Archiv der Kategorie: Software

Nachrichten (RSS Feeds) ohne Werbung auf iPhone und Sharepoint

RSS-SymbolNachrichten sind ein Schlüsselelement für jede Website. Nachrichten werden im Web als RSS Feed angeboten und mit einer URL adressiert. Dahinter stecken recht einfache Daten in einem Standard XML Format, das auch von  Twitter, Google, Facebook und Co verwendet wird. Die Spiegel Online Nachrichten http://www.spiegel.de/schlagzeilen/tops/index.rss kann man sich z.B. direkt als RSS Feed im Browser ansehen. Das sieht nicht besonders hübsch aus und braucht auf der Webseite zu viel Platz. Ganz schlicht kommen die gleichen RSS Nachrichten bei http://www.spiegel.de/schlagzeilen/ daher. Geht man zur offiziellen Spiegel Einstiegsseiten http://www.spiegel.de/  so kommen die gleichen RSS Nachrichten mit aufwändiger Grafik aber auch mit viel Werbung auf den Schirm.  Natürlich gibt es auch eine Version für Smartphone:  m.spiegel.de .

Besonder umkämpft ist zur Zeit die Startseite für Smartphones. Facebook möchte hier mit der Facebook Start Page die Icons der Apps verdrängen, die von Apple, Google mit dem Betriebssytem angezeigt werden, und bei denen der Benutzer seine Lieblingsapps auf die Startseite schieben kann. Der typische Benutzer möchte nicht nur einen Nachrichtenstrom sondern meherereNachrichtenströme rasch überblicken können z.B. Privat, Arbeit, Lokales, Sport, Politik usw. Auf dem Smartphone verwendet man dazu einfach einen RSS Reader z.B. Free RSS Reader (kostenlos). Der RSS Free Reader hat den Vorteil dass er nicht wie viele andere den Google RSS Reader verwendet (den gibt’s demnächst bei Google nichjt mehr!).

FreeRSS App2-DetDer Reader zeigt an, wieviele ungelesene Nachrichten gespeichert sind. Mehre Nachrichtenströme können in einem RSS Reader zusammengeführt werden. Man trägt einfach die verschieden RSS Feeds in die Liste des Readers ein.

RSS 2 AppIm Beispiel sind Feeds von Apple, Frankfurter Zeitung (FAZ Net) und ein WordPress Blog (freieabgeordnete.wordpress.com)  sowie der Spiegel Online RSS Feed im Reader zusammengeführt. Refresh macht man bevorzugt wenn man WLAN Zugriff hat.

Die Nachrichten werden mit Überschrift und einer Zeile angezeigt. Auf Klick erhält man die erweiterte Anzeige und kann dort zum kompletten Artikel springen,

Neben dem kostenlosen Free RSS Reader gibt es eine ganze Reihe von anderen RSS Lesern.

Spiegelfeed Viele Reader verwenden aber den Google RSS Reader als Basis, der aber demnächst von Google nicht mehr unterstützt wird.

RSS Privat Portal mit Sharepoint Plattform

Als freier benutzer möchte man nicht von Google, Facebook und Co abhängig sein. Insebsonder möchte ich meine Daten selbst besitzen und Kontrillieren und das schließt den Entwurf meiner persönlichen Seiten ein. Mit Sharepoint kann man sich sehr leicht personalisierte Seiten mit Kalender, Mail und auch RSS Feeds gestalten. Man kann die in Facebook eingebauten Webparts aber auch vorgefertige Gadgets benutzen oder sich mit JavaScript eigen Gadgets erstellen.

RSS_Feeds_SP

Im Beispiel werden drei RSS Feeds auf einer Seite angezeigt.  Gadgets gibt’s z.B. bei Google Gadgets für ihre Website . Code zum einbetten in eine Website wird aber auch von Anbietern der Nachrichten angeboten. Das hat den Vorteil, dass man nicht auf die Services von Google angewiesen ist. Man kann sich aber seine Gadgets auch selbst sschreiben.

