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Corona Statistiken zu simpel und mit wenig Daten

Die Kenntnisse in Deutschland über Viren und Epidemien haben in den letzten Wochen erheblich zugenommen. Die Diskussion ist auch sehr offen und damit auch vielschichtig. Das Problem Corona ist aber extrem komplex und hat Auswirkungen auf viele Lebensbereiche der Bürger. Viele Bürger und damit auch die Politiker als Vertreter des Volkes sehnen sich nach einfachen Lösungen und einem starken Mann, der alle Probleme zentral löst. Glückliche USA?

Zum Glück gibt es genügend Experten, die sich nicht vereinnahmen lassen und Daten aus dem realen Leben sammeln und auswerten.

Eine interessante Frage ist z. B. wie sich die Ausgangs- und Kontaktsperren auf die Ausbreitung des Virus auswirken. Mit der Zahl der Infektionen und der Todesfälle läßt sich das nur sehr indirekt messen. In China hat man in einer Studie zu Direktkontakten durch Befragung der Bürger untersucht, wie sich die Zahl der direkten Kontakte in ihren realen sozialen Netzen durch die Kontaktsperren verringert hat. In Wuhan sind die direkten Kontakte dabei um den Faktor sieben bis acht zurück gegangen. Damit kann man recht schnell und genau die Auswirkung der Ausgangssperren untersuchen. Interessant wäre auch zu wissen wieviele reale Kontakte die Bürger zuvor hatten.

In einer anderen Studie wurde festgestellt, daß die Gruppe der 20 bis 30 Jährigen besonders viele Ansteckungen verursacht. Kein Wunder sind sie schon wegen der Hormone häufig unterwegs. Trau keinem unter 30!

Die alte Weisheit der Ingenieure: „Miss es oder Vergiss es!“ zeigt sich hier deutlich.

In Deutschland wäre eine solche wissenschaftliche Untersuchung nicht möglich. Wegen Datenschutz darf man ja keine persönlichen Daten erheben. Die Politik stochert lieber mit Datenschmutz herum und gefährdet z.B. lieber Kinder als möglichst viele Daten zuverlässig zu erfassen. Es sollte gelten: Datennutz vor Datenschutz! In der Digital-Wüste Deutschland ist man noch nicht auf die Idee gekommen, daß man über Smartphones sehr viele Daten direkt und mit geringen Kosten auch ohne App sammeln kann. Da würden die Bürger sicher freiwillig mitmachen wenn man Ihnen Sinn und Zweck erklärt.

Nachdem man in Deutschland sogar die Schwarze Null und die EZB vom Sockel gestürzt hat, sollte man vielleicht auch mal über Sinn und Unsinn der DSGV nachdenken. Der Bundesgerichtshof denkt zur Zeit ja schon über Verhältnismäßigkeit nach.

Datenschutz Anekdote: In der Vor-Corona-Zeit begleitete ich eine ältere Verwandte zur Ambulanz im Krankenhaus. Während der Wartezeit wollte eine Tochter ihre Mutter abholen (weder sie noch die Dame am Empfang flüsterten zum Schutz der persönlichen Daten!). Auf die Frage in welchem Wartezimmer ihre Mutter sitze bekam sie die Antwort: „Das kann ich Ihnen nicht sagen – Datenschutz!“

Mit den Maßnahmen zur Corona Krise hat sich das Problem gelöst. Die Angehörigen dürfen nicht mehr ins Krankenhaus! Das Problem wie demente oder gehbehinderte Patienten den Ausgang finden, wird später gelöst.

Von portaleco

Pervasive Computing & Private Personal Portal

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