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Warum manche Wesites z.B. von Microsoft, IBM u.a. auf dem iPhone nicht funktionieren

Schaut man sich mit dem iPhone Webseiten an, so ist man zunächst begeistert. Die Seiten werden zwar sehr klein angezeigt, mit dem iPhone Zoom kann man aber sehr elagant und schnell interessante Bereiche der Webseite leserlich anzeigen. Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass manche Websites völlig anders dargestellt werden als auf dem PC und man damit mit dem iPhone überhaupt nichts anfangen kann.

Die Website z.B. von Apple funktioniert wie zu erwarten erwarten perfekt. Aber auch die Seiten von Behörden Stadt, Land und Bund funktionieren auf dem iPhone wie erwartet. Beispielhaft ist da z.B. die Website von Baden-Württemberg. Geht man dagegen auf Websites großer IT Firmen wie Microsoft, IBM oder SAP so erlebt man einige enttäuschende Überraschungen. Die Sites funktionieren nur teilweise oder überhaupt nicht auf dem iPhone. Bei IBM wird auf dem iPhone eine ganz andere Website angezeigt, die hauptsächlich Marketing Informationen enthält und die speziell für mobile Geräte konzipiert wurde. Die vom PC gewohnten IBM Seiten sucht man vergeblich. Allerdings gibt es bei IBM in der Fußleiste eine Option mit der man sich die Seiten wie auf dem PC (ganze Seite) ansehen kann. Zoom funktioniert bei manchen Teilen von Seiten aber nicht.

Die genauere Analyse zeigt, dass Webseiten mit limitierter Bildbreite (< 1024 pixel), die sich streng an die HTML Standards halten, auf dem iPhone gut angezeigt werden. Komplexer aufgebaute Seiten produzieren mit dem Safari Browser des iPhones nur Schrott auf dem Bildschirm. Manchmal, z.B. bei Microsoft Seiten, kann man das Problem umgehen indem man den Opera Mini Browser verwendet, den man als kostenlose APP vom Apple APP Store herunterladen kann. Um eine Vollbildanzeige zu erhalten muss man bei  Opera die Einstellungen ändern (Vollbild – EIN, Einspaltige Ansicht – AUS).  Mit dem Opera Mini Browser kann man gut mit Microsoft Sharepoint Seiten arbeiten. Interessanterweise erhält man mit Sharepoint 2007 bessere Ergebnisse auf dem iPhone als mit Sharepoint 2010.   Bei SAP funktioniert aber der Safari Browser einigermaßen und der Opera Mini Browser überhaupt nicht. Manchmal könnte man die Standard PC Seiten auf dem iPhone eigentlich gut darstellen. Beim Server wurde aber eine Option aktiviert, mit der Webseiten für kleine Bildschirme “optimiert” werden. Genau das möchte man aber auf dem iPhone nicht haben. Manchmal genügt ein Anruf beim System Administrator um dieses Problem zu korrigieren. Das funktioniert aber nur bei relativ einfachen Websites.

Schwierig ist es dagegen bei IBM.  Auf die riesige IBM Website mit auch mobil interessanten Funktionen kann überhaupt nicht zugegriffen werden (so will man den Kunden den Ärger ersparen). IBM ist z.B.  die einzige große Firma, bei der man mit IBM Whois die Telefonnummer jedes IBM Mitarbeiters erfahren kann (das ist wahre Kundenfreundlichkeit und Transparenz!) Die iPhone Unverträglichkeit von IBM ist ziemlich unverständlich konnte doch der IBM WebSphere Portal Server schon 2001 mit Handys und Spracheingabe arbeiten.Man konnte sogar das Endgerät ohne Unterbrechung während einer Transaktion wechseln. Das Problem von IBM ist jedoch typisch für große Firmen. Hinter dem Web Frontend verbergen sich hunderte von Servern, von denen nur ein Teil auf dem Stand der modernen Web Techniken sind.

