Wir sehen die Welt durch Google Augen und Google schaut bei uns herein

Google TaorminaIn guten alten Zeiten bekam jeder Google Benutzer auf eine bestimmte Eingabe z.B. „Taormina“ die gleiche Anzeige als Ergebnis. In der nächsten Stufe wurde Werbung mit Priorität angezeigt – wer am meisten bei Google dafür bezahlt erhält natürlich die oberste Position. Bei einer Anfrage „Taormina“ erhält man schon drei Anzeigen bevor die erste Information (Bilder) angezeigt wird.

Je nachdem wieviel Information Google über den Benutzer hat, werden die Anzeigen auch personalisiert. Das Ergebnis einer Anfrage „Pizza“ sieht bei einem Benutzer aus Stuttgart ganz anders aus als bei einem Benutzer aus München. Je mehr Google über einen Benutzer weiß, desto teurer kann Google spezielle Werbung verkaufen. Ganz ähnlich werden Anzeigen für bestimmte Benutzergruppen in bestimmten Zeitungen geschaltet. Anzeigen für Treppenlifte gibt es in der ADAC Zeitung und nicht bei der FAZ. Google kann die Anzeigen aber weit gezielter präsentieren, wenn möglichst viele Daten über einen Benutzer gesammelt werden.   Die Daten gibt der Benutzer bei Google anders als bei Facebook nicht direkt ein, sodass der Benutzer auch keine Rechte an den Daten hat (bei der Schufa ist es ja ähnlich).

Mit jeder Suche bei Google geben Sie als Benutzer Google Hinweise wofür Sie sich interessieren und welche von Google präsentierten Anzeigen für Sie interessant sind. Mit dem Klick auf die Google Ergebnis Liste geben sie ja Google direkten Feedback. Google verwendet verschiedene Arten von Cookies (so verwendet Google Cookies u.a.) um die Benutzer zu identifizieren und verkauft diese Benutzerinformationen an „Partner“ und Anzeigenkunden. Daten werden natürlich nicht nur bei der Suche gesammelt, sondern bei allen Google Diensten wie z.B. Google Maps und ganz besonders beim Google Browser Chrome! Auch „Partner“ liefern Daten an Google zur Auswertung z.B. wer welche Waren nach einem Klick tatsächlich gekauft hat.

Möchte man dieses umfassenden Ausspäh-Geschäftsmodell von Google nicht unterstützen, so kann man natürlich im Browser eine andere Suchmaschine benutzen. Bei Firefox geht das z.B. ganz elegant mit einem Klick auf das Suchsymbol in der Suchleiste. Das sollte man unbedingt einmal ausprobieren weil man da eventuell Suchergebnisse erhält, die der typische Googler nie sieht! Leider kann Google immer noch viele Daten sammeln. Viele Websites haben das Web Analyse Tool Google Analytics installiert. Damit kann jeder Anfrage analysiert und natürlich protokolliert werden. Häufig verwenden auch Websites oder alternative Suchmaschinen Google Search intern. Man landet also indirekt wieder bei Google.

In Foren kann man z.B. auch Empfehlungen finden, die DNS Server Adresse 8.8.8.8 zu verwenden. Dieser Server setzt Domain Namen wie z.B.  portaleco.wordpress.com in eine IP Adresse 192.0.78.13 um. Da der DNS Server 8.8.8.8 wiederum Google gehört (deshalb ist diese Server besonders schnell), kann dann Google ihren gesamten besuchten Internet Adressen protokollieren.

Welche Marktmacht hat sieht man daran, dass Google für den 21. April 2015 eine größere Änderung der Suchmaschine angekündigt hat. Ziel ist es, mobile Geräte, die heute schon 50% der Suchanfragen erzeugen, besser zu unterstützen. Die Besitzer von Websites müssen diese so ändern, dass sie für mobile Suche geeignet sind – sonst werden sie von Google wahrscheinlich nicht mehr gefunden.  Die Besitzer der Websites müssen dafür erhebliche Investitionen machen – natürlich zum Nutzen von Google. Wer prüfen möchte, ob seine Website „Google Mobil geeignet“ ist, kann dies auf der Seite Test auf Optimierung für Mobile Geräte tun. Hier zahlt es sich einmal mehr aus, keine eigenen Websites zu basteln, sondern eine Plattform wie WordPress zu benutzen.

Google-MS-PortalDieser Blog portaleco.wordpress.com entspricht in etwa den Anforderungen von Google. Allerdings wird bemängelt, dass Google den internen Code nicht vollständig analysieren kann. Dafür wird die Site wohl im Ranking etwas zurück gesetzt. Viele private Websites haben wohl große Schwierigkeiten, die Anforderungen zu erfüllen. Auch den Bundestag werden Sie demnächst nicht mehr beSUCHEN können. Beim Test von http://www.bundestag. de erhält man beim Test:  Die angeforderte URL leitet auf http://www.bundestag.de/mobil/ weiter, die von robots.txt nicht zugelassen wird.Dismiss

Den Google Day am 21. April, 2015 hat man wohl in Neuland verschlafen.

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