Sharepoint Listen auf dem Smartphone als RSS anzeigen

Auf dem Smartphone kann man sich komplette Sharepoint Listen mit dem Browser (ich bevorzuge für das Arbeiten mit Sharepoint den Opera Browser) ansehen und mit Zoom arbeiten. Sharepoint bietet aber auch eine Möglichkeit aus einer Liste einen RSS Feed zu generieren.

RSS_Liste_1

 

 

 

 

Durch Klicken auf das RSS Symbol erhält man den RSS Feed der Liste, den man sich direkt im Browser oder mit einer App für die Anzeige von RSS Feeds ansehen kann. RSS_List_2

Pretty URL’s (Logische Adressen) in Sharepoint 2013

Mit den bisherigen Verisonen von Sharepoint konnte man eigentlich keine vernünftigen Websites für externe Besucher bauen. Web Adressen sollten sich gemäß der Philosophie des Web Erfinders Timothy Berners-Lee nie ändern (Cool URIs don’t change).  Leider haben aber  Webseiten und Objekte in Sharepoint 2010 eine URL, in der die Struktur von Sharepoint enthalten ist, wie z.B.  http://portaleco.mysp.ch/public/Lists/Whiteboard/All%20Items.aspx . In dieser Adresse ist sowohl die Subsite (Public), die Struktur (Lists) und die Lokation, wo die Daten gespeichert sind (Whiteboard) sowie der Datentyp (aspx) enthalten. Organisiert man in Sharepoint um, z.B. wenn mehrere Teamsites zusammengelegt werden, dann ändern sich alle Links, die externe Benutzer gespeichert haben. Alle URLs werden ungültig. Die Benuter sind natürlich nicht begeistert, wenn anstatt der gewünschten Information ein 404 Fehler angezeigt wird.

Bei der Migration auf eine neue Sharepoint Version passt man typisch auch die Struktur das Portals den neuen Anforderungen an. Will man die neuen Funktionen von Sharepoint nutzen, muss man ebenfalls die Struktur des Sharepoint Systems ändern. Das ist mehr als ärgerlich. Benutzte man einen Apache Server für Sharepoint, dann konnte man dieses Problem mit einem externen URL Rewrite (Redirect) lösen. Das war aber sehr umständlich. Bei Sharepoint Hostern wurde diese Funktion nicht angeboten.

In Sharepoint 2013 (Überblick) wird diese Funktion mit Managed Navigation und Pretty URLs  (wie bei anderen Plattformen z.B. IBM Webphere Portal Server schon lange üblich) integriert. Damit man diese neue Funktion sinnvoll nutzen kann, sollte man sich rechtzeitig überlegen, wie man Pretty URLs nutzen will.

Externe URLs sollten immer aus Sicht der Benutzer geplant werden. Dieser WordPress Blog verwendet Pretty URLs z.B. http://portaleco.wordpress.com/2013/01/19/von-wo-kommt-meine-email/. Für den Benutzer des Blogs ist die Überschrift des Blogartikels aber auch das Datum seines Entstehens wichtig. Es macht also Sinn, beide Informationen in der URL unterzubringen. Diese Pretty URL macht also Sinn. Ein abschreckendes Beispiel liefert dagegen unser Bundesfinanzministerium. Wer hätte gedacht, dass sich hinter der URL https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=0 das Formular für die Anlage N der Einkommenssteuer verbirgt. Obwohl sich das Formular von Zeit zu Zeit ändert, enthält die URL kein Datum.

Etwas besser macht es die Website der Bundesregierung. Hinter der URL http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2013/01/2013-01-28-abschluss-gruene-woche.html verbirgt sich der Artikel “Internationale Grüne Woche – Lecker Essen und innovative Ideen”. Hier findet man einen unnötigen Hinweis auf die Organisation des Server System (Content/DE) aber nicht den Titel des Artikels.

Eine gute Anleitung für den Aufbau einer guten URL Struktur findet man bei http://rield.com/how-to/url-design “Clean URL Design Guide” der Design Hochschulen Rappertswil und Basel.

