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Privates Soziales Netzwerk (Privates Portal) in der Cloud braucht IT Grundwissen

Während in USA sich die IT Szene schon von Facebook und Google weg hin zu Privaten Porten mit integriertem sozialem Netzwerk bewegt, tut sich in deutschen Szene noch relativ wenig. Man schimpft zwar auf die Datenkraken Facebook und Google will und kann aber wenig tun, um diesen Kraken zu entkommen. Pidder ist eine deutsche Social Network Plattform, die viel Wert auf Datenschutz legt, aber noch etwas holprig daherkommt (aber auch kostenlos ist!). Programmierer, die sich mit den modernen Cloud Benutzerschnittstellen auskennen, sind in Deuschland noch Mangelware. US Plattformen, die ähnlich arbeiten wie Facebook und ähnlich zu bedienen sind:  Yammer, Chatter , Huddle, Jive


SocialGo
(Beispiel Kasabian Live) ist ein typisches Beispiel aus England für eine private soziale Plattform. Die wesentlichen Kennzeichen sind dabei, dass Benutzer sich für die Plattform registrieren können (sich auf Wunsch aber auch mit ihrem Facebook oder Twitter Global ID anmelden können) und alle Inhalte nicht vom Hoster wie bei Google oder Facebook genutzt werden. Für 30 $ im Monat erhält etwa man bei SocialGo ein privates Social Netzwerk ähnlich Facebook, dass der Besitzer selbst kontrolliert. Man kann selbst entscheiden welche Daten und Gruppen frei zugänglich  sind und welche Daten nur bestimmten Gruppen zugänglich sein sollen.

Ich selbst bevorzuge eine Sharepoint Hosting Platform, weil die billiger ist (11 € im Monat) und sehr viele Office Funktionen bietet (und die meisten deutschen Benutzer noch in der eMail Phase sind und mit komplexeren sozialen Netzwerekn nicht umgehen können). Solche privaten Netze/Portale haben typisch etwa 10 bis 100 Benutzer z.B. Familie, Verein, Interessengruppe usw. Bei Bedarf kann man aber z.B. auf der Sharepoint Plattform auch Millionen von Benutzern unterstützen.Die Kosten pro Benutzer liegen bei 100 Benutzern bei 0.1 bis 0.3 € / Monat. Das sollte für Leute, die einen Internet Anschluss und eine Mobilfunk Flatrate bezahlen können, kein Problem sein. Es gibt sicher auch genügend Leute die meistens in einer kleinen Web Bar (Privates Portal) anstatt im Facebook Bierzelt sitzen wollen.

Eine schon seit längerem laufende Umfrage über Planung und Status von Privaten Portalen zeigt aber, dass es in Deutschland noch relativ wenig Leute gibt, die sich mit dem Thema beschäftigen und ganz wenige, die schon soviel Kenntnisse haben, dass sie ein privates soziales Netzwerk betreiben können.

Für die Einrichtung eines privaten Netzwerks benötigt man vor allem organisatorisches Wissen. Spezielle IT Kenntnisse für Installation und Betrieb von Servern sind dazu nicht notwendig. Alle Funktionen werden wie bei Cloud Services über Browser gesteuert. Die Benutzer müssen keine Programme auf ihren PCs und Handys installieren (und auch nicht dauernd updaten).

Die geringen Kenntnisse über Betrieb von sozialen Netzwerken sieht man auch daran, dass in Deutschland weder an Universitäten, Schulen und Volkshochschulen Kurse über selbstorganisierte soziale Netzwerke angeboten werden. Dafür gibt es unzählige Arbeitskreise und Blog Veröffentlichungen, die sich über den mangelnden Datenschutz bei Facebook und Google beklagen. Jammern ist eben einfacher als Denken und Tun.

