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Angela Merkel im Google Hangout – Deutsche IT abgehängt

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Es ist Wahlzeit und da suchen alle unsere Politker die Nähe zum Volk. Da tauchen plötzlich selbst Politiker mit Genscher Web Qualifikation bei Facebook auf oder gehen wie die Kanzlerin sogar zu Google+, um dem tumben Volk ihre Weisheiten zu vermitteln. Dabei wird offensichtlich, dass Deutschland die Schlacht um die Plattformen bei den sozialen Netzwereken verloren hat. Ohne seine privaten Daten bei Facebook oder Google bei der Anmeldung abgegeben hat, kann der Bürger mit seinen Politikern nicht mehr kommunizieren. Armes Deutschland, wenn wir nicht einmal einen offenen Chat Room für Deutschland etablieren können. Beim Dienstwagen wäre es undenkbar, dass die Kanzlerin einen Chevrolet fährt.

Aktueller Youtube Kommentar von Nora Gomringer :
Wenn du die Welt verlässt

Nachrichten (RSS Feeds) ohne Werbung auf iPhone und Sharepoint

RSS-SymbolNachrichten sind ein Schlüsselelement für jede Website. Nachrichten werden im Web als RSS Feed angeboten und mit einer URL adressiert. Dahinter stecken recht einfache Daten in einem Standard XML Format, das auch von  Twitter, Google, Facebook und Co verwendet wird. Die Spiegel Online Nachrichten http://www.spiegel.de/schlagzeilen/tops/index.rss kann man sich z.B. direkt als RSS Feed im Browser ansehen. Das sieht nicht besonders hübsch aus und braucht auf der Webseite zu viel Platz. Ganz schlicht kommen die gleichen RSS Nachrichten bei http://www.spiegel.de/schlagzeilen/ daher. Geht man zur offiziellen Spiegel Einstiegsseiten http://www.spiegel.de/  so kommen die gleichen RSS Nachrichten mit aufwändiger Grafik aber auch mit viel Werbung auf den Schirm.  Natürlich gibt es auch eine Version für Smartphone:  m.spiegel.de .

Besonder umkämpft ist zur Zeit die Startseite für Smartphones. Facebook möchte hier mit der Facebook Start Page die Icons der Apps verdrängen, die von Apple, Google mit dem Betriebssytem angezeigt werden, und bei denen der Benutzer seine Lieblingsapps auf die Startseite schieben kann. Der typische Benutzer möchte nicht nur einen Nachrichtenstrom sondern meherereNachrichtenströme rasch überblicken können z.B. Privat, Arbeit, Lokales, Sport, Politik usw. Auf dem Smartphone verwendet man dazu einfach einen RSS Reader z.B. Free RSS Reader (kostenlos). Der RSS Free Reader hat den Vorteil dass er nicht wie viele andere den Google RSS Reader verwendet (den gibt’s demnächst bei Google nichjt mehr!).

FreeRSS App2-DetDer Reader zeigt an, wieviele ungelesene Nachrichten gespeichert sind. Mehre Nachrichtenströme können in einem RSS Reader zusammengeführt werden. Man trägt einfach die verschieden RSS Feeds in die Liste des Readers ein.

RSS 2 AppIm Beispiel sind Feeds von Apple, Frankfurter Zeitung (FAZ Net) und ein WordPress Blog (freieabgeordnete.wordpress.com)  sowie der Spiegel Online RSS Feed im Reader zusammengeführt. Refresh macht man bevorzugt wenn man WLAN Zugriff hat.

Die Nachrichten werden mit Überschrift und einer Zeile angezeigt. Auf Klick erhält man die erweiterte Anzeige und kann dort zum kompletten Artikel springen,

Neben dem kostenlosen Free RSS Reader gibt es eine ganze Reihe von anderen RSS Lesern.

Spiegelfeed Viele Reader verwenden aber den Google RSS Reader als Basis, der aber demnächst von Google nicht mehr unterstützt wird.

