Wo sind meine Kreditkartendaten gespeichert?

Kauft man öfter im Internet mit Kreditkarte ein, so werden nicht nur die Kreditkartennummer sondern auch die Kartenprüfnummer (KPN) auf der Rückseite der Karte bei allen Verkäufern gespeichert. Gelingt es nun einem Angestellten, einem Servicetechniker oder einem Hacker an diese Daten heranzukommen, kann man alle möglichen Dinge wie Reisen, Hotels, Waren usw im Internet bestellen. Bei einer Bestelllung in USA wurde ich von einer kundenfreundlichen Version der Zahlung überrascht. Dort gab es nämlich eine Option „Kreditkarten löschen nach Ende der Transaktion“. Dadurch wird eine elementare Sicherheitsforderung der Datenschützer erfüllt – Daten sollten nur solange gespeichert werden, wie sie benötigt werden. Da könnte sich der neue Minister für Verbraucherschutz in Deutschland gleich eine Anregung holen.

Die Kreditkartenunternehmen und die Banken versuchen gerade das 3D Verfahren für die Kreditkartenzahlung einzuführen. Hierbei wird der Kunde bei der Zahlung auf den Server seiner Bank umgelenkt und muss dort ein Passwort eingeben, dass nur ihm und seiner Bank bekannt ist. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat das 3D Verfahren bereits eingeführt. Hierfür muss der Händler aber auch an diesem 3D Verfahren teilnehmen, was aber heute nur bei ganz wenigen Händlern der Fall ist. Ausserdem ist die 3D Funktion bei der LBBW sehr schlampig implementiert. Die Registrierung bei der ersten Zahlung funktioniert einfach nicht!  Man kann dadurch bei dem Händler nicht mehr einkaufen – es sei denn man verwendet PayPal oder ein anderes Bezahlverfahren. Der Händler hat aber nach wie vor die Kundendaten, die Kreditkartennummer und  die Kartenprüfnummer. Solange nicht alle Internet Händler das 3D Bezahlverfahren eingeführt haben, bringt das 3D Bezahlverfahren dem Kunden keine Vorteile sondern nur Nachteile. Die AGBs bei der Registrierung für das 3D Verfahren zeigen keinen einzigen Vorteil für den Kunden (z.B. erhöhte Haftung oder Stornierung) aber natürlich die erhöhte Sorgfaltspflicht für die Geheimhaltung des Passworts und der individuellen Begrüssungsformel. Dieser ungeschickte Versuch die Kreditkartenzahlung sicherer zu machen, ist nur Wasser auf die Mühlen von eBay(PayPal), Google u.a.

2 Antworten zu “Wo sind meine Kreditkartendaten gespeichert?

  1. Pingback: Ärger mit Paypal Zahlung – die Banken mal wieder schuld! « PrivatesPortal

  2. Dieses 3D verfahren ist so wie es in Österreich mit der Maestrokarte möglich ist (also einer normalen Geldkarte die praktisch jeder besitzt der ein Girokonto hat)
    Scheint gut zu funktionieren, habs auch schon bei vielen Händlern gesehen bei denen ich was gekauft hab.
    Selbst hab ich bisher jedoch immer nur die normale Kreditkartenzahlung verwendet (zum Glück bis jetzt auch ohne Betrug)

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