Für ein Privat Portal gibt es sehr viele mögliche Plattformen. Für die Auswahl benötigt man Kriterien. Das wichtigste ist dabei, dass man die Zielgruppe der Benutzer erreicht. Die Benutzerfunktionen sollten so einfach sein, dass man die wichtigsten Funktionen beim Einstieg mit üblichen PC Kenntnissen beherrschen kann. Wenn die Benutzer eine Plattform bereits kennen wie z.B. Facebook, so erleichtert es die Benutzung für Facebook User. Es besteht dann aber die Gefahr dass neue Benutzer vor der Komplexität des Systems zurückschrecken und das System nicht benutzen. Man sollte folgende Fragen unbedingt klären bevor man ein Privat Portal aufsetzt:
- Ist die Teilnahme am Privat Portal freiwillig (wer Lust und Interesse hat macht mit) oder müssen alle Personen einer Zielgruppe erreicht werden z.B. Schulklasse, Verein?
- Gibt es zumindest ein Mitglied in der Gruppe, das bereit ist als Administrator/Organisator das Privat Portals zu organisieren und zu administrieren..
- Welche privaten Daten müssen geschützt werden z.B. Namen, Adressen, Dokumente usw.
Für eine grobe Auswahl der Plattform ist die folgende Tabelle hilfreich
Eine ausführliche Tabelle u.a. mit Kosten findet man im Privat Portal Beispiel auf einer Sharepoint 2010 Pattform.
Der einfachste Einstieg in ein Privat Portal gelingt mit der WordPress Plattform, weil sowohl die Bedienung für die Benutzer als auch für Administratoren sehr einfach ist.. Dieser Blog ist z.B. als Blog mit Privat Portal Funktionen organisiert. Man kann damit eine Website mit etwa 30 Seiten und einem Blog aufbauen. Im Blog werden Nachrichten an die Teilnehmer des Privat Portals veröffentlicht. Das hat den u.a. Vorteil gegenüber einer statischen Website, dass die Benutzer z.B. über eine eMail benachrichtigt werden können, wenn Neues im Portal veröffentlicht wird. WordPress bietet eine Viezahl von vorgefertigten Layouts für die unterschiedlichen Zwecke an, die alle professionell gemacht sind und gut aussehen. Man sich in der Regel nicht um HTML, CSS usw kümmern – man braucht darüber auch nichts zu wissen!
Bei einem Privat Portal auf der WordPress Plattform müssen sich nicht alle Teilnehmer bei WordPress Registrieren lassen (nur Administratoren und Autoren). Das ist bei heterogenen Gruppen sehr wichtig. Eiu Grundschutz für private Daten mit Passwort Sicherung auf der Ebene der Blog Beiträge oder der Seiten ist möglich. Sehr sensitive Daten sollte man allerdings nicht in einem WordPress Portal ablegen. (Sichere Datenspeicherung und Schutz der Privatsphäre gibt es eigentlich nur bei Sharepoint). WordPress hat eigentlich keine Funktion zum Abspeichern von Dateien. Man kann aber Seiten anlegen und dort Links zu Dokumenten anlegen, die man hochlädt (Beispiel) .Das funktioniert sicher für bis zu 20 Dokumenten pro Seite.
Beispiele für ein Privates Portal für einen Musikverein
WordPress unterstützt Benachrichtigungen (Publishing) an Twitter, Facebook, und Google+ Benutzer. Mobile Geräte können über Browser oder Apps für die gängigen Plattformen iPhone, Android (Google) oder Windows Phone 7 zugreifen.
Die WordPress Plattform ist extrem stabil – ich arbeite bereits seit 6 jahren auf der Plattform. Alle Migrationen in dieser Zeit waren extrem benutzerfreundlich, Altdaten wurden immer ohne Aufwand übernommen. Bei WordPress ist man Besitzer der Daten anders als bei Facebook oder Google+. Man kann jederzeit die eigenen Daten im XML Format auf den eigenen PC importieren. Das ist z.B. dann interessant wenn man selbst eine WordPress Plattform auf einem eigenen Server betreiben möchte. Das Business Model von WordPress hat sich bewährt – die Software wird auch an viele große Unternehmen verkauft, die besonderen Wert auf Stabilität legen (und auch dafür bezahlen).
Die Einstiegsversion von WordPress ist kostenfrei (wie dieser Blog). Zusatzfunktionen können mit vernünftigen Preisen dazugekauft werden.
Meine Empfehlung für Privat Portal Anfänger: starten sie mit einem Portal auf WordPress Plattform (es sei denn sie haben sensitive Daten zu verwalten) und üben sie mit den Teilnehmern wie man Informationen erstellt, verwaltet und an die Interessenten verteilt. Erst wenn sie damit an Grenzen stoßen, sollten sie sich mit den komplexeren Portal Plattformen befassen.

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