Angriff auf die Privatsphäre – Cookies

Fast alle Websites versuchen das Verhalten der Benutzer zu analysieren auch um wiederkehrenden Benutzern umständliche Eingaben zu sparen oder personalisierte Webseiten anzubieten. Schaut man sich einmal an wieviele Cookies auf dem eigenen PC gespeichert sind (Firefox: -> Extras -> Einstellungen -> Datenschutz -> Cookies anzeigen), wird man sicher überrascht sein. Nun kann man das Abspeichern von Cookies auf dem eigenen PC generell verbieten, man wird dann aber an vielen Anwendungen im Web keine Freude mehr haben. Das Speichern eines Cookies beim Besuch einer Website ist an sich nicht verwerflich und meist durchaus sinnvoll. Problematisch wird es, wenn z.B. Google und andere Dienste, von denen aus viele andere Websites angesteuert werden, Statistiken und Benutzerprofile erstellen um diese Information direkt oder indirekt über gezielte Werbung verkaufen.  Nun kann man das Speichern von Cookies für einzelne Webadressen manuell sperren (Firefox:  -> Extras -> Einstellungen -> Datenschutz –  Cookies Ausnahmen), das bei der Vielzahl der Websites, die man normalerweise besucht, äusserst umständlich ist. Das TACO Add-On für Firefox (targeted Advertising Cookie Opt-Out)  sperrt die Cookies von 84 Werbungs-Netzwerken u.a. von Google Werbung (nicht die andere Google Funktionen) und kann als Add-On in Firefox integriert werden.  Die für Cookies gesperrten Webadressen werden mit opt-out markiert und werden beim Löschen von Cookies nicht mehr gelöscht. Will man die TACO Cookie Sperre löschen, muss man zunächst das TACO Add On in Firefox deinstallieren. Erst dann lassen sich auch die mit opt-out markierten Cookies löschen. Das ist relativ unproblematisch, weil sich das  TACO Add-On leicht und schnell wieder installieren lässt.

Die TACO Cookie Sperre funktioniert leider nur bei den größeren seriösen Anbietern. Unseriöse Anbieter benutzen eine Vielzahl von Tricks um Cookie Sperren zu umgehen. Inzwischen gibt es durchaus seriöse Anbieter (z.B. Forbes), deren Webseiten man nicht mehr ansehen kann, wenn man Cookies von dritten Parteien gesperrt hat – dann funktioniert nämlich häufig die Werbung nicht mehr und man sieht z.B. einen leeren Browser Bildschirm. Wenn man sich aber dennoch solche Seiten ansehen will, empfehle ich einen zweiten Browser für diese Seiten zu verwenden (z.B. Google Chrome oder IE), den man so einstellt, dass alle Cookies beim Verlassen des Browsers gelöscht weren (Privacy Mode). Solche Seiten sollte man aber nicht verlinken, da viele Benutzer, die Third Party Cookies gesperrt haben, diese Seite sowieso nicht sehen können.

Die Beta Version 3.5 von Firefox bietet eine sehr komfortable Private Browsing Funktion, dabei wird ein neues Browserfenster geöffnet und alle auf dem eigenen PC generierten Daten also auch Historie und Cookies gelöscht.  Mit einigen Tricks kann man auch Firefox so einstellen, dass z.B. Cookies nicht gelöscht werden. Die meisten Benutzer verzichten nämlich sehr schnell auf Teile ihrer Privatsphäre, wenn sie dabei das lästige Eintippen von Benutzernamen und -daten vermeiden können.

2 Antworten zu “Angriff auf die Privatsphäre – Cookies

  1. Pingback: Ärgernis: Third Party Cookies | PrivatesPortal

  2. Der MAXA Cookie Manager verwaltet neben konventinellen Cookies aller Browser auch neue Browserunabhängige Cookies, welche nicht zusammen mit den Browsercookes gelöscht werden.

    Die Standard-Version ist Freeware:
    http://www.maxa-tools.com/cookie.php

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