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Die deutsche Bloggerszene ist im Vergleich zu anderen Ländern noch ziemlich unterentwickelt. Dies gilt sowohl für die Zahl der deutschen Blogs als auch deren Nutzung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Ein sehr schönes Beispiel wie man es nicht machen sollte ist der deutsche IT Gipfelblog, der als flankierende Massnahme zum politischen IT Gipfel der Kanzlerin vom Hasso Plattner Institut in Berlin betreut wird. Es werden viel zu viele Themenbereiche angesprochen (kein Fokus!). Die Moderatoren aus höchsten IT Industriekreisen haben natürlich keine Zeit, um sich mit dem Blog zu befassen. Die Startartikel zu den einzelnen Themenbereichen zeichnen sich folgerichtig durch einen hohe Banalitätsfaktor aus. Der Blog ist auch äusserst ungünstig organisiert. Die Beiträge scheinen mehr nach Zufallsprinzip angeordnet zu sein und die Seiten sind viel zu groß. Es gibt kaum sinnvolle Diskussionen, was natürlich nicht nur am Blog sondern auch seinen Lesern liegt. Mitwirkung ist in Deutschland noch recht unüblich. Ein Blog ist für das erwünschte ”Brainstorming” denkbar ungeeignet. Hier würde sich vielmehr ein Forum anbieten, dass aber von professionellen und in der Szene anerkannten Moderatoren betreut werden muss. Wie heißt es doch so schön “It’s the content stupid!” Das Scheitern des IT Gipfelblogs wird wahrscheinlich von den Politikern so gedeutet werden, dass das “Volk” eben keine vernünftigen Beiträge zur Politik leisten kann und man deshalb auch weiterhin ohne das “Volk” arbeiten sollte. Ein Beispiel wie echte “Leadership” im Web aussieht, gibt Steve Jobs in seinem Kommentar zu Digital Rights Management (DRM) in der Musikindustrie. Einer Analyse der Situation folgt eine klare Anleitung wie gehandelt werden sollte und eine Beschreibung der eigenen Position.
In der NY Times findet sich ein recht guter Artikel welche Überlegungen beim Start eines Blogs in einem KMU (kleine und mittlere Unternehmen) angestellt werden sollten. Diese Checkliste ist eine gute Hilfe beim Start eines eigenen Blogs.
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Zunächst ist das iPhone ein Mobiltelefon mit größerem Screen (positiv) und einem Touch Screen (nicht unbedingt so positiv). Der größte Vorteil des iPhones ist sicher, dass zum ersten Mal wirklich Bedienbarkeit sowohl bei Hardware als auch Software von der Apple Marketing Maschine (Steven Jobs) in den Vordergrund gestellt wurden und damit die traditionellen Anbieter wie T-mobile, Vodafone u.a. endlich gezwungen werden, die Benutzer ernst zu nehmen. Apple macht aber wieder den gleichen Fehler, wie die alten Anbieter und bündelt Software, Hardware und Services, was im Internet Zeitalter eigentlich nicht mehr tragbar ist. Dies wird zunächst von einer relativ kleinen Fan-Gemeinde positiv aufgenommen. Es stellt sich dann aber sehr schnell heraus, dass nicht alle Leute tagtäglich Musik aus dem Internet herunterladen wollen.
Wichtig ist beim mobilen Internet der Browser - und hier ist Apple dem offenen Opera Mini Browser technisch eklatant unterlegen, da zuviel Bandbreite benötigt wird - Bandbreite ist und bleibt aber im mobilen Bereich teuer. Eigentlich funktioniert der Apple Ansatz nur mit WLAN. Apple versucht nun die Anwender dazu zu bewegen, spezielle Anwendungen für das iPhone zu schreiben. Das werden im deutschen Raum aber nur wenige machen (wirtschaftlich ist das sinnlos) - viel interessanter ist es aber auf jede exisitierende Webseite zuzugreifen, auch wenn das nicht unbedingt elegant ist.
Der wesentliche Nachteil ist aber, dass man bei Apple keine Java VM hat und damit die vielen Anwendungen (und Entwickler), die es heute für Java gibt, nicht nutzen kann. Ich nehme auch an, dass Google den Markt für mobile eMail, Search, Messaging, Kollaboaration usw kräftig aufmischen wird. Beim iPhone ist man offensichtlich von der “Gnade” Apple’s abhängig, welche Programme man nutzen kann und wie die Entwickler dafür mit Apple zusammen arbeiten müssen. Ich glaube, dass alle Entwickler, die langsam der Microsoft Knute entkommen, nicht gerade begeistert sind, neuen Herren zu dienen.
Der Touchscreen hat sich zum Beispiel bei PCs nur bei einigen speziellen Anwendungen durchgesetzt. Ich nehme an, dass es bei den mobilen Telefonen ähnlich sein wird. Wichtig ist natürlich für Internet Anwendungen ein möglichst großer Bildschirm. Solche Handies werden heute von allen Firmen entwickelt, dabei ist die Touschscreen Funktion optional. 2008 werden auch die ersten Handies auftauchen, mit denen man auch mit dem Bildschirm scannen kann. Dann verliert Apple auch den Technologievorsprung bei der Hardware.
Deshalb meine Entscheidung für 2008 - Handy mit größerem Display fürs Internet: ja - iPhone: nein
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