Der Grund für die iPhone Unverträglichkeit von Microsoft und IBM ist in ihrer Produkt- und Marketing-Strategie zu finden. Man wollte die Kunden dadurch an sich binden, dass man den Kunden Lösungen verkauft, die mit Produkten der Konkurrenz nicht kompatibel sind (IBM z.B. /370, Microsoft WINDOWS aber auch APPLE mit MAC, iOS aber auch iPhone). Die Webprodukte von Microsoft (aspx, .net … ) und IBM (z.B. Flash) verwenden Client Komponenten, die auf dem iPhone aber auch auf anderen mobilen Geräten nicht funktionieren weil sie die  mit dem W3C  Standards (HTML, HTML5) nicht kompatibel sind. Viele Kunden, die Produkte von Microsoft und IBM für ihre Lösungen verwenden, sitzen nun im mobilen Geschäft mit in der Tinte. Die Marketing Strategen haben die eigene Durchsetzungskraft wohl überschätzt. Die Techniker bei Microsoft und IBM haben das schon längst eingesehen und arbeiten bei der W3C Standardisierung kräftig mit. Beim oberen Management der Großfirmen konnten sich die Techniker aber offensichtlich nicht durchsetzen. Microsoft (Sharepoint) und IBM (WebSphere Portal) arbeiten nun aber fieberhaft daran, ihre Webprodukte kompatibel mit den Standards zu machen. Wie sagte schon der Dichter “Spät kömmt ihr – aber ihr kömmt!”.

Ratschlag an iPhone Besitzer: Installieren Sie zusätzlich zum Safari Browser auch den Opera Mini Browser und probieren Sie die für Sie wichtigen Websites (z.B. die der eigenen Firma) aus. Generell kommt der Opera Mini Browser mit komplexen Seiten besser zurecht als der im iPhone eingebaute Safari Browser. Man muss aber dafür die Option Vollbild (Full Screen) im Opera Browser setzen. Häufig kann der Administrator z.B. des Firmenservers Optionen so einstellen, dass man mit dem iPhone einigermaßen arbeiten kann (wenn die Angestellten dafür bezahlt werden). Kunden werden sich mit den Problemen aber wohl nicht abplagen wollen.

Beim Kauf eines neuen Geräts sei es nun ein PC, PAD oder Mobiltelefon sollte man vor dem Kauf ausprobieren, ob man die für einen selbst wichtigen Funktionen wirklich benutzen kann oder ob man eine Marketing Falle läuft.

Auf allen Browsern funktioniert häufig nur die Eingabe von Textzeilen und Zahlen. Komplexere Eingaben z.B. für Rich Text oder komplizierte Menu Strukturen für die Navigation kann man mit dem iPhone meist nicht bedienen.

Neue Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen bei Google

Jeder Benutzer von Google Anwendungen, der bei Google registriert ist, erhält zur Zeit eine eMail, in der die Änderungen der Geschäftsbedingungen zum 1.März angekündigt werden. Nun st es durchaus vernünftig, die Vielzahl der Regelungen in den verschiedenen Google Services durch einheitliche Geschäftsbedingungen zu ersetzen. Die Einführung sollte aber genutzt werden um sich grundsätzlich darüber klar zu werden, welche Regeln bei Google gelten und ob man diese für das eigene Arbeiten akzeptieren kann..

  1. Google kann die Geschäftsbedingungen (AGB) jederzeit einseitig ändern. Der “Kunde” kann allenfalls die Services kündigen. Allerdings werden seine vorhandenen Daten auch dann gemäß der neuen AGB behandelt.
  2. Google kann jederzeit Services ändern oder einstellen. Der Kunde hat kein Recht auf Migrationshilfen, Datenexport usw.
  3. Inhalte (Content), die der Benutzer in Google Systeme eingibt, bleiben im Besitz des Autors. Allerdings hat Google ein uneingeschränktes Nutzungsrecht. Diese Daten werden wohl hauptsächlich für das Sammeln von Informationen über den Kunden zum Zweck der optimierten Suche genutzt. Das Nutzungsrecht gilt auch für Inhalte, die der Autor nur einem limitierten Kreis von Personen (Familie, Firma … ) zur Verfügung stellen will. Besonders kritisch ist diese Regelung, wenn man Google eMail benutzt. Speziell für Selbständige und Firmen ist das kritisch, wenn mit Kunden oder Auftraggebern Vertraulichkeit vereinbart wurde. Das ist sicher ein interessanter Fall für Juristen.
  4. Datenschutz (Privacy) – das sollte man auf alle Fälle sorgfältig durchlesen. Besonders kritisch sind ähnlich wie bei Apple & Co die Sicherheitsregeln für Drittanbieter (Third Party). Für diese gelten nicht die Google Regeln  sondern deren eigene Geschäftsbedingungen obwohl sie Benutzerdaten von Google erhalten und nutzen können.
  5. Google Software auf dem Benutzersystem (PC, Tablet, Handy) kann von Google jederzeit per Update geändert und erweitert werden. Der Benutzer kann sich nicht selbst z.B. für eine ältere eventuell stabilere Funktion entscheiden.

