Namen und Adresse im Internet schützen

Obwohl kundige Nerds wohl die Postadresse (Wohnsitz)  jedes Internet Benutzers heraus bekommen können, sollte man es den vielen Adresshändlern und Webstrolchen oder gar Stalkern nicht allzu leicht machen. Es gilt einige einfache Regeln zu beachten:

  • Geben Sie bei einer Anmeldung zu einer Web Site die Adresse nur an, wenn es wirklich notwendig ist.
  • Falls Sie eine Domain anmelden, sollten Sie das bei einem Provider tun, der die Namen und Anschrift seiner Kunden nicht im Web preis gibt. Mit Allwhois (com Domains) und mit Denic (de Domains) kann man sich die Anschrift  des Domain Owners anzeigen lassen. de Domains sind deshalb generell problematisch, da Denic die Adressen der Domain Besitzer offen anzeigt.  Auch bei 1&1 Domains com Domains wird der Besitzer mit Adresse angezeigt. Google ist ein bischen diskreter und arbeitet mit Domain Protection Providern zusammen, bei denen man den Domain Besitzer nur über einen Anwalt herausfinden kann ( Beispiel mit Allwhois und z.B.  http://www.google.com)
  • Geben Sie ihre Anschrift auch nicht grundlos auf (Papier)Drucksachen an. Freundliche Helfer scannen das in bester Absicht ein und schon steht ihre Adresse im Internet. So geschehen als ein über 10 Jahre alter Tagungsband von einer Tagung eingescannt und  ein Index mit Postadresse im Web veröffentlicht wurde.
  • Prüfen Sie etwa einmal im Monat mit einer Suchmaschine, die Sie sonst nicht verwenden, nach, ob ihre Postanschrift im  Web einfach zu finden ist. Meist gibt es auch viele Benutzer mit gleichem Namen (nicht nur bei Müller und Schmidt), die eventuell Unfug im Web treiben und mit denen Sie nicht zufällig verwechselt werden wollen. Deshalb sollte man persönliche eMail Adressen im Web nur verwenden, wenn man sie vom Adressaten erhalten hat oder dieser die Verwendung in der Firma oder Verein freigegeben hat. Ich verwende im Web gerne eine zweite eMail Adresse, von der eMail an die eigentliche Adresse weitergeleitet wird. Im Fall von Mißbrauch kann ich die Zweitadresse einfach abschalten.

Ist die Adresse trotz aller Mühe dann doch irgendwie ins Netz geraten, sollte man sich nicht zu sehr grämen. Professionelle Adressenhändler haben ihre Adresse ganz legal von ihrer Gemeindeverwaltung gekauft und geben die Adresse gegen geringe Gebühr an alle Interessierten weiter ohne Sie zu fragen. Sie werden dann noch etwas mehr „persönliche“ Werbung in ihrem Briefkasten finden den Sie mit einem Aufkleber  „Keine Werbung“ versehen haben.

Mein lokaler CDU Abgeordneter hat diese Praxis vehement verteidigt, da eine Firme für Werbung mit angeschlossenem Adressenhandel in seinem Wahlkreis liegt. Man muss ja den Mittelstand schützen. Die Firma ist inzwischen Pleite. Das Gesetz, dass den Gemeinden die Weitergabe der Adressen ihrer Bürger erlaubt, gibt es immer noch.

Eine Antwort zu “Namen und Adresse im Internet schützen

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