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Sharepoint und Office 365 mit mobilen Geräten – alles noch in der Cloud

BayBlueNachdem immer mehr Benutzer mit Smartphone und PAD arbeiten wollen, muss auch Microsoft für die vielen Benutzer in Firmen Lösungen für mobile Geräte anbieten. Microsoft tut sich da besonders schwer, hat man doch über Jahrzehnte seine privaten Technologien wie ASPX, Silverlight und Co gepflegt, die leider alle nicht auf den gängigen Plattformen iOS und Android laufen. Wer jetzt glaubt man könnte dieses Problem mit dem Kauf eines Windows Smartphones lösen, wird sich aber täuschen. Es gibt da zwar WORD und EXCEL Editoren für die mobilen Windows Geräte aber vom Traum, dass man jetzt plötzlich mit Office 365 ein Firmen Microsoft Office in der Hand hat, bleibt nach dem ersten Ausprobieren wenig übrig (Don’t be fooled: Office 365 …).  Ausser einem Mobilen Clienten für Exchange (da gibt es schon lange bessere Apps, die mit Exchange synchronisieren, auf den verschiedenen Plattformen) und einem einfachen Dokument-Editor wird nicht viel geboten. WORD und EXCEL alleine reichen für Firmen eben nicht aus. Zumindest ein Anfang ist doch gemacht.

Besonders enttäuschend ist der mobile Sharepoint Support. Gerade die vielen Funktionen für Gruppenarbeit sind eigentlich für mobile Benutzer äusserst interessant. Mit den von Microsoft empfohlenen Browsern (IE und Firefox) erreicht man da wenig. Opera Mini wird nicht einmal erwähnt. Das Office 365 Angebot für interne Nutzung in Firmen (etwa 8$ / Benutzer&Monat) ist wenig interessant, da man damit keine externen Benutzer einbinden kann. Offensichtlich haben die von Microsoft avisierten kleinen Firmen gar keine Kunden.

Nachdem das mobile Angebot des Firmen Platzhirsches so dürftig ausfällt ist man geneigt, sich Google und Apple zuzuwenden und dort nach Angeboten für Firmen zu suchen. Dort findet man zwar recht gute Anwendungen für die mobilen Geräte bei der Integration mit Firmensoftware sieht es aber sehr bescheiden aus. Google versucht zwar immer wieder einen Neustart mit Software für kleine Firmen. Kommt aber der große Erfolg nicht (kein Wunder bei der doch recht infantilen Software) gibt man die Plattformen schnell auf und wendet sich neuen Ufern zu. Das schafft natürlich keine Vertrauensbasis für ein Firmengeschäft.

Im Moment gibt es auf dem Markt für Business-Mobile Integration ein riesiges Vakuum, in das viele Anbieter hineindrängen aber bis jetzt keine befriedigenden Lösungen für die Benutzer haben. Man muss sich zunächst mit partiellen Lösungen abfinden und sich sein Schlauphone selbst zusammenstellen.

 

Neue Display Technologie von Apple – wann?

So mancher stolze Träger eines Smartphone Briketts wird sich mit Wehmut an die Zeiten erinnern, als ein schnuckelig kleines Mobiltelefon problemlos sogar in winzige Damenhandtaschen passte. Zur Zeit geht der Trend leider sogar in die entgegengesetzte Richtung. Da die Displays der Smartphones größer werden werden auch die Geräte automatisch größer.

Nun gibt es in USA aber bereits Gerüchte, dass Apple in die Hologramm Display Technologie einsteigt. Die Holografische Technologie benötigt keine Display Fläche mehr. Die Bilder werden vielmehr von einem Laser direkt auf die Augen des Betrachters projiziert. Mit dem Kamera wird dabei die Position der Augen des Betrachters bestimmt und dann wird das Bild mit einem Minilaser auf die Augenfläche projiziert. Damit kann man auch 3D Objekte darstellen.  Das soll auch bei mehreren Betrachtern funktionieren. Im miltärischen Bereich (DARPA) wurde die Technologie schon rfolgreich getestet. Ob und wie das bei Smartphones funktioniert istnoch nicht sicher. Apple hat aber bereits gezeigt, dass die Firma neue Technologien marktreif machen kann.