RSS Privat Portal mit Sharepoint Plattform

Als freier benutzer möchte man nicht von Google, Facebook und Co abhängig sein. Insebsonder möchte ich meine Daten selbst besitzen und Kontrillieren und das schließt den Entwurf meiner persönlichen Seiten ein. Mit Sharepoint kann man sich sehr leicht personalisierte Seiten mit Kalender, Mail und auch RSS Feeds gestalten. Man kann die in Facebook eingebauten Webparts aber auch vorgefertige Gadgets benutzen oder sich mit JavaScript eigen Gadgets erstellen.

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Im Beispiel werden drei RSS Feeds auf einer Seite angezeigt.  Gadgets gibt’s z.B. bei Google Gadgets für ihre Website . Code zum einbetten in eine Website wird aber auch von Anbietern der Nachrichten angeboten. Das hat den Vorteil, dass man nicht auf die Services von Google angewiesen ist. Man kann sich aber seine Gadgets auch selbst sschreiben.

Online Werbung – mehr Content oder mehr Geld für Google Adsense?

Erfahrene Google Benutzer schauen sich die ersten Refernzen nach einer Suche gar nicht an, weil sie wissen dass diese Referenzen über das Google Tool AdSense “gekauft” wurden und oft mit der Suche wenig zu tun haben.  Ähnlich ist es mit der maßgeschneiderten  Werbung, die in er rechten Spalte von Google angezeigt wird.

Allmählich gibt es aber auch Klagen von Unternehmen, die mit Google AdSense ihre Werbung von Google anzeigen lassen, wenn bestimmte Schlüsselworte (z.B. Insurance) bei der Suche eingegeben werden. Für einen Kunden, der dann die Werbung anklickt, müssen die Unternehmen bis zu 20 $ (Pay-per-Klick) an Google bezahlen. Da nur wenige Kunden dann wirklich kaufen, ist die AdSense Werbung vielen kleinen Unternehmen schon zu teuer geworden.

Es gibt aber auch eine Alternative um Aufmerksamkeit von Kunden zu bekommen. Macht man seine Website für Besucher interessanter, so wird diese von Google höher bewertet und öfter von Kunden gefunden ohne dass man die teure Werbung dafür bezahlen muss. Ein bewährte Methode ist z.B. einen interessanten Blog zu pflegen und auch in Sozialen Netzwerke zu platzieren. Selbst wenn man einen professionellen Autoren dafür bezahlt ist das häufig billiger als die AdSense Werbung. Auf alle Fälle ist der Markt für Online Werbung begrenzt und wird nicht wesentlich größer wenn auch Facebook, Bing, Apple, Telekom, Vodafone   u.a. vom Werbekuchen etwas abbekommen wollen. Bei zuviel Werbung schalten die Benutzer auch auf Durchzug oder meiden sogar Dienste, die sie mit Werbung zumüllen.

Ein wesentlicher Grund für mein Privates Portal ist, dass es völlig frei von Werbung betrieben wird. Da die Teilnehmer inzwischen genügend von allen möglichen Services mit exzessiver Werbung genervt sind, schätzen sie eine werbefreie Plattform immer mehr. Hier muss der Vater dem Sohn nicht mehr erklären, dass er an Anzeigen für Attraktive Singles, die in der echten Spalte immer wieder auftauchen eigentlich nicht interessiert ist. Schwierig wird es auch in Unternehmen, wenn Mitarbeiter partout keine Werbung haben wollen, wenn sie im Web Arbeiten für das Unternehmen durchführen.

Mit Werbung auf der eigenen Webseite kann man sehr schnell mit dem deutschen Urheberrecht und anderen Gesetzen  in Konflikt kommen, da es für unsere Justiz Webseiten mit verschiedenen Bereichen (Mash-Ups) und anderen Verantwortlichen noch nicht gibt. Grundsätzlich gilt – ohne Werbung weniger Ärger.

So stiehlt und benutzt Facebook die Kontaktdaten vom iPhone

Vor einigen Tagen erhielt ich plötzlich eine SMS Nachricht, die ganz offensichtlich eine automatisch versandte Werbung war, die aber von einem meiner “Facebook Freunde” verschickt worden sein soll. Anhand der Telefonnummer des Absenders konnte man schnell erkennen, dass die Meldung nicht von meinem “Facebook Freund” kam. Wie kann das funktionieren?

