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Google Gadget ohne Werbung in Sharepoint einbetten

Mit einem Privat Portal z.B. auf einer Cloud Sharepoint Plattform kann man ähnliche Systeme wie bei iGoogle oder Facebook aufbauen, ohne sich deren Werbung und ohne seine privaten Daten ausliefern zu müssen. Google verdiente bisher sein Geld mit Werbung. Zusätzlich sollen jetzt auch Benutzerdaten an Interessenten verkauft werden. Das wird langsam mehr als lästig wenn Google bisher werbefreie Funktionen wie z.B. Google Groups oder Google Gadget nun auch mit Werbung vollpflastert. Besonders ärgerlich ist das, wenn man auf seiner Webseite nun bei jedem eingebetteten Google Universal Gadget (siehe Google Gadgets in Sharepoint einbetten)  agressive Werbung sieht wie z.B.

Google Gadget with advertising

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das nimmt nicht nur Platz auf der eigenen Webseite weg sondern stört durch agressive Grafik und die Links zur Werbung.

Leider kann man bei den Google Universal Gadgets die Werbung nicht unterdrücken (das erlauben auch die T&Cs nicht!). Man kann aber bei Sharepoint das Gadget in einem Inhalts Editor Webpart so anzeigen, dass die Reklame ohne Scrollen nicht sichtbar ist.

Man erhält vom Google Universal Gadget Builder bei Get the Code z.B. folgendes Javascript:

<script src=”//http://www.gmodules.com/ig/ifr?url=http://likesbox.com/igoogle/news/tagesschau.xml&amp;synd=open&amp;
w=320&amp;h=300&amp;title=Tagesschau+ARD+-+Aktuelle+Nachrichten+-+Inland+Ausland+Wirtschaft+Kultur+Sport&amp;
border=%23ffffff%7C3px%2C1px+solid+%23999999&amp;output=js”></script>

Dieses Javascript speichert man als TXT File im Sharepoint Portal ab und kopiert die LINK URL zu diesem Gadget Textfile. Nun platziert man ein Inhalts Editor Webpart auf der Sharepoint Seite und gibt die URL zum Gadget Textfile ein.

Zusätzlich begrnezt man noch die Höhe des Webparts (im Beispiel 320 Pixel) so, dass die Google Werbung nicht sichtbar wird. Damit erhält man jetzt folgende Anzeige auf der eigenen Webseite

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Lösung funktioniert, ist aber nicht ganz befriedigend. Langfristig wird die Microsoft und/oder die Open Source community  attraktive Gadgets für PCs und Tablets sowie kompatible Apps für Mobiltelefone und Tablets verfügbar machen müssen, wenn sie gegen die Konkurrenz von Google und Apple bestehen wollen. Wie Apple gezeigt hat, kann man für gute Gadgets und Apps durchaus Geld verlangen besonders wenn die Anwendungen ohne lästige Werbung und Datenschnüffelei angeboten werden.

Achtung: Beim Einbetten von Google Gadgets muss man natürlich auch die betreffenden Google Geschäftsbedingungen beachten, die vorschreiben, dass man die Google Gadgets nicht verändern darf . Man darf die Werbung nicht entfernen. Das ist bei einem kleineren Anzeigefeld mit Scrollen offensichtlich OK, da viele Google Gadgets die Scroll Funktion eingebaut haben.

Privates Soziales Netzwerk (Privates Portal) in der Cloud braucht IT Grundwissen

Während in USA sich die IT Szene schon von Facebook und Google weg hin zu Privaten Porten mit integriertem sozialem Netzwerk bewegt, tut sich in deutschen Szene noch relativ wenig. Man schimpft zwar auf die Datenkraken Facebook und Google will und kann aber wenig tun, um diesen Kraken zu entkommen. Pidder ist eine deutsche Social Network Plattform, die viel Wert auf Datenschutz legt, aber noch etwas holprig daherkommt (aber auch kostenlos ist!). Programmierer, die sich mit den modernen Cloud Benutzerschnittstellen auskennen, sind in Deuschland noch Mangelware. US Plattformen, die ähnlich arbeiten wie Facebook und ähnlich zu bedienen sind:  Yammer, Chatter , Huddle, Jive


SocialGo
(Beispiel Kasabian Live) ist ein typisches Beispiel aus England für eine private soziale Plattform. Die wesentlichen Kennzeichen sind dabei, dass Benutzer sich für die Plattform registrieren können (sich auf Wunsch aber auch mit ihrem Facebook oder Twitter Global ID anmelden können) und alle Inhalte nicht vom Hoster wie bei Google oder Facebook genutzt werden. Für 30 $ im Monat erhält etwa man bei SocialGo ein privates Social Netzwerk ähnlich Facebook, dass der Besitzer selbst kontrolliert. Man kann selbst entscheiden welche Daten und Gruppen frei zugänglich  sind und welche Daten nur bestimmten Gruppen zugänglich sein sollen.