Sicherheitslücken beim Kauf von iPhone Apps

Für mein Apple Konto zum Einkaufen im App Store verwende ich eine spezielle Kreditkarte, die nur bei meinem Apple Konto verwendet wird. Dies Karte verwende ich nicht für Online oder Offline Zahlungen. Es ist deshalb sehr verwunderlich wenn plötzlich Phishing Email mit Hinweis auf meine Kreditkarte an meine Apple Email Adresse gesendet wird, die eigentlich außer Apple niemand kennen dürfte. Da gibt es offensichtlich eine Lücke im Sicherheitssystem von Apple. Das stärkt gerade nicht das Vetrauen in das Apple Sicherheitssystem und die Dienstleister für den App Store.

Sicherheitslücke iPhone – keine Analyse von Phishing Email möglich!

Zur Zeit werden wieder Phishing Emails an Master Card Kunden verschickt. Auf dem PC schaut man sich bei verdächtigen Emails im HTML Format an. Sieht man sich da den Absender  an

Received: from mail131.elasticemail.co.uk (mail131.elasticemail.co.uk [178.33.69.131])

so kann man den Phishing Versuch leicht erkennen. Beim iPhone geht das aber nicht, da die Email Funktion (wie auch der iPhone Browser) auf dem iPhone, keine einfache Möglichkeit hat, den HTML Code der Email anzuzeigen. Steve Jobs war überzeugt, dass die Benutzer seiner Produkte so komplizierte Sachen gar nicht wollen. Die Webgauner haben das bereits erkannt und verschicken zunehmend Phishing Angriffe und Links auf  betrügerische Webseiten an Smartphones. Man hofft, dass die Benutzer unterwegs nicht so sorgfältig arbeiten wie zu Hause am PC.

Empfehlung: Verdächtige Emails auf den PC weiterleiten und dort analysieren (oder an Apple Product Security zur Analyse schicken).

Warum manche Wesites z.B. von Microsoft, IBM u.a. auf dem iPhone nicht funktionieren

Schaut man sich mit dem iPhone Webseiten an, so ist man zunächst begeistert. Die Seiten werden zwar sehr klein angezeigt, mit dem iPhone Zoom kann man aber sehr elagant und schnell interessante Bereiche der Webseite leserlich anzeigen. Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass manche Websites völlig anders dargestellt werden als auf dem PC und man damit mit dem iPhone überhaupt nichts anfangen kann.

Die Website z.B. von Apple funktioniert wie zu erwarten erwarten perfekt. Aber auch die Seiten von Behörden Stadt, Land und Bund funktionieren auf dem iPhone wie erwartet. Beispielhaft ist da z.B. die Website von Baden-Württemberg. Geht man dagegen auf Websites großer IT Firmen wie Microsoft, IBM oder SAP so erlebt man einige enttäuschende Überraschungen. Die Sites funktionieren nur teilweise oder überhaupt nicht auf dem iPhone. Bei IBM wird auf dem iPhone eine ganz andere Website angezeigt, die hauptsächlich Marketing Informationen enthält und die speziell für mobile Geräte konzipiert wurde. Die vom PC gewohnten IBM Seiten sucht man vergeblich. Allerdings gibt es bei IBM in der Fußleiste eine Option mit der man sich die Seiten wie auf dem PC (ganze Seite) ansehen kann. Zoom funktioniert bei manchen Teilen von Seiten aber nicht.