Eine gute Website sollte nicht nur die eigenen URLs in Ordnung halten sondern auch von Zeit zu Zeit prüfen, ob die verwendeten Links noch funktionieren. Das kann man recht einfach mit dem W3C Link Checker prüfen. Die Besucher einer Website kann erwarten dass die Website als Ganzes funktioniert.

Beim Anlegen der Pretty URLs sollte man die Hinweise von Google beachten, um die Suche auf der Website zu unterstützen. Schließlich sollen die externen Benutzer die Informationen auf ihrem Server finden.

Sharepoint und Office 365 mit mobilen Geräten – alles noch in der Cloud

BayBlueNachdem immer mehr Benutzer mit Smartphone und PAD arbeiten wollen, muss auch Microsoft für die vielen Benutzer in Firmen Lösungen für mobile Geräte anbieten. Microsoft tut sich da besonders schwer, hat man doch über Jahrzehnte seine privaten Technologien wie ASPX, Silverlight und Co gepflegt, die leider alle nicht auf den gängigen Plattformen iOS und Android laufen. Wer jetzt glaubt man könnte dieses Problem mit dem Kauf eines Windows Smartphones lösen, wird sich aber täuschen. Es gibt da zwar WORD und EXCEL Editoren für die mobilen Windows Geräte aber vom Traum, dass man jetzt plötzlich mit Office 365 ein Firmen Microsoft Office in der Hand hat, bleibt nach dem ersten Ausprobieren wenig übrig (Don’t be fooled: Office 365 …).  Ausser einem Mobilen Clienten für Exchange (da gibt es schon lange bessere Apps, die mit Exchange synchronisieren, auf den verschiedenen Plattformen) und einem einfachen Dokument-Editor wird nicht viel geboten. WORD und EXCEL alleine reichen für Firmen eben nicht aus. Zumindest ein Anfang ist doch gemacht.

Besonders enttäuschend ist der mobile Sharepoint Support. Gerade die vielen Funktionen für Gruppenarbeit sind eigentlich für mobile Benutzer äusserst interessant. Mit den von Microsoft empfohlenen Browsern (IE und Firefox) erreicht man da wenig. Opera Mini wird nicht einmal erwähnt. Das Office 365 Angebot für interne Nutzung in Firmen (etwa 8$ / Benutzer&Monat) ist wenig interessant, da man damit keine externen Benutzer einbinden kann. Offensichtlich haben die von Microsoft avisierten kleinen Firmen gar keine Kunden.

Nachdem das mobile Angebot des Firmen Platzhirsches so dürftig ausfällt ist man geneigt, sich Google und Apple zuzuwenden und dort nach Angeboten für Firmen zu suchen. Dort findet man zwar recht gute Anwendungen für die mobilen Geräte bei der Integration mit Firmensoftware sieht es aber sehr bescheiden aus. Google versucht zwar immer wieder einen Neustart mit Software für kleine Firmen. Kommt aber der große Erfolg nicht (kein Wunder bei der doch recht infantilen Software) gibt man die Plattformen schnell auf und wendet sich neuen Ufern zu. Das schafft natürlich keine Vertrauensbasis für ein Firmengeschäft.

Im Moment gibt es auf dem Markt für Business-Mobile Integration ein riesiges Vakuum, in das viele Anbieter hineindrängen aber bis jetzt keine befriedigenden Lösungen für die Benutzer haben. Man muss sich zunächst mit partiellen Lösungen abfinden und sich sein Schlauphone selbst zusammenstellen.

 

Spenden direkt an Wikipedia USA

Vor Weihnachten versucht Wikipedia über eine aggressive Bannerwerbung Spenden einzusammeln. Das Geld wird auch dringend gebraucht wenn man als Benutzer wenigstens eine Ecke haben möchte, die ohne Produktwerbung auskommt. Dank Schwarmintelligenz ist Wikipedia auch unschlagbar günstig. Der Betrieb kostet im Jahr nur 10 Millionen $! Da ist eine Spende sicher gut angelegt, wenn man verhindern will dass Apple, Google und Co auch dieses System dominieren.  Will man aber spenden, so geht die Spende an die Wikimedia Organisation Deutschland, die zwar ein Chapter der US Organisation ist, aber eine eigenständige Organisation mit einer eigenen GmbH und gut dotierten Geschäftsführern ist. Während die meisten Spender meinen, dass mit ihrem Geld die Wikipedia Systeme und Server bezahlt und betrieben werden, wird das Geld von der Wikimedia Deutschland für ganz andere Sachen ausgegeben. Das ist an sich nicht verwerflich, es sollte aber beim Spendenaufruf klar gesagt werden, wo das Geld hin geht.