Die neuen Geschäftsbedingungen von Google kann man in einem Satz zusammenfassen Friss Vogel oder stirb . Der Preis für die kostenlose Nutzung der doch recht guten Services von Google, ist die Aufgabe der Selbständigkeit und Selbstbestimmung.

Das ist nicht weiter tragisch, wenn man Google Daten zur Verfügung stellt, die man sowieso im Web veröffentlichen möchte. Bei schützenswerten Daten sollte man sich aber sehr genau überlegen, ob man die Bedingungen von Google akzeptieren kann. Für die meisten Funktionen in Google gibt es alternative Angebote deren Geschäftsbedingungen aber denen von Google ähneln.

Sensitive Daten sollte man wohl besser einem Hosting Service anvertrauen, der zwar etwas kostet aber keine  Rechte an den Daten begründet wie z.B. einem Sharepoint Hosting (80 €/Jahr und < 200 Benutzer) , Microsoft Office 365 in the Cloud  ($6 / Monat und Benutzer), IBM Quickr ($2 – $6/Monat und Benutzer)  oder Office Hosting auf LINUX Plattform z.B. ThinkFree Office.

Private Systeme haben aber den Nachteil, dass man nur eine begrenzte Zahl von Nutzern erreicht – das ist ja genau was man erreichen will! Es empfiehlt sich deshalb ein eigenes System für private Daten, Web Dokumente und private Kommunikation zu verwenden und für die Kommunikation mit der großen weiten Welt ein weit verbreitetes System wie Google, Facebook, Twitter, MSN usw zu nutzen.  So hat man die Vorteile beider Welten und vermeidet durch die saubere Trennung von privaten und öffentlichen Daten, dass versehentlich Daten öffentlich gemacht werden, die besser im begrenzten Kreis geblieben wären.

Do it Yourself Portal Alternativen – Basecamp – uPortal

Nach langem Zögern bewegt sich die IT Welt zu Portalen als Plattform für benutzerfreundliche Anwendungen. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: dem Benutzer werden anstatt einfacher Kommandos (Betriebssysteme) und Anwendungen (mit oder ohne graphischer Benutzerschnittstelle) zu denen man sich über hierarchische Strukturen hangeln muss, einfache interaktive Anwendungen angeboten, die der Benutzer sich auch selbst zusammenstellen und auch für seine Zwecke konfigurieren kann. Die kleinen Anwendungen haben unterschiedliche Namen z.B.  Portlets (IBM, Java u.a.), Apps (Apple) Webparts (Microsoft), Widgets, Gadgets(Google), iViews(SAP)  usw. Fast jeder IT Hersteller bietet eine Plattform für Portal Anwendungen z.B. IBM (WebSphere Portal), Microsoft (Sharepoint), Google (iGoogle, Android),  Apple (iPhone iOS), Oracle Portal und versucht seinen proprietären Standard zu etablieren. Führend sind wohl IBM bei großen Unternehmensportalen (basierend auf Java Standards) und Apple mit der iPhone Plattform bei mobilen Geräten. Besonders populär sind diese Minianwendungen auf mobilen Geräten, wo alles schneller und einfacher gehen muss als an einem Desktop PC. Die kleinen Helfer greifen transparent auf Funktionen im lokalen Gerät und im Internet (Cloud) zu. Der Benutzer sieht meist keinen Unterschied ob die Funktion lokal oder von einem oder mehreren Servern im Web geliefert wird. Als  Konsequenz wird wohl  Microsoft mit dem Betriebssystem WINDOWS 9 die Benutzerschnittstelle ähnlich wie Apple auf Portal Stil umstellen. Das Microsoft Sharepoint Portal ist dazu der Einstieg.

