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Sharepoint und Office 365 mit mobilen Geräten – alles noch in der Cloud

BayBlueNachdem immer mehr Benutzer mit Smartphone und PAD arbeiten wollen, muss auch Microsoft für die vielen Benutzer in Firmen Lösungen für mobile Geräte anbieten. Microsoft tut sich da besonders schwer, hat man doch über Jahrzehnte seine privaten Technologien wie ASPX, Silverlight und Co gepflegt, die leider alle nicht auf den gängigen Plattformen iOS und Android laufen. Wer jetzt glaubt man könnte dieses Problem mit dem Kauf eines Windows Smartphones lösen, wird sich aber täuschen. Es gibt da zwar WORD und EXCEL Editoren für die mobilen Windows Geräte aber vom Traum, dass man jetzt plötzlich mit Office 365 ein Firmen Microsoft Office in der Hand hat, bleibt nach dem ersten Ausprobieren wenig übrig (Don’t be fooled: Office 365 …).  Ausser einem Mobilen Clienten für Exchange (da gibt es schon lange bessere Apps, die mit Exchange synchronisieren, auf den verschiedenen Plattformen) und einem einfachen Dokument-Editor wird nicht viel geboten. WORD und EXCEL alleine reichen für Firmen eben nicht aus. Zumindest ein Anfang ist doch gemacht.

Besonders enttäuschend ist der mobile Sharepoint Support. Gerade die vielen Funktionen für Gruppenarbeit sind eigentlich für mobile Benutzer äusserst interessant. Mit den von Microsoft empfohlenen Browsern (IE und Firefox) erreicht man da wenig. Opera Mini wird nicht einmal erwähnt. Das Office 365 Angebot für interne Nutzung in Firmen (etwa 8$ / Benutzer&Monat) ist wenig interessant, da man damit keine externen Benutzer einbinden kann. Offensichtlich haben die von Microsoft avisierten kleinen Firmen gar keine Kunden.

Nachdem das mobile Angebot des Firmen Platzhirsches so dürftig ausfällt ist man geneigt, sich Google und Apple zuzuwenden und dort nach Angeboten für Firmen zu suchen. Dort findet man zwar recht gute Anwendungen für die mobilen Geräte bei der Integration mit Firmensoftware sieht es aber sehr bescheiden aus. Google versucht zwar immer wieder einen Neustart mit Software für kleine Firmen. Kommt aber der große Erfolg nicht (kein Wunder bei der doch recht infantilen Software) gibt man die Plattformen schnell auf und wendet sich neuen Ufern zu. Das schafft natürlich keine Vertrauensbasis für ein Firmengeschäft.

Im Moment gibt es auf dem Markt für Business-Mobile Integration ein riesiges Vakuum, in das viele Anbieter hineindrängen aber bis jetzt keine befriedigenden Lösungen für die Benutzer haben. Man muss sich zunächst mit partiellen Lösungen abfinden und sich sein Schlauphone selbst zusammenstellen.

 

Patente – Microsoft gegen Motorola (Google)

Heise berichtet über einen Patentstreit zwischen Microsoft und Motorola. Schaut man sich das fragliche US Patent aber mal an, so haben die “Erfinder” bei Microsoft sich eigentlich nur eine Zerlegung einer Nachricht in mehrere Blöcke patentieren lassen. Das ist eine in der Nachrichtentechnik und im Web eine uralte Technik mit Null Erfindungshöhe. Ein privater Anmelder hätte so etwas nie beim Deutschen Patentamt als Patent erteilt bekommen. Auf Grund der Abkommen zwischen EU und der USA werden solche US Patente fast automatisch als EU Patent akzeptiert. Die USA verfolgen ihre Patent- und Markenrechte im Weltmarkt immer härter. Leider werden die Rechte deutscher Firmen und Erfinder über die EU Schiene von den großen amerikanischen Firmen ausgehebelt.

Warum manche Wesites z.B. von Microsoft, IBM u.a. auf dem iPhone nicht funktionieren

Schaut man sich mit dem iPhone Webseiten an, so ist man zunächst begeistert. Die Seiten werden zwar sehr klein angezeigt, mit dem iPhone Zoom kann man aber sehr elagant und schnell interessante Bereiche der Webseite leserlich anzeigen. Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass manche Websites völlig anders dargestellt werden als auf dem PC und man damit mit dem iPhone überhaupt nichts anfangen kann.

