Ich seh die Welt mit deinen Augen – Live Video Streaming mit Periscope

PeriscopeDie „Intellektuellen“ Deutschlands haben inzwischen auch bemerkt, daß Informationen im Internet genau wie im echten Leben gefiltert und auch auf den Empfänger zugeschnitten werden. Genau das haben Privatpersonen, Pfarrer, Büttel mit der Glocke, Bücher, Zeitung, Radio, Fernsehen und andere Medien seit Urzeiten gemacht. Auch zur Zeit der Druckmedien war es  ein Unterschied ob man seine Informationen zur Politik über die FAZ oder die TAZ Kanal erhält. Es gibt deshalb eigentlich keinen Grund zur Aufregung. Allerdings sollte man sich mit den grundsätzlichen Mechanismen der Kommunikation im Internet vertraut machen. Auch im Internet gilt „Wer nicht fragt bleibt dumm“ – man sollte also die gängigen Techniken kennen, wie man gezielte Informationsverbreitung und Informationsfilter beurteilen und man sich eigene Kanäle  schaffen kann. Wer sich nur auf die Suche im Internet mit Google und auf Informationen im öffentliche Fernsehen verläßt,  sollte sich nicht beklagen.

Für das Internet werden laufend neue Kommunkationsmethoden entwickelt (Twitter, Facebook, Instagram, WhatsApp usw), die sich meist sehr schnell verbreiten aber auch meist sehr schnell wieder verschwinden. Die verschiedenen Technologien schaffen auch ihre Protagonisten wie das „Twitter-Spätzchen“, die „WhatsApp-Tratschtante“ und den „Facebook-Liker“. Facebook ändert gerade seinen Filtermechanismus. Informationen, die von Freunden und Verwandten empfangen und/oder bewertet wurden, werde bevorzugt angezeigt. Offensichtlich hat der Facebook eigene Filtermechanismus, der z.B. zahlende Kunden bevorzugt, nicht zur Zufriedenheit der Facebook Freunde funktioniert.

Die Technologie Live Video Streaming kommt langsam aus der Nerdzone heraus und in der Öffentlichkeit an. Interessant wird es, wenn man die anfallenden Daten über öffentliche WLAN Spots auch übertragen kann. Der US Startup Periscope bietet APPs für iOS und Android an mit denen man die Welt aus den Augen eines anderen betrachten kann. Speziell für Politiker ist das ein hervorragendes Werkzeug um Transparenz zu zeigen indem man Diskussionen im Parlament über private Kanäle und nicht über extern kontrollierte Medien überträgt (Beispiel: US Senat – Republikaner schalten den Demokraten den offiziellen Fernsehkanal ab!)

Damit sind  wohl demnächst auch die Zeiten vorbei, in denen die UEFA die Bilder von Fußballspielen kontrollieren und manipulieren konnte.

Die schlechte Nachricht: TWITTER hat bereits 2015 den StartUp Periscope für 86 Millionen $ gekauft.

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