfen. Leider gibt es keine ernsthaften Wissenschaftler, die den Klimawandel leugnen. Jedoch viele die mit ernsthafter Arbeit z.B. wissenschaftliche Ergebnisse produzieren, die den Klimawahndlern nicht gefallen. Die Peer Reviews sind ziemlich sinnlos weil die Autoren immer von ihren Blasenfreunden reviewed werden. Interessanterweise sind im ScepticalScience  Expertenteam sehr viele Klimaaktivisten aber keine Klimawissenschaftler (die Listesollte man sich einmal anschauen!)

Diese Truppe betreibt nun einen Klimawandel Pranger. Meist aus dem Zusammenhang gerissene Sätze von ernsthaften Wissenschaftlern werden als falsch dargestellt.

Ein erklärter Feind der ScepticalScience Macher ist Roy Spencer, ein anerkannter Wissenschaftler im Bereich Bau und Betrieb von Temperatur  Meßgeräten für Satelliten. Ein Beispiel ist ein Artikel zur Kritik der Berechnung der globalen Temperatur aus Meßwerten. Auslöser der Untersuchung von Roy Spencer waren Messungen der Temperatur in Stadt und Land.

Temperatur UrbamvsRural
Temperaturanstieg in Stadt und Land USA

Ein kleines Beispiel für die „misinformation“ Seite von Roy Spencer

Roy Spencer Quote

Schaut man sich aber die angegebene Source an, so stellt man fest, daß Roy Spencer die Erwärmung in eng bebauten, urbanen Zonen der USA untersucht hat und ‚all the thermometer data‘ sich auf die Thermometer in diesen wenigen Gebieten bezieht. Leider stellt Roy Spencer fest, daß die Datenreihe CRUTem3 durch diesen Effekt einen um 30% erhöhten Wert der erdnahen Erwärmung in den USA berechnet.

Die Antwort des ScepticalScience Teams ist im Prinzip richtig. Städtische und ländliche Regionen zeigen den gleichen Trend zur Erwärmung nur die Werte sind verschieden. Roy Spencer diskutiert aber eigentlich nur die fehlerhafte Methode der CRUTem3 Berechnung. Anschließend kommt das Totschlag Argument mit der Erwärmung des Meeres. Das Wort ocean kommt bei Roy Spencer gar nicht vor! Außerdem hat die Aussage „oceans contribute the most to global temperature records“  mit dem Artikel von Roy Spencer nichts zu tun. Da 71% der Oberfläche des Blauen Planeten aus Wasser besteht haben die Ozeane wahrscheinlich mehr Einfluß auf das Weltklima als die Temperaturen, die 2 Meter über der Erdoberfläche gemessen werden. Der Beweis wie so vieles beim Klimawandel steht allerdings aus. Wer glaubt daß sich alle Klimaexperten einig sind sollte sich die Diskussion über das Eis in der Antarktik ansehen. Im Gegensatz zur Propaganda nimmt zur Zeit die Eismenga an der Antarkis zu! Interessant ist auch wie sich die Meinungen über die Zeit ändern wenn neue Messergebnisse veröffentlicht werden.

Trost:

  • Die ScepticalScience Anhänger beklagen sich daß ihre Website zuwenig Aufmerksamkeit findet. Zu Recht!
  • Die US Bürgern, die in der Stadt und auf dem Land wohnen, brauchen sich um den Streit der Wissenschaftler nicht zu kümmern. Sie erleben die Temperaturen real und 1 Grad Celsius oder 1.8 Grad Fahrenheit machen wohl keinen großen Unterschied .