Da mir die Wikimedia Deutschland auch nicht politisch als Kämpfer für das freie Internet aufgefallen ist, möchte ich lieber meine Spende direkt nach USA geben, weil dort das Geld für die Infrastruktur, Software und die Weiterentwicklung des Systems eingesetzt wird. Wikimedia USA hat sicher auch einen größeren Einfluss auf die benutzerfreundliche Anpassung des Urheberrechts im Web als die Wikimedia Deutschland. Um den Unsinn des deutschen Urheberrechts deutlich zu machen braucht man sich nur das Bild von Friedrich Hecker in Wikimedia Commons ansehen. Nach amerikanischem Recht ist das 1906 erschienne Bild  Copyright frei. Immerhin ist es älter als 70 Jahre. Nach deutschem Recht müsste man erst nach dem Zeichner des Bildes fahnden (den niemand kennt) und nach seinem Todesjahr. Erst davon werden dann 70 Jahre Schutzzeit berechnet. Da dies niemand kann und will ist das Hecker Bild in Deutschland nicht Copyright frei. Ist es schon Tollheit, hat es doch Methode. Hier würde man sich wünschen, dass sich die deutsche Wikimedia Organisation auf die Seite der Amerikaner schlägt. Bis dahin geht meine Spende in die USA.

Direkte Spende an Wikipedia USA

PS Die Spendenaktion 2012 hat bereits Rekordergebnisse erzielt – das wird der Sache sehr dienlich sein.

Patente – Microsoft gegen Motorola (Google)

Heise berichtet über einen Patentstreit zwischen Microsoft und Motorola. Schaut man sich das fragliche US Patent aber mal an, so haben die “Erfinder” bei Microsoft sich eigentlich nur eine Zerlegung einer Nachricht in mehrere Blöcke patentieren lassen. Das ist eine in der Nachrichtentechnik und im Web eine uralte Technik mit Null Erfindungshöhe. Ein privater Anmelder hätte so etwas nie beim Deutschen Patentamt als Patent erteilt bekommen. Auf Grund der Abkommen zwischen EU und der USA werden solche US Patente fast automatisch als EU Patent akzeptiert. Die USA verfolgen ihre Patent- und Markenrechte im Weltmarkt immer härter. Leider werden die Rechte deutscher Firmen und Erfinder über die EU Schiene von den großen amerikanischen Firmen ausgehebelt.

Digital history – a 250 year old 1 Hz processor

The Katzenbach Clock built in 1762

Most IT people think that the digital age started with the invention of semiconductors, very large scale integration and programming languages. However, our computers are still based on digital clocks which have been invented and used centuries ago. IT technology has its roots in the clock industry. Many of the early IT pioneers had a background in mechanical design especially clock design. The Babbage calculator of 1822 used typical components of the tower clocks of its time.

The breakthrough for accurate time measurement was the move from analog to digital signals. A digital clock signal was generated by a pendulum regulated by an anchor escapement.

The digitization allowed to build very accurate clocks hand made by blacksmiths with simple tools and techniques. The very old tower clocks are really fascinating. Today you will find tower clocks mostly in private collections and museums e.g. at the German Museum für Zeit – Pfälzisches Turmuhrenmuseum in Rockenhausen, Germany, where you can find clocks made by blacksmiths in the 18th century as well as a highly sophisticated Big Ben model.

Tower Clock Museum Rockenhausen

Here you also can see how clocks became smaller much like  modern IT equipment.  But there always was a digital clock!

Tower clocks in museums are nice but my real champion is the clock tower clock in the little town of Katzenbach (close to Rockenhausen) which was running and is still running for 250 years.