Ich selbst bevorzuge eine Sharepoint Hosting Platform, weil die billiger ist (11 € im Monat) und sehr viele Office Funktionen bietet (und die meisten deutschen Benutzer noch in der eMail Phase sind und mit komplexeren sozialen Netzwerekn nicht umgehen können). Solche privaten Netze/Portale haben typisch etwa 10 bis 100 Benutzer z.B. Familie, Verein, Interessengruppe usw. Bei Bedarf kann man aber z.B. auf der Sharepoint Plattform auch Millionen von Benutzern unterstützen.Die Kosten pro Benutzer liegen bei 100 Benutzern bei 0.1 bis 0.3 € / Monat. Das sollte für Leute, die einen Internet Anschluss und eine Mobilfunk Flatrate bezahlen können, kein Problem sein. Es gibt sicher auch genügend Leute die meistens in einer kleinen Web Bar (Privates Portal) anstatt im Facebook Bierzelt sitzen wollen.

Eine schon seit längerem laufende Umfrage über Planung und Status von Privaten Portalen zeigt aber, dass es in Deutschland noch relativ wenig Leute gibt, die sich mit dem Thema beschäftigen und ganz wenige, die schon soviel Kenntnisse haben, dass sie ein privates soziales Netzwerk betreiben können.

Für die Einrichtung eines privaten Netzwerks benötigt man vor allem organisatorisches Wissen. Spezielle IT Kenntnisse für Installation und Betrieb von Servern sind dazu nicht notwendig. Alle Funktionen werden wie bei Cloud Services über Browser gesteuert. Die Benutzer müssen keine Programme auf ihren PCs und Handys installieren (und auch nicht dauernd updaten).

Die geringen Kenntnisse über Betrieb von sozialen Netzwerken sieht man auch daran, dass in Deutschland weder an Universitäten, Schulen und Volkshochschulen Kurse über selbstorganisierte soziale Netzwerke angeboten werden. Dafür gibt es unzählige Arbeitskreise und Blog Veröffentlichungen, die sich über den mangelnden Datenschutz bei Facebook und Google beklagen. Jammern ist eben einfacher als Denken und Tun.

Facebook oder Privates Portal

Viele Gruppen (Vereine, Familien, Firmen, Schulen, Kirchen – man kann auch Soziale Netzwerke dazu sagen) möchten ihren Mitgliedern zeitgemäße Methoden der Kommunikation anbieten und erliegen häufig der Versuchung einfach ein bestehendes kommerzielles System wie z.B. Facebook, Google Groups, XING usw einzusetzen. Selbst viele Firmen meinen heute, dass sie eine Kundenbeziehung einfach über ein kommerzielles, soziales Netzwerk aufbauen können. Eine Gruppe ist in den bestehenden Systemen einfach zu gründen – dann fangen die Probleme aber erst so richtig an. Bei kommerziellen Systemen muss sich zunächst jedes Mitglied registrieren lassen und dabei die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters akzeptieren. Nun ist nicht jeder bereit seinen Namen, Alter und eMail Adresse an Facebook und Co. weiterzugeben wenn der Betreiber sein eigenes Geschäftsmodell verfolgt und das auch gerne mal wieder ändert wenn die Kasse nicht stimmt. Bei Facebook werden die Adressen der Benutzer z.B. offiziell an Dritte verkauft. Dazu kommt, dass die Sicherheitsmechanismen meist für den Betreiber und nicht für die Benutzer optimiert sind. Viele Gruppenmitglieder akzeptieren auch nicht die kommerzielle Werbung vom Betreiber des sozialen Netzwerks oder von externen Firmen.

Stellt man dann eigene Informationen in das Soziale Netzwerk ein, so ist meist ziemlich unklar, wem die Daten eigentlich gehören, wie der Zugriff gesteuert wird und wie man letztendlich seine Daten wieder aus dem System herausholen kann, wenn man beschließt auf ein anderes System umzuziehen. Betreiber von sozialen Netzwerken führen auch gerne kurzfristig eine neue Software Version ein ohne sich darum zu kümmern wie die Kunden ihre Daten und Anwendungen migrieren können – so z.B. letztes Jahr bei Google Spaces geschehen.