Nun sind Systeme mit platzierbaren und von Benutzern oder Experten erstellten Anwendungen, die auf Bildschirmseiten beliebig angeordnet werden, nichts Neues. Mein erstes System, das tatsächlich in Produktion ging, habe ich als junger Programmierer 1978 gebaut. Dieses System war komplett Objekt orientiert (auch die Programme) und wurde mit einem einheitlichen Objektmanagement System verwaltet. Aus dem Basissystem wurden spezifische Portale für Entwurf von mechanischen und elektronischen Systemen, Büroanwendungen (Charts fürs Management), Finanzanalyse usw abgeleitet. Ganz ähnlich macht man das heute mit Websphere Portal von IBM oder Sharepoint von Microsoft.

Der “Normale” Benutzer wird meist keinen großen Unterschied bei der Nutzung der verschiedenen Plattformen sehen.  Für die Ausbildung des IT Nachwuchses, ist es aber wichtig, dass man mit der Portal Plattform arbeiten und diese auch ändern und anpassen kann. Interessant ist hierfür z.B. die Open Source Plattform uPortal (Java Programmierung) , die von vielen Universitäten benutzt und unterstützt wird, sowie Basecamp, das mit Ruby on Rails programmiert wurde. Mozilla plant ebenfalls eine Portal Plattform anzubieten. Damit stehen einige herstellerunabhängige Plattformen für die Ausbildung zur Verfügung.

Die Schlacht um die Web Identität – Facebook, Google, Microsoft & Skype

Die Nachricht, dass Microsoft den Internet Telefondienst Skype für 8,5 Milliarden $ kauft, hat bei vielen Kommentatoren Verwunderung ausgelöst. Warum kauft Microsoft ein Unternehmen, das einer Investoren-Gruppe 2009 nur 1,9 Milliarden $ wert war?   Offensichtlich sind auch die Geschäfte und speziell die Einnahmen von Skype nicht so gewachsen, dass der Preis gerechtfertigt wäre. Microsoft bezahlt aber den Preis nicht für die Skype Telefonfunktionen sondern für die 512 Millionen Benutzer, die sich bei Skype angemeldet haben. Das ist die zweitgrößte Benutzergruppe nach Facebook (700 Millionen). Google hat zwar 1 Milliarde Benutzer – diese haben sich aber nicht alle bei Google mit Benutzername und Passwort angemeldet, und sind so für Google nur über Cookies identifizierbar. Twitter mit 189 Millionen Benutzern ist schon 2. Liga. Die Anmeldung bei einem Dienst ist aber die Voraussetzung dafür, dass man dem Kunden eine Vielzahl von Diensten anbieten kann, ohne dass er immer wieder Benutzername und Passwort angeben muss. Das wird besonders lästig, wenn der Kunde mehrere Geräte (PC, Handy, Tablet, Fernseher, Spielekonsole usw) hat. Die Anmeldeplattform, auf der dann auch Zugangsdaten zu externen Systemen wie z.B. im Credential Vault beim IBM Websphere  Portal Server gespeichert werden können, ist damit eine Schlüsselfunktion (Web Home) für zukünftige Dienste im Web. Das ist zwar bei den Technikern schon länger bekannt (Pervasive Computing) hat aber nun offensichtlich die Business Ebene erreicht.

Es wird nun interessant zu sehen wie Google, das gerade einen Web Identity Angriff mit Google Apps gestartet hat, und Microsoft mit Skype versuchen werden, die Vorherrschaft um die Web Identitäten der Benutzer zu gewinnen. Facebook scheint sich dabei vorerst nur um den 1. Platz bei den sozialen Netzwerken zu bewerben. Wie immer spielen bei diesen globalen Kämpfen im Web deutsche Firmen und deutsche Sicherheitsbeauftragte in Bund und Ländern keine Rolle.

