Die Tricks der Internetabzocker – #1 Widerrufsrecht

Während Herr Schäuble sich vorwiegend um die Kontrolle der Internetbenutzer kümmert, können sich Datenhändler, Spammer und Abzocker weitgehend unbehelligt von Polizei und Rechtsstaat betätigen, wobei Jugendliche offensichtlich ein besonders lohnendes Ziel sind. Eine besonders ärgerliche Masche, ist der Abschluss von „Serviceverträgen“ ohne Zustimmung des Benutzers, der zufällig auf einer Lockvogelseite des Abzockers gelandet ist.  Obwohl die unseriösen Anbieter z.B. längst bei den Verbraucherzentralen bekannt sind geht das Treiben der Abzocker lustig weiter, weil sie geschickt Lücken in den von unserem Bundestag mit Hunderten von Juristen geschaffenen Gesetzen nutzen. Eigentlich könnte man meinen, dass man Internetgeschäfte innerhalb von 14 Tagen widerrufen kann, so sieht es wenigstens das Widerrufsrecht im Fernabsatzvertrag vor.   Das umgehen die Abzocker indem sie die Nachricht über den Abschluss und die Rechnung erst nach 15 Tagen an den geleimten Kunden schicken. Vorher hat der Kunde ja nicht gewusst, dass er vermeintlich einen Vertrag abgeschlossen hat – also konnte er auch nicht widersprechen. Nach 15 Tagen ist es nach Gesetz dann aber zu spät für einen Widerspruch. Das ist sicher juristisch nicht ganz astrein,  scheint aber als Geschäftsgrundlage für die Abzocker ausreichend zu sein. Dieses Problem könnte man im Gesetz ganz einfach so lösen, dass die Widerspruchsfrist erst nach Eingang des Vertrages oder der Rechnung beim Kunden beginnt.

Grundsätzlich sollte man sich bei solchen und ähnlichen Problemen mit Abzockern nicht nur auf die Dokumentation auf dem PC stützen, sondern mit einem Zeugen auf alle Fälle ein Protokoll über Eingang und Inhalt von eMails und Dokumenten erstellen.

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2 Antworten zu “Die Tricks der Internetabzocker – #1 Widerrufsrecht

  1. Hallo, zum Widerrufsrecht wie oben dargestellt,eine Ergänzung.
    „Bei Unterlassung des hinweises auf ein Widerrufsrecht und nicht Zustellung eines festen Datenträgers oder in Schriftform,verlängert sich das Widerrufsrecht auf Drei Monate.“
    LG

  2. Bin vollkommen derselben Meinung, daß sich unser lieber Bundes-Schäuble vorwiegend darum bemüht, die Rechte von Internet-Benutzern mittels ständiger Terrorismus-Drohungen einzuschneiden versucht. Für die vorwiegend harmlose Mehrheit der Nutzer des WorldWideWeb eine schützende, stützende, eindeutige Rechtsbasis zu schaffen, scheint für ihn nicht das geringste Gewicht zu besitzen.

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