Archiv der Kategorie: Opera Mini

Sharepoint und Office 365 mit mobilen Geräten – alles noch in der Cloud

BayBlueNachdem immer mehr Benutzer mit Smartphone und PAD arbeiten wollen, muss auch Microsoft für die vielen Benutzer in Firmen Lösungen für mobile Geräte anbieten. Microsoft tut sich da besonders schwer, hat man doch über Jahrzehnte seine privaten Technologien wie ASPX, Silverlight und Co gepflegt, die leider alle nicht auf den gängigen Plattformen iOS und Android laufen. Wer jetzt glaubt man könnte dieses Problem mit dem Kauf eines Windows Smartphones lösen, wird sich aber täuschen. Es gibt da zwar WORD und EXCEL Editoren für die mobilen Windows Geräte aber vom Traum, dass man jetzt plötzlich mit Office 365 ein Firmen Microsoft Office in der Hand hat, bleibt nach dem ersten Ausprobieren wenig übrig (Don’t be fooled: Office 365 …).  Ausser einem Mobilen Clienten für Exchange (da gibt es schon lange bessere Apps, die mit Exchange synchronisieren, auf den verschiedenen Plattformen) und einem einfachen Dokument-Editor wird nicht viel geboten. WORD und EXCEL alleine reichen für Firmen eben nicht aus. Zumindest ein Anfang ist doch gemacht.

Besonders enttäuschend ist der mobile Sharepoint Support. Gerade die vielen Funktionen für Gruppenarbeit sind eigentlich für mobile Benutzer äusserst interessant. Mit den von Microsoft empfohlenen Browsern (IE und Firefox) erreicht man da wenig. Opera Mini wird nicht einmal erwähnt. Das Office 365 Angebot für interne Nutzung in Firmen (etwa 8$ / Benutzer&Monat) ist wenig interessant, da man damit keine externen Benutzer einbinden kann. Offensichtlich haben die von Microsoft avisierten kleinen Firmen gar keine Kunden.

Nachdem das mobile Angebot des Firmen Platzhirsches so dürftig ausfällt ist man geneigt, sich Google und Apple zuzuwenden und dort nach Angeboten für Firmen zu suchen. Dort findet man zwar recht gute Anwendungen für die mobilen Geräte bei der Integration mit Firmensoftware sieht es aber sehr bescheiden aus. Google versucht zwar immer wieder einen Neustart mit Software für kleine Firmen. Kommt aber der große Erfolg nicht (kein Wunder bei der doch recht infantilen Software) gibt man die Plattformen schnell auf und wendet sich neuen Ufern zu. Das schafft natürlich keine Vertrauensbasis für ein Firmengeschäft.

Im Moment gibt es auf dem Markt für Business-Mobile Integration ein riesiges Vakuum, in das viele Anbieter hineindrängen aber bis jetzt keine befriedigenden Lösungen für die Benutzer haben. Man muss sich zunächst mit partiellen Lösungen abfinden und sich sein Schlauphone selbst zusammenstellen.

 

Mit dem Smartphone im Ausland

Wer öfter verreist und sein Hotel vor dem Buchen ansehen möchte, wird sein Smartphone sehr schnell zu schätzen wissen. Vor Ort kann man alle Adressen, Telefonnummern usw abrufen. Im Ausland aber auch im Inland kommt es aber noch immer vor, dass man keinen 3G Empfang hat. Dann dauert das Laden der Seiten ganz schön lange. Noch schlimmer ist es, wenn man gar keinen Empfang hat, ihr Provider keinen Servicevertrag mit Providern im Ausland hat oder horrende Gebühren verlangt. Wenn der Mobilfunkprovider Zusatzpakete (z.B. 5 € für 50 Mbyte Datentransfer in Dänemark) anbietet, belastet es doch die Reisekasse ganz schön, wenn man wie im Inland im Web surft.

Es empfiehlt sich deshalb vor Reisebeginn wichtige Webseiten zu speichern. Dass kann man z.B. mit dem Safari Browser durch Screencopy nur teilweise machen. Der Opera Browser hat eine Funktion zum Abspeichern von Webseiten. Während der Urlaubsvorbereitung speichert man einfach die interessanten Seiten und Detailkarten ab und kann sich dann vor Ort Kosten, Zeit und viel Ärger ersparen. Sicherheitshalber nehme ich auch die Seite meines privaten Portals mit den Adressen von Angehörigen, Bank, Karten Sperre usw mit.

