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Für Schulen: MOODLE, Microsoft TEAMS oder Google Education

Wo bleibt Identifikation für deutsche Schulen?

Eine gute Nachricht: durch die Corona Krise sind deutsche Schulen innerhalb eines Jahres in das digitale Zeitalter katapultiert worden. Die Kultusministerien und die Politik stehen weitgehend hilflos daneben und versuchen mit chaotischen Aktionen bis zu den Wahlen über die Runden zu kommen. Wie immer sind sich die Kultusminister der Länder nicht einig, welche Plattform die Schulen verwenden sollen. Da es in den Ländern keine geordnete Infrastruktur gibt, wählen die Schulen in Deutschland meist zwischen der Open Source Plattform Moodle und Microsoft Education/Teams aus oder basteln sich selbst provisorische Lösungen mit Email, Zoom, LibreOffice und Excel Tabellen. Entscheidend ist dabei, dass der digitale Unterricht vermeintlich zur Zeit nichts kostet und welche Kenntnisse die IT aktiven Lehrer der Schule haben. In meiner Stadt gibt es Moodle Schulen und Microsoft Schulen. Haben die Eltern mehr als ein Kind müssen sich die Eltern meist mit zwei verschiedenen Systemen herumschlagen. Moodle wird von tausenden Schulen in der ganzen Welt verwendet. Die Verwaltung ist aber ziemlich aufwendig speziell wenn zigtausende von Schülern bedient werden sollen. Meist geht das in Deutschland sowieso nicht, weil die Datenleitungen auch die zu den Servern zusammen brechen. Prompt sind in Baden-Württemberg die Moodle Server zum Schulbeginn 2021 abgestürzt. Die sparsamen Schwaben haben eben bei den Servern und deren Verwaltung gespart. Dafür soll Moodle als Open Source System, das auch auf Linux Servern läuft , DSGVO konform sein. Das Land Baden-Württemberg stellt Open Source Lösungen bereit. BW Lernplattform läuft am Tag zwei besser. Anstatt den Moodle Service auf landeseigenen Servern zu betreiben, sollte BW einen kommerziellen Betreiber damit beauftragen.

Die Probleme der Skalierbarkeit hat man bei Microsoft nicht, weil Microsoft auch in Deutschland Cloudserver für deutsche Großfirmen installiert hat. Da gehen dann keine Daten nach USA. Die DSGVO übersieht, dass es darauf ankommt wer auf die Daten Zugriff hat und nicht wo die Daten gespeichert sind! Die Hacker wissen das schon seit längerer Zeit. Bei der Verwaltung der Zugriffsrechte hat z.B. das bayrische MS Schulsystem ein Problem. Man hat alle Beteiligten in ein riesiges Directory eingetragen und die Eltern unterschreiben lassen, dass sie damit einverstanden sind, ohne verstanden zu haben was das bedeutet.

Bayern hat sich wohl aus politischen Gründen (Der Sitz von Microsoft Deutschland ist in München!) für Microsoft entschieden. Nun gibt es ein Problem. Die kostenlosen Microsoft Lizenzen wurden gekündigt – wer soll das bezahlen?

In Bayern laufen Microsoft Schul/Teams Lizenzen aus.

Das größte Problem ist aber dass sowohl Das PHP basierte Moodle als auch das auf Windows basierende Microsoft System eigentlich auf veralteten Plattformen und Programmier-Methoden basieren. Moderne Anwendungen sollten in Private-Public Cliuds auf allen Endgeräten also PC, PAD, Smartphone und mit Sprache laufen (“Alexa mache bitte meine Hausaufgaben!”) .

Microsoft stellt seine Server Software auf Linux und Open Source Komponenten um. Apple baut auf eigene Hardware und ein neues Betriebssystem für Open Source Anwendungen.Es ist nur eine Frage der Zeit bis die traditionellen Microsoft Programme auf Windows wie Word, Excel usw ausser Dienst genommen werden. Schulen sollten deshalb kurzfristig einfachere und kostenlose Standard Programme wie Abiword und OpenOffice einsetzen, die von den Schülern und Lehrern auch privat ohne Lizenz verwendet werden können. Die Programme müssen auch auf mobilen Geräten mit Linux Operating System laufen. Beispiel: Outlook wird durch App ersetzt, die auf allen Geräten läuft.

Strategisch sollte man möglichst geordnet auf Linux Operating Systeme und Open Source umsteigen. Sowohl das Moodle System als auch Microsoft Education/Teams sind Auslaufmodelle. Die Bedienung und die Verwaltung der Systeme sind viel zu kompliziert.

Der Bund und die Länder sollten sich schnell für ein bewährtes kommerzielles System entscheiden. Man ist in Deutschland beim digitalen Unterricht soweit zurück, daß die typischen deutschen Bastellösungen keine Alternative sind. Das System muss auf einer stabilen Cloud Plattform laufen. Damit ist Google for Education das einzige Schulsystem, dass kurzfristig in Deutschland flächendeckend eingesetzt werden kann. Dagegen werden sich wohl alle ahnungslosen Google Skeptiker wie ein Mann*in erheben.