Katzenbach Clock Tower

The program is rather simple with inner and outer loops. It is using two bells for wireless communication with the customers.  The little bell rings every 15 minutes, the large bell indicates the hours. At 11 o’clock the a big lunch time ringing starts. Thus the farmers could head for home and have lunch at 12 o’clock. I don’t think that there is any modern program around which will be used in 250 years from now and does not have any programming errors!

The blacksmith, who made this clock, proudly signed his work. (By chance it was one of my ancestors.) Most modern programmers would not support this idea of signing their programs with their names. I know only a story of Steve Jobs who asked the developers in good old times to sign off their work. I don’t think they still do this today.

Warum manche Wesites z.B. von Microsoft, IBM u.a. auf dem iPhone nicht funktionieren

Schaut man sich mit dem iPhone Webseiten an, so ist man zunächst begeistert. Die Seiten werden zwar sehr klein angezeigt, mit dem iPhone Zoom kann man aber sehr elagant und schnell interessante Bereiche der Webseite leserlich anzeigen. Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass manche Websites völlig anders dargestellt werden als auf dem PC und man damit mit dem iPhone überhaupt nichts anfangen kann.

Die Website z.B. von Apple funktioniert wie zu erwarten erwarten perfekt. Aber auch die Seiten von Behörden Stadt, Land und Bund funktionieren auf dem iPhone wie erwartet. Beispielhaft ist da z.B. die Website von Baden-Württemberg. Geht man dagegen auf Websites großer IT Firmen wie Microsoft, IBM oder SAP so erlebt man einige enttäuschende Überraschungen. Die Sites funktionieren nur teilweise oder überhaupt nicht auf dem iPhone. Bei IBM wird auf dem iPhone eine ganz andere Website angezeigt, die hauptsächlich Marketing Informationen enthält und die speziell für mobile Geräte konzipiert wurde. Die vom PC gewohnten IBM Seiten sucht man vergeblich. Allerdings gibt es bei IBM in der Fußleiste eine Option mit der man sich die Seiten wie auf dem PC (ganze Seite) ansehen kann. Zoom funktioniert bei manchen Teilen von Seiten aber nicht.

Die genauere Analyse zeigt, dass Webseiten mit limitierter Bildbreite (< 1024 pixel), die sich streng an die HTML Standards halten, auf dem iPhone gut angezeigt werden. Komplexer aufgebaute Seiten produzieren mit dem Safari Browser des iPhones nur Schrott auf dem Bildschirm. Manchmal, z.B. bei Microsoft Seiten, kann man das Problem umgehen indem man den Opera Mini Browser verwendet, den man als kostenlose APP vom Apple APP Store herunterladen kann. Um eine Vollbildanzeige zu erhalten muss man bei  Opera die Einstellungen ändern (Vollbild – EIN, Einspaltige Ansicht – AUS).  Mit dem Opera Mini Browser kann man gut mit Microsoft Sharepoint Seiten arbeiten. Interessanterweise erhält man mit Sharepoint 2007 bessere Ergebnisse auf dem iPhone als mit Sharepoint 2010.   Bei SAP funktioniert aber der Safari Browser einigermaßen und der Opera Mini Browser überhaupt nicht. Manchmal könnte man die Standard PC Seiten auf dem iPhone eigentlich gut darstellen. Beim Server wurde aber eine Option aktiviert, mit der Webseiten für kleine Bildschirme “optimiert” werden. Genau das möchte man aber auf dem iPhone nicht haben. Manchmal genügt ein Anruf beim System Administrator um dieses Problem zu korrigieren. Das funktioniert aber nur bei relativ einfachen Websites.