Besser keine eMail Adressen als Benutzernamen im Sharepoint Privat Portal

Für interne Sharepoint Portale in einer Firma oder in einem Verein kann man die eMail Adresse als Sharepoint Benutzername verwenden. Die Benutzer können sich diesen Namen gut merken. Will man aber Teile des Sharepoint Portals freigeben für die allgemeine Nutzung im Web, so veröffentlicht man die eMail Adfressen aller Sharepoint Benutzer, die Beiträge in das Sharepoint Portal einstellen. Dies ist meist nicht erwünscht, da Spammer systematisch Websites nach eMail Adressen scannen. Plant man Teile eines Sharepoint Portals im Web freizugeben, sollte man Benutzernamen vergeben aus denen man die eMail Adresse nicht ableiten kann.

Viele Websites, die ein Benutzer Login verwenden, verlangen die eMail Adresse als Benutzername (z.B. Google). Auch damit sollte man sehr sorgfältig umgehen, da man damit seine eMail Adresse bekannt macht. Meist kann man anstatt einer echten eMail Adresse eine “Phantasieadresse” wie z.B. benutzer@dummy.com in solchen Systemen eingeben, da meist nur das Format und nicht die Gültigkeit der Adresse überprüft wird.

Amazon Cloud bricht zusammen – was tun?

In vielen Unternehmen und noch mehr bei IT Firmen sind Cloud Services zur Zeit ein Top Thema. Es ist ja auch nur allzu verlockend, hochzuverläassige IT Services benutzen zu können, ohne die komplexe Verwaltung von Hardware und Software selbst zu übernehmen. Immer weniger Firmen haben genügend fachkundige Mitarebiter um die vielen Updates in ihre Systeme einzupflegen,  ihre Daten gegen Hacker und eigene ungeschickte Benutzer zu sichern und den Zugriff zu Geschäftsdaten u.a. für das Finanzamt auf Jahrzehnte zu sichern. Private Benutzer, Vereine und kleine Gruppen haben es meist schon aufgegeben, eigene Server zu betreiben und  genießen schon wesentlich länger Services aus dem Web, wobei es dem Benutzer ziemlich egal ist, mit welcher Technologie die Funktonen realisiert werden. Es wird z.B. kaum noch Privatpersonen geben, die einen Mail Server oder ein Archiv für Dokumente, Musik oder Video selbst betreiben. Der Benutzer sieht in der Regel keinen Unterschied ob die Services mit klassichen Server Installationen oder in der Cloud erbracht werden. Der Unterschied bemerkt man aber sicher dann, wenn die Cloud Services mal nicht funktionieren wie beim Amazon Blackout am 21. April 2011. Von einer Störung in einer großen Cloud sind nicht nur Tausende sonder Millionen von Benutzern betroffen und Firmen. die ihre IT in die Cloud verlagert haben, sind praktisch lahmgelegt. Auch ein Datendiebstahl wie z.B. bei Sony kann dazz führen, dass ein Service abgeschaltet werden muss.

Wenn das Web und damit alle Webservices für Privatpersonnen ausfallen ist der Schaden meist nicht sehr groß. Man sollte sich aber trotzdem überlegen, was man tun kann, wenn der eigene PC zusammenbricht, der Netzanschluss nicht funktioniert oder der Service bei eMail usw nicht funktioniert. Schließlich ist man auch privat immer mehr von Services im Web abhängig. Deshalb werden in diesem Blog einige Beiträge für Benutzer mit mehreren Geräten (PC, Handy, Pad … ) zu den kritischen Themen

  • Sicherer Zugriff auf eMail und BackUp auch wenn mal etwas schief geht – eMail Strategie
  • Passwort und PIN Management mit PC, Handy, Pad …, Kreditkarten
  •  Identity Management – Registrieren, Geschäftsbedingungen, Abmelden, Sperrung, Auswahl der Webdienste
  • Dokumente sichern, BackUp, Archivierung und Ausdruck im Web
  • Web Administration Regeln für Gruppen und kleine Unternehmen

