Welche Benutzerdaten speichert eigentlich Google?

Nachdem jetzt so langsam herauskommt welche Ortsdaten seiner Benutzer Apple abspeichert, sollte man sich vielleicht auch bewußt machen, welche Benutzerdaten bei Google eigentlich abgespeichert werden. Vielen Benutzern ist nicht klar,  dass der Link als Ergebnis einer Suche „Bundestag“
Deutscher Bundestag – Wikipedia
nicht direkt zu Wikipedia sondern auf eine Google Seite verweist

http://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=5&ved=0CFcQFjAE&url=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FDeutscher_Bundestag&rct=j&q=Bundestag&ei=J0q4TaaSBIjOswaE98nrAw&usg=AFQjCNFCBJiFNrzUvdLTGxae-AE9zZ76bg&sig2=zwT6J-NF9f_Q2uWfd5pbvA&cad=rja

Damit kann Google natürlich jede Suche eines Benutzers speichern und auswerten. Nach Aussage von Google wird das natürlich nur gemacht um den Service zu verbessern. Es ist ja einleuchtend, dass man die Suchergebnisse verbessern kann, wenn man die „Vorlieben“ des Benutzers kennt. Wer ein Google eMail Konto hat, kann sich die gespeicherten Daten, die Web History  auch ansehen.  Einen Eindruck, was da alles geht, gibt ein offizielles Video zum Thema Web History von Google. Diese Web History wird als spezieller Service von Google für Google Mail Benutzer angeboten, die auch den Google Toolbar in ihrem Browser benutzen. Nun würde man erwarten, dass die Web Daten nur gesammelt werden, wenn der Google Mail Benutzer Login gemacht hat. Dem ist aber nicht so. Die Daten werden auch gesammelt, wenn der Google Mail Benutzer nicht angemeldet ist! Der Benutzer ist ja leicht über das Google Mail Cookie zu identifizieren. Google Mail Kunden können das leicht selbst prüfen. Noch verblüffender ist, dass auch Suchanfragen, die von einem anderen Browser z.B. Internet Explorer ohne Google Toolbar kommen zum Teil in der Google Web History landen. Google Suchanfragen, die z.B. vom Safari Browser aus gestartet werden, tauchen in der Web History dagegen auf meinem PC nicht auf. Offensichtlich ist auch den Google Entwicklern nicht ganz klar, wann und wie die personalisierten Suchdaten der Benutzer gesammelt werden. Da handelt es sich ähnlich wie bei Apple wohl um einen oder mehrere technische Fehler.

Als Benutzer von Google Apps kann man die Funktion Web History natürlich abschalten. Das heißt aber nicht, dass dann die Daten nicht gesammelt werden. Bei der letzten Änderung von Google Apps kann der Administrator nun die Google Funkionen für seine Gruppe auswählen. Der einzelne Benutzer kann diese Einstellungen dann aber nicht mehr ändern. Es wird wohl wenige Kunden (und Google Entwickler) geben, die diese vielen Optionen und ihre Auswirkung auf die Speicherung persönlicher Daten überblicken. Das wäre doch mal eine schöne Aufgabe für die deutschen Datenschützer.

Eine Antwort zu “Welche Benutzerdaten speichert eigentlich Google?

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