Wer einmal mit seinem Auto und einem Navi, dass keinen Empfang hat in der Altstadt von Palermo sein Hotel suchte, wird diese Methode zu schätzen wissen.

iPhone – ein Klick Anruf von Sharepoint Liste

Sharepoint hat eine sehr gute Benutzerfunktionen für Listen. Man kann Listen flexibel aufbauen, Excel Files importieren und benutzerfreundliche Ansichten generieren. Für Smartphones kann man spezielle Ansichten definieren, die genau auf den Bildschirm passen. Benutzt man den Opera Mini Browser, sehen die Benutzer auch den gewohnten Layout. Eine ideale Listen Anwendung ist z.B. eine Telefonliste für Gruppen, Familien, Schulen usw. Man kann die Telefonlisten in Sharepoint verwalten und Administratoren können den Zugriff zu den persönlichen Daten sehr gut kontrollieren. Man läuft damit nicht Gefahr, dass ein Benutzer plötzlich alle persönlichen Daten in Facebook oder Google+ durch einen falschen Knopfdruck einstellt. Hat man so eine schöne Liste, so möchte man natürlich die Rufnummern nicht von Hand eingeben sondern durch einen Klick das Telefongespräch starten. Obwohl selbst bei Sharepoint 2010 nicht an diese Funktion gedacht wurde, kann man diese Telefonfunktionen auch auf einem Standard (Hosted) Sharepoint nutzen.

Im Prinzip ist der Start eines Telefonanrufes sehr einfach und erfolgt über eine spezielle Link Adresse. Ein Link auf  www.vodafone.de wird wie folgt codiert

<a href=”http://www.vodafone.de/”www.vodafone.de </a>

Ganz ähnlich kann man mit dem tel: Tag ein Telefonanruf einleiten.
<a href=”tel:+491721212″> Vodafone Help</a>

Man muss eigentlich nur in einem Link andere Daten als die übliche http Adresse eingeben. Um in Shrepoint eine Spalte mit wählbaren Telefonnummern anzulegen muss man als Spaltentyp Hyperlink eingeben.

Nun kann man die Einträge mit Klick Telefon machen indem man anstatt der üblichen URL die Telefonnummer im Format tel:+49xxxxxxx eingibt.

Hier eine Seite zum Ausprobieren auf dem iPhone

http://portaleco.mysp.ch/centered/SitePages/iPhone.aspx

Große Listen wird man wohl als Excel File in Sharepoint importieren und anschließend in Sharepoint verwalten. Wer das einmal mit 100 Benutzern, deren Rufnummern sich dauernd ändern gemacht hat, wird eine solche Cloud Telefonliste nicht mehr missen wollen.

PS Man kann die Telefonliste auch mit dem Safari Browser ansehen. Mit dem Standard Mobile Mode von Sharepoint ist das aber sehr gewöhnungsbedürftig und für iPhone Benutzer nicht akzeptabel.

Sicherheitslücke iPhone – keine Analyse von Phishing Email möglich!

Zur Zeit werden wieder Phishing Emails an Master Card Kunden verschickt. Auf dem PC schaut man sich bei verdächtigen Emails im HTML Format an. Sieht man sich da den Absender  an

Received: from mail131.elasticemail.co.uk (mail131.elasticemail.co.uk [178.33.69.131])

so kann man den Phishing Versuch leicht erkennen. Beim iPhone geht das aber nicht, da die Email Funktion (wie auch der iPhone Browser) auf dem iPhone, keine einfache Möglichkeit hat, den HTML Code der Email anzuzeigen. Steve Jobs war überzeugt, dass die Benutzer seiner Produkte so komplizierte Sachen gar nicht wollen. Die Webgauner haben das bereits erkannt und verschicken zunehmend Phishing Angriffe und Links auf  betrügerische Webseiten an Smartphones. Man hofft, dass die Benutzer unterwegs nicht so sorgfältig arbeiten wie zu Hause am PC.

Empfehlung: Verdächtige Emails auf den PC weiterleiten und dort analysieren (oder an Apple Product Security zur Analyse schicken).

Sharepoint für iPhone und iPad – Layout

Besucht man Websites mit dem iPhone, so wird man feststellen, dass einige Sites ganz gut auf dem iPhone aussehen – meist ähnlich wie beim PC. Mit den exzellenten Scroll und Zoom Funktionen des iPhones kann man dann selbst auf großen Webseiten ganz vernünftig arbeiten. Viele Webseiten sehen aber äusserst gestört aus. Häufig hat man auch Schwierigkeiten, Daten auf Webseiten einzugeben.

Mit Sharepoint kann man auf dem iPhone einige Probleme erwarten, da Apple und Microsoft ihre Inkompatibilitätskriege gern auf dem Rücken der Benutzer austragen. Die folgende  Sharepoint Standard Seite (Mobil Einstieg für iPhone Benutzer)
http://portaleco.mysp.ch/public/ (ausprobieren auf dem iPhone!)

wird auf dem iPhone mit dem Safari Browser wie folgt dargestellt:

Die Webseite wird in eine einzige Spalte abgebildet. Diese Spalte kann natürlich bei großen Webseiten sehr lang werden. Man muss also sehr viel hin und her scrollen, wenn man etwas finden will. Manche Seiten werden so dargestellt, dass man in diesem Modus nichts lesen kann.

Der Sharepoint Server (ohne Änderung bei der Installation) leitet mobile Geräte mit kleinem Bildschirm automatisch auf die mobile Darstellung um. Das ist gut gemeint, ist auf dem iPhone aber eigentlich nicht mehr nötig. Diese Feature kann man auf dem Sharepoint Server abstellen (Disabling mobile view in Sharepoint). Läuft der Sharepoint Service bei einem Hoster, so kann man diese Änderung am Server nicht vornehmen.

Möchte man die Sharepoint-Seiten trotzdem in der Seitenanzeige sehen, so kann man den Opera Mini Mobile Browser als kostenlose App auf das iPhone laden. So sollten die Einstellungen aussehen:

Damit kann man Standard Sharepoint Seiten und auch viele andere Websites, die auf dem iPhone Probleme machen, vernünfig ansehen. Es wird empfohlen verschiedene Websites sowohl auf dem Safari Browser als auch auf dem Opera Mini Browser anzusehen. Gehen Sie hierfür auf die oben angegebene Start Webseite und dann auf den Button (SharePoint) References. Dabei wird man feststellen, dass viele Sharepoint Sites auch mit dem Safari Browser gut dargestellt werden (da ist Mobile disabled).

Man wird dabei auch auf ein Problem des Opera Mini Browsers stoßen, das verstärkt auftritt wenn die Opera Proxy Server überlastet sind (meist am Nachmittag oder Abend wenn die amerikanischen Benutzer aktiv sind). Man muss die Links (Button oder Text) sehr stark Zoomen damit die Klicks erkannt werden. Viele Eingabe-Elemente von Sharepoint (Controls) funktionieren weder mit dem Safari noch mit dem Opera Mini Browser. Will man Daten eingeben, empfiehlt es sich auf den Mobile Mode (einspaltig) umzuschalten. Hierfür gibt es auf der Start Seite einen Link zum Umschalten.Damit erhält man eine recht vernüftige, aber leider nicht ideale Umgebung, um mit Sharepoint auf dem iPhone zu arbeiten.

Wichtig ist, dass die Seiten so formatiert sind, dass man Texte sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad lesen kann. Man sollte eine ähnliche Formatierung wie Zeitungen verwenden.Die Buchstaben sind bei Zeitungen etwa 3 mm großen Buchstaben (8 pt Schriftgröße) und die Spalten sind  etwa 40 Buchstaben (etwa 40 mm)  breit. Arbeitet man mit einem ähnlichen Layout dann kann man auf dem iPhone eine Spalte recht gut lesen und auf dem iPad kann man dann zwei Spalten darstellen.