Krieg in Lybien – Freies Mobilfunknetz der Rebellen

Das erste was ein totalitäres Regime wohl abstellen wird, wenn das Volk seine eigene Meinung allzu offen äußert und gegen das Regime tätig werden will, ist wohl das Mobilfunknetz. Wenn wie in Lybien das Netz auch noch dem Sohn des Diktators gehört, dann wird das Abstellen des Mobilfunknetzes besonders einfach. Aber Not macht die Rebellen auch erfinderisch. Martin Sauter weist in seinem Blog darauf hin, dass die Rebellen in Lybien einfach das Netz des Gaddafi Sohns gekapert haben und ein freies Mobilfunknetz inklusive Anschluss an das Ausland via Satellit nun in eigener Regie zensurfrei betreiben.  Wichtig ist dabei, dass alle Mobilfunkteilnehmer ihre gewohnte Nummer behalten und damit mit Freunden und Familie weiter kommunizieren können.

Unsere Politiker und Experten diskutieren eifrig über die Vorratsdatenspeicherung bei Telefongesprächen. Die Gefahr, dass ein totalitäres Regime oder Saboteure die Kommunikation im Internet und im Mobilfunknetz einfach abschalten, wird aber offensichtlich nicht gesehen obwohl das in autoritären Staaten längst zum Alltag gehört.

Schwarmintelligenz #3 – Blogging – Auch eine Biene kann stechen!

Will man als Blogger seine Stimme z.B. vor der gerade abgeschlossenen Landtagswahl in Baden-Württemberg erheben und startet einen politischen Blog wie z.B. Freie Abgeordnete , so  wird man zunächst enttäuscht sein. Selbst nach eigenem Ermessen gute Beiträge werden in der Öffentlichkeit nicht beachtet. Das liegt eventuell daran, dass sich kein Mensch außer Ihnen für ihre Themen interessiert. Wahrscheinlicher ist, daß der neue Blog von den Suchmaschinen speziell Google niedrig bewertet wird und niemand die Blogbeiträge findet. Beim Start eines Blogs sollte man sich sehr gut überlegen, welche Zielgruppe der Blog adressieren soll und wie groß die Zielgruppe überhaupt ist. Bei einem privaten politischen Blog sind 10 Besucher/Tag bereits ein sehr guter Wert. Es interessieren sich nun einmal wenig Leute für politische Hintergrundinformation. Die 08/15 Themen werden von den großen Medien Blogs wie z.B. Spiegel Online, FAZ Online usw abgedeckt. Man muss also schon spezielle Informationen anbieten, wenn der Blog bei der Suche überhaupt gefunden werden soll.  Die Besucher von privaten Spezial Blogs kommen fast alle über die Suche zum Blog. In der Web Besucher Statistik kann man sehen mit welchen Suchkriterien die Besucher beim Blog gelandet sind und welche Artikel nachgefragt wurden.

Realistisch gesehen, kann man mit diesen Besucherzahlen keinerlei Wirkung erzielen. Ähnlich wie eine Biene in einem Schwarm gehen ihre Beiträge in der Vielzahl von Nachrichten im Web auf Twitter, Facebokk, Foren, Blogs usw völlig unter. Das ist der Nachteil, wenn man im Schwarm unterwegs ist.

Immer wieder passiert es aber dann doch, dass einzelne Beiträge von Multiplikatoren wie z.B. Zeitungsredakteuren, Politikern oder ihren Assistenten, engagierten Bürgern und Bürgerinitiativen aufgegriffen werden und Entscheidungsprozesse in der Politik meist indirekt beeinflussen. So gesehen kann auch ein einzelner Stich einer Blogger Biene durchaus Wirkung zeigen.

Primär sollte man solche privaten Politik Blogs hauptsächlich als persönliches Tagebuch seiner eigenen Erfahrungen in der Politik sehen.

