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Probleme bei 1&1 – eMail 27.5.2013

Cloud_GaunerHeute bleibt der eMail Briefkasten leer. Keine Post am 27.5.2013. Die Email ist weder über Thunderbird noch über den Web Client erreichbar. Auskunft erhält man darüber bei 1&1 nicht – man tut so als sei alles in Ordnung. Meist erhält man bei Heise Online 1&1 die neuesten Informationen. Die Gerüchteküche produziert Meldungen von Hacker Angiffen, Software Problem usw. – nichts genaues weiß man offensichtlich nicht.

Man sollte meinen, dass die Information der Kunden die höchste Priorität bei einem Internet Dienstleister hat. 1&1 bei 1&1 scheint man die Kunden zu ignorieren. Das kann auf Dauer gefährlich werden  – die Konkurrenz schläft nicht.

Gute Nachricht: ab etwa 12:00 funktioniert die eMail wieder.

Privates Portal und soziales Netzwerk für Kinder und Jugendliche

Kommerzielle soziale Netzwerke erlauben Jugendlichen erst Zugang mit 13 Jahren (Facebook) oder 18 Jahren (Google+). Fast alle Schulen in USA betreiben deshalb ein eigenes eMail System und zum Teil schon private soziale Netzwerke! Mit Facebook, Google+ und Co ist z.B. Jugendarbeit im Verein oder Koordination von Schulprojekten nicht möglich. Aus gutem Grund! Schließlich möchte man die persönlichen Daten der Kinder nicht unbedingt weltweit veröffentlichen und die Kinder auch nicht der agressiven Werbung von Google und Facebook aussetzen. Natürlich möchte man die Kinder auch von unangenehmen Kunden bei Facebook schützen. Viele Facebook Kunden sind aber bereits heute jünger als 13 Jahre – manche sogar jünger als 10 Jahre. Das ist eindeutig illegal! Natürlich möchte Mark Zuckerberg das Mindestalter absenken. Es ist aber wohl besser sich rechtzeitig nach Alternativen umzusehen, bei denen der Zugang zur Gruppe eigenverantwortlich kontrolliert werden kann.

Vor speziellen eMail Systemen für Kinder wie z.B. Mail4Kids  rate ich ab. Hier können die Täter die Zielgruppe direkt angreifen. Schon vor 12 Jahren gab es beim SWR ein soziales Netzwerk für Kinder. Fpr eine Demo legte ich ein typisches Familienkonto an. Schon nach einer Stunde meldeten sich zwielichtige Typen bei dem Demo-Mädchen! Die Verhältnisse sind sicher in der Zwischenzeit noch schlimmer geworden. In den USA werden auch Systeme zur Kontrolle und zur Überwachung für eMail von Kindern angeboten z.B. ZooBuh! Das ist allenfalls für sehr kleine Kinder sinnvoll. Die beste Lösung ist wohl immer noch, dass man sich bei einem seriösen Provider wie z.B. 1&1 eine eigene Domain mit eMail Postfächern. mit Thunderbird auf dem Client die eMail verwaltet für etwa 10 €/Monat. Wenn man sich diesen Luxus mit Freunden teilt, dann kostet dieser Luxus weniger als 0.50 € im Monat. Man kann dann auch mit dem Handy auf die eMails zugreifen und wenn nötig auch die eMail Adressen der Kinder ändern, wenn diese mißbraucht werden. Kontrollen sollte man den Kindern erklären und mit ihnen Absprechen.

Datenschutz für private Daten bei Providern (Hosting, Cloud) unklar

Man kann sich über den Schutz persönlicher Daten bei Facebook, Google und Co. lange aufregen, hat aber wenig Chancen auch mit Unterstützung der deutschen Datenschützer etwas zu ändern. Zunächst sollte man die Rechte der Benutzer im eigenen Land regeln. Hierfür hat man durch deutsche Gesetze und Justiz genügend Werkzeuge um die Rechte der eigenen Bürger zu verteidigen. Leider haben unsere Regierung und die Ageordneten gerade in diesem sensitiven Bereich viele Rechte an die EU abgegeben. Die EG Datenschutzrichtlinie regelt im wesentlichen die Verarbeitung personenbezogener Daten und die Kommunikation (z.B. eMail).  Nun wirft die EG den ach so sicherheitsbeflissenen Deutschen vor, die Richtlinie nicht sauber umgesetzt zu haben. Ein Streitpunkt ist z.B. dass die vielen Datenschutzbeauftragten der Länder nicht unabhängig von der Politik sind! Interessanterweise gibt es Datenschutz eigentlich nur als Schutz persönlicher Daten (Namen, Adressen, sonstige Angaben zur Person usw) und für Kommunikation z.B. eMail als Ersatz für die alte Post. Für Daten, die Sie persönlich auf einem Server (oder wie wie es jetzt in NeuIT-Sprech heißt, in der Cloud) ablegen, gibt es verblüffenderweise keine Regeln. So kann z.B. Google alle Daten, welche die Kunden auf den Google Servern speichern, beliebig durchsuchen und für Werbezwecke nutzen, ohne gegen irgenein Gesetz zu verstoßen. Nun ist es ein Prinzip der Gesetzgebung, dass man erst aktiv wird, wenn Handlkungsbedarf besteht. Beim Datenschutz von Daten auf Servern im Web ist diese Linie aber wohl schon längst überschritten.

Schaut man sich die AGBs von 1&1, eines seriösen deutschen Web Hosting Anbieters an, so findet man wie zu erwarten Hinweise auf den Schutz der personenbezogenen Daten. Diese werden nicht an Dritte weitergegeben. (Achtung das gilt nicht für Daten ihrer Firma, wenn sie als Selbständiger arbeiten!) Man bietet auch an, Werbung und Aktionen von 1&1 abzustellen (Opt Out Option). Konkrete Aussagen zur Behandlung von eMail und Daten auf den Servern außer dem Hinweis, dass der Benutzer selbst für die Sicherheit seiner Daten zuständig ist, findet man leider nicht. Bei spezieller Anfrage zur Datensicherheit bei 1&1 erhält man die Antwort, dass 1&1 eMail nicht analysiert. Dies entspricht auch der Rechtslage. Man erhält aber z.B. keine Hinweise, wann und wie bei 1&1  eMail Einsicht für Behörden gegeben wird.

Aussagen zur Behandlung der Daten der Benutzer findet man nicht. Nun würde ich annehmen, dass 1&1 als seriöse Firma, diese Daten ähnlich wie die eMail Daten behandelt und keine Analysen von geschützten Daten der Benutzer macht. Schwarz auf weiß findet man das aber in den AGBs nicht.

Die AGBs meines Schweizer Sharepoint Providers sind schon etwas besser als die von 1&1. Zumindest wird die Problematik angesprochen. Besser wäre es natürlich, wenn es einen Mustervertrag gäbe (von den Benutzern, den Providern, Verbraucherschutz …) in dem der Datenschutz für private Daten im Netz geregelt wird. Die Gestzgebung sollte dafür die notwendigen Grundlagen schaffen. Leider hat sich unsere Regierung durch den Transfer der Zuständigkeit an die EU aus der Verantwortung gestohlen. Man macht eben lieber Pressekonferenzen zum fehlenden Datenschutz als Verbraucherschutz.