Schwarmintelligenz #5 – wie findet Google meinen Blog und meine Website?

Neulinge im Web sind oft enttäuscht, wenn sie feststellen müssen, dass nach Veröffentlichung einer Website oder von Beiträgen in einem persönlichen Blog, sich keine oder nur ganz wenige Besucher einstellen und das „Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich!“ Syndrom zuschlägt. Man sollte sich bevor man im Web etwas veröffentlicht, darüber klar werden, welche und wieviele Besucher man eigentlich haben möchte und wie groß die Zahl der möglichen Interessenten eigentlich ist und wieviele davon im Internet tatsächlich suchen. Ich verwende z.B. gerne ganz persönliche Blogs, in denen ich Dinge aufschreibe, die ich nicht vergessen möchte und die ich vielleicht erst in mehreren Jahren z.B. beim Umstieg auf einen neuen Laptop oder auf ein neues Handy brauchen werden. Da ist es völlig gleichgültig, ob sich Besucher für meine Blogs interessieren.  Anspruchsvolle Sachverhalte aus Wirtschaft und Politik finden wenig Besucher, da die sogenannten „Entscheidungsträger“ das Web praktisch nicht nutzen. Die Management Hierarchien in Deutschland verlassen sich noch meist auf den „Berichtsweg“ und wundern sich dann, dass die Basis ganz anders denkt, als es der offizielle Berichtsweg darstellt. Allenfalls recherchiert mal der Assistent, wenn eine Rede zu schreiben ist. Nun können trotzdem Blogs mit ganz wenigen Beuchern sehr wertvoll und wirkungsvoll sein, wenn sich Meinungsmultiplikatoren, häufig Redakteure von Zeitungen oder vom Fernsehen des Themas annehmen, das man in der Öffentlichkeit diskutieren und propagieren möchte. Das musste z.B. der Kandidat Mappus, der CDU in Baden-Württemberg, schmerzhaft erlernen.

Man sollt sich aber darüber im Klaren sein, dass die eigene Webseite oder der eigene Blog mit Millionen anderer Informationen im Web konkurriert. Will man im Web gehört werden, so sollte man einige Regeln beachten, um von der dominierenden Suchmaschine Google gefunden zu werden. Die einfachste Methode ist es, sich bei Google einzukaufen um dann prominent auf der rechten Seite oben als erster angezeigt zu werden. Klickt dann ein Benutzer auf den angezeigten Link kann das einige Cent aber auch 10 € pro Klick kosten. Privatpersonen und kleine Firmen, werden wohl diesen Weg nicht beschreiten wollen zumal viele Benutzer die „manipulierte“ Werbeinformation aus Überzeugung ignorieren. Nun geben sogenannte „Suchexperten“ viele Tipps wie man seine Website gestalten muss, damit man bei Google auch gefunden wird. Da aber niemend außerhalb Google (und auch die meisten Mitarbeiter von Google) weiß, wie der Suchalgorithmus von Google arbeitet, ist die technische Optimierung meist wenig erfolgreich.

Die einzige Regel, die bei Google erkennbar ist und auch strategisch verfolgt wird ist: Was für die Benutzer von Google interessant ist, ist auch für Google interessant. Wer also eine Webseite mit uninteressanter und veralteter Information ins Web stellt, wird also mit der Zeit immer weniger Hits haben. Deshalb erhalten Blogs, bei denen immer mal wieder neue Information erscheint, mehr Aufmerksamkeit. Wichtig ist dabei, dass der Titel des Blogs (das ist der Name der angezeigten Webseite) möglichst präzise Information enthält. Zusätzlich kann man noch dafür sorgen, dass bei Webseiten der Seiten descriptor ordentlich gemacht ist. Die Anzeige bei Google hängt aber hauptsächlich von der Zahl der Besucher ab. Es hilft auch wenig, wenn viele wenig besuchte Websites auf die Seite verweisen. Aggregierende Websites, die eigentlich nur aus Links zu anderen Seiten bestehen, werden bei Google gering gewichtet.  Die beste Strategie ist immer noch, sich auf den Inhalt zu konzentrieren und für andere Nutzer im Web, interessante Artikel zu schreiben.

Hat man dann durch interessante Beiträge, z.B. einen Blog dessen Beiträge von Google auch den Interessenten gefunden werden, sollte man diesen Blog auch pflegen. Das ist wesentlich einfacher als sich mmer wieder mit einem neuen Blog wieder Gehör zu schaffen.

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Eine Antwort zu “Schwarmintelligenz #5 – wie findet Google meinen Blog und meine Website?

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