Für Websites empfiehlt es sich immer die WIKI Funktion zu verwenden. Bei mobilen Geräten kann man schlecht mit der üblichen Navigation arbeiten (da müsste man immer hinscrollen). Es ist günstiger wenn die Links im Kontext stehen. Verwendet man den Sharepoint Standard WIKI Layout mit drei Spalten, erhält man automatisch eine recht optimale Gestaltung der Webseiten. In Wikis kann man Webparts, Listen usw sehr gut einbetten. Viele Autoren können inzwischen auch ganz gut mit WIKIs umgehen.  Das ist für private Portale oder Portale in kleineren Firmen besonders wichtig.

PS: Es wird nicht empfohlen, die Standard Style Sheets von Sharepoint zu ändern. Das bringt meist versteckte Probleme und erschwert die Migration wenn die nächste Version von Sharepoint auf den Markt kommt (hoffentlich mit besserer Unterstüzung für alle mobilen Geräte!).

Warum manche Wesites z.B. von Microsoft, IBM u.a. auf dem iPhone nicht funktionieren

Schaut man sich mit dem iPhone Webseiten an, so ist man zunächst begeistert. Die Seiten werden zwar sehr klein angezeigt, mit dem iPhone Zoom kann man aber sehr elagant und schnell interessante Bereiche der Webseite leserlich anzeigen. Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass manche Websites völlig anders dargestellt werden als auf dem PC und man damit mit dem iPhone überhaupt nichts anfangen kann.

Die Website z.B. von Apple funktioniert wie zu erwarten erwarten perfekt. Aber auch die Seiten von Behörden Stadt, Land und Bund funktionieren auf dem iPhone wie erwartet. Beispielhaft ist da z.B. die Website von Baden-Württemberg. Geht man dagegen auf Websites großer IT Firmen wie Microsoft, IBM oder SAP so erlebt man einige enttäuschende Überraschungen. Die Sites funktionieren nur teilweise oder überhaupt nicht auf dem iPhone. Bei IBM wird auf dem iPhone eine ganz andere Website angezeigt, die hauptsächlich Marketing Informationen enthält und die speziell für mobile Geräte konzipiert wurde. Die vom PC gewohnten IBM Seiten sucht man vergeblich. Allerdings gibt es bei IBM in der Fußleiste eine Option mit der man sich die Seiten wie auf dem PC (ganze Seite) ansehen kann. Zoom funktioniert bei manchen Teilen von Seiten aber nicht.

Die genauere Analyse zeigt, dass Webseiten mit limitierter Bildbreite (< 1024 pixel), die sich streng an die HTML Standards halten, auf dem iPhone gut angezeigt werden. Komplexer aufgebaute Seiten produzieren mit dem Safari Browser des iPhones nur Schrott auf dem Bildschirm. Manchmal, z.B. bei Microsoft Seiten, kann man das Problem umgehen indem man den Opera Mini Browser verwendet, den man als kostenlose APP vom Apple APP Store herunterladen kann. Um eine Vollbildanzeige zu erhalten muss man bei  Opera die Einstellungen ändern (Vollbild – EIN, Einspaltige Ansicht – AUS).  Mit dem Opera Mini Browser kann man gut mit Microsoft Sharepoint Seiten arbeiten. Interessanterweise erhält man mit Sharepoint 2007 bessere Ergebnisse auf dem iPhone als mit Sharepoint 2010.   Bei SAP funktioniert aber der Safari Browser einigermaßen und der Opera Mini Browser überhaupt nicht. Manchmal könnte man die Standard PC Seiten auf dem iPhone eigentlich gut darstellen. Beim Server wurde aber eine Option aktiviert, mit der Webseiten für kleine Bildschirme “optimiert” werden. Genau das möchte man aber auf dem iPhone nicht haben. Manchmal genügt ein Anruf beim System Administrator um dieses Problem zu korrigieren. Das funktioniert aber nur bei relativ einfachen Websites.

