Soziale Netzwerke – Ratschläge für Lehrer und Eltern

Viele Lehrer und Eltern stehen den sozialen Netzwerken, in denen ihre Schüler und Kinder unterwegs sind, recht hilflos gegenüber. Versuche, diese den Kindern zu verbieten sind ähnlich wirkunsvoll wie die Verbote, mit denen  Erwachsene seit Jahrhunderten die Jugendlichen von Dingen abhalten wollen, die sie selbst gern und oft machen. Soziale Netzwerke sind aber nicht einfach ein neues Medium nach Buch, Schallplatte, Fernsehen und Internet sondern verändern nachhaltig die Kultur des Umgangs der Menschen miteinander. Wichtige Unterschiede uu bekannten Medien:

  • Informationen sind persistent – verschwinden auch nach Jahrzehnten nicht
  • Informationen können gezielt und leicht gesucht und gefunden werden. Suchtechnologie wird sich weiter entwickeln (Bilder, Video,Ton, Abhängigkeiten … )
  • Informationen können leicht kopiert, geändert und an anderen Stellen veröffentlicht werden.
  • Unbekannte Zielgruppe von Lesern. Eine private Information kann plötzlich für Millionen von Menschen interessant werden.

In Deutschland wird  in Talkschows von älteren Herren und Damen über soziale Netzerke im Fernsehen diskutiert, die selbst allenfalls minimale Erfahrungen mit sozialen Netzwerken haben. Viele Institutionen in Deutschland bieten inzwischen Informationen und Rat für den Umgang mit sozialen Netzwerken an. Dabei wird in Deutschland notorisch immer wieder die Sicherheit persönlicher Daten hoch gespielt. Dabei macht ja gerade die Preisgabe persönlicher Daten den Reiz der Sozialen Netzwerke (und früher der Klatschbasen) aus. Die Pädagogen in USA sind da bereits weiter. Eine sehr gute Einführung in die Problematik  zum Verhältnis von Lehrern und Schülern gibt Danah Boyd.

Einige wichtige Punkte

  • Soziale Netzwerke sind für die Aktivitäten außerhalb der Schule. Man sollte nicht versuchen, diese in die Schule oder in das Elternhaus einzubringen. Welcher Jugendliche möchte schon alle Aktivitäten mit Eltern und Lehrern teilen?
  • Lehrer sollten am populärsten Sozialen Netzwerk „distanziert“ teilnehmen und zeigen, dass auch sie ein Leben ausserhalb der Schule haben. Man sollte sich aber nicht als Freak betätigen. Die Jugendlichen sollten aber wisssen, dass der Lehrer so viel „Knowhow“ hat, dass er am öffentlichen, sozialen Netzwerk teilhaben kann.
  • „Ex Cathedra“ funktioniert in sozialen Netzwerken nicht – man muss diskutieren und überzeugen. Das ist eigentlich ganz vernünftig. Die Beteiligung ist aber immer freiwillig und ist nicht einklagbar.

Eine Antwort zu “Soziale Netzwerke – Ratschläge für Lehrer und Eltern

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