Das Google Chaos

Viele Benutzer aber auch viel Produktmanager meinen, dass man ein gutes Produkt einfach in einer „offenen“ Umgebung erhält. Man schafft eine „Plattform“ und läßt dann freiwillige in aller Welt dann neue Funktionen basteln. LINUX wird hier immer als Beispiel angeführt. Dabei vergisst man, dass LINUX einfach die xte Version des uralt LINUX Systems ist und Linus Thorwald autoritär und wie ein Zerberus über die Systemarchitektur wacht. Er spielt also die Rolle eine typischen Produktmanagers.

Mit der Plug-Ineritis bei fast allen Systemen (Internet, Explorer, Windows Desktop, Firefox, Google, … ) bekommt man zwar schnell viele Mini-Funktionen, die aber früher oder später nicht mehr funktionieren, weil die Hersteller die Lust verloren haben oder bei Änderungen der Plattform nicht nachgezogen wird. Ähnlich ist es mit Services im Internet, Widgets, Gadgets und Co. Ganz wenige dieser Services im Web funktionieren länger als ein Jahr! Ganz besonders schlimm ist es zur Zeit bei Google, wo sich viele „kreative“ ITler ansiedeln aber niemand den unangenehmen Job eines Produktmanagers macht. Im Rennen um immer neue Features wenden sich auch konventionelle IT Firmen wie IBM, Microsoft aber auch SAP dem Chaos Modell zu, dessen zentrales Qualitätsprinzip das Austesten von unfertiger Software durch die Kunden ist.  Ausser ein paar „Freaks“ ist dabei aber niemendem gedient. Wirklich gute Systeme, deren Funktionen sinnvoll gestaffelt sind und deren Architektur der Benutzer unbewusst verstehen und über Jahre nutzen kann, entstehen mit diesen Methoden nicht.

Normale Benutzer sollten nur die Basisfunktionen eines Systems verwenden (zum Glück sind sie häufig schon damit überfordert) und zusätzliche Features und Gadgets nur dann nutzen, wenn sich der Aufwand für die Pflege lohnt. Man muss aber jederzeit damit rechnen, dass der Serice kurzfristig eingestellt wird – genau wie im richtigen Leben!         

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