OpenOffice Teamdrive – Konkurrenz für MS Sharepoint?

In der Computer Zeitung vom 23.2.2009 findet man einen recht reißerischen Artikel in dem OpenOffice Teamdrive als Sharepoint Konkurrenz positioniert wird. Bei Teamdrive handelt es sich jedoch nur um eine spezielle Client Software mit der File Sharing mit Hilfe eines webdav Servers ermöglicht wird. Das ist vielleicht ganz interessant, wenn man Dokumente gemeinsam editieren möchte. Teamdrive ist aber kein Portal Framework wie z.B. IBMs Websphere Portal , MS Sharepoint oder Google Apps. Der wesentliche Nachteil von Teamdrive ist jedoch, dass eine spezielle Software auf dem Client installiert werden muss . Die OpenOffice oomunity sollte sich da mal ZOHO ansehen – so macht man heute Collaboration mit moderner GEARS Technologie im Browser.  Zoho bietet zudem einen reichen Satz von Funktionen für die Zusammenarbeit im Web.

Es zeugt sich mal wieder, das die Stärke von Open Software nicht wirklich Innovation ist, sondern die Implementierung längst bekannter Verfahren mit einem offenen System.

Über Unternehmensgrenzen zusammenarbeiten – IBM Bluehouse

Die meisten Unternehmen haben inzwischen moderne IT Systeme und Portale (IBM Portal, Lotus, MS Sharepoint u.a.) für die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen. Nach wie vor ist aber die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg schwierig. Unternehmen sind auch nicht begeistert, wenn soziale Netzwerke wie XING, Myspace oder Google Spaces für die geschäftliche Kommunikation über Unternehmensgrenzen hinweg eingesetzt werden, da diese Unternehmen nicht unbedingt allgemein akzeptierte Businessziele verfolgen. Professionelle Organisationen wie z.B. die Gesellschaft für Informatik (GI) bieten inzwischen auch Kollaboration Funktionen an – aber nur für die GI Mitglieder, was für weltweite kommerzielle Koperationen natürlich ungeeignet ist.   Mitarbeiter in unterschiedlichen Firmen möchten möglichst die gleiche Kollaborationsplattform für unterschiedliche Projekte mit wechselnden Kooperationspartnern verwenden.

Für weltweite Kooperation über Organisationsgrenzen hinweg bietet jetzt IBM mit Lotus Bluehouse (Beta) eine recht brauchbare Kommunikationsplattform auf Lotus Basis als SaaS (Software as a Service) an. IBM ist sicher ein seriöser Anbieter mit erprobten Sicherheitsstandards und professionellen Mitarbeitern.  Im IBM Bluehouse findet man eine erstklassige Plattform für Online Meetings und Collaboration. Die verwendeten IBM Produkte sind Lotus Connection(für soziale Netzwerke), Quickr (Team Collaboration), Sametime  (Chat, Instant Messaging) und iNotes für eMail. Die Plattform ist durchaus geeignet z.B. für Online Verkaufsgespräche mit Kunden oder Teamdiskussionen mit shared Zugriff auf den Desktop, sodass man auch Applikationen im Team diskutieren kann. Vergleicht man die Funktionen von IBM Bluehouse z.B. mit Google Apps so sieht man deutlich, dass Google den SaaS Markt von der Consumer Seite und IBM den SaaS Markt von der professionellen Seite angeht. Die Google Apps Funktionen sind z.B. sehr einfach (fast kindlich) gestrickt während die IBM Funktionen sehr professionell wirken aber für einfache Benutzer leicht zu komplex wirken können. Im IBM Lotus Greenhouse kann man die einzelnen Produkte und neue Software kennenlernen.