PS Es sollte selbstverständlich sein, dass man seine Blogs der Öffentlichkeit ohne Einschränkungen zur Verfügung stellt. Kopieren und Verwerten ist ohne Referenz oder Namensnennung ausdrücklich erlaubt. Es sei denn Sie wollen oder müssen Ihren Lebenunterhalt mit Ihrem Blog verdienen.

Schwarmintelligenz #2 – Blog

Ein Blog (Weblog) war ursprünglich nur die Umsetzung des guten alten Tagebuchs (Logbuch) in die digitale Welt des Web. Künstler, Ingenieure, Privatpersonen u.a. haben schon immer das Geschehen in der Welt und ihre Empfindungen schriftlich festgehalten. Private Tagebücher (gesammelt z.B. im Deutschen Tagebuch Archiv) sind wertvolle Quellen für die Geschichtsforschung, da sie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren und die “Wahrheit” aus persönlicher Sicht und ohne Filter dargestellt wurde. Forscher und Ingenieure haben ihre Versuche und Erkenntnisse (ebenso häufig aber auch ihre Irrwege) in Tagebüchern niedergelegt. Diese sind oft interessanter zu lesen als die “offiziellen” Bücher, in denen die Erkenntnisse geglättet dargestellt werden.

Die Meinung, dass ein Blog immer öffentlich im Internet abgelegt werden muss, ist  weit verbreitet und hindert viele Benutzer die Vorteile von Blogs zu nutzen. Ich dagegen rate das Bloggen zunächst mit einem privaten Blog zu beginnen, der nur vom Ersteller genutzt wird, ganz ähnlich wie ein privates Tagebuch. Ich empfehle den Blog auf der Internet Plattform von WordPress anzulegen. Die wichtigsten Gründe sind wohl

  • Der Betrieb des Blogs ist kostenlos
  • Die Blog Funktionen sind einfach zu bedienen erfüllen aber auch die Anforderungen anspruchvoller Blogs
  • Die Benutzer werden nicht mit Werbung belästigt
  • Der Autor bleibt der Herr seiner Daten und kann diese jederzeit Löschen, aus dem System herausholen, auf einen eigenen Server laden oder als XML Dokument abspeichern. Das System kann auch zum Anlegen kleiner privater Websites genutzt werden.
  • WordPress hat ein sehr gutes Entwicklungsteam und ein verlässliches Businessmodell. Ich benutze WordPress seit 5 Jahren und war mit der Zuverlässigkeit des Systems und mit Erweiterungen sehr zufrieden.

Blog Beispiele werden deshalb hier immer anhand der WordPress Blog Funktionen gezeigt. Sinnvolle Inhalte für einen privaten Blog sind z.B.

  • Hinweise und Tricks für meinen PC und selten genutzte Programme oder Programmfunktionen. Wenn man einmal herausgefunden hat, wie bestimmte Funktionen benutzt werden lohnt es sich das mit wenigen Stichworten festzuhalten. Mit der Suche im Blog kann man später diese Hinweise auch nach Jahren wieder finden auch wenn man mit dem PC umgezogen ist oder einem Kollegen helfen will.
  • Reise Blog
  • Familien Blog
  • Vereins Blog
  • Krankengeschichte (auch für ältere Angehörige)
  • Hobby Blog
    Sport – Trainingsergebnisse
    Musik – Übungshinweise, Stücke
    Bezugsquellen und Erfahrungen z.B. Fahrrad
    Ausflüge und Wanderungen
    Literatur und Zeitungen – Verweise

Spätestens wenn man den ertsen Blog Beitrag geschrieben hat (der Browser Editor von WordPress ist recht einfach zu bedienen und hat die üblichen Rich Text Funktionen für Formatierung, Bilder, Links, usw) sollte man die Privacy Settings setzen -> Dashboard -> Settings -> Privacy

Hier sollte man zunächst die Option “I would like my blog to be private … ” wählen. Damit ist der private Blog im Web nicht sichtbar. Hat man einige Beiträge geschrieben und möchte diese Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern zugänglich machen, kann man mehrere Benutzer für den Blog zulassen. Diese müssen sich wie im Web 2.0 üblich alle bei WordPress anmelden.

Alternativ kann man auch den zunächst als pivat deklarierten Blog öffentlich zugänglich machen und  die Privacy Settings entsprechend ändern. Ich empfehle jedoch gezielt einen neuen öffentlichen Blog zu starten, wenn man sich mit der Bedienung der Blog Plattform vertraut gemacht hat und eine Idee entwickelt hat zu welchem Thema man öffentlich bloggen möchte.

Vorher sollte man aber einen geeigneten Layout (Appearance) und ein Blog-Bild als Wiedererkennungsmerkmal auswählen. Nun kann man einige sinnvolle Beiträge aus dem privaten Blog mit Copy/Paste in den öffentlichen Blog übernehmen. (Bei WordPress gehören die Beiträge ja Ihnen und Sie haben alle Rechte). Man sollte sich die Beiträge nochmal ansehen und editieren, damit die Leser sie auch verstehen können. Es empfiehlt sich auch einige statische Seiten (Pages) anzulegen z.B. mit Impressum und einer generellen Beschreibung sowie Sinn und Zweck des Blogs. Damit kann der Blog z.B. auch als Homepage für einen Verein (Beispiel Vereins Blog) genutzt werden.

Nach diesem Schritt sind sie stolzer Besitzer eines Blogs und können nun nach einigen Tagen nachsehen wieviele Besucher ihre Site besucht haben,  welche Artikel sie dabei gelesen haben ( -> Dasboard -> Sitestats) und nach welchen Begriffen die Besucher gesucht haben.

Frust. Dabei werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass kein einziger Besucher (ihre eigenen Besuche werden nicht gezählt) ihren schönen neuen Blog besucht hat gemäß der Device “Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich ..). Das ist nicht weiter verwunderlich, da ihre Beiträge nur ein paar Tropfen im Meer der Informationen im Web ausmachen und Google von Ihnen zunächst einmal keine Kenntnis nimmt. Das ist zunächst nicht weiter schlimm, wenn sie Ihren Blog auch privat nutzen. Mittel- und langfristig wird man jedoch erreichen wollen, dass der Blog auch genutzt wird. Hierfür gibt es demnächst in diesem Blog dann einige Empfehlungen.

Facebook oder Privates Portal

Viele Gruppen (Vereine, Familien, Firmen, Schulen, Kirchen – man kann auch Soziale Netzwerke dazu sagen) möchten ihren Mitgliedern zeitgemäße Methoden der Kommunikation anbieten und erliegen häufig der Versuchung einfach ein bestehendes kommerzielles System wie z.B. Facebook, Google Groups, XING usw einzusetzen. Selbst viele Firmen meinen heute, dass sie eine Kundenbeziehung einfach über ein kommerzielles, soziales Netzwerk aufbauen können. Eine Gruppe ist in den bestehenden Systemen einfach zu gründen – dann fangen die Probleme aber erst so richtig an. Bei kommerziellen Systemen muss sich zunächst jedes Mitglied registrieren lassen und dabei die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters akzeptieren. Nun ist nicht jeder bereit seinen Namen, Alter und eMail Adresse an Facebook und Co. weiterzugeben wenn der Betreiber sein eigenes Geschäftsmodell verfolgt und das auch gerne mal wieder ändert wenn die Kasse nicht stimmt. Bei Facebook werden die Adressen der Benutzer z.B. offiziell an Dritte verkauft. Dazu kommt, dass die Sicherheitsmechanismen meist für den Betreiber und nicht für die Benutzer optimiert sind. Viele Gruppenmitglieder akzeptieren auch nicht die kommerzielle Werbung vom Betreiber des sozialen Netzwerks oder von externen Firmen.