Die Website z.B. von Apple funktioniert wie zu erwarten erwarten perfekt. Aber auch die Seiten von Behörden Stadt, Land und Bund funktionieren auf dem iPhone wie erwartet. Beispielhaft ist da z.B. die Website von Baden-Württemberg. Geht man dagegen auf Websites großer IT Firmen wie Microsoft, IBM oder SAP so erlebt man einige enttäuschende Überraschungen. Die Sites funktionieren nur teilweise oder überhaupt nicht auf dem iPhone. Bei IBM wird auf dem iPhone eine ganz andere Website angezeigt, die hauptsächlich Marketing Informationen enthält und die speziell für mobile Geräte konzipiert wurde. Die vom PC gewohnten IBM Seiten sucht man vergeblich. Allerdings gibt es bei IBM in der Fußleiste eine Option mit der man sich die Seiten wie auf dem PC (ganze Seite) ansehen kann. Zoom funktioniert bei manchen Teilen von Seiten aber nicht.

Die genauere Analyse zeigt, dass Webseiten mit limitierter Bildbreite (< 1024 pixel), die sich streng an die HTML Standards halten, auf dem iPhone gut angezeigt werden. Komplexer aufgebaute Seiten produzieren mit dem Safari Browser des iPhones nur Schrott auf dem Bildschirm. Manchmal, z.B. bei Microsoft Seiten, kann man das Problem umgehen indem man den Opera Mini Browser verwendet, den man als kostenlose APP vom Apple APP Store herunterladen kann. Um eine Vollbildanzeige zu erhalten muss man bei  Opera die Einstellungen ändern (Vollbild – EIN, Einspaltige Ansicht – AUS).  Mit dem Opera Mini Browser kann man gut mit Microsoft Sharepoint Seiten arbeiten. Interessanterweise erhält man mit Sharepoint 2007 bessere Ergebnisse auf dem iPhone als mit Sharepoint 2010.   Bei SAP funktioniert aber der Safari Browser einigermaßen und der Opera Mini Browser überhaupt nicht. Manchmal könnte man die Standard PC Seiten auf dem iPhone eigentlich gut darstellen. Beim Server wurde aber eine Option aktiviert, mit der Webseiten für kleine Bildschirme “optimiert” werden. Genau das möchte man aber auf dem iPhone nicht haben. Manchmal genügt ein Anruf beim System Administrator um dieses Problem zu korrigieren. Das funktioniert aber nur bei relativ einfachen Websites.

Schwierig ist es dagegen bei IBM.  Auf die riesige IBM Website mit auch mobil interessanten Funktionen kann überhaupt nicht zugegriffen werden (so will man den Kunden den Ärger ersparen). IBM ist z.B.  die einzige große Firma, bei der man mit IBM Whois die Telefonnummer jedes IBM Mitarbeiters erfahren kann (das ist wahre Kundenfreundlichkeit und Transparenz!) Die iPhone Unverträglichkeit von IBM ist ziemlich unverständlich konnte doch der IBM WebSphere Portal Server schon 2001 mit Handys und Spracheingabe arbeiten.Man konnte sogar das Endgerät ohne Unterbrechung während einer Transaktion wechseln. Das Problem von IBM ist jedoch typisch für große Firmen. Hinter dem Web Frontend verbergen sich hunderte von Servern, von denen nur ein Teil auf dem Stand der modernen Web Techniken sind.

Der Grund für die iPhone Unverträglichkeit von Microsoft und IBM ist in ihrer Produkt- und Marketing-Strategie zu finden. Man wollte die Kunden dadurch an sich binden, dass man den Kunden Lösungen verkauft, die mit Produkten der Konkurrenz nicht kompatibel sind (IBM z.B. /370, Microsoft WINDOWS aber auch APPLE mit MAC, iOS aber auch iPhone). Die Webprodukte von Microsoft (aspx, .net … ) und IBM (z.B. Flash) verwenden Client Komponenten, die auf dem iPhone aber auch auf anderen mobilen Geräten nicht funktionieren weil sie die  mit dem W3C  Standards (HTML, HTML5) nicht kompatibel sind. Viele Kunden, die Produkte von Microsoft und IBM für ihre Lösungen verwenden, sitzen nun im mobilen Geschäft mit in der Tinte. Die Marketing Strategen haben die eigene Durchsetzungskraft wohl überschätzt. Die Techniker bei Microsoft und IBM haben das schon längst eingesehen und arbeiten bei der W3C Standardisierung kräftig mit. Beim oberen Management der Großfirmen konnten sich die Techniker aber offensichtlich nicht durchsetzen. Microsoft (Sharepoint) und IBM (WebSphere Portal) arbeiten nun aber fieberhaft daran, ihre Webprodukte kompatibel mit den Standards zu machen. Wie sagte schon der Dichter “Spät kömmt ihr – aber ihr kömmt!”.

Ratschlag an iPhone Besitzer: Installieren Sie zusätzlich zum Safari Browser auch den Opera Mini Browser und probieren Sie die für Sie wichtigen Websites (z.B. die der eigenen Firma) aus. Generell kommt der Opera Mini Browser mit komplexen Seiten besser zurecht als der im iPhone eingebaute Safari Browser. Man muss aber dafür die Option Vollbild (Full Screen) im Opera Browser setzen. Häufig kann der Administrator z.B. des Firmenservers Optionen so einstellen, dass man mit dem iPhone einigermaßen arbeiten kann (wenn die Angestellten dafür bezahlt werden). Kunden werden sich mit den Problemen aber wohl nicht abplagen wollen.

Beim Kauf eines neuen Geräts sei es nun ein PC, PAD oder Mobiltelefon sollte man vor dem Kauf ausprobieren, ob man die für einen selbst wichtigen Funktionen wirklich benutzen kann oder ob man eine Marketing Falle läuft.

Auf allen Browsern funktioniert häufig nur die Eingabe von Textzeilen und Zahlen. Komplexere Eingaben z.B. für Rich Text oder komplizierte Menu Strukturen für die Navigation kann man mit dem iPhone meist nicht bedienen.

SAP und Silverlight – eine unglückliche Strategie!

SAP Benutzer in Firmen müssen sich noch meist mit antiquierten Benutzerschnittstellen herumschlagen. Nun möchte SAP dieses Problem durch vermehrten Einsatz von Silverlight (anstatt HTML 5) und einer strategischen Partnerschaft mit Microsoft lösen. Früher war das kein Problem, die die SAP Sachbearbeiter und ihre Chefs nichts Besseres kannten. Inzwischen kennen auch diese Benutzer durch private Nutzung ihres PC und ihrer Mobiltelefone effiziente und leicht zu bedienende Benutzerfunktionen. Dazu kommt, dass viele Unternehmen viele  Anwendungen auch in der Cloud lauffähig machen wollen, weil immer mehr externe Partner in die internen Betriebsabläufe eingebunden werden.

Für viele CIOs in den Firmen war es realativ einfache, aber teure Lösung ausschliesslich mit Microsoft Plattformen (Browser, Server, Datenbanken, Entwicklungsplattformen usw) zu arbeiten. Ein wesentliches Element war dabei, dass man den Client und speziel den Browser (Internet Explorer) kontrollieren musste.

Bei externen Benutzern funktioniert das aber nicht mehr, da speziell immer mehr Kunden andere Browser nicht nur auf dem Mobiltelefon sondern auch auf dem PC verwenden. Statistiken der Browser Nutzung zeigen auch starke Variationen abhängig von der Region oder auch spezieller Nutzerkreise von Anwendungen. Bei der Browser Statistik in Wikipedia hat der Internet Explorer noch über 40% Marktanteil (Stand offensichtlich 2008),   Die W3 Statistik vom Juni 2011 zeigt einen Anteil von 36 % mit fallender Tendenz gegenüber Firefox und Chrome. Bei meinem Sharepoint Vereinsportal verwenden nur 12 % der Benutzer den Internet Explorer u.a. wird das dadurch verursacht, dass viele Funktionen von Sharepoint mit dem Internet Explorer nicht richtig funktionieren.

Unternehmen, die sich auf die Silverlight Microsoft” Strategie einlassen, haben bereits jetzt viele Probleme mit externen Kunden und Partnern und werden in Zukunft noch mehr Probleme bekommen. Auch die Nutzung von mobilen Geräten wird schwierig, da Microsoft mit Nokia auch bei Mobiltelefonen eine proprietäre Lösung durchsetzen will. Das funktioniert heute schon in der Chefetage nicht und schon gar nicht bei Webanwendungen.

Die gute Nachricht – mit Windows 8 gibt Microsoft den Seperatismus auf und schwenkt auf die Standard Linie mit HTML 5 ein.  Unverständlich ist, dass die SAP Strategen, das offensichtlich nicht mitbekommen haben. Das spricht nicht sehr für die Kompetenz der Architektur Abteilung und deren Manager bei SAP.

Do it Yourself Portal Alternativen – Basecamp – uPortal

Nach langem Zögern bewegt sich die IT Welt zu Portalen als Plattform für benutzerfreundliche Anwendungen. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: dem Benutzer werden anstatt einfacher Kommandos (Betriebssysteme) und Anwendungen (mit oder ohne graphischer Benutzerschnittstelle) zu denen man sich über hierarchische Strukturen hangeln muss, einfache interaktive Anwendungen angeboten, die der Benutzer sich auch selbst zusammenstellen und auch für seine Zwecke konfigurieren kann. Die kleinen Anwendungen haben unterschiedliche Namen z.B.  Portlets (IBM, Java u.a.), Apps (Apple) Webparts (Microsoft), Widgets, Gadgets(Google), iViews(SAP)  usw. Fast jeder IT Hersteller bietet eine Plattform für Portal Anwendungen z.B. IBM (WebSphere Portal), Microsoft (Sharepoint), Google (iGoogle, Android),  Apple (iPhone iOS), Oracle Portal und versucht seinen proprietären Standard zu etablieren. Führend sind wohl IBM bei großen Unternehmensportalen (basierend auf Java Standards) und Apple mit der iPhone Plattform bei mobilen Geräten. Besonders populär sind diese Minianwendungen auf mobilen Geräten, wo alles schneller und einfacher gehen muss als an einem Desktop PC. Die kleinen Helfer greifen transparent auf Funktionen im lokalen Gerät und im Internet (Cloud) zu. Der Benutzer sieht meist keinen Unterschied ob die Funktion lokal oder von einem oder mehreren Servern im Web geliefert wird. Als  Konsequenz wird wohl  Microsoft mit dem Betriebssystem WINDOWS 9 die Benutzerschnittstelle ähnlich wie Apple auf Portal Stil umstellen. Das Microsoft Sharepoint Portal ist dazu der Einstieg.

Nun sind Systeme mit platzierbaren und von Benutzern oder Experten erstellten Anwendungen, die auf Bildschirmseiten beliebig angeordnet werden, nichts Neues. Mein erstes System, das tatsächlich in Produktion ging, habe ich als junger Programmierer 1978 gebaut. Dieses System war komplett Objekt orientiert (auch die Programme) und wurde mit einem einheitlichen Objektmanagement System verwaltet. Aus dem Basissystem wurden spezifische Portale für Entwurf von mechanischen und elektronischen Systemen, Büroanwendungen (Charts fürs Management), Finanzanalyse usw abgeleitet. Ganz ähnlich macht man das heute mit Websphere Portal von IBM oder Sharepoint von Microsoft.

Der “Normale” Benutzer wird meist keinen großen Unterschied bei der Nutzung der verschiedenen Plattformen sehen.  Für die Ausbildung des IT Nachwuchses, ist es aber wichtig, dass man mit der Portal Plattform arbeiten und diese auch ändern und anpassen kann. Interessant ist hierfür z.B. die Open Source Plattform uPortal (Java Programmierung) , die von vielen Universitäten benutzt und unterstützt wird, sowie Basecamp, das mit Ruby on Rails programmiert wurde. Mozilla plant ebenfalls eine Portal Plattform anzubieten. Damit stehen einige herstellerunabhängige Plattformen für die Ausbildung zur Verfügung.

Kostenloser Speicherplatz in der Cloud bei Google und Microsoft

Die einfachste und auch schon am längsten verfügbare Anwendung für private Benutzer  ist der private Speicher für Daten, das “Private Büro im Web”.  Das fing recht primitiv mit File Servern an und wurde dann von kleinen Firmen schnell ausgebaut. Hauptvorteil des Speichers in der Cloud ist, dass man von allen Geräten also PC, Notepad, Handy usw auf die persönlichen Daten  zugreifen kann. In USA sind z.B. backpackit oder box.net (5 GByte free!) typische Vertreter der Online Speicher Anbieter. Wie üblich werden erfolgreiche Ideen von den großen Firmen aufgegriffen (und die kleinen Firmen eventuell aufgekauft). Es lohnt sich einmal die Angebote der Platzhirsche Google und Microsoft anzusehen.

Google bietet den kostenlosen Cloud Speicher Google Docs im Rahmen von Google Apps  an. Zu Beginn konnte man bei Google Docs keine Audio und Video Files speichern, was für den privaten Gebrauch nicht gerade sehr interessant war.  Offensichtlich gab es da Bedenken der Google Juristen bei Copyright und Lizenzgebühren für Musikstücke. Nachdem Konkurrenten auch Media abspeicherten, hat Google seine Bedenken abgelegt. Mit Google Docs kann man jetzt beliebige File Typen abspeichern und verwalten. Files können maximal 250 MByte groß sein – es kommt aber auch auf den File Typ an. Zusätzlichen Speicherplatz kann man kaufen z.B. 20 Gbyte für 5 $/Jahr.

Microsoft bietet seinen kostenlosen Cloud Speicher SkyDrive im Rahmen von Windows Live an.

             Kostenloser Speicher     Upload 1 Mbyte                 File Typen

Google                 1 GByte                     15 sec  (66 kByte/sec)                     Docs, Media …

Microsoft         25 GByte                    20 sec (50 kByte/sec)                   Docs, Media …

Ein größeres Problem bei den zur Zeit angebotenen Cloud Services ist die geringe Geschwindigkeit beim Upload. Um ein Mbyte hochzuladen braucht man bei Google 15 sec (das ist fast die gemessene Upload Geschwindigkeit meines DSL Anschlusses- max 100 kBxyte/sec) und bei Microsoft 20 sec. Für den Upload größerer Datenmengen sollte man viel Zeit und Geduld aufbringen.

Daten in der Cloud können völlig privat, für andere Benutzer und Gruppen oder öffentlich im Web sein. Während früher die Daten nur mit Benutzern des gleichen Systems (Google Apps oder Windows Live) geteilt werden konnten, kann man jetzt auch beliebigen Benutzern Zugriff erlauben, denen man einen Link mit eMail geschickt hat. Diesen Zugriff sollte man aber immer nur kurzfristig erlauben, sonst verliert man schnell den Überblick wer auf welche Daten Zugriff hat und hatte.

Wesentlich sind auch die Geschäftsbedingungen (Service Agreements) von Microsoft und Google

Zusammenfassend kann man sagen, dass sowohl Google als auch Microsoft sich vorbehalten, den kostenlosen Service jederzeit einzustellen. Man sollte also immer einen BackUp seiner Daten auf dem eigenen PC anlegen. Ich empfehle einen Ordner Google Cloud oder MSLive Cloud anzulegen und dort eine Kopie aller Daten zu halten, die in der Cloud gespeichert sind. Macht man dann noch regelmäßig einen BackUp dieser Daten, ist man als privater Benutzer genügend vor Überraschungen in der Google und Microsoft Wolke geschützt.

Zur Zeit sind die Cloud Angebote von Apple, Google, Microsoft und IBM ziemlich ähnlich. Die Cloud wird vorwiegend für die Datenspeicherung genutzt. Google verfolgt allerdings die  Strategie auch die Applikationen wie Mail, Dokumenten Bearbeitung usw in die Cloud zu verlagern. Das funktioniert bei der heute üblichen Bandbreite im Web allerdings nur für kleinere Datenmengen z.B. für privaten Gebrauch.

Die Schlacht um die Web Identität – Facebook, Google, Microsoft & Skype

Die Nachricht, dass Microsoft den Internet Telefondienst Skype für 8,5 Milliarden $ kauft, hat bei vielen Kommentatoren Verwunderung ausgelöst. Warum kauft Microsoft ein Unternehmen, das einer Investoren-Gruppe 2009 nur 1,9 Milliarden $ wert war?   Offensichtlich sind auch die Geschäfte und speziell die Einnahmen von Skype nicht so gewachsen, dass der Preis gerechtfertigt wäre. Microsoft bezahlt aber den Preis nicht für die Skype Telefonfunktionen sondern für die 512 Millionen Benutzer, die sich bei Skype angemeldet haben. Das ist die zweitgrößte Benutzergruppe nach Facebook (700 Millionen). Google hat zwar 1 Milliarde Benutzer – diese haben sich aber nicht alle bei Google mit Benutzername und Passwort angemeldet, und sind so für Google nur über Cookies identifizierbar. Twitter mit 189 Millionen Benutzern ist schon 2. Liga. Die Anmeldung bei einem Dienst ist aber die Voraussetzung dafür, dass man dem Kunden eine Vielzahl von Diensten anbieten kann, ohne dass er immer wieder Benutzername und Passwort angeben muss. Das wird besonders lästig, wenn der Kunde mehrere Geräte (PC, Handy, Tablet, Fernseher, Spielekonsole usw) hat. Die Anmeldeplattform, auf der dann auch Zugangsdaten zu externen Systemen wie z.B. im Credential Vault beim IBM Websphere  Portal Server gespeichert werden können, ist damit eine Schlüsselfunktion (Web Home) für zukünftige Dienste im Web. Das ist zwar bei den Technikern schon länger bekannt (Pervasive Computing) hat aber nun offensichtlich die Business Ebene erreicht.

Es wird nun interessant zu sehen wie Google, das gerade einen Web Identity Angriff mit Google Apps gestartet hat, und Microsoft mit Skype versuchen werden, die Vorherrschaft um die Web Identitäten der Benutzer zu gewinnen. Facebook scheint sich dabei vorerst nur um den 1. Platz bei den sozialen Netzwerken zu bewerben. Wie immer spielen bei diesen globalen Kämpfen im Web deutsche Firmen und deutsche Sicherheitsbeauftragte in Bund und Ländern keine Rolle.

Office in der Cloud – Google, Microsoft, IBM, Oracle oder mein Privat Portal?

Nachdem Google eMail und Messaging einige Zeit umsonst angeboten hat, wird jetzt versucht, von kleinen Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern  pro Benutzer Konto 50 $ /Jahr zu kassieren. Google vergleicht sein Angebot nur mit einer klassischen Microsoft Exchange Installation. Da ist es keine Kunst niedrigere Kosten zu erreichen. Google bietet zwar 25 GByte Speicher pro Benutzer. Es ist aber fraglich ob Unternehmen alle ihre eMails exklusiv bei Google haben möchten. Ähnliche Angebote wie bei Google gibt es von Microsoft Office 365 für 290 $ pro Benutzer und Jahr. Dafür erhält der Kunde aber zusätzlich zu eMail und Messaging ein komplettes Office Paket und einen Hosted Sharepoint Server aus einer Hand. Viel mehr braucht ein kleines Unternehmen wohl nicht. Das Angebot ist besonders für Selbständige und sehr kleine Firmen interessant, da man keine vorab Investitionen braucht.

Wesentlich günstiger stellt sich aber eine kleine Firma wenn sie einen klassischen eMail Service (z.B. 1&1 in Deutschland) und konsequent Open Source Produkte einsetzt z.B. mit Thunderbird eMail, Open Office und dies mit einem Portal kombiniert z.B. Hosted Quickr/WSP  (IBM) oder Hosted Sharepoint (Microsoft) oder Oracle Cloud Office (Oracle). Dabei sind kleinere, unabhängige Hoster meist günstiger als die Platzhirsche. Die Preisgestaltung ist dabei völlig undurchsichtig. Kleinere Firmen brauchen meist nicht nur eine Lösung für ihre Mitarbeiter sondern wollen auch externe Kunden und öffentliche Websites einbinden. Da wird es dann meist bei den Preisen extrem kompliziert. Entscheidet sich man für eine Cloud Office Lösung sollte man sich auch überlegen, wie man seine Daten wieder aus der Cloud herausbekommt oder zu einem anderen Anbieter oder auf einen  eigenen Server wechselt.Kleine Firmen kommunizieren meist auch mehr nach außen als nach innen – Insellösungen sind daher nicht zu empfehlen. Beim Preisvergleich ist es wichtig, nicht nur einzelne Services sondern immer das gewünschte Komplettangebot zu vergleichen. Im Moment ändern auch die großen Anbieter laufend ihre Konditionen und ihre Preise. Die günstigen Preise bei der Einführung werden schnell erhöht wenn der Kunde das System richtig nutzt.

Meine Privat Portal Lösung ist im Moment eine Mischlösung mit eMail von 1&1 und Thunderbird Client, Open Office, Hosted Sharepoint Portal Server für mehrere Teams und externe Websites (ohne Begrenzung der Zahl der selbst verwalteten internen und externen Benutzer), sowie WordPress für öffentliche oder interne Blogs. Für Messaging verwende ich unterschiedliche Systeme. Da muss man sich meist nach dem Gesprächspartner richten, der selten bereit ist auf ein anderes Messaging System zu wechseln.Wichtig ist mit vorallem, dass ich alle Benutzer meines Systems selbst zulassen und auch wieder sperren kann. Müssen sich externe Partner erst bei Google oder Microsoft offiziell anmelden, hat man meist schon 50% der avisierten Benutzer verloren und Teamarbeit mit externen Partnern wird damit unmöglich gemacht.

Software Sonderangebot von Microsoft – Office 2010 für 12.95 €

Microsoft hat zunehmend Probleme seine Office 2010 Pakete mit Word, Outlook, Power Point, Access usw am Markt zu platzieren u.a. weil die Pakete nicht wesentlich Neues für das Tagesgeschäft bringen und die Mitarbeiter dazuhin noch umgeschult werden müssen. Dazu kommen zunehmend Angebote in der Cloud (auch von Microsoft) für die klassischen Office Funktionen. Deshalb macht jetzt Microsoft ein Sonderangebot an Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen, die eine Office 2010 Lizenzvertrag unterschrieben haben. Für einen einmaligen Betrag von 12.95 € (13 bringt Unglück!) erhalten diese Mitarbeiter ein komplettes Office 2010 Paket. Der Hintergedanke ist wohl, dass dann die Mitarbeiter zu Hause lernen wie man mit dem Paket umgeht und nicht teure  Schulung im Unternehmen bezahlt werden muss. Mal sehen ob der Microsoft  Thick Client damit noch gegen die Cloud Angebote gewinnen kann.

Microsoft Cloud Services – Office 365

Für Privatpersonen und kleine Unternehmen (KMU) ist es recht kostspielig und auch mühselig die Funktionen von Microsoft Office immer wieder neu zu kaufen und zu installieren. Freunde und Geschäftspartner verwenden oft unterschiedliche Verisonen des Office Pakets (noch immer gibt es viele Schwarzkopien) sodass man sich immer wieder mit inkompatiblen Funktionen und Daten herumschlagen muss. Ärgerlich ist auch, dass die meisten Microsoft Office Funktionen nicht auf mobilen Geräten vernünftig laufen. Mit Office 365 bietet Microsoft nun einen Cloud Service an, mit dem die wichtigsten Office Funktionen wie eMail, Kalender, Website und Dokument Management (Sharepoint) als Cloud Service (auch für MAC, iPhone, Android, Blackberry, Windows Phone) angeboten werden. Die Einstiegsversion wird für 6 $/Benutzer angeboten und ist damit sogar für privaten Gebrauch attraktiv.  Zur Zeit kann man einen Monat lang kostenlos am Beta teilnehmen. Das ist sicher mal einen Versuch wert. Allerdings sollte man sich klar darüber sein, dass weder Sharepoint noch die Microsoft Cloud Services im Moment für wirklich kritische Firmenanwendungen geeignet sind. Es empfiehlt sich aber die ntwicklung zu verfolgen indem man z.B. unkritische externe Kooperation in die Cloud auslagert anstatt die eigene Installation mit hohem Aufwand und Sicherheitsrisiko nach Außen zu öffnen.