Auch Daten, Software und Hardware sterben – IBM, INTEL, MICROSOFT

Der größte Teil der Benutzer von IT glaubt den Werbesprüchen wie „Das Internet vergisst nichts“ oder glauben, dass sie in 50 Jahren ihre Timeline Daten bei Facebook finden und ihren Enkeln zeigen können. Wir können uns auch daran gewöhnt, dass wir mit unseren Daten und Programmen relativ problemlos  auf neue Hardware migrieren können. Allenfalls regen sich kleine Zweifel wenn man mal von einem Hersteller und Betriebssystem zu einem anderen wechselt. Auch im Internet werden Daten nicht ewig gespeichert. Sobald der Benutzer die Miete für seinen Server oder Services nicht bezahlt sind die Daten schnell verschwunden. Davon zeugen die vielen toten Links, die man auf den Webseiten findet. Firmen wie IBM, INTEL  und Microsoft haben es geschafft, ihren Kunden über viele Jahre kompatible Hardware und Software zu liefern. Dagegen hat z.B. Google gezeigt, daß laufend nicht kompatible Softwaresysteme entwickelt und den Kunden angeboten werden. Nicht erfolgreiche Systeme werden schnell wieder eingestellt und die Daten der Kunden verschwinden.

IBM feiert gerade das 50 jährige Jubiläum ihrer /360 (später /370, /390 und Z Systeme) Hardware- und Softwarearchitektur (später /370, /390 und Z Systeme) . IBM schuf eine Architektur für Hardware, Betriebssystem, Software und Betrieb einer kompletten  IT Anlage mit kleinen und großen Einheiten. Damit konnte der Kunde wachsen ohne immer wieder seine Software neu zu schreiben. Er musste nur neue IBM Maschinen kaufen. Das war damals wirklich innovativ und die Firma IBM hat über 50 Jahre von dieser genialen Produktidee gelebt. Der kleinste Prozessor der /360 Serie wurde übrigens im IBM Labor Böblingen von zwei Entwicklern entworfen!

Dieses Prinzip der durchgängigen Architektur wurde auch auf den IBM PC übetragen, für den INTEL die mitwachsenden Prozessor lieferte. INTEL produziert seit 42 Jahren die Prozessoren für kleine Systeme und PCs. Das Bezriebssystem kam aber schon von Microsoft, weil IBM die Investitionen in ein Betriebssystem für PCs nicht machen wollte um sich keine Konkurrenz für die Großsysteme zu schaffen.

Ähnlich wie IBM hat Microsoft auch über viele Jahre abwärtskompatible Betriebssysteme geliefert. Beim Upgrade auf neuere Versionen gab es zwar immer wieder Probleme. Die Benutzer hatten aber meist keine größeren Probleme bei der Umstellung. Nun unterstützt MICROSOFT aber das Betriebssystem Windows XP nicht mehr. Das betrifft nicht nur PCs sondern viele kleinere Systeme und Steuerungen, die mit XP Fileformaten und Programmen zur Wartung und Auswertung arbeiten.

Man muss sich also an den Gedanken gewöhnen, dass Daten und Programme auf Windows XP Basis in naher Zukunft nicht mehr genutzt werden können. Ähnlich wird es den Windows Folgeprodukten ergehen. Die Kunden sollen in die nue Cloud Welt migrieren.

Viel schlimmer sieht es bei der Hardware aus. IBM entläßt zur Zeit massiv Mitarbeiter in der Hardware Entwicklung. Etwa 25% der Mitarbeiter sollen entlassen werden. So ähnlich hat es bei SUN auch angefangen. Man kann also annehmen, dass die IBM  Hardwareentwicklung mittel- bis langfristig reduziert oder verkauft wird (ähnlich wie das PC Geschäft an Lenovo verkauft wurde). Die IBM Kunden können nicht darauf bauen, dass ihre alten Systeme unbegrenzt weiter gebaut werden, da das Geschäft langfristig nicht profitabel ist.

Ähnlich düster sieht es bei INTEL aus. Das Geschäft mit Prozessoren für PCs geht zurück. Für die meisten Anwender genügt heute schon ein Smartphone oder ein PAD und Software in der Cloud. In Arizona stehen zwar schon die Gebäude für eine neue hochmoderne INTEL Halbleiterfabrik – die für die Fertigung notwendigen Geräte werden aber nicht gekauft. Offensichtlich lohnt sich das INTEL Prozessoren Geschäft langfristig auch nicht.

Auch Microsoft wird bei Rückgang der Umsätze mit PC Software die Betreibssysteme und Anwendungsprogramme nicht so lange unterstützen wie bisher.

Professionelle Anwender, Betriebe und Behörden sollten sich bereits jetzt Gedanken machen, wie sie sich an die weniger schöne neuen IT Welt anpassen. Die Wolke (Cloud) bietet da auch keine überzeugenden Perspektiven. Selbst in klassischen Industrieländern wie USA, England und Deutschland wird es in den nächsten 10 Jahren kein schnelles Internet für die Nutzung von Cloud Anwendungen geben. Mit 1 Mbit/sec im Upload kann man keine anspruchsvollen IT Anwendungen betreiben.

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Eine Antwort zu “Auch Daten, Software und Hardware sterben – IBM, INTEL, MICROSOFT

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