Das ganze ist noch ein bischen IBM Marketing lastig und die Sicherheitsinfrastruktur ist offensichtlich noch auf die geschlossene IBM Umgebung mit unternehmensweitem Single Sign On abgestimmt. Die externen Benutzer müssen sich für jeden Service wieder neu registrieren und anmelden.  Da ist sicher noch einiges zu tun.  Google, IBM und Microsoft bieten ihre SaaS Pakete nur als Beta an. Offensichtlich versucht man mit Hilfe der Kunden sowohl geeignete Funktionalität als auch Geschäftsmodelle und Einnahmequellen zu finden.

IBM WebSphere Portal 6.1 mit Web 2.0 Funktionen

Das IBM WebSphere Portal verteidigt u.a. auch mit der Softwaremannschaft aus dem deutschen IBM Labor in Böblingen, seine führende Stellung durch Integration von Web 2.0 Funktionen in das WebSphere Portal und baut die integrativen Funktionen (federation, mash ups usw) weiter aus. Hier zeigt sich einmal mehr die Überlegenheit des Portal Konzepts. Durch saubere Trennung von Model-View-Control kann die Technologie der Benutzerschnittstelle z.B. durch Einsatz von AJAX erweitert werden, ohne dass die vorhandenen Applikation davon betroffen sind. Gut Ding hat aber leider auch seinen Preis. Ohne ein vernünftiges Portalangebot und Partner für mittelständische Einsteiger (ähnlich Sharepoint) hat es IBM aber schwer, im Mittelstand Marktanteile zu gewinnen.     

Portal z.B. Sharepoint Features

Fast alle Portalhersteller bieten zu den Grundfunktionen des Portals spezielle Features an, die dem Benutzer häufig gebrauchte Funktionen wie z.B. Dokumentenverwaltung, Urlaubslisten, Inventur, usw bieten. Dies soll nach der Installation des Portals schneller zu einer sinnvollen Nutzung z.B. in kleinen Unternehmen führen. Schat man sich diese Funktionen jedoch näher an, so sind sie für die meisten Betreiber eines Portasl wenig sinnvoll. Typisch werden die Funktionen nur in Englisch und für US Betriebsabläufe angeboten. Beim Portal Hosting kann man auch häufig diese Funktionen nicht sinnvoll anpassen. Häufig werden diese Funktionen auch unvollständig installiert. Es lohnt sich also diese Funktionen für den eigenen Betrieb zu evaluieren, bevor man den Einsatz solcher Features im eigenen Betrieb oder Organisation plant. Private Benutzer sind gut beraten diese Funktionen nicht zu verwenden sondern eigene, einfache Listen- und Formularanwendungen zu schaffen, die man selbst auch anpassen kann.       

Sharepoint und .Net in IBM WebSphere Portal integrieren

Sharepoint liefert für kleinere Projekte eine durchaus brauchbare Infrastruktur. Problematisch kann es aber werden, wenn mehrere Sharepoint Projekte und J2EE Lösungen integriert werden sollen. Viele Firmen haben hunderte von Sharepoint Subsites generiert, die man nachträglich nur schwer wieder integrieren kann. Andererseits sind J2EE Portale wie z.B. der IBM WebSphere Portal Server für kleinere Projekte kaum wirtschaftlich einzusetzen.  Auch große Firmen haben Probleme, die Infrastruktur ohne sofort nutzbare Anwendungen und aufwändige Schulung der Mitarbeiter einzusetzen. Es kann durchaus Sinn machen, die Portaltechnologie z.B. mit Sharepoint einzuführen und später auf ein integrierendes J2EE Portal umzusteigen. Mit .Net Extensions für das IBM WebSphere Portal  wird ein interessanter Integrationspfad angeboten.  .Net Programmierer können J2EE Portlets in ihrer gewohnten Entwicklungsumgebung erstellen und damit die Integration erleichtern.  Kombiniert man dies mit der Mainsoft Integrations Software, kann man Sharepoint Sites in WebSphere Portal integrieren. Dies ist durchaus eine interessante Möglichkeit die proprietäre Microsoft Welt zu öffnen. 

Offensichtlich wollen viele Benutzer sich nicht auf eine proprietäre Plattform zwingen lassen, obwohl alle Hersteller dies immer wieder versuchen.

Sharