Schwarmintelligenz #2 – Blog

Ein Blog (Weblog) war ursprünglich nur die Umsetzung des guten alten Tagebuchs (Logbuch) in die digitale Welt des Web. Künstler, Ingenieure, Privatpersonen u.a. haben schon immer das Geschehen in der Welt und ihre Empfindungen schriftlich festgehalten. Private Tagebücher (gesammelt z.B. im Deutschen Tagebuch Archiv) sind wertvolle Quellen für die Geschichtsforschung, da sie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren und die „Wahrheit“ aus persönlicher Sicht und ohne Filter dargestellt wurde. Forscher und Ingenieure haben ihre Versuche und Erkenntnisse (ebenso häufig aber auch ihre Irrwege) in Tagebüchern niedergelegt. Diese sind oft interessanter zu lesen als die „offiziellen“ Bücher, in denen die Erkenntnisse geglättet dargestellt werden.

Die Meinung, dass ein Blog immer öffentlich im Internet abgelegt werden muss, ist  weit verbreitet und hindert viele Benutzer die Vorteile von Blogs zu nutzen. Ich dagegen rate das Bloggen zunächst mit einem privaten Blog zu beginnen, der nur vom Ersteller genutzt wird, ganz ähnlich wie ein privates Tagebuch. Ich empfehle den Blog auf der Internet Plattform von WordPress anzulegen. Die wichtigsten Gründe sind wohl

  • Der Betrieb des Blogs ist kostenlos
  • Die Blog Funktionen sind einfach zu bedienen erfüllen aber auch die Anforderungen anspruchvoller Blogs
  • Die Benutzer werden nicht mit Werbung belästigt
  • Der Autor bleibt der Herr seiner Daten und kann diese jederzeit Löschen, aus dem System herausholen, auf einen eigenen Server laden oder als XML Dokument abspeichern. Das System kann auch zum Anlegen kleiner privater Websites genutzt werden.
  • WordPress hat ein sehr gutes Entwicklungsteam und ein verlässliches Businessmodell. Ich benutze WordPress seit 5 Jahren und war mit der Zuverlässigkeit des Systems und mit Erweiterungen sehr zufrieden.

Blog Beispiele werden deshalb hier immer anhand der WordPress Blog Funktionen gezeigt. Sinnvolle Inhalte für einen privaten Blog sind z.B.

  • Hinweise und Tricks für meinen PC und selten genutzte Programme oder Programmfunktionen. Wenn man einmal herausgefunden hat, wie bestimmte Funktionen benutzt werden lohnt es sich das mit wenigen Stichworten festzuhalten. Mit der Suche im Blog kann man später diese Hinweise auch nach Jahren wieder finden auch wenn man mit dem PC umgezogen ist oder einem Kollegen helfen will.
  • Reise Blog
  • Familien Blog
  • Vereins Blog
  • Krankengeschichte (auch für ältere Angehörige)
  • Hobby Blog
    Sport – Trainingsergebnisse
    Musik – Übungshinweise, Stücke
    Bezugsquellen und Erfahrungen z.B. Fahrrad
    Ausflüge und Wanderungen
    Literatur und Zeitungen – Verweise

Spätestens wenn man den ertsen Blog Beitrag geschrieben hat (der Browser Editor von WordPress ist recht einfach zu bedienen und hat die üblichen Rich Text Funktionen für Formatierung, Bilder, Links, usw) sollte man die Privacy Settings setzen -> Dashboard -> Settings -> Privacy

Hier sollte man zunächst die Option „I would like my blog to be private … “ wählen. Damit ist der private Blog im Web nicht sichtbar. Hat man einige Beiträge geschrieben und möchte diese Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern zugänglich machen, kann man mehrere Benutzer für den Blog zulassen. Diese müssen sich wie im Web 2.0 üblich alle bei WordPress anmelden.

Alternativ kann man auch den zunächst als pivat deklarierten Blog öffentlich zugänglich machen und  die Privacy Settings entsprechend ändern. Ich empfehle jedoch gezielt einen neuen öffentlichen Blog zu starten, wenn man sich mit der Bedienung der Blog Plattform vertraut gemacht hat und eine Idee entwickelt hat zu welchem Thema man öffentlich bloggen möchte.

Vorher sollte man aber einen geeigneten Layout (Appearance) und ein Blog-Bild als Wiedererkennungsmerkmal auswählen. Nun kann man einige sinnvolle Beiträge aus dem privaten Blog mit Copy/Paste in den öffentlichen Blog übernehmen. (Bei WordPress gehören die Beiträge ja Ihnen und Sie haben alle Rechte). Man sollte sich die Beiträge nochmal ansehen und editieren, damit die Leser sie auch verstehen können. Es empfiehlt sich auch einige statische Seiten (Pages) anzulegen z.B. mit Impressum und einer generellen Beschreibung sowie Sinn und Zweck des Blogs. Damit kann der Blog z.B. auch als Homepage für einen Verein (Beispiel Vereins Blog) genutzt werden.

Nach diesem Schritt sind sie stolzer Besitzer eines Blogs und können nun nach einigen Tagen nachsehen wieviele Besucher ihre Site besucht haben,  welche Artikel sie dabei gelesen haben ( -> Dasboard -> Sitestats) und nach welchen Begriffen die Besucher gesucht haben.

Frust. Dabei werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass kein einziger Besucher (ihre eigenen Besuche werden nicht gezählt) ihren schönen neuen Blog besucht hat gemäß der Device „Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich ..). Das ist nicht weiter verwunderlich, da ihre Beiträge nur ein paar Tropfen im Meer der Informationen im Web ausmachen und Google von Ihnen zunächst einmal keine Kenntnis nimmt. Das ist zunächst nicht weiter schlimm, wenn sie Ihren Blog auch privat nutzen. Mittel- und langfristig wird man jedoch erreichen wollen, dass der Blog auch genutzt wird. Hierfür gibt es demnächst in diesem Blog dann einige Empfehlungen.

Eine Antwort zu “Schwarmintelligenz #2 – Blog

  1. Pingback: Schwarmintelligenz #2 – Blog - SharePoint Blogs in German - Bamboo Nation

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