Anonymität im Netz – Domain ohne Vertrauen?

Low-Trust-RatingWill man im Internet eine Website betreiben, muss man die Adresse bei DENIC registrieren. Das hat für private Benutzer den Nachteil, dass man dabei seine Email Adresse, Post Adresse und Telefonnummer angeben muss. Diese Daten werden dann sofort benutzt, um alle mögliche Werbung an die angegebenen Adressen zu schicken und Angriffe gegen die private Website zu starten. Die Angreifer hoffen dabei, dass die privaten Sites weniger gut geschützt werden als professionell betriebene Server.

Will man bei der Domain Registrierung anonym bleiben, kann man einen Treuhänder (Trustee) einschalten, der nach außen als Ansprechpartner bei DENIC auftritt. Betreibt man eine nachgeordnete Site (Subsite) bei einem Service Provider, wie z.B. diese portaleco.wordpress.com Site, erhält man über die Domain Registrierung keine Daten über den Besitzer sondern nur die Daten des Verwalters der übergeordneten Site wie hier z.B. WordPress. Man kann den Stauts  prüfen mit http://www.scamadviser.com/check-website/portaleco.wordpress.com).  Die persönlichen Adressdaten des Betreibers sind also gegen automatische Abfragen geschützt.

Solche indirekte Adressen werden aber häufig von SCAM Prüfern (SCAM Advisor) oder Betreibern von Domain Blacklists als unzuverlässig eingestuft (Domain prüfen z.B. mit DNSBL-Check). Leider finden sich fast jede Domain auf einer der vielen Domain Blacklists. Das kann einige unangenehme Seiteneffekte haben z.B. werden vom Email Programm oder vom Browser Warnungen beim Anklicken eines Links angezeigt.

Thunderbird-Warning

Dies kann dazu führen, dass Websites, die völlig in Ordnung sind (z.B. Ihre und meine) gar nicht mehr besucht werden oder dass Email nicht an die Domain weiter geschickt wird. Für Firmen ist es fast immer eine Schädigung der Reputation der Firma. Man sollte also z.B. bei der monatlichen Web Kehrwoche, den Domain Status prüfen. Bedenklich wird es wenn die eigene Domain bei einer größeren Zahl von Blacklists auftaucht. Wenn Emails nicht mehr ankommen oder plötzlich weniger Besucher auf die Website kommen, sollte man als Benutzer, der seine Domain bei einem Provider hosten lässt,  an den Administrator wenden. Ärger ist hier aber vorprogrammiert.

Die Abwehrstrategien sind leider wenig sinnvoll. Eine Site ist nicht automatisch zuverlässig wenn man den Besitzer kennt oder wenn der Administrator eine Adresse in Deutschland hat. Die Scammer und Spammer entwickeln ihre illegalen Verfahren schneller als die  Provider. Als kleines Unternehmen oder privater Betreiber einer Domain sollte man sich seinen Provider aber genau anschauen, ob er genügend kompetente Leute und eine gute Organisation hat um die Domains seiner Kunden zu schützen.

 

Eine Antwort zu “Anonymität im Netz – Domain ohne Vertrauen?

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