Für SMS Nachrichten benötigt man keine eMail Adresse, die Telefonnummer genügt. Deshalb möchten sowohl Facebook als auch Google und Microsoft unbedingt Ihre mobile Telefonnummer offiziell erhalten. Facbook hat nun damit begonnen Werbung in Nachrichten zu verschicken. Das ist bei Facebook erlaubt, wenn der Empfänger “Follower” des Absenders ist. Hat man einmal den Follow Button bei Firma XY  angeklickt, kann Firma XY gegen Zahlungen an Facebook beliebige Werbung als Nachrichten schicken. Natürlich hofft Facebook damit viel Geld zu verdienen. Facebook bietet zusätzlich Werbern (und Spammern) eine spezielle Werbeform “Sponsored Stories” an, bei der Werbenachrichten im Namen von Freunden verschickt werden. Die Namen und Telefonnummern der Freunde kann Facebook (wie jeder andere App) aus den Kontakten z.B. auf dem iPhone auslesen. So kommt Facebook über die iPhone Kontakte und den Umweg der Freunde z.B. auch an meine mobile Telefonnummer, die nur wenige Leute wissen und die ich nie an Facebook gemeldet habe.

Jeder “Facebook” Freund, der Ihre Telefonnummer gespeichert  und die Facebook App auf seinem Handy hat, macht damit ihre Telefonnummer publik. Alle Ihre Maßnahmen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden damit ausgehebelt. iPhone Benutzer bauen damit ungewollt ein riesiges “asoziales” Netzwerk auf, ohne dass sich die Benutzer dessen bewußt sind.

Ratschläge:

  • Laden Sie die Facebook App nicht auf ihr iPhone (oder löschen Sie die App). Verwenden Sie das Web Interface mit Browser. Für die meisten Benutzer reicht das völlig aus.
  • Sperren Sie über Einstellungen am iPhone die Nutzung ihrer Kontakte über den Safari Browser.
  • Tragen Sie möglichst wenig Kontakte in ihre Kontaktliste ein. Auf keinen Fall dürfen Sie sensible private oder geschäftliche Adressen in ihren Kontakten auf ihr iPhone laden.
  • Legen Sie private “One Klick” geschützte Telefonlisten auf ihrem Privaten Portal z.B. in der Cloud an z.B. für Freunde, Geschäftspartner, Vereine usw an (Anleitung, Beispiel – offen für iPhone Demo portaleco.mysp.ch/centered/SitePages/iPhone.aspx)
  • Bitten Sie in kritischen Situationen ihre Telefonnummer nicht auf einem fremden iPhone zu speichern. Das ist sicher extrem schwierig, da jeder von Ihnen Angerufene ihre Nummer speichern kann.
  • Ignorieren Sie konsequent jegliche Facebook Werbung über Nachrichten. Man muss ja nicht jede bewußte Verletzung des Datenschutzes unterstützen.

PS Gegen diese nicht autorisierte Nutzung persönlicher Daten und Beziehungen im “asozialen” Netzwerk von Facebook ist die Vorratsdatenspeicherung ein digitaler Kindergeburtstag. Offensichtlich haben das noch nicht viele Facebook Kunden bemerkt.

Sharepoint für iPhone und iPad – Layout

Besucht man Websites mit dem iPhone, so wird man feststellen, dass einige Sites ganz gut auf dem iPhone aussehen – meist ähnlich wie beim PC. Mit den exzellenten Scroll und Zoom Funktionen des iPhones kann man dann selbst auf großen Webseiten ganz vernünftig arbeiten. Viele Webseiten sehen aber äusserst gestört aus. Häufig hat man auch Schwierigkeiten, Daten auf Webseiten einzugeben.

Mit Sharepoint kann man auf dem iPhone einige Probleme erwarten, da Apple und Microsoft ihre Inkompatibilitätskriege gern auf dem Rücken der Benutzer austragen. Die folgende  Sharepoint Standard Seite (Mobil Einstieg für iPhone Benutzer)
http://portaleco.mysp.ch/public/ (ausprobieren auf dem iPhone!)

wird auf dem iPhone mit dem Safari Browser wie folgt dargestellt:

Die Webseite wird in eine einzige Spalte abgebildet. Diese Spalte kann natürlich bei großen Webseiten sehr lang werden. Man muss also sehr viel hin und her scrollen, wenn man etwas finden will. Manche Seiten werden so dargestellt, dass man in diesem Modus nichts lesen kann.

Der Sharepoint Server (ohne Änderung bei der Installation) leitet mobile Geräte mit kleinem Bildschirm automatisch auf die mobile Darstellung um. Das ist gut gemeint, ist auf dem iPhone aber eigentlich nicht mehr nötig. Diese Feature kann man auf dem Sharepoint Server abstellen (Disabling mobile view in Sharepoint). Läuft der Sharepoint Service bei einem Hoster, so kann man diese Änderung am Server nicht vornehmen.

Möchte man die Sharepoint-Seiten trotzdem in der Seitenanzeige sehen, so kann man den Opera Mini Mobile Browser als kostenlose App auf das iPhone laden. So sollten die Einstellungen aussehen:

Damit kann man Standard Sharepoint Seiten und auch viele andere Websites, die auf dem iPhone Probleme machen, vernünfig ansehen. Es wird empfohlen verschiedene Websites sowohl auf dem Safari Browser als auch auf dem Opera Mini Browser anzusehen. Gehen Sie hierfür auf die oben angegebene Start Webseite und dann auf den Button (SharePoint) References. Dabei wird man feststellen, dass viele Sharepoint Sites auch mit dem Safari Browser gut dargestellt werden (da ist Mobile disabled).

Man wird dabei auch auf ein Problem des Opera Mini Browsers stoßen, das verstärkt auftritt wenn die Opera Proxy Server überlastet sind (meist am Nachmittag oder Abend wenn die amerikanischen Benutzer aktiv sind). Man muss die Links (Button oder Text) sehr stark Zoomen damit die Klicks erkannt werden. Viele Eingabe-Elemente von Sharepoint (Controls) funktionieren weder mit dem Safari noch mit dem Opera Mini Browser. Will man Daten eingeben, empfiehlt es sich auf den Mobile Mode (einspaltig) umzuschalten. Hierfür gibt es auf der Start Seite einen Link zum Umschalten.Damit erhält man eine recht vernüftige, aber leider nicht ideale Umgebung, um mit Sharepoint auf dem iPhone zu arbeiten.

Wichtig ist, dass die Seiten so formatiert sind, dass man Texte sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad lesen kann. Man sollte eine ähnliche Formatierung wie Zeitungen verwenden.Die Buchstaben sind bei Zeitungen etwa 3 mm großen Buchstaben (8 pt Schriftgröße) und die Spalten sind  etwa 40 Buchstaben (etwa 40 mm)  breit. Arbeitet man mit einem ähnlichen Layout dann kann man auf dem iPhone eine Spalte recht gut lesen und auf dem iPad kann man dann zwei Spalten darstellen.

Für Websites empfiehlt es sich immer die WIKI Funktion zu verwenden. Bei mobilen Geräten kann man schlecht mit der üblichen Navigation arbeiten (da müsste man immer hinscrollen). Es ist günstiger wenn die Links im Kontext stehen. Verwendet man den Sharepoint Standard WIKI Layout mit drei Spalten, erhält man automatisch eine recht optimale Gestaltung der Webseiten. In Wikis kann man Webparts, Listen usw sehr gut einbetten. Viele Autoren können inzwischen auch ganz gut mit WIKIs umgehen.  Das ist für private Portale oder Portale in kleineren Firmen besonders wichtig.

PS: Es wird nicht empfohlen, die Standard Style Sheets von Sharepoint zu ändern. Das bringt meist versteckte Probleme und erschwert die Migration wenn die nächste Version von Sharepoint auf den Markt kommt (hoffentlich mit besserer Unterstüzung für alle mobilen Geräte!).

Blog Pflege

Nur ein gepflegter Blog ist ein guter Blog. Ausgehend von der Blog Statistik sollte man sich die häufig gelesenen Beiträge auf Tippfehler und unklare Formulierungen ansehen. Eventuell sollte man unklare Stellen neu formulieren oder erweitern. Manche Aussagen werden auch von der Realität überholt. Das ist nicht weiter schlimm, gibt der Blog doch eine Meinung zu einem bestimmten Zeitpunkt wider. Man sollte diese Blogs nicht löschen sondern mit einem Zusatz und eventuell einem Link zu einem neueren Artikel versehen.