Bei einem Privaten Portal z.B. bei einem Sharepoint Portal Server hat man zunächst etwas mehr Arbeit das Portal aufzusetzen. Typisch wird man das Portal bei einem Hoster betreiben und der Betreiber des Privaten Portals muss auch die Nutzungsbedingungen des Hosters akzeptieren. Anders als Bei Facebook und Co. verwaltet aber die Betreiber und seine Beauftragten alle Benutzer, Daten, Anwendungen und Zugriffsrechte und kann selbst entscheiden welche Teile seines Portals öffentlich und welche Teile nur privat genutzt werden. Die Benutzer müssen mit dem Hoster keine seperaten Verträge abschließen. Zwar kostet so ein Privates Portal bei exklusiver Nutzung und einigen Hundert Benutzern etwa 100 € $ im Jahr. Dabei können Subportale für Familie, Vereine, Kundengruppen usw  aufgesetzt werden. Typisch liegen dann die Kosten je Benutzer bei < 1 $/Jahr.  Man hat dabei aber völlige Selbstbestimmung, muss keine Werbung erdulden und man ist Herr der eigenen Daten. In einem Privaten Portal findet man heute alle Funktionen wie man sie typisch in Gruppen braucht: Web Site, Dokumenten Management, Benachrichtungen, Wikis, Umfragen usw. Das ganze kann professionell mit verteilter, delegierter Verantwortung gemanaged werden. Dafür braucht man in einer Gruppe einige Administratoren, dei sich zumindest in Teilaspekten des Systems auskennen. Die Komplexität liegt dabei auf ähnlicher Ebene wie z.B. bei WORD oder EXCEL. Allerdings gibt es heute in Deutschland noch relativ wenig Benutzer, die sich in dem Gebiet einigermaßen auskennen.

Ein typisches Privates Portal für einen Verein ist das VDE Portal . Der VDE führt z.B. sogar seine Wahlen Online mit dem System durch.

Internet beim Amoklauf in Winnenden – wo bleibt der Katastrophenschutz?

Bei fast jedem Verbrechen von Jugendlichen wird schnell das Internet als mögliche Ursache identifiziert. Der Innenminister von Baden-Württemberg ist u.a. deshalb auch auf eine zynische Meldung aus dem Internet hereingefallen. Hilflos mussten die Behörden auch zusehen, wie sich die Meldung vom Amoklauf unkontrolliert über Twitter verbreitete während der behördliche Katastrophenschutz mit veralteten Einrichtungen arbeiten musste. Nicht einmal die Schulleiter in der Umgebung konnte man warnen, weil der ländliche eMail Server gerade unpässlich war. Etwa 100 Schulen in der Region mit einzelnen Telefonanrufen zu warnen, ist wohl heute nicht mehr zeitgemäß.  Die Bevölkerung wird heute zwar vor jedem Spanngurt auf der Autobahn gewarnt, wenn ein Amokläufer mehrere Stunden durch die Region fährt, ist das aber keine Meldung wert. Für solche Fälle existieren aber auch offensichtlich keine funktionierenden Pläne und Zuständigkeiten sind unklar.  Jeder Industriebetrieb mit >1000 Mitarbeitern handelt grob fahrlässig, wenn er keinen Katastrophenplan zum Schutz seiner Mitarbeiter aufstellt und geeignete Schutzmassnahmen ergreift. Länder und Gemeinden halten sich aber nicht an die in der Industrie üblichen Regeln. An Schulen wird allenfalls eine Feuerübung abgehalten wobei bereits ein Grundproblem sichtbar wird – kein Mensch weiß, wieviele Schüler sich eigentlich in der Schule aufhalten.

Der Innenminister von Baden-Württemberg (und andere) wäre gut beraten das Internet nicht zu verteufeln sondern zu nutzen um Schüler, Lehrer und Eltern im Katastrophenfall angemessen über ein Katastrophen Portal zu informieren und Alarmverfahren (ähnlich Twitter) aufzubauen, mit denen man alle Beteiligten sachgerecht und vor allem schnell informieren kann. Hierzu benötigt man keine Server in USA – es gibt genügend Firmen auch in Baden-Württemberg, die solche Dienste anbieten.  Verbrechen wie in Winnenden wird man damit zwar grundsätzlich nicht verhindern können. Man hat aber gute Chancen, wenigstens die Folgen zu begrenzen.

Da die büroktatischen Mühlen sehr langsam mahlen, können Eltern ohne großen Aufwand ein Privates Portal als Informationssystem mit integriertem Warnsystem aufbauen, das nicht nur im Katastrophenfall sondern auch fürKommunikation aller Beteiligten,  Stundenplanänderungen, Ausfall von Schulbussen usw nutzen können. Das hat den Vorteil, dass man generell die Kommunikationder Schule mit dem Umfeld verbessern kann und im Falle eines Falles die Benutzer auch wissen wie man mit einem solchen System umgeht. Die Kosten für ein solches System sind < 100 € im Jahr und damit für einen privaten Verein tragbar.