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BSI macht Panik – DNS Trojaner Test www.dns-ok.de

Wie so häufig bei Sicherheitsfragen kommt das BSI mit seinen Ratschlägen zu spät und die Ratschläge sind nicht immer gut. DNS Trojaner gibt es bereits seit 2006 in veschiedenen Ausprägungen, die meist von den Benutzern entdeckt und in Foren auch dikutiert werden.  Der DNS-Changer ist wohl deshalb beim BSI aktenkundig geworden weil das FBI in USA die Trojaner Server in USA deaktiviert hat. Der Ratschlag, seine PC Installation auf der Site http://www.dns-ok.de zu überprüfen, ist ja gut gemeint. In der Sicherheitsszene ist es aber allgemein bekannt, dass Trojaner gerne über eine fiktive Schadensmeldung verteilt werden, durch die Benutzer auf eine Webseite gelockt werden,die einen Trojaner enthalten. Als das BSI diese Seite empfohlen hat, haben natürlich einige mißtrauische Experten vermutet, dass damit der Bundestrojaner verteilt werden soll. Ganz so schlimm wird es wohl nicht sein. Experten werden aber keine Trojaner Prüfprogramme benutzen, die sie nicht kennen. Auch Otto Normalverbraucher sollte sich nicht auf Abwege locken lassen zumal man beim DNS-Changer relativ leicht selbst prüfen kann, ob man betroffen ist. (Man kann solche Probleme auch benutzen um die Organisation und die Einstellungen seines PCs etwas besser zu verstehen.) Vereinfachte Anleitung vor Normalverbraucher:

Zunächst schaut man sich die IP Konfiguration des PCs an.Klick auf  -> Start (bei Vista das runde Windows Symbol unten links) und gibt dann in das darüberliegende Suchfeld cmd ein.  Es öfnet sich die CMDLINE Box und man gibt nach dem Zeichen >  ipconfig/all ein. Dadurch erhält man die aktuellen Einstellungen der IP Konfiguration. Beispiel:

IP Configuration

Im Beispiel hat der DNS Server die IP Adresse: 192.168.2.1 das ist in der Regel die IP Adress des Internet Routers. In meiner Installation ist dies eine ARCOR Easy Box 800.  Den Router schaut man sich im Browser an mit der Adresse http://192.168.2.1 (aus der IPConfig Anzeige siehe oben ). Gibt man nun den Benutzernamen und das Passwort für den Router an, so erhält man auf der Startseite folgende Information : 

Hier findet man nun die Adresse des Primären DNS Servers: 195.50.140.248 . Leider weiß man nicht ob das wirklich ein DNS Server des Internet Providers ARCOR ist. Bei ARCOR wird man da bei der Suche auch nicht fündig, da diese Adressen ab und zu geändert werden. Im Web gibt es  Listen der häufig benutzten DNS Server . Man kann den Besitzer einer IP Adresse aber auch mit einem IP Lokalisier Service finden z.B. www.ip-adress.com/ip_lokalisieren/ . Dort gibt man die im Router gespeicherte IP Adresse 195.50.140.248 ein und kann dann sehen, dass dies ein ARCOR Server ist, der in der Nähe von Stuttgart steht.  Dieser PC ist also nicht vom DNS Trojaner infiziert.

PS Den Link (IP Adresse) zum Router sollte man sich abspeichern. Durch einen Klick auf Neu Verbinden (siehe Router Bild oben) kann man nämlich auch die IP Adresse ändern – das ist manchmal ganz hilfreich wenn man nicht an der IP Adresse erkannt werden möchte.

Telefon Störungen bei Vodafone – ARCOR

Nachdem immer wieder der Telefonanschluss bei ARCOR/Vodafone kurzzeitig ausfiel ging am Nachmittag des 12.11.2009 nichts mehr. Als leidgeprüfter Kunde wartet man ja zuerst mal ab. Nachdem aber auch am späten Abend keine Telefonverbindung möglich war, suchte ich zuerst mal nach Fehlern in der eigenen Installation. Mehr als abschalten und anschalten (Stecker raus und wieder rein aller Geräte ) sollte man aber ohne eindeutige Diagnose nicht machen. Achtung: auf keinen Fall sollte man einen Reset des Routers machen, wie in der Anleitung z.B. von ARCOR empfohlen! (Das sollte man Profis überlassen auch wenn der Störungsdienst das empfiehlt).