Google Classroom ist das Angebot von Google für Schulen auf der Google Cloud Plattform. Schulen können eine kostenlose Lizenz erhalten. G Suite for Education wurde für Unterstufe und Oberstufe entwickelt und nutzt moderne Software. Die Software kann auf PCs, Tablets und Smartphones mit den gängigen Browsern bedient werden. Google garantiert die Einhaltung der DSGVO Regeln egal wie unsinnig sie sind.

Google Classroom ist “Lehrer zentrisch” und unterstützt die klassischen Methoden mit Klasse, Gruppen und Einzel Betreuung. Die Entwicklung der Google Programme wurde bei Google von Mitarbeitern getrieben, die selbst Eltern sind, und in Eigeninteresse mit den Lehrern der Kinder zusammengearbeitet haben. In System Google geht das. Google unterstützt das Education Projekt mit der Hoffnung,dass die Kinder später im Beruf auch Google Produkte verwenden und die Firmen dann auch dafür bezahlen.

In USA benutzen die meisten Schulen als Kostengünstigste Lösung billige Chrome Books und Google Education .

Der Markt für Lernsoftware explodiert zur Zeit. Marktführer ist im Moment Google mit einem Zuwachs von 200 Millionen Benutzern in 2019. Selbst Schulen in China strömen zu Google. Die Corona Pandemie verlangt schnelle Lösungen sollen die Schüler nicht total abgehängt werden. Einen solchen Zuwachs wird selbst ein IT Gigant wie Google schwer bedienen können. Kleinere Firmen haben keine Chance mehr. Italien hat das bereits eingesehen. Allerdings können kleinere Service Firmen, die es auch in Deutschland gibt, z.B. Cloudware gute Geschäfte machen. Beispiel:

Paul-Gerhardt- Schulen Hanau und Kahl

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Frauen in der IT Führung

Deutschlands Frauen möchten, daß mehr Frauen Posten in den Aufsichtsräten bekommen. Dabei wird gerne angeführt, daß Firmen mit Frauen in den Aufsichtsräten erfolgreicher sind als Firmen in denen nur Männer im Aufsichtsrat sitzen. Es könnte aber auch sein dass sich große Firmen aus verschiedenen Gründen Frauen im Aufsichtsrat leisten z.B. weil die Männer sich dann besser benehmen. Dabei ist unverständlich warum die Frauen nicht den Chefposten anstreben. Vereinzelt gibt es aber Frauen, die große IT Firmen über Jahre leiten. Ginny Rommetti, die von 2012 bis 2019 CEO von IBM war, gilt als Vorbild, das einen großen Technologie Konzern über längere Zeit erfolgreich geleitet hat. Ginny Rommetti sollte die Hardware lastige IBM in die schöne neue Welt der Services führen, in der man mit minimalem Kapitaleinsatz große Gewinne machen kann. Dafür erschien sie mit ihrer Laufbahn im Vertrieb und im Service sehr gut geeignet.

So ganz ging der Plan aber offensichtlich nicht auf. Seit dem Amtsantritt im Jahr 2o12 ist der Aktienkurs von IBM von 220$ auf 120$ gesunken obwohl man laufend Aktien zurückgekauft hat.

IBM Aktienkurs – Quelle: Motley Fool

Noch schlimmer sieht es beim Wert der Firma aus. Hardware Firmen wie CISCO (Communication, 2020 Net Worth 190 Mrd $) und AMD (Halbleiter, 2020 Net Worth 190 Mrd $) sind heute wertvoller als IBM mit 115 Mrd $. Beide Bereiche hat IBM schon vor Jahren aufgegeben und werden heute von ehemaligen Managern von IBM erfolgreich geleitet.

Marktkapitalisierung IBM pro Aktie

Bei IBM hat sich der Wert trotz vieler Aktienrückkäufe, mit der die Anzahl der im Umlauf gebliebenen Aktien verringert wurde, mehr als halbiert. Erfolgloser als Ginny Rommetti kann man wohl kaum sein. Die Strategie, IBM in eine Service Firma umzuwandeln, ist wohl krachend schief gegangen. Man fragt sich warum der Aufsichtsrat Ginny Rommetti nicht schon vor Jahren abgesetzt hat.

Ginny Rommetti hat während ihrer Amtszeit die Dividenden laufend erhöht. Nur daran waren die Shareholder im Aufsichtsrat, Vertreter von Fonds und Versicherungen, interessiert. Die Dividenden wurden aber aus der Substanz bezahlt. Der Nachfolger von Ginny Rommetti versucht nun IBM in eine Software Firma umzubauen. Service Bereiche werden verkauft z.B. nach Indien und kleinere Software Firmen (und deren Umsatz) werden mit billigem, geliehenen Geld gekauft. In Eigenentwicklung wollte man nicht viel investieren.

Bevor von den Männern das Urteil typisch Frau gefällt wird, sollte man sich daran erinnern wieviele IT Unternehmen seit 2012 von der Landkarte verschwunden sind. Als Beispiel für gelungene Führung wird hier demnächst ein Artikel über die erfolgreichste US IT Technologie Firma erscheinen – natürlich von einer Frau geleitet!

Siehe auch: Aktien Höhenflug