SAP und Silverlight – eine unglückliche Strategie!

SAP Benutzer in Firmen müssen sich noch meist mit antiquierten Benutzerschnittstellen herumschlagen. Nun möchte SAP dieses Problem durch vermehrten Einsatz von Silverlight (anstatt HTML 5) und einer strategischen Partnerschaft mit Microsoft lösen. Früher war das kein Problem, die die SAP Sachbearbeiter und ihre Chefs nichts Besseres kannten. Inzwischen kennen auch diese Benutzer durch private Nutzung ihres PC und ihrer Mobiltelefone effiziente und leicht zu bedienende Benutzerfunktionen. Dazu kommt, dass viele Unternehmen viele  Anwendungen auch in der Cloud lauffähig machen wollen, weil immer mehr externe Partner in die internen Betriebsabläufe eingebunden werden.

Für viele CIOs in den Firmen war es realativ einfache, aber teure Lösung ausschliesslich mit Microsoft Plattformen (Browser, Server, Datenbanken, Entwicklungsplattformen usw) zu arbeiten. Ein wesentliches Element war dabei, dass man den Client und speziel den Browser (Internet Explorer) kontrollieren musste.

Bei externen Benutzern funktioniert das aber nicht mehr, da speziell immer mehr Kunden andere Browser nicht nur auf dem Mobiltelefon sondern auch auf dem PC verwenden. Statistiken der Browser Nutzung zeigen auch starke Variationen abhängig von der Region oder auch spezieller Nutzerkreise von Anwendungen. Bei der Browser Statistik in Wikipedia hat der Internet Explorer noch über 40% Marktanteil (Stand offensichtlich 2008),   Die W3 Statistik vom Juni 2011 zeigt einen Anteil von 36 % mit fallender Tendenz gegenüber Firefox und Chrome. Bei meinem Sharepoint Vereinsportal verwenden nur 12 % der Benutzer den Internet Explorer u.a. wird das dadurch verursacht, dass viele Funktionen von Sharepoint mit dem Internet Explorer nicht richtig funktionieren.

Unternehmen, die sich auf die Silverlight Microsoft“ Strategie einlassen, haben bereits jetzt viele Probleme mit externen Kunden und Partnern und werden in Zukunft noch mehr Probleme bekommen. Auch die Nutzung von mobilen Geräten wird schwierig, da Microsoft mit Nokia auch bei Mobiltelefonen eine proprietäre Lösung durchsetzen will. Das funktioniert heute schon in der Chefetage nicht und schon gar nicht bei Webanwendungen.

Die gute Nachricht – mit Windows 8 gibt Microsoft den Seperatismus auf und schwenkt auf die Standard Linie mit HTML 5 ein.  Unverständlich ist, dass die SAP Strategen, das offensichtlich nicht mitbekommen haben. Das spricht nicht sehr für die Kompetenz der Architektur Abteilung und deren Manager bei SAP.

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