Geo-Sperren und Info-Filter umgehen

Video nt availableGreift man von Deutschland aus auf Internet Dienste im Ausland zu, z.B. weil man eine Sendung im öffentlichen Fernsehen eines anderen EU Landes ansehen möchte, so wird man häufig blockiert. Meist liegt es daran, dass die öffentlich rechtlichen Sender gespart haben und nicht die Rechte für die gesamte EU von den Autoren eingekauft haben. Läuft im Hintergrund einer Sendung irgendein Musikstück, speziell aus USA, wird es rechtlich meist so kompliziert, dass selbst Gutwillige aufgeben. Das Versagen unserer Europa Politiker bei der Schaffung eines gemeinsamen Internet-Rechts wird da offensichtlich. Dabei wäre das eine sinnvolle Spielwiese für unsere Politiker, weil es da nicht viel lokales Recht in den EU Staaten gibt.

Technisch kann man GEO-Sperren umgehen, indem man über einen Vermittlungs-Server zugreift, der im Zielland steht, z.B.über DNS Server oder ein VPN z.B. TunnelBear.

TunnelBear CtrlDer VPN Service von TunnelBear ist sehr benutzerfreundlich – TunnelBear gibt es als APP für den PC, iPhone und Android. Nach der Installation wählt man einfach das Land aus, von dem man auf den Zielserver zugreifen möchte, und stellt den Schalter aus ON. Der TunnelBear Service wird von einer kanadischen Firma angeboten, die Server in allen gängigen Ländern hat. 500 MB Daten/Monat sind frei – das reicht für übliche Webanwendungen aus. Will man allerdings Netflix oder, US Video Sendungen ohne Limit streamen kostet das 42 $/Jahr.

GeoLoc-USADer Server sieht dann einen Benutzer, der über eine IP Adresse aus USA zugreift. Nun kann man Benutzer im Internet nicht nur an der IP Adresse identifizieren (Was verrät meine IP Adresse und meine Hardware). Sucht man z.B. mit Google über die US IP Adresse wird man ähnliche Ergebnisse angezeigt bekommen, wie wenn man von Deutschland aus zugreift. Will man aber wissen was der Standard-Amerikaner von Google serviert bekommt wenn er „Donald Trump gun“ eingibt, sollte man zunächst Englisch als Sprache im Browser und in Google einstellen und Logout bei Google machen. Ich verwende für den Zugriff über Tunnel Bear nicht meinen Standard Browser Firefox, sondern den Microsoft Edge Browser und die BING Siuchmaschine, die z.B. für USA eingerichtet sind. Verwendet man eine spezielle Suchmaschine wie z.B. DuckDuck Go, so wird unter der Decke Google aufgerufen und man hat wieder alle Google Info Filter.

Die Lokation des Benutzers kann man natürlich ganz einfach über die GPS Daten erhalten. Auf dem Handy sollte man deshalb die Ortungsdienste ausschalten oder sperren. Auch die emulierten Ortungsdienste auf dem PC und WLAN sollte man ausschalten. Beim Microsoft Edge Browser gibt es ein Lokation Feld im Browser – das sollte möglichst nicht auf Berlin stehen, wenn man in USA recherchiert. Netflix benutzt z.B. fast alle Tricks um den tatsächlichen Aufenthaltsort des Benutzers herauszubekommen. Google warnt sogar wenn man von einer ungewöhnlichen Lokation zugreift. Das ist gut gemeint um die Benutzer vor Hackerangriffen zu schützen. Da Hacker aber natürlich auch VPN kennen, ist das kein wirklicher Schutz.

Security Pakete wie z.B. Norton AntiVirus zeigen TunnelBear als riskante Verbindung an. Das ist auch richtig weil VPN Netzwerke natürlich auch für Hacking ideal sind. Man muss die Verbindung separat freischalten. Grundsätzlich sollte man das VPN Netzwerk nur während der Zeit einschalten in der es bewußt benutzt wird.

Die Nutzung von VPN Netzwerken wird durch staatliche rechtliche Regelungen aber auch AGBs der Anbieter eingeschränkt. Die Rechtslage ist in der Regel aber äusserst unklar – das kann z.B. in USA sehr teuer kommen. Interessant ist die Nutzung eines VPNs (das machen alle großen Firmen), wenn man die unterschiedlichen rechtlichen Regelungen für den Internetverkehr umgehen will. So darf die NSA z.B. Datenverkehr aus dem Ausland beliebig abgreifen, während man innerhalb des US Netzes zumindest einen gewissen formalen Schutz genießt.

Für im Ausland tätige Firmen ist es wichtig, das Bild der Firma wie es ein ausländischer Kunde in seinem Land sieht, regelmäßig zu kontrollieren. Im schlimmsten Fall wird die Firmeninformation von Google total gefiltert. Dann hat man wohl für Google Anzeigen zu wenig bezahlt.

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