Die genauere Analyse zeigt, dass Webseiten mit limitierter Bildbreite (< 1024 pixel), die sich streng an die HTML Standards halten, auf dem iPhone gut angezeigt werden. Komplexer aufgebaute Seiten produzieren mit dem Safari Browser des iPhones nur Schrott auf dem Bildschirm. Manchmal, z.B. bei Microsoft Seiten, kann man das Problem umgehen indem man den Opera Mini Browser verwendet, den man als kostenlose APP vom Apple APP Store herunterladen kann. Um eine Vollbildanzeige zu erhalten muss man bei  Opera die Einstellungen ändern (Vollbild – EIN, Einspaltige Ansicht – AUS).  Mit dem Opera Mini Browser kann man gut mit Microsoft Sharepoint Seiten arbeiten. Interessanterweise erhält man mit Sharepoint 2007 bessere Ergebnisse auf dem iPhone als mit Sharepoint 2010.   Bei SAP funktioniert aber der Safari Browser einigermaßen und der Opera Mini Browser überhaupt nicht. Manchmal könnte man die Standard PC Seiten auf dem iPhone eigentlich gut darstellen. Beim Server wurde aber eine Option aktiviert, mit der Webseiten für kleine Bildschirme “optimiert” werden. Genau das möchte man aber auf dem iPhone nicht haben. Manchmal genügt ein Anruf beim System Administrator um dieses Problem zu korrigieren. Das funktioniert aber nur bei relativ einfachen Websites.

Schwierig ist es dagegen bei IBM.  Auf die riesige IBM Website mit auch mobil interessanten Funktionen kann überhaupt nicht zugegriffen werden (so will man den Kunden den Ärger ersparen). IBM ist z.B.  die einzige große Firma, bei der man mit IBM Whois die Telefonnummer jedes IBM Mitarbeiters erfahren kann (das ist wahre Kundenfreundlichkeit und Transparenz!) Die iPhone Unverträglichkeit von IBM ist ziemlich unverständlich konnte doch der IBM WebSphere Portal Server schon 2001 mit Handys und Spracheingabe arbeiten.Man konnte sogar das Endgerät ohne Unterbrechung während einer Transaktion wechseln. Das Problem von IBM ist jedoch typisch für große Firmen. Hinter dem Web Frontend verbergen sich hunderte von Servern, von denen nur ein Teil auf dem Stand der modernen Web Techniken sind.

Der Grund für die iPhone Unverträglichkeit von Microsoft und IBM ist in ihrer Produkt- und Marketing-Strategie zu finden. Man wollte die Kunden dadurch an sich binden, dass man den Kunden Lösungen verkauft, die mit Produkten der Konkurrenz nicht kompatibel sind (IBM z.B. /370, Microsoft WINDOWS aber auch APPLE mit MAC, iOS aber auch iPhone). Die Webprodukte von Microsoft (aspx, .net … ) und IBM (z.B. Flash) verwenden Client Komponenten, die auf dem iPhone aber auch auf anderen mobilen Geräten nicht funktionieren weil sie die  mit dem W3C  Standards (HTML, HTML5) nicht kompatibel sind. Viele Kunden, die Produkte von Microsoft und IBM für ihre Lösungen verwenden, sitzen nun im mobilen Geschäft mit in der Tinte. Die Marketing Strategen haben die eigene Durchsetzungskraft wohl überschätzt. Die Techniker bei Microsoft und IBM haben das schon längst eingesehen und arbeiten bei der W3C Standardisierung kräftig mit. Beim oberen Management der Großfirmen konnten sich die Techniker aber offensichtlich nicht durchsetzen. Microsoft (Sharepoint) und IBM (WebSphere Portal) arbeiten nun aber fieberhaft daran, ihre Webprodukte kompatibel mit den Standards zu machen. Wie sagte schon der Dichter “Spät kömmt ihr – aber ihr kömmt!”.

Ratschlag an iPhone Besitzer: Installieren Sie zusätzlich zum Safari Browser auch den Opera Mini Browser und probieren Sie die für Sie wichtigen Websites (z.B. die der eigenen Firma) aus. Generell kommt der Opera Mini Browser mit komplexen Seiten besser zurecht als der im iPhone eingebaute Safari Browser. Man muss aber dafür die Option Vollbild (Full Screen) im Opera Browser setzen. Häufig kann der Administrator z.B. des Firmenservers Optionen so einstellen, dass man mit dem iPhone einigermaßen arbeiten kann (wenn die Angestellten dafür bezahlt werden). Kunden werden sich mit den Problemen aber wohl nicht abplagen wollen.

Beim Kauf eines neuen Geräts sei es nun ein PC, PAD oder Mobiltelefon sollte man vor dem Kauf ausprobieren, ob man die für einen selbst wichtigen Funktionen wirklich benutzen kann oder ob man eine Marketing Falle läuft.

Auf allen Browsern funktioniert häufig nur die Eingabe von Textzeilen und Zahlen. Komplexere Eingaben z.B. für Rich Text oder komplizierte Menu Strukturen für die Navigation kann man mit dem iPhone meist nicht bedienen.

Was ist eigentlich neu beim iPhone? – Technikgeschichte

Die Apple Marketing Maschine läßt das verehrte Publikum gerne glauben, dass die neuen Produkte komplett innovativ sind. In Realität war Steve Jobs aber kein Erfinder sondern ein begnadeter Systemintegrator, der neue Technologien immer beobachtet hat und beim iPhone auch die richtige Auswahl getroffen hat. Wirklich innovativ ist die benutzerfreundliche Nutzung des zugekauften Displays. Durch Größe, hohe Auflösung und vor allem durch die Nutzung der  kapazitativen Touch Screen Technologie hat Apple ein total neue Benutzerschnittstelle geschaffen. Man muss nur einmal bei einer deutschen Bank auf den Touchscreen z.B. des Kontoauszugsdruckers (deutsche Wertarbeit) drücken um sich den Grad der Verbesserung zu verdeutlichen.

Benutzerschnittstellen mit tippen und wischen auf einem Bildschirm gab es bereits in den 70er Jahren. Damals wurde noch ein Lichtstift z.B. mit dem System CADAM (für Konstruktion von Mechanik) benutzt. Die Terminals waren allerdings groß wie ein Schrank und kosteten 70 000 $. Später gab es resistive Touchscreens mit denen man auch Notepad PCs ausrüstete. Die Zuverlässigkeit, Auflösung und Genauigkeit waren aber so schlecht, daß keine Begeisterung bei den Kunden aufkam - u.a. hat da HP viel Geld verloren. Steve Jobs hat hier erkannt, dass eine eigentlich aufgegebene, problematische Benutzerschnittstelle mit neuer Technologie plötzlich interessant werden kann.

Alle anderen Teile des iPhones u.a. Kamera für Fotos und Videos sind schon länger bekannt und fanden sich schon 2005  im Nokia Handy N70, das eigentlich nur einen zu kleinen Bildschirm und keine vernünftige Software und Anwendungsinfrastruktur hatte. Das Management von Nokia hatte aber keine Idee, was die Kunden mit einem Internethandy alles machen könnten.

Grafische APPs, die der Benutzer auf sein Gerät herunterladen konnte, habe ich persönlich schon 1978 programmiert (und an Kunden verkauft). Man brauchte damals diese Technologie um Grafische Terminals (damals Tektronix) über langsame Leitungen betreiben zu können ( die Telfonleitungen sind auch heute noch relativ langsam). Anders als heute bei Apple haben sich die APPs 1978  aber an Softwareänderungen im Basissystem automatisch angepasst. Darauf werden die Kunden von Apple sicher noch ein Jahrzehnt warten müssen.

Die innovative Benutzerschnittstelle des iPhone benötigt extrem schnelle, leistungsarme Prozessoren. Die ARM RISC Prozessoren werden von einer englsichen Firma entworfen und dann bei Halbleiterherstellern in Fernost gefertigt. Die RISC Technologie für Prozessoren wurde u.a. von John Cocke (er legte immer Wert darauf dass der letzte Buchstabe seines Namens als “i” ausgesprochen wurde) seit 1963 bei IBM entwickelt, Das Urmodell, der IBM 801 RISC Prozessor, lief ab 1978 im Watson Labor der IBM und war etwa 10 mal schneller, 10 mal billiger und 10 mal kliner als die damals üblichen Großrechner. Das IBM Management hat dann aber entschieden, diesen Prozessor nicht zu bauen, weil man damit das Geschäft mit den  traditionellen /370 Maschinen kaputt machen würde.  Bei der Entwicklung des RISC Prozessors wurde in Zusammenarbeit mit vielen US Universitäten auch die Programmiersprache C und die Compiler Technlogie  für die RISC Technologie entwickelt (dumme Rechner brauchen intelligente Compiler!) u.a. mit Nutzung des Internet Vorläufers Arpanet für die kooperative Entwicklung. Die Hardware wurde übrigens mit meinem auf APPs basierenden grafischen Design System entwickelt.

Das iPhone ist deshalb wie fast alle wirklich revolutionären neuen Produkte eine geniale Kombination aus alten bewährten Techniken (deren Patentrechte schon längst abgelaufen sind) und einigen neuen Ideen und Verfahren. Es braucht aber schon einen Steve Jobs um das Ganze so zu integrieren, dass die Kunden begeistert sind. Hat man dann noch das Marketing Talent von Steve Jobs kommt auch der wirtschaftliche Erfolg.  Dafür muss man aber das nötige Knowhow, exzellente Mitstreiter  und einen sehr langen Atem haben.

Update – die Achillesferse von Apple

Vor ein paar Tagen stand mal wieder ein Software Update von Apple ins Haus. Die Updates für iTunes, iCloud Control und Safari kamen mit 140 MByte ins Haus. Selbst mit einer schnellen DSL Leitung dauerte der Update mehrere Stunden. Erfahrene Benutzer sind da verärgert – unerfahrene Benutzer verstehen die Welt nicht mehr, wenn ihr PC ewig läuft ohne dass etwas sinnvolles passiert.

Apple benutzt für seine Software keinen Interpreter wie z.B. Java sondern ein C++ Derivat, bei dem die gesamte Applikation immer wieder neu kompiliert werden muss. Begründet wurde diese Strategie mit der besseren Performance, die man mit native Code erhält. Das ist aber meist nicht richtig weil das Problem trotz großer Speicher meist in der Nutzung des Speichers liegt. Compilierte Programme brauchen da viel mehr Platz als z.B. interpretierter Java Code. Das ist auch beim Cloud Computing ungünstig  da dort viele Programme  (Threads) parallel laufen und in der Summe viel Speicherplatz benötigen. Ander als etwa Microcode hat Apple noch nicht gelernt wie man große Programme auch mit kleineren Updates aktuell halten kann und komplette Updates nur selten benötigt werden. Zum Glück nutzen die Mitbewerber aus dem Android Lager die mit Java möglichen Software Mangement und Update Techniken noch nicht konsequent sonst wäre das Update Verhalten von Android Geräten um Klassen besser als beim iPhone. Mittelfristig kann die mangelhafte Update Strategie bei Apple zum Verlust des Massenmarktes führen, da nur Apple Freaks bereitwillig beim Apple Update Marathon mitmachen werden.

Steve Jobs Biographie in Englisch lesen

Die Steve Jobs Biographie von Walter Isaacson ist so ungewöhnlich wie der Lebenslauf von Steve. Leider werden wohl nur IT Althasen, das Umfeld von Steve Jobe (und Bill Gates) speziell in den Anfangsjahren einschätzen können. Die Jung-NERDs werden wohl dem geschilderten Umfeld des jungen Jobs ziemlich hilflos gegenüber stehen. Auf alle Fälle sollte man das Buch in Englisch lesen – es kostet da auch nur die Häfte! Nur so kann man verstehen, dass Herrenberg, die Heimat von FROG Design, “in the Bavarian part of the Black Forest” liegt.