Schwierig ist es dagegen bei IBM.  Auf die riesige IBM Website mit auch mobil interessanten Funktionen kann überhaupt nicht zugegriffen werden (so will man den Kunden den Ärger ersparen). IBM ist z.B.  die einzige große Firma, bei der man mit IBM Whois die Telefonnummer jedes IBM Mitarbeiters erfahren kann (das ist wahre Kundenfreundlichkeit und Transparenz!) Die iPhone Unverträglichkeit von IBM ist ziemlich unverständlich konnte doch der IBM WebSphere Portal Server schon 2001 mit Handys und Spracheingabe arbeiten.Man konnte sogar das Endgerät ohne Unterbrechung während einer Transaktion wechseln. Das Problem von IBM ist jedoch typisch für große Firmen. Hinter dem Web Frontend verbergen sich hunderte von Servern, von denen nur ein Teil auf dem Stand der modernen Web Techniken sind.

Der Grund für die iPhone Unverträglichkeit von Microsoft und IBM ist in ihrer Produkt- und Marketing-Strategie zu finden. Man wollte die Kunden dadurch an sich binden, dass man den Kunden Lösungen verkauft, die mit Produkten der Konkurrenz nicht kompatibel sind (IBM z.B. /370, Microsoft WINDOWS aber auch APPLE mit MAC, iOS aber auch iPhone). Die Webprodukte von Microsoft (aspx, .net … ) und IBM (z.B. Flash) verwenden Client Komponenten, die auf dem iPhone aber auch auf anderen mobilen Geräten nicht funktionieren weil sie die  mit dem W3C  Standards (HTML, HTML5) nicht kompatibel sind. Viele Kunden, die Produkte von Microsoft und IBM für ihre Lösungen verwenden, sitzen nun im mobilen Geschäft mit in der Tinte. Die Marketing Strategen haben die eigene Durchsetzungskraft wohl überschätzt. Die Techniker bei Microsoft und IBM haben das schon längst eingesehen und arbeiten bei der W3C Standardisierung kräftig mit. Beim oberen Management der Großfirmen konnten sich die Techniker aber offensichtlich nicht durchsetzen. Microsoft (Sharepoint) und IBM (WebSphere Portal) arbeiten nun aber fieberhaft daran, ihre Webprodukte kompatibel mit den Standards zu machen. Wie sagte schon der Dichter “Spät kömmt ihr – aber ihr kömmt!”.

Ratschlag an iPhone Besitzer: Installieren Sie zusätzlich zum Safari Browser auch den Opera Mini Browser und probieren Sie die für Sie wichtigen Websites (z.B. die der eigenen Firma) aus. Generell kommt der Opera Mini Browser mit komplexen Seiten besser zurecht als der im iPhone eingebaute Safari Browser. Man muss aber dafür die Option Vollbild (Full Screen) im Opera Browser setzen. Häufig kann der Administrator z.B. des Firmenservers Optionen so einstellen, dass man mit dem iPhone einigermaßen arbeiten kann (wenn die Angestellten dafür bezahlt werden). Kunden werden sich mit den Problemen aber wohl nicht abplagen wollen.

Beim Kauf eines neuen Geräts sei es nun ein PC, PAD oder Mobiltelefon sollte man vor dem Kauf ausprobieren, ob man die für einen selbst wichtigen Funktionen wirklich benutzen kann oder ob man eine Marketing Falle läuft.

Auf allen Browsern funktioniert häufig nur die Eingabe von Textzeilen und Zahlen. Komplexere Eingaben z.B. für Rich Text oder komplizierte Menu Strukturen für die Navigation kann man mit dem iPhone meist nicht bedienen.

Sharepoint mit dem iPhone – nur mit dem Opera Mini Browser!

Greift man als stolzer Besitzer eines neuen iPhones mit dem Safari Browser auf eine Sharepoint Seite zu, so erlebt man einige unangenehme Überraschungen. Die Webseiten werden ganz anders dargestellt als man es auf dem PC gewohnt ist. Die Sharepoint Seite Privat Portal Home ist z.B. eine recht komplexe Seite mit Text, einer Tabelle (Liste) und externen Widgets. Schaut man sich diese Seite aber auf dem iPhone mit dem Safari Browser an, so sieht man nur folgendes:

Sharepoint Webseite Ansicht mit iPhone Standard Browser (Safari)

Anstatt im üblichen Seitenformat werden die Daten vereinfacht für kleine Bildschirme dargestellt. Viele Elemente gehen dabei komplett verloren.