Aus der Blog Statistik kann man sehen welche Themen für die Besucher  interessant sind und kann dann ergänzende Artikel zu den bevorzugten Themen schreiben. Aus der Statistik kann man auch sehen auf welchen Wegen die Besucher zu den einzelnen Artikel gekommen sind. Am Anfang werden die meisten Besucher über Suchmaschinen (Google) zum Blog kommen. Bei einem “reifen” Blog werden mehr Besucher über Subskription und Referenzen einsteigen. Veröffentlicht man Blog Beiträge zusätzlich in Twitter und Facebook werden auch über diese Wege Besucher zum Blog geleitet.

Dabei ist es nicht unbedingt wichtig, dass ein Blog viele Besucher hat. Wichtig ist, dass man seine Zielgruppe erreicht. Es kann durchaus auch Sinn machen einen Blog als privates Tagebuch zu führen z.B. für seltene Aktionen am PC, die man nur selten braucht und deshalb gern vergißt.

Sorgfalt braucht die Behandlung der Kommentare. Diese sollten unbedingt zeitnah bearbeitet werden. Es ist frustrierend wenn Besucher Kommentare abgeben und diese nicht schnell veröffentlicht werden. Bei Kommentaren sollten man darauf achten, dass keine persönlichen Daten veröffentlicht werden. Links, die in Kommentaren erscheinen, sollte man unbedingt prüfen. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass man Kommentare ja später wieder löschen kann. Sind die Kommentare im Web, landen sie z.B. auch im Google Cash und können dort nur von Google entfernt werden. Das ist aber eie ziemlich aufwändige Prozedur.

Privater Speicherplatz in der Cloud besser im Ausland!

Trotz vieler Beteuerung unserer Regierenden steht es um den Schutz persönlicher Daten in Deutschland recht schlecht. Jeder windige Abmahnanwalt kann ohne Probleme Tausende von Gerichtsbeschlüssen für den Zugriff auf IP Adressen von deutschen Benutzern erhalten. Sind die Daten aber im Ausland wird es selbst für deutsche Richter (Beispiel Facebook) nicht so einfach. In wirklich schwerwiegenden Fällen würde der Richter natürlich Zugriff auf die Daten bekommen wenn er ordnungsgemäß Amtshilfe beantragen würde. Eine kleine Hürde kann aber nicht schaden.

Ich persönlich lasse meine persönlichen Daten zur Zeit in der Schweiz verwalten. Dort ist man sogar gegenüber Herrn Schäuble und der US Regierung ziemlich zurückhaltend.

Die deutschen Datenschutzgesetze erschweren den Betrieb von Cloud Farmen in Deutschland und vernachlässigen den Schutz der Daten der Benutzer. Damit kann man  natürlich die Entwicklung jeder Cloud Lösung in Deutschland abwürgen. Etwas mehr Sachverstand in den Parlamenten wäre da wohl sehr hilfreich.

Privates Portal und soziales Netzwerk für Kinder und Jugendliche

Kommerzielle soziale Netzwerke erlauben Jugendlichen erst Zugang mit 13 Jahren (Facebook) oder 18 Jahren (Google+). Fast alle Schulen in USA betreiben deshalb ein eigenes eMail System und zum Teil schon private soziale Netzwerke! Mit Facebook, Google+ und Co ist z.B. Jugendarbeit im Verein oder Koordination von Schulprojekten nicht möglich. Aus gutem Grund! Schließlich möchte man die persönlichen Daten der Kinder nicht unbedingt weltweit veröffentlichen und die Kinder auch nicht der agressiven Werbung von Google und Facebook aussetzen. Natürlich möchte man die Kinder auch von unangenehmen Kunden bei Facebook schützen. Viele Facebook Kunden sind aber bereits heute jünger als 13 Jahre – manche sogar jünger als 10 Jahre. Das ist eindeutig illegal! Natürlich möchte Mark Zuckerberg das Mindestalter absenken. Es ist aber wohl besser sich rechtzeitig nach Alternativen umzusehen, bei denen der Zugang zur Gruppe eigenverantwortlich kontrolliert werden kann.

Vor speziellen eMail Systemen für Kinder wie z.B. Mail4Kids  rate ich ab. Hier können die Täter die Zielgruppe direkt angreifen. Schon vor 12 Jahren gab es beim SWR ein soziales Netzwerk für Kinder. Fpr eine Demo legte ich ein typisches Familienkonto an. Schon nach einer Stunde meldeten sich zwielichtige Typen bei dem Demo-Mädchen! Die Verhältnisse sind sicher in der Zwischenzeit noch schlimmer geworden. In den USA werden auch Systeme zur Kontrolle und zur Überwachung für eMail von Kindern angeboten z.B. ZooBuh! Das ist allenfalls für sehr kleine Kinder sinnvoll. Die beste Lösung ist wohl immer noch, dass man sich bei einem seriösen Provider wie z.B. 1&1 eine eigene Domain mit eMail Postfächern. mit Thunderbird auf dem Client die eMail verwaltet für etwa 10 €/Monat. Wenn man sich diesen Luxus mit Freunden teilt, dann kostet dieser Luxus weniger als 0.50 € im Monat. Man kann dann auch mit dem Handy auf die eMails zugreifen und wenn nötig auch die eMail Adressen der Kinder ändern, wenn diese mißbraucht werden. Kontrollen sollte man den Kindern erklären und mit ihnen Absprechen.

Vom Google Follower zum Google Skeptiker

Als Google eine Reihe von Funktionen wie Google Mail, Google Docs usw angekündigt hat, konnte man annehmen dass Google ein relativ offenes System zur Verfügung stellt. Leider haben die Google Entwickler ziemlich freienLauf erhalten und die Funktionen des Systems dauern geändert. Dabei war aber nie wirklich eine neuartige sinnvolle Funktion, die man nicht schon von anderen Systemen gekannt hätte. Als dann Google Apps angeküdigt wurde bin ich mit einer kleinen Gruppenanwendung für einen Verein auf die Google Plattform umgestiegen. Eigentlich sollte mit Google Apps eigentlich das ganze Google Angebot besser strukturiert werden. Leider wurden aber auch hier wieder die Funktionen relativ willkürlich geändert. Nun kann man wohl wenig daagegen sagen, wenn Google neue Funktionen auf der Plattform einführt. Schwierig wird es allerdings wenn Google bewährte Funktionen einfach abschafft.

Bisher konnte mit Google Groups eMail Verteilerlisten anlegen, bei denen nicht alle Benutzer bei Google registriert waren. Es genügte die Angabe der eMail Adresse. Das ist für heterogene Gruppen sehr wichtig, da sich nicht alle Gruppenmitglieder bei Google registrieren wollen oder können. Nun hat Google diese Funktion umgestellt und erlaubt jetzt ähnlich wie Facebook nur Gruppenmitglieder auf den Verteilerlisten, die auch bei Google registriert sind.

Die Absicht ist klar. Google (und Facebook) wollen nicht dass die Benutzer eigene Mail Systeme z.B. Thunderbird oder MS Mail benutzen. Alle Benutzer sollen im System Google bleiben, damit die Werbung an den Benutzer gebracht werden kann. Dies artet zur Zeit immer mehr aus. Viele Benutzer fühlen sich durch zum Teil agressiv personalisierte Werbung bedrängt. Viele Benutzer wollen ihre persönliche oder geschäftliche eMail nicht Google anvertrauen. Beispielsweise erlauben deutsche Gesetze Unternehmen nicht, persönliche Daten ihrer Kunden im Ausland zu speichern. Man kann bei Google auch keine lokalen Backups z.B. seiner eMail machen.

Bei langfristiger Nutzung der Google Apps muss man sich darauf einstellen, dass etwa alle zwei Jahre das ganze System geändert werden muss und man einen großen Teil der eigenen Anwendung wieder ändern muss. Migrationshilfen gibt es bei Google nicht. (Die helfen auch nicht wenn dauernd die Semantik der Plattform geändert wird).  Auch kann man die eigenen Daten nicht vernünftig verwalten. Dass das auch anders geht zeigt z.B. die WordPress Plattform, die sehr verantwortungsvoll gemanaged und erweitert wird ohne dass die Kunden dauernd wieder Anpassungen vornehmen müssen.

