Pokemon Go – ein Google Ableger sammelt Daten

Hacker und BeamtePokemon Go scheint der neue Renner bei Online Spielen zu werden. Interessant ist dabei, dass sich der Besitzer eines bekannten Spiels, eine Marke in der Industrie, mit einem Ableger von Google, Niantic zusammengetan hat. Wesentlicher Bestandteil von Pokemon Go ist die Verknüpfung der Realwelt (das kommt von Google) und der virtuellen Spielwelt von Nintendo. Pokeman Go nutzt auch die Geo-Software und die Cloud Infrastruktur von Google. Nintendo hat weder die Software Entwickler noch die Fähigkeit eine Infrastruktur für Millionen von Spielern aufzubauen.

Lädt man sich Pokemon Go auf sein Smartphone  und meldet man sich mit seinem Google Konto an, dann gewährt man Pokemon Go Zugriff auf alle persönlichen Google Daten. Für die Spielentwickler macht das durchaus Sinn, da sie dann das Spiel besser personalisieren können z.B. die Abstimmung mit „Freunden“ und Lokationen.

Sehr schnell wird man in unseren Städten ähnlich wie in Australien und USA Pokemon Go Freaks mit gesenktem Blick aufs Smartphone durch unsere Städte laufen sehen, die Google ihren jeweiligen Aufenthaltsort und Fotos ihrer Umgebung schicken. Da muß Google keine Streetview Autos mehr durch die Städte schicken. Die Pokemon Go Kunden liefern diese Daten freiwillig an Google. Nun muß man sich an dieser Aktion ja nicht beteiligen. Unfreiwillig wird man als Passant aber von den vielen Pokemonisten auf ihren Fotos erfaßt. (Kleiner Google Tip: „So schaltet ihr in Deutschland die Gesichtserkennung frei“). Man braucht sich aber keine Sorgen machen – es gibt ja ein neues Abkommen mit USA, das die Weitergabe von Daten von EU Bürgern an die NSA und US Firmen regelt. Über die direkte Erfassung von Daten durch US Firmen, bei denen die EU Bürger freiwillig mitmachen, wird in dem neuen Abkommen natürlich nichts ausgesagt. Im Save Harbour sind die Daten ja sicher – für Schiffe, die unterwegs sind, gilt das natürlich nicht. Daran haben unsere Digital Naiven in den Parlamenten und den Behörden noch nicht gedacht! Pokemon Go ist ein schönes Beispiel wie mit einem Internet Basis Service eine „alte“ Industrie, im Beispiel Computerspiele, übernehmen kann. Die Kandidaten, die selbst keine Geotechnologie haben und sich Google in die Arme werfen wollen, stehen schon Schlange.

Pokemon Go braucht die Geodaten der Kunden um interessante Orte für das Spiel zu erkennen und dann in das Spiel einzubauen. Damit wird Pokemon Go zu einer wichtigen Datenquelle ein Versuchsfeld für Systeme zur Optimierung von Orts- und Personenbezogenen Daten. Die Konkurrenz kann damit immer weniger mithalten.

Kommentare wieder erlaubt

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s