Die Microsoft Software Entwickler haben sich für Smartphones einen Mobile Mode einfallen lassen, das ist eine spezielle Formatierung für Geräte mit kleinem Display. Wenn der Sharepoint Server feststellt, dass von einem Gerät mit dem Safari Browser und  kleinem Bildschirm (iPhone 320×480 Pixel) zugegriffen wird, dann wird der Mobile Mode eingeschaltet. Dabei werden die Sharepoint Seiten vereinfacht und in  in Spalten angezeigt. Listen und andere  Sharepoint Elemente werden nur mit Überschriften angezeigt und müssen zusätzlich geöffnet werden, was aber auch nicht immer funktioniert. Sharepoint Werkzeuge und die Navigation funktionieren überhaupt nicht. Typisch ist z.B. die Fehlermeldung Die folgende URL wird mobil nicht unterstützt …/_layouts/Listform.aspx . Das zeigt das Microsoft Sharepoint Problem exemplarisch. Microsoft hält sich nicht an die Web Standards des W3C  sondern benutzt eine eigene Methode für die Darstellung von Webseiten (.net, Silverlight, aspx usw) auf Windows PCs. Diese speziellen Microsoft Funktionen werden bevorzugt eingesetzt wenn man mit dem Internet Explorer arbeitet. Überraschenderweise (nicht für den Experten!) treten dann bei Sharepoint verstärkt Fehler auf. Deshalb empfehle ich für “normale” Sharepoint Benutzer den Firefox Browse.

Die speziellen Microsoft Client Funktionen gibt es auf mobilen Geräten nicht – und schon gar nicht auf dem iPhone von Apple. Besonders schlimm sehen Seiten aus, die mit Sharepoint Web Parts gebaut wurden.  IT Leiter, die Sharepoint im Unternehmen installiert haben und deren Chefs sich ein iPhone zugelegt haben müssen sich bei der Sachlage wohl warm anziehen. Kunden, die auf den Sharepoint Server einer Firma zugreifen, werden sich wohl mit Grausen abwenden.

Ein bischen besser sieht es aus, wenn man für Webseiten das Sharepoint WIKI verwendet. Dabei werden Standard HTML Seiten generiert, die auch mit dem Safari Browser vernünftig dargestellt werden. Komplexere Sharepoint Elemente aber auch Widgets werden aber auch hier unterdrückt.

Ganz anders sieht es aus wenn man den Opera Mini Browser verwendet, den man sich kotenfrei vom APP Store herunterladen kann. Mit dem Opera Browser werden die Sharepoint Seiten wie auf dem PC gewohnt dargestellt – allerdings zunächst stark verkleinert. Allerdings kann man mit dem iPhone sehr schnell auf interessante Stellen der Seite Zoomen. Da kommt Freude auf!

Sharepoint Webseite Ansicht mit Opera Mini

Opera arbeitet mit einem Proxy Server zwischen dem Sharepoint Server und dem iPhone. Dabei wird ein PC Browser mit einem großen Bildschirm emuliert. Der virtuelle Bildschirm wird dann auf den iPhone Bildschirm skaliert. Zwar gibt es auch mit dieser Anordnung Probleme speziell beim Thema Zugriff auf gesicherte Seiten. Die meisten Sharepoint Seiten werden aber korrekt dargestellt. Das Arbeiten mit den Seiten und den hervorragenden Scroll und Zoom Funktionen des iPhones  macht mit dem Opera Mini Browser richtig Spaß.

Daten eingeben kann man damit allerdings nicht, da die entsprechenden Client Funktionen nicht auf dem Opera Proxy Server installiert sind.

Mit richtigem Handy Browser beim Fußball Ticker Geld und Zeit sparen

Datendienste fürs Handy werden zur Zeit wie Sauerbier angeboten, können aber ganz schön ins Geld gehen (besonders im Ausland). Wer nur gelegentlich mobil ins Web geht, wird wohl kaum 40 € im Monat für eine Flatrate bezahlen wollen. Ein typischer Volumentarif ist z.B.  Vodafone World Data mit 0,17 € / 50 kByte . Die meisten Benutzer haben aber kein Gefühl, was die Dienste wirklich kosten. Eine beliebte Anwendung ist z.B. ein Fußball Live Ticker. Um das Spiel VfB Stuttgart gegen Barcelona im Ticker der Stuttgarter Zeitung http://www.stuttgarter-zeitung.de/ticker zu verfolgen muss man die Seite zunächst Laden und während das Spiels aktualisieren damit man die Veränderungen mitbekommt. Bei jeder Aktualisierung werden Daten zum Handy zum Server (hoch) und vom Server zum Handy (herunter) geladen. Beim StZ Live Ticker erhält man folgende Zahlen für den Datentransfer pro Aktualisierung:

————————— herunter laden—–  hoch laden ——-  Kosten € Inland (Ausland)

Standard Browser                 71 kByte                  30 kByte                 0,34   (0,98)

Opera Mini Browser              41 kByte                 2,5 kByte                 0,15  (0,43)

Ist man relativ geduldig und aktualisiert nur zehn mal während des Spiels, dann kostet das mit dem Standard Browser (Vodafone Live) 3,40 €  (im Ausland 9,80 €) während man mit dem Opera Mini Browser nur 1,50 € bezahlt. Dazu kommt, dass durch die geringere Datenmenge die Antwortzeit in etwa halbiert wird. Speziell das Hochladen von Daten ist in Regionen ohne UMTS extrem langsam. Es lohnt sich also den kostenlosen Opera Mini Browser auf dem Handy zu installieren – das wird inzwischen auch bei Vodafone angeboten. iPhone Besitzer haben die Möglichkeit natürlich nicht – sie müssen Steve Jobs’ Browser verwenden und sollten sich auf den WLAN Anschluss beschränken.  Es war schon immer teurer einen guten Apple Geschmack zu haben.

Mit Google Chrome Anonym Browsen?

Google Chrome bietet eine Option, ein Inkognito Fenster im Browser zu öffnen, bei dem die Adressen der besuchten Seiten nicht auf dem PC des Benutzers gespeichert werden (unter Kennern auch “Sex Mode”) genannt). Man ist dabei aber keinesfalls anonym im Netz unterwegs – die Adressen der besuchten Seiten werden weiterhin zu Google “zur Prüfung” gesandt (auch bei Firefox). Auch die besuchte Website kann weiterhin die IP Adresse des Benutzers auslesen. Verwendet eine Website zudem Google Analytics zur Auswertung der Besuche, so hat auch Google diese Daten. Will man wirklich anonym browsen, dann muss man einen Anonymizer Proxy verwenden. Beim Handy Browser Opera Mini wurde früher  immer ein Anonymizer Proxy verwendet. Das wurde aber geändert. Der Zielserver kann die ursprüngliche IP Adresse des Benutzers auslesen.

Aber Achtung! Verwendet man Google als Suchmaschine, werden alle Sucheingaben auf dem eigenen PC archiviert. Man muss das Google Protokoll von Hand abschalten, wenn man keine Surfspuren auf dem eigenen PC hinterlassen will, und die Kinder nicht sehen sollen, wo Vater am Abend überall rumgesurft ist.

Nützliche Standard-Websites für Handy

Inzwischen gehört es fast zum guten Ton, dass populäre Websites auch eine Version für Handy anbieten. Ich finde es auch nicht besonders attraktiv, mir Seiten anzusehen, die speziell für Handy z.B. mobil.spiegel.de,  www.kytara.cz/wchords (Griffe für Gitarre) oder für das iPhone angelegt werden. Ein gutes schlechtes Beispiel ist dabei mobil.spiegel.de das automatisch auf Handy Darstellung umschaltet wobei man mit dem Opera Mini aber lieber wie auf einer PC Webseite navigieren möchte.  Wesentlich interessanter sind die vielen PC Standard-Websites, die man mit dem Handy und einem Browser wie dem Opera Mini sinnvoll nutzen kann. Die lokale Wettervorhersage von donnerwetter.de ist besonders in der Urlaubszeit interessant, wenn man aus der Ferne sehen will, ob der Garten gegossen werden muss und man keine aufwändige automatische Gießvorrichtung installiert hat aber dem freundlichen Nachbarn auch unnötige Arbeit ersparen will. Interessant sind auch die  2 h Kurzzeitvorhersagen von donnerwetter.de um fürs Joggen oder für die Gartenparty die richtige Kleidung zu wählen.