Zum Glück gibt es genügend andere Anbieter von Plattformen, mit denen man effizient arbeiten kann und sich nicht den Google Zwängen und den Geschäftsbedingungen von Google unterwerfen muss. Meist kann man auf den anderen Plattformen Google Search, die einzig wirklich attraktive Funktion bei Google, einfach integrieren.

Google+ und Google Apps sind als Plattform für langfrisitge Projekte, die über mehrer Jahre laufen sollen zumindets im jetzigen Zustand und mit der jetzigen Unternehmensphilosophie nicht geeignet. Ciao Google Apps.

Privates Soziales Netzwerk (Privates Portal) in der Cloud braucht IT Grundwissen

Während in USA sich die IT Szene schon von Facebook und Google weg hin zu Privaten Porten mit integriertem sozialem Netzwerk bewegt, tut sich in deutschen Szene noch relativ wenig. Man schimpft zwar auf die Datenkraken Facebook und Google will und kann aber wenig tun, um diesen Kraken zu entkommen. Pidder ist eine deutsche Social Network Plattform, die viel Wert auf Datenschutz legt, aber noch etwas holprig daherkommt (aber auch kostenlos ist!). Programmierer, die sich mit den modernen Cloud Benutzerschnittstellen auskennen, sind in Deuschland noch Mangelware. US Plattformen, die ähnlich arbeiten wie Facebook und ähnlich zu bedienen sind:  Yammer, Chatter , Huddle, Jive


SocialGo
(Beispiel Kasabian Live) ist ein typisches Beispiel aus England für eine private soziale Plattform. Die wesentlichen Kennzeichen sind dabei, dass Benutzer sich für die Plattform registrieren können (sich auf Wunsch aber auch mit ihrem Facebook oder Twitter Global ID anmelden können) und alle Inhalte nicht vom Hoster wie bei Google oder Facebook genutzt werden. Für 30 $ im Monat erhält etwa man bei SocialGo ein privates Social Netzwerk ähnlich Facebook, dass der Besitzer selbst kontrolliert. Man kann selbst entscheiden welche Daten und Gruppen frei zugänglich  sind und welche Daten nur bestimmten Gruppen zugänglich sein sollen.

Ich selbst bevorzuge eine Sharepoint Hosting Platform, weil die billiger ist (11 € im Monat) und sehr viele Office Funktionen bietet (und die meisten deutschen Benutzer noch in der eMail Phase sind und mit komplexeren sozialen Netzwerekn nicht umgehen können). Solche privaten Netze/Portale haben typisch etwa 10 bis 100 Benutzer z.B. Familie, Verein, Interessengruppe usw. Bei Bedarf kann man aber z.B. auf der Sharepoint Plattform auch Millionen von Benutzern unterstützen.Die Kosten pro Benutzer liegen bei 100 Benutzern bei 0.1 bis 0.3 € / Monat. Das sollte für Leute, die einen Internet Anschluss und eine Mobilfunk Flatrate bezahlen können, kein Problem sein. Es gibt sicher auch genügend Leute die meistens in einer kleinen Web Bar (Privates Portal) anstatt im Facebook Bierzelt sitzen wollen.

Eine schon seit längerem laufende Umfrage über Planung und Status von Privaten Portalen zeigt aber, dass es in Deutschland noch relativ wenig Leute gibt, die sich mit dem Thema beschäftigen und ganz wenige, die schon soviel Kenntnisse haben, dass sie ein privates soziales Netzwerk betreiben können.

Für die Einrichtung eines privaten Netzwerks benötigt man vor allem organisatorisches Wissen. Spezielle IT Kenntnisse für Installation und Betrieb von Servern sind dazu nicht notwendig. Alle Funktionen werden wie bei Cloud Services über Browser gesteuert. Die Benutzer müssen keine Programme auf ihren PCs und Handys installieren (und auch nicht dauernd updaten).

Die geringen Kenntnisse über Betrieb von sozialen Netzwerken sieht man auch daran, dass in Deutschland weder an Universitäten, Schulen und Volkshochschulen Kurse über selbstorganisierte soziale Netzwerke angeboten werden. Dafür gibt es unzählige Arbeitskreise und Blog Veröffentlichungen, die sich über den mangelnden Datenschutz bei Facebook und Google beklagen. Jammern ist eben einfacher als Denken und Tun.