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Wie sich Bill Gates weiterbildet

Zwei wesentliche Faktoren, die zu Bill Gates Erfolg beigetragen haben

  • Er ist überdurchschnittlich intelligent (sein ehemaliger Professor schwärmt noch heute von ihm)
  • Er liest unheimlich viel und schnell hauptsächlich Fachbücher aus völlig unterschiedlichen Fachgebieten.

Eine Bücherliste der letzten 8 Jahre

2003 war Pervasive Computing (H.Henn et al), Addison Wesley deutsch 1998, englisch 2001) auch auf seiner Bücher Liste. Es hat dann aber einige Jahre gedauert bis Microsoft auf den Pervasive Computing Zug aufgesprungen ist. Allerdings hat Bill Gates bereits 1998 die PC/SC Architektur für Secure Tokens, speziell reale und virtuelle Smartcards unterstützt. Er hatte sich auf einer Ausstellung in Kanada die Implementierung einer Smartcard PKI Anwendung des Smartcard Teams des IBM Labors Böblingen erklären lassen.

Innerhalb einer halben Stunde hatte Bill Gates das Potential der Hardware der Security Tokens und deren Administration für die Security im Internet erkannt. Bill Gates hatte schon früh PKI Security Experten aus Europa für Windows eingestellt. PC/SC Standard wurde dann in einem Team von IBM, Microsoft, SUN und französischen Smartcard Herstellern (Gemplus, Schlumberger,) definiert und in Windows 2000 und folgenden Versionen unterstützt. Mein IBM Smart Wallet von 1998 für Passwörter und PKI Zertifikate läuft noch heute auf Windows 10.

Heute hat jedes Smartphone ein Hardware Chip für die Speicherung von Passwörtern und Zertifikaten eingebaut.

Leider konnten die Europäer ihren technischen Vorsprung in der PKI Sicherheit, der mit der GSM Architektur im Mobilfunk gewonnen wurde, nicht in wirtschaftliche Erfolge umsetzen.

Der Erfolg von Facebook mit WhatsApp beruht auf der kostenlosen Nutzung der GSM Mobil Telefonnummern und Kontakte-Listen der Smartphone Benutzer.

Die großen US Telekommunikations- und IT Firmen haben zur Entwicklung des weltweiten GSM Netzes keine Beiträge geleistet. Typisch die Aussage eines italienischen Kollegen als aus New York zurück kam “Die Amerikaner sind komisch – sie telefonieren nicht” Die Italiener hatten damals schon alle ein Telefonino und nutzten es fleißig!

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Cyberwarker gesucht

CyberwarkerIn der S-Bahn beklagten sich neulich zwei IT-Arbeiter über ihr trostloses Dasein in einem Entwicklungslabor einer großen IT-Firma. Die Kapriolen des höheren Managements und die begrenzte Einsicht ihrer direkten Managers bescherte ihnen wohl ein recht freudloses Dasein. Zu Recht beklagten sie sich, dass zur Zeit nur Sicherheitsexperten attraktive Arbeit und ordentliche Löhne erhalten könnten. Genau das hätten sie aber an den deutschen „Hochschulen“ nicht gelernt.

Auf diesem Gebiet sind Länder wie Russland u.a., in denen anders als in Deutschland Mathematiker und Informatiker hoch geachtet werden, uns offensichtlich weit voraus. Die russischen Militärs haben mit ihren Methoden (siehe NY Times Artikel) offensichtlich kein Problem, das notwendige Fachpersonal zu rekrutieren. Auch das englische Militär konnte 1000 Cyberwarker relativ einfach anwerben.

Das deutsche Militär arbeitet offensichtlich mit einer anderen Strategie und versucht Mitarbeiter ohne Hauptschulabschluss zu heuern. Wer wenig weiß kann auch wenig verraten!

Die Bundestagswahl 2017 verspricht spannend zu werden – wer wird welche Partei, wo und wie unterstützen? Die Parteien versuchen sich gerade mit einigen Mitarbeitern mit Facebook und Twitter vertraut zu machen. Julia Klöckner, CDU Rheinland-Pfalz, kann da sicher einige Tipps geben, wie man mit einer exzessiven Twitter Kampagne eine Wahl verlieren kann. Interessant werden aber die Beeinflussungen von außen sein. Die deutschen Parteien haben weder genügend Knowhow noch die Mittel entscheidend in den Cyberwar einzugreifen.

Beim Chaos Computer Club Kongress konnte man ein wenig in das Milieu hinein schnuppern. Die Profis trifft man dort allerdings nicht.