Schwierig ist es dagegen bei IBM.  Auf die riesige IBM Website mit auch mobil interessanten Funktionen kann überhaupt nicht zugegriffen werden (so will man den Kunden den Ärger ersparen). IBM ist z.B.  die einzige große Firma, bei der man mit IBM Whois die Telefonnummer jedes IBM Mitarbeiters erfahren kann (das ist wahre Kundenfreundlichkeit und Transparenz!) Die iPhone Unverträglichkeit von IBM ist ziemlich unverständlich konnte doch der IBM WebSphere Portal Server schon 2001 mit Handys und Spracheingabe arbeiten.Man konnte sogar das Endgerät ohne Unterbrechung während einer Transaktion wechseln. Das Problem von IBM ist jedoch typisch für große Firmen. Hinter dem Web Frontend verbergen sich hunderte von Servern, von denen nur ein Teil auf dem Stand der modernen Web Techniken sind.

Der Grund für die iPhone Unverträglichkeit von Microsoft und IBM ist in ihrer Produkt- und Marketing-Strategie zu finden. Man wollte die Kunden dadurch an sich binden, dass man den Kunden Lösungen verkauft, die mit Produkten der Konkurrenz nicht kompatibel sind (IBM z.B. /370, Microsoft WINDOWS aber auch APPLE mit MAC, iOS aber auch iPhone). Die Webprodukte von Microsoft (aspx, .net … ) und IBM (z.B. Flash) verwenden Client Komponenten, die auf dem iPhone aber auch auf anderen mobilen Geräten nicht funktionieren weil sie die  mit dem W3C  Standards (HTML, HTML5) nicht kompatibel sind. Viele Kunden, die Produkte von Microsoft und IBM für ihre Lösungen verwenden, sitzen nun im mobilen Geschäft mit in der Tinte. Die Marketing Strategen haben die eigene Durchsetzungskraft wohl überschätzt. Die Techniker bei Microsoft und IBM haben das schon längst eingesehen und arbeiten bei der W3C Standardisierung kräftig mit. Beim oberen Management der Großfirmen konnten sich die Techniker aber offensichtlich nicht durchsetzen. Microsoft (Sharepoint) und IBM (WebSphere Portal) arbeiten nun aber fieberhaft daran, ihre Webprodukte kompatibel mit den Standards zu machen. Wie sagte schon der Dichter “Spät kömmt ihr – aber ihr kömmt!”.

Ratschlag an iPhone Besitzer: Installieren Sie zusätzlich zum Safari Browser auch den Opera Mini Browser und probieren Sie die für Sie wichtigen Websites (z.B. die der eigenen Firma) aus. Generell kommt der Opera Mini Browser mit komplexen Seiten besser zurecht als der im iPhone eingebaute Safari Browser. Man muss aber dafür die Option Vollbild (Full Screen) im Opera Browser setzen. Häufig kann der Administrator z.B. des Firmenservers Optionen so einstellen, dass man mit dem iPhone einigermaßen arbeiten kann (wenn die Angestellten dafür bezahlt werden). Kunden werden sich mit den Problemen aber wohl nicht abplagen wollen.

Beim Kauf eines neuen Geräts sei es nun ein PC, PAD oder Mobiltelefon sollte man vor dem Kauf ausprobieren, ob man die für einen selbst wichtigen Funktionen wirklich benutzen kann oder ob man eine Marketing Falle läuft.

Auf allen Browsern funktioniert häufig nur die Eingabe von Textzeilen und Zahlen. Komplexere Eingaben z.B. für Rich Text oder komplizierte Menu Strukturen für die Navigation kann man mit dem iPhone meist nicht bedienen.

Was ist eigentlich neu beim iPhone? – Technikgeschichte

Die Apple Marketing Maschine läßt das verehrte Publikum gerne glauben, dass die neuen Produkte komplett innovativ sind. In Realität war Steve Jobs aber kein Erfinder sondern ein begnadeter Systemintegrator, der neue Technologien immer beobachtet hat und beim iPhone auch die richtige Auswahl getroffen hat. Wirklich innovativ ist die benutzerfreundliche Nutzung des zugekauften Displays. Durch Größe, hohe Auflösung und vor allem durch die Nutzung der  kapazitativen Touch Screen Technologie hat Apple ein total neue Benutzerschnittstelle geschaffen. Man muss nur einmal bei einer deutschen Bank auf den Touchscreen z.B. des Kontoauszugsdruckers (deutsche Wertarbeit) drücken um sich den Grad der Verbesserung zu verdeutlichen.

Benutzerschnittstellen mit tippen und wischen auf einem Bildschirm gab es bereits in den 70er Jahren. Damals wurde noch ein Lichtstift z.B. mit dem System CADAM (für Konstruktion von Mechanik) benutzt. Die Terminals waren allerdings groß wie ein Schrank und kosteten 70 000 $. Später gab es resistive Touchscreens mit denen man auch Notepad PCs ausrüstete. Die Zuverlässigkeit, Auflösung und Genauigkeit waren aber so schlecht, daß keine Begeisterung bei den Kunden aufkam - u.a. hat da HP viel Geld verloren. Steve Jobs hat hier erkannt, dass eine eigentlich aufgegebene, problematische Benutzerschnittstelle mit neuer Technologie plötzlich interessant werden kann.

Alle anderen Teile des iPhones u.a. Kamera für Fotos und Videos sind schon länger bekannt und fanden sich schon 2005  im Nokia Handy N70, das eigentlich nur einen zu kleinen Bildschirm und keine vernünftige Software und Anwendungsinfrastruktur hatte. Das Management von Nokia hatte aber keine Idee, was die Kunden mit einem Internethandy alles machen könnten.

Grafische APPs, die der Benutzer auf sein Gerät herunterladen konnte, habe ich persönlich schon 1978 programmiert (und an Kunden verkauft). Man brauchte damals diese Technologie um Grafische Terminals (damals Tektronix) über langsame Leitungen betreiben zu können ( die Telfonleitungen sind auch heute noch relativ langsam). Anders als heute bei Apple haben sich die APPs 1978  aber an Softwareänderungen im Basissystem automatisch angepasst. Darauf werden die Kunden von Apple sicher noch ein Jahrzehnt warten müssen.

Die innovative Benutzerschnittstelle des iPhone benötigt extrem schnelle, leistungsarme Prozessoren. Die ARM RISC Prozessoren werden von einer englsichen Firma entworfen und dann bei Halbleiterherstellern in Fernost gefertigt. Die RISC Technologie für Prozessoren wurde u.a. von John Cocke (er legte immer Wert darauf dass der letzte Buchstabe seines Namens als “i” ausgesprochen wurde) seit 1963 bei IBM entwickelt, Das Urmodell, der IBM 801 RISC Prozessor, lief ab 1978 im Watson Labor der IBM und war etwa 10 mal schneller, 10 mal billiger und 10 mal kliner als die damals üblichen Großrechner. Das IBM Management hat dann aber entschieden, diesen Prozessor nicht zu bauen, weil man damit das Geschäft mit den  traditionellen /370 Maschinen kaputt machen würde.  Bei der Entwicklung des RISC Prozessors wurde in Zusammenarbeit mit vielen US Universitäten auch die Programmiersprache C und die Compiler Technlogie  für die RISC Technologie entwickelt (dumme Rechner brauchen intelligente Compiler!) u.a. mit Nutzung des Internet Vorläufers Arpanet für die kooperative Entwicklung. Die Hardware wurde übrigens mit meinem auf APPs basierenden grafischen Design System entwickelt.

Das iPhone ist deshalb wie fast alle wirklich revolutionären neuen Produkte eine geniale Kombination aus alten bewährten Techniken (deren Patentrechte schon längst abgelaufen sind) und einigen neuen Ideen und Verfahren. Es braucht aber schon einen Steve Jobs um das Ganze so zu integrieren, dass die Kunden begeistert sind. Hat man dann noch das Marketing Talent von Steve Jobs kommt auch der wirtschaftliche Erfolg.  Dafür muss man aber das nötige Knowhow, exzellente Mitstreiter  und einen sehr langen Atem haben.

Sharepoint mit dem iPhone – nur mit dem Opera Mini Browser!

Greift man als stolzer Besitzer eines neuen iPhones mit dem Safari Browser auf eine Sharepoint Seite zu, so erlebt man einige unangenehme Überraschungen. Die Webseiten werden ganz anders dargestellt als man es auf dem PC gewohnt ist. Die Sharepoint Seite Privat Portal Home ist z.B. eine recht komplexe Seite mit Text, einer Tabelle (Liste) und externen Widgets. Schaut man sich diese Seite aber auf dem iPhone mit dem Safari Browser an, so sieht man nur folgendes:

Sharepoint Webseite Ansicht mit iPhone Standard Browser (Safari)

Anstatt im üblichen Seitenformat werden die Daten vereinfacht für kleine Bildschirme dargestellt. Viele Elemente gehen dabei komplett verloren.

Die Microsoft Software Entwickler haben sich für Smartphones einen Mobile Mode einfallen lassen, das ist eine spezielle Formatierung für Geräte mit kleinem Display. Wenn der Sharepoint Server feststellt, dass von einem Gerät mit dem Safari Browser und  kleinem Bildschirm (iPhone 320×480 Pixel) zugegriffen wird, dann wird der Mobile Mode eingeschaltet. Dabei werden die Sharepoint Seiten vereinfacht und in  in Spalten angezeigt. Listen und andere  Sharepoint Elemente werden nur mit Überschriften angezeigt und müssen zusätzlich geöffnet werden, was aber auch nicht immer funktioniert. Sharepoint Werkzeuge und die Navigation funktionieren überhaupt nicht. Typisch ist z.B. die Fehlermeldung Die folgende URL wird mobil nicht unterstützt …/_layouts/Listform.aspx . Das zeigt das Microsoft Sharepoint Problem exemplarisch. Microsoft hält sich nicht an die Web Standards des W3C  sondern benutzt eine eigene Methode für die Darstellung von Webseiten (.net, Silverlight, aspx usw) auf Windows PCs. Diese speziellen Microsoft Funktionen werden bevorzugt eingesetzt wenn man mit dem Internet Explorer arbeitet. Überraschenderweise (nicht für den Experten!) treten dann bei Sharepoint verstärkt Fehler auf. Deshalb empfehle ich für “normale” Sharepoint Benutzer den Firefox Browse.

Die speziellen Microsoft Client Funktionen gibt es auf mobilen Geräten nicht – und schon gar nicht auf dem iPhone von Apple. Besonders schlimm sehen Seiten aus, die mit Sharepoint Web Parts gebaut wurden.  IT Leiter, die Sharepoint im Unternehmen installiert haben und deren Chefs sich ein iPhone zugelegt haben müssen sich bei der Sachlage wohl warm anziehen. Kunden, die auf den Sharepoint Server einer Firma zugreifen, werden sich wohl mit Grausen abwenden.

Ein bischen besser sieht es aus, wenn man für Webseiten das Sharepoint WIKI verwendet. Dabei werden Standard HTML Seiten generiert, die auch mit dem Safari Browser vernünftig dargestellt werden. Komplexere Sharepoint Elemente aber auch Widgets werden aber auch hier unterdrückt.

Ganz anders sieht es aus wenn man den Opera Mini Browser verwendet, den man sich kotenfrei vom APP Store herunterladen kann. Mit dem Opera Browser werden die Sharepoint Seiten wie auf dem PC gewohnt dargestellt – allerdings zunächst stark verkleinert. Allerdings kann man mit dem iPhone sehr schnell auf interessante Stellen der Seite Zoomen. Da kommt Freude auf!

Sharepoint Webseite Ansicht mit Opera Mini

Opera arbeitet mit einem Proxy Server zwischen dem Sharepoint Server und dem iPhone. Dabei wird ein PC Browser mit einem großen Bildschirm emuliert. Der virtuelle Bildschirm wird dann auf den iPhone Bildschirm skaliert. Zwar gibt es auch mit dieser Anordnung Probleme speziell beim Thema Zugriff auf gesicherte Seiten. Die meisten Sharepoint Seiten werden aber korrekt dargestellt. Das Arbeiten mit den Seiten und den hervorragenden Scroll und Zoom Funktionen des iPhones  macht mit dem Opera Mini Browser richtig Spaß.

Daten eingeben kann man damit allerdings nicht, da die entsprechenden Client Funktionen nicht auf dem Opera Proxy Server installiert sind.