Stellt man dann eigene Informationen in das Soziale Netzwerk ein, so ist meist ziemlich unklar, wem die Daten eigentlich gehören, wie der Zugriff gesteuert wird und wie man letztendlich seine Daten wieder aus dem System herausholen kann, wenn man beschließt auf ein anderes System umzuziehen. Betreiber von sozialen Netzwerken führen auch gerne kurzfristig eine neue Software Version ein ohne sich darum zu kümmern wie die Kunden ihre Daten und Anwendungen migrieren können – so z.B. letztes Jahr bei Google Spaces geschehen.

Bei einem Privaten Portal z.B. bei einem Sharepoint Portal Server hat man zunächst etwas mehr Arbeit das Portal aufzusetzen. Typisch wird man das Portal bei einem Hoster betreiben und der Betreiber des Privaten Portals muss auch die Nutzungsbedingungen des Hosters akzeptieren. Anders als Bei Facebook und Co. verwaltet aber die Betreiber und seine Beauftragten alle Benutzer, Daten, Anwendungen und Zugriffsrechte und kann selbst entscheiden welche Teile seines Portals öffentlich und welche Teile nur privat genutzt werden. Die Benutzer müssen mit dem Hoster keine seperaten Verträge abschließen. Zwar kostet so ein Privates Portal bei exklusiver Nutzung und einigen Hundert Benutzern etwa 100 € $ im Jahr. Dabei können Subportale für Familie, Vereine, Kundengruppen usw  aufgesetzt werden. Typisch liegen dann die Kosten je Benutzer bei < 1 $/Jahr.  Man hat dabei aber völlige Selbstbestimmung, muss keine Werbung erdulden und man ist Herr der eigenen Daten. In einem Privaten Portal findet man heute alle Funktionen wie man sie typisch in Gruppen braucht: Web Site, Dokumenten Management, Benachrichtungen, Wikis, Umfragen usw. Das ganze kann professionell mit verteilter, delegierter Verantwortung gemanaged werden. Dafür braucht man in einer Gruppe einige Administratoren, dei sich zumindest in Teilaspekten des Systems auskennen. Die Komplexität liegt dabei auf ähnlicher Ebene wie z.B. bei WORD oder EXCEL. Allerdings gibt es heute in Deutschland noch relativ wenig Benutzer, die sich in dem Gebiet einigermaßen auskennen.

Ein typisches Privates Portal für einen Verein ist das VDE Portal . Der VDE führt z.B. sogar seine Wahlen Online mit dem System durch.

Belästigung durch eMail Marketing

Wer ärgert sich nicht über die vielen eMails, die meist vergeblich versuchen unsere Aufmerksamkeit auf Dinge zu lenken, an denen wir nicht interessiert sind. In der Computerzeitung berichtet ein Hersteller von eMail Marketing Software stolz, dass Deutschland mit 8% eine wesentlich höhere Klickrate als z.B. USA mit 5.8 % hat. Das kann man auch so interpretieren, dass mehr unerfahrene Deutsche auf die Tricks der eMail-Marketing Experten reinfallen und damit auch zu den 42% Nutzung von Firmennetzwerken für private Zwecke beitragen.  In den jetzigen Zeiten der Krise kann man nur jedem Angestellten raten, jegliche Nutzung von Firmenresourcen für private eMail und Internet zu unterlassen, wenn der Arbeitgeber dies nicht ausdrücklich erlaubt.  Im Zweifelsfall den Betriebsrat kontaktieren!

Seriöse Firmen haben in jeder Marketing eMail eine Link. mit dem man sich abmelden kann. Amerikanische Firmen sind dazu per Gesetz verpflichtet – in Deutschland ist der Verbraucherschutz im Internet dank jahrelanger CSU Herrschaft im Ressort eher unterentwickelt.

