Google’s Mobile Browser – Opera Mini Killer?

Wie immer wenn amerikanische IT Firmen ein wenig hinter der modernsten Technologie z.B. beim Browser für Handies hinterher sind wird zunächst viel heiße Marktingluft erzeugt. Microsoft’s Luftschloss heißt Deepfish und Google arbeitet an einem Transcoder basierenden Google Mobile Browser ähnlich dem Opera Mini. Die kritische Komponente ist der Transcoder, der die Webseiten so umformt, dass sie auf den kleineren Bildschirmen der mobilen Geräte dargestellt werden können und auch die Datenmenge beim Preview (Übersicht) auf etwa 10 kByte reduziert wird. Man kann sich auf dem PC ansehen wie eine Seite umgeformt wird wenn man der Seite die Adresse des Transcoder Proxies voranstellt. Die transcodierte Seite dieses Blogs hat dann die Adresse  http://www.google.com/gwt/n?u=https://portaleco.wordpress.com Sieht man sich diese transcodiert Seite aber auf dem Handy an und vergleicht das mit der Darstellung von Opera Mini, dann sieht man den Technologie Vorsprung den Opera gegenüber Google hat. Opera Mini kann auch komplexe Microsoft Sharepoint Seiten darstellen während der Google Transcoder z.B. bei der Sharepoint Seite http://www.google.com/gwt/n?u=http://www.portaleco.eu/evaluation sofort aussteigt. Bei Opera gibt es zwar auch noch viele Probleme mit komplexen Webseiten – die Entwickler aus Norwegen haben aber bereits viele Probleme gelöst, die die Entwickler von Google wahrscheinlich noch nicht einmal kennen. Leider ist wohl abzusehen wie die Geschichte ausgehen wird. Google wird wohl Opera aufkaufen und damit die Technologie nach USA transferieren. Das Transcoding Konzept von Opera passt hervorragend in das Business Modell von Google, da bei weltweitem Einsatz der Transcoding Technologie riesige Server Parks ähnlich wie bei der Suche benötigt werden.

Die Transcoding Technologie ist grundsätzlich begrenzt wenn komplexere Interaktionen und Eingabemethoden auf mobilen Geräten benötigt werden. Im Rahmen eines EU Projekts hat ein Consortium mit IBM (Entwicklungslabor Böblingen), NOKIA, SAP  u.a. einen intelligenten Ansatz  (Consensus) gemacht, der auch mit einem Transcoding Ansatz kombiniert werden könnte. Leider ist dieser Vorschlag mangels Risikoträgern für die Umsetzung genauso in der Versenkung verschwunden wie so manch anderes vielversprechendes EU Projekt. Forschung ohne Umsetzung im Markt ist eben nur begrenzt wirksam.  

Kommentare wieder erlaubt

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s