Zeige mir deine Kontakte und ich sage dir wer du bist

FriendsIn letzter Zeit werde ich überschwemmt von Freundschaftsanfragen von LinkedIn. LinkedIn hat beim Login eine Seite gestaltet auf der man mit einem Klick seine Kontakte für LinkedIn freigibt. Die Kontakte haben natürlich einen höheren Wert als die „Freunde“ z.B. von Facebook. Wer redet denn schon mit all seinen Facebook Freunden. Obwohl bei meinen  Kontakten viele sehr bewußt mit der Sicherheit ihrer Daten umgehen, gibt es genügend Naive die im Eifer des Gefechts auf beliebige Buttons klicken. Bei Facebook und Google wird das natürlich ähnlich gemacht. Google hat mit WhatsApp die engen Freunde erfaßt. Daneben gibt es unzählige Apps, die auf die Kontaktliste zugreifen wollen. Man hat also keine Chance seine eigenen Kontakte vor den allzu neugierigen Sozialen Netzwerk Betreibern zu schützen. Unternehmen begeben sich wohl auf juristisches Glatteis, wenn die Mitarbeiter persönliche Daten ihrer Kunden über die Kontaktlisten an alle Welt verteilen.

Ich empfehle, die privaten und besonders die geschäftlichen Kontaktlisten möglichst klein zu halten. Telefonnummern und eMail Adressen lege ich in Listen oder Dokumenten an und speichere sie je nach Bedarf auf dem Smartphone, dem PC oder meinem Privatportal (Sharepoint Server).

Private Kontakt Liste

Mit einem Klick kann man damit dann vom Smartphone eine Telefonnummer aufrufen oder eine Email abschicken ohne dass die Kontakthaie meine wertvollen Beziehungen komplett abgreifen können.

Obwohl Netzwerke wie XING oder LinkedIN vorgeben, nützliche Dienste für Professionals zu leisten, ist die Chance für Selbständige z.B. an vernünftige Aufträge zu kommen, sehr gering. Wer würde schon einen IT Spezialisten auf dem Wochenmarkt anwerben? Nur Anfänger stellen möglichst anspruchsvolle Lebensläufe ins Netz. Allerdings kann man mit seinem Beziehungsnetzwerk durchaus anzeigen in welcher Liga man spielt. Auch daraus kann man aber viele Informationen ableiten wie z.B. bei welcher Firma man wann und wo gearbeitet hat.

Der neueste Trend bei Facebook sind Freund-Trolle. Dabei sucht man nach kompetenten Leuten im Web und versucht sich dann an diese als „Freund“ anzuhängen. Meist akzeptiert man aus Nachlässigkeit die Freundschaftsanfragen. Dabei kann man sich aber auch sehr zwielichte Freunde und Freundinnen einhandeln, die man nur sehr schwer wieder los wird. „Drum prüfe wer sich ewig bindet“ gilt wohl auch in den sozialen Netzwerken. Don Reisinger beschreibt fünf Troll Typen und gibt Empfehlungen wie an mit ihnen umgeht:

  1. Lange nicht mehr gesehen
  2. Der manische Freunde Sammler
  3. Der Freund von der Theke
  4. Der Unbekannte
  5. Der Geist (kennt keiner)
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Eine Antwort zu “Zeige mir deine Kontakte und ich sage dir wer du bist

  1. Pingback: WhatsApp greift die Daten aller Kontakte ab – was kann man dagegen tun? | PrivatesPortal

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