Privat Twitter – vertraulich und in eigener Verantwortung

Wer einmal den  SMS Service von Twitter genutzt hat, wird diese Möglichkeit der schnellen Kommunikation in kleinen und großen Gruppen durchaus schätzen. Will man aber Twitter in der Familie, im Freundeskreis oder im Verein nutzen, so stellt man sehr schnell fest, dass viele potentielle Benutzer sich nicht bei Twitter registrieren lassen wollen (evt. nicht können, weil sie keinen PC haben!) oder es nicht so toll finden, wenn private Nachrichten im Netz von vielen gelesen werden können. Ohne Registrierung kann man Twitter aber nicht nutzen. Hier empfiehlt es sich, die Dienste eines SMS Gateways wie z.B. TeamMessage zu benutzen. Man kann dabei beliebig viele Verteilerlisten (eine EXCEL Datei mit Telefonnummern – und optional eMail Adressen) einrichten. Haben die Adressaten eMail auf dem Handy, kann man auch kostenfrei eMails versenden. Die Berechtigung  zum Verschicken von SMS an diese Verteiler kann man für alle oder einzelne Mitglieder einrichten, die Nachrichten per SMS vom Handy oder über eMail an den SMS Server schicken.  Da das Senden von SMS nicht kostenfrei ist, sollte man ja nicht beliebig viele SMS verschicken.  Ideal ist Privat Twitter aber, um “Internet ferne” Benutzer über das Handy oder auch am Festnetz Apparat schnell zu erreichen. Das funktioniert auch bei Senioren. Ideal ist das z.B. im Fall von Katastrophen, wenn hunderte von Personen schnell erreicht werden sollen oder als Erinnerung zum Besuch von Veranstaltungen.  Die Privat Twitter Funktion kann man einfach in ein Privates Portal integrieren.

Private eMail in der Firma

Viele Firmen erlauben ihren Mitarbeitern nicht mehr, private eMail mit dem Firmensystem und mit ihrer Firmen eMail Adresse zu verschicken. Damit können sich sowohl der Arbeitgeber als auch der Beschäftigte viel Ärger und Rechtstreitigkeiten ersparen. Allerdings gibt es auch Grauzonen wie z.B. Mitgliedschaft in Berufsverbänden, Teilnahme an Foren oder Blogs im beruflichen Umfeld. Speziell in der IT können viele Professionals zum Vorteil des Arbeitgebers auf den Zugriff zu diesen technischen Informationen auch während der Arbeitszeit nicht verzichten. Allerdings wird es in vielen Foren und Blogs nicht gern gesehen, wenn ”getarnte” Mitarbeiter von Firmen Informationen eventuell sogar von der Konkurrenz (siehe Oracle – SAP) abgreifen.

 Die gängige Lösung für das Dilemma ist ein privater eMail Account, der über den Browser bedient wird, wie z.B. eMail beim Internet Provider Arcor, gmx, 1und1 und Co. oder Google Mail. Dabei werden aber durchaus private Daten wie Linklisten,  oder Cookies für den Zugriff auf dem Firmen PC abgelegt. Interessant ist auch, ob z.B. technische Informationen, die aus Foren als privater Benutzer heruntergeladen wurden, überhaupt im Unternehmen verwendet werden dürfen. In USA läuft zum Thema eMail gerade ein interessanter Rechtstreit, bei dem ein Unternehmen auf die privaten eMail eines ausgeschiedenen Angestellten zugegriffen hat, solange die Zugriffscookies noch auf dem Firmen PC gespeichert waren.  

Eine mögliche saubere Lösung ist z.B. für private Zugriffe, einen anderen Browser z.B. Internet Explorer anstatt Firefox zu verwenden und die Optionen so zu wählen, dass keine permanenten Daten gespeichert werden. Viele Benutzer haben sich aber bereits angewöhnt, Recherchen auch im beruflichen Umfeld vom privaten PC aus zu machen. Bei diesem Blog werden z.B. über 30% der Zugriffe nach 21 Uhr gemacht – wahrscheinlich wenn die Kinder im Bett sind.