Do it Yourself Portal Alternativen – Basecamp – uPortal

Nach langem Zögern bewegt sich die IT Welt zu Portalen als Plattform für benutzerfreundliche Anwendungen. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: dem Benutzer werden anstatt einfacher Kommandos (Betriebssysteme) und Anwendungen (mit oder ohne graphischer Benutzerschnittstelle) zu denen man sich über hierarchische Strukturen hangeln muss, einfache interaktive Anwendungen angeboten, die der Benutzer sich auch selbst zusammenstellen und auch für seine Zwecke konfigurieren kann. Die kleinen Anwendungen haben unterschiedliche Namen z.B.  Portlets (IBM, Java u.a.), Apps (Apple) Webparts (Microsoft), Widgets, Gadgets(Google), iViews(SAP)  usw. Fast jeder IT Hersteller bietet eine Plattform für Portal Anwendungen z.B. IBM (WebSphere Portal), Microsoft (Sharepoint), Google (iGoogle, Android),  Apple (iPhone iOS), Oracle Portal und versucht seinen proprietären Standard zu etablieren. Führend sind wohl IBM bei großen Unternehmensportalen (basierend auf Java Standards) und Apple mit der iPhone Plattform bei mobilen Geräten. Besonders populär sind diese Minianwendungen auf mobilen Geräten, wo alles schneller und einfacher gehen muss als an einem Desktop PC. Die kleinen Helfer greifen transparent auf Funktionen im lokalen Gerät und im Internet (Cloud) zu. Der Benutzer sieht meist keinen Unterschied ob die Funktion lokal oder von einem oder mehreren Servern im Web geliefert wird. Als  Konsequenz wird wohl  Microsoft mit dem Betriebssystem WINDOWS 9 die Benutzerschnittstelle ähnlich wie Apple auf Portal Stil umstellen. Das Microsoft Sharepoint Portal ist dazu der Einstieg.

Nun sind Systeme mit platzierbaren und von Benutzern oder Experten erstellten Anwendungen, die auf Bildschirmseiten beliebig angeordnet werden, nichts Neues. Mein erstes System, das tatsächlich in Produktion ging, habe ich als junger Programmierer 1978 gebaut. Dieses System war komplett Objekt orientiert (auch die Programme) und wurde mit einem einheitlichen Objektmanagement System verwaltet. Aus dem Basissystem wurden spezifische Portale für Entwurf von mechanischen und elektronischen Systemen, Büroanwendungen (Charts fürs Management), Finanzanalyse usw abgeleitet. Ganz ähnlich macht man das heute mit Websphere Portal von IBM oder Sharepoint von Microsoft.

Der “Normale” Benutzer wird meist keinen großen Unterschied bei der Nutzung der verschiedenen Plattformen sehen.  Für die Ausbildung des IT Nachwuchses, ist es aber wichtig, dass man mit der Portal Plattform arbeiten und diese auch ändern und anpassen kann. Interessant ist hierfür z.B. die Open Source Plattform uPortal (Java Programmierung) , die von vielen Universitäten benutzt und unterstützt wird, sowie Basecamp, das mit Ruby on Rails programmiert wurde. Mozilla plant ebenfalls eine Portal Plattform anzubieten. Damit stehen einige herstellerunabhängige Plattformen für die Ausbildung zur Verfügung.

Sharepoint funktioniert nur mit Internet Explorer!

Microsoft hat anscheinend noch immer nicht verstanden, dass man mit proprietären Lösungen nicht weit kommt. Nach wie vor wird für interaktive Sharepoint Funktionen der Internet Explorer  (6 oder 7) benötigt! Großzügigerweise kann man mit Firefox oder Opera Sharepoint Seiten wenigstens ansehen. Will man aber Daten eingeben, so funktionieren viele Sharepoint Funktionen mit anderen Browsern nicht! Damit sollte Microsoft eigentlich bei öffentlichen Ausschreibungen in der EU gar nicht zugelassen werden! Microsoft hat sich damit vor allem im mobilen Bereich ein Riesenei auf die Schiene genagelt. Da Microsoft selbst keinen attraktiven mobilen Browser (z.B. Opera Mini) hat, können mobile Benutzer das strategische Microsoft Portal Produkt nicht nutzen. Das ist ein wesentlicher Nachteil gegenüber Google oder auch IBM, die natürlich auch Firefox und andere Browser unterstützen. Anstatt mit viel Geld Yahoo zu kaufen, sollte Microsoft besser einen strategischen Kopf als CTO einkaufen. Ray Ozzie , hat mit Lotus zwar ein wegweisendes proprietäres System geschaffen aber dann schon bei IBM das Web Portal Zeitalter verschlafen. Nach seinem Wechsel zu Microsoft hat er auch dort wohl gegen visionäre Praktiker wie Steve Jobs und den Google Architekten Craig Silverstein wenig Chancen.