Nach eingehender Prüfung startet man dann mit dem Handy einen Anrufversuch bei der Vodafone Störstelle – 08001073010 (kostenfrei). Nach 30 Minuten in der Warteschleife  (mit sehr schlechter Musik) meldet sich dann tatsächlich ein Mtarbeiter, der zunächst ein wenig herumdruckst und dann zugibt, dass z.B. im Raum Stuttgart zur Zeit eine “Großraumstörung” aufgetreten sei, die erst am nächsten Tag behoben werden kann. Der Fehler wurde offensichtlich durch einen Netzfehler bei der Telekom ausgelöst.

Es ist unverständlich, dass Vodafone (auch die Telekom ist da nicht besser) keine vernünftige Störungsmeldung z.B. eine Telefonnummer, bei der man schnell eine Information über die Störung abrufen kann, einrichtet. Auch im Internet findet man keine aktuelle Information über Störungen. Der Service Mitarbeiter am Telefon meinte, dass das keinen Sinn macht, da ja das Festnetztelefon und meist auch der Internetanschluss (in diesem Fall nicht!) des Kunden gestört sei. Auf die Idee dass der Kunde ja ein Mobiltelefon eventuell sogar mobiles Internet im Störungsfall benutzt, kommt weder der Mitarbeiter (mit dem ja man übers Handy spricht) und die Geschäftsleitung nicht. Das ist ein typisches Beispiel wie Quasi-Monopole zu extrem unfreundlichem Verhalten gegenüber Kunden führt. Solange es keine Alternativen gibt, kann man dem Kunden ja beliebig viel Ungemach und Kosten zumuten.

Chaos bei ARCOR/Vodafone

Vodafone versucht gerade, ARCOR in Vodafone zu integrieren und dabei natürlich auch die Kunden stärker an sich zu binden. Hierzu wird dem Kunden angeraten, spezielle Software zu installieren, wobei verwirrende Dinge passieren. Am schnellsten sind die Marketingleute im Umstellen der Namen, das heißt wohl deshalb “Branding”, weil der Kunde dabei meist das gebrannte Kind ist. Man erhält nun die Festnetz Rechnung (war früher ARCOR) jetzt als Vodafone Rechnung – der Vodafone Link wird aber zu einer ARCOR Site umgeleitet und man muss sich mit dem ARCOR Benutzernamen und dem ARCOR Passwort anmelden obwohl auf dem Bildschirm gross das Vodafone Logo angezeigt wird.  Das ist normalerweise ein Hinweis auf einen Hackerangriff.  Bei der Gelegenheit versucht ARCOR (jetzt wohl Vodafone) ähnlich wie T-Online dem Benutzer spezielle Online Software u.a. einen speziellen Internet Explorer 8 unterzujubeln, bei dem http://www.arcor.de fest als Homepage eingestellt ist. Das kann der Benutzer auch nicht ändern. Interessanterweise kann man sich die ARCOR Rechnung nicht mehr anschauen, wenn der ARCOR Online Support installiert ist! Offensichtlich verirrt sich das Programm in den verschiedenen Login Servern von Vodafone und ARCOR.

Da hilft nur eins: alle ARCOR Software deinstallieren und den Internet Explorer rausschmeissen und Firefox verwenden.  Versucht man eine Originalversion des  IE 8 von Microsoft zu laden, dann stellt Microsoft fest, dass der IE 8 bereits auf dem PC ist und lädt den IE 8 nicht herunter. Dann hat man zwar nicht mehr ARCOR als Homepage aber eine Version von IE 8 bei dem man die Homepage nicht einstellen kann. Da hilft also nur den ARCOR IE 8 zu deinstallieren und dann neu zu installieren. Dabei versucht dann Microsoft, seine Marketing Highlights auf den PC des Benutzers zu laden. Irgendwann merken sollten die Marketing Experten soweit kommen, dass der beste Kundenservice der ist, dn der Kunde tatsächlich will. Alle Versuche ,dem Kunden ungewollte Produkte zu installieren führen nur zu Ärger.

Man sollte eigentlich solche unlauteren Methoden ablehnen und zu einem anderen DSL Provider wechseln. Geht man mit dem DSL von ARCOR zu T-Online kommt man leider vom Regen in die Traufe. Dort wird ja ähnlich gearbeitet da man ja durch das quasi Monopol auf DSL Anschlüsse geschützt ist.

Kein Datenschutz bei Internet- und Telefonprovidern

Die Telekom verteilt gerade die neuen Telefonbüchern. Bei der Kontrolle des eigenen Eintrags erscheint meine Name und die Telefonnummer obwohl ich Mit Telekom keinen Vertrag mehr habe.  Neuerdings erscheint dort auch meine Adresse, die ich beim Abschluss des Vertrags bei ARCOR explizit gesperrt habe und was bei der Telekom bisher immer funktioniert hat. Bei Kontrolle der persönlichen Daten beim Provider sieht man, dass auch Daten über Zweitnummer usw freigeschaltet wurden, was auch im Vertrag ausgeschlossen wurde. Nun kann man im Online Kundenservice bei ARCOR die Weitergabe der Daten sperren (90% der Benutzer werden das entsprechende Menue wohl aber nicht finden!), was ich auch prompt gemacht habe. Mein Name und die Adresse sind widerrechtlich aber bereits in den Händen von diversen Unternehmen und werden bei diesen auch nicht mehr gelöscht. 

Nach der jetzigen Rechtslage ist eine Klage gegen ARCOR auch bei eindeutiger Vertragsverletzung wohl aussichtslos. Solche Schlampereien und Vertragsverletzungen werden wohl nur dann unterbunden, wenn der Kunde eine gesetzlich verbrieftes Recht auf eine angemessene Entschädigung in der Größenordnung von einigen hundert Euro für unzulässige Datenweitergabe erhält. Soviel sollte mein guter Name wohl wert sein! 

Die Sperrung der Adresse im Telefonbuch hat allerdings nur eine geringe Wirkung, da die Einwohnermeldeämter ja die Adressen ihrer Bürger auch verkaufen. Mit ein bischen Software kann man dann den Namen und die Telefonnumer mit der Adresse vom Einwohnermeldeamt kombinieren. Man kann jedoch auch beim Einwohnermeldeamt die Weitergabe der persönlichen Daten sperren – bei meinem Einwohnermeldeamt muss man das ohne Formular persönlich machen. Die Sperrung gilt aber nur für zwei Jahre. Wenn man die Sperrung nicht alle zwei Jahre erneuert, geht die Adresse dann doch noch auf die Reise. Macht ja auch nichts, da die Daten von über 95% der Bürger ja sowieso schon bei allen möglichen Firmen richtig gespeichert sind und munter verschoben werden.

Die DSL Katastrophe in der Service Wüste Deutschland

DSL Anschlüsse werden zur Zeit von allen möglichen Firmen wie sauer Bier angeboten. Das Problem ist bei fast allen, dass Verträge schnell unterschrieben aber die Lieferung der vereinbarten Leistungen häufig mehr als fehlerhaft ist. Die Diskussion im ARCOR User Forum zur neuen ARCOR DSL BOX  Arcor-Easy Box A 800 WLAN ist ein typisches Szenario, das man sich vor dem Abschluss eines Vertrags durchlesen sollte. Bei anderen Anbietern ist die Situation nicht grundsätzlich verschieden. 

Typisch sind auch die Reaktionen des Service Personals, das von grundlegender Unkenntnis der Funktionsweise des verkauften Systems und des Vorgehens bei der Fehleranalyse zeugt. Die Servicemitarbeiter können einem Leid tun, die ohne ausreichende Grundkenntnisse, mangelnder Schulung und interne Organisation den Kunden Paroli bieten müssen. Typisch ist auch, dass Fehler nicht behoben werden können. 

Abhilfe würde hier wahrscheinlich nur ein Verbraucherschutzgesetz schaffen, das den Kunden von der monatlichen Gebührenzahlung entbindet, solange wesentliche bekannte Probleme beim Kunden auftreten. Unser Minister für Verbraucherschutz, Herr Seehofer, beschäftigt sich aber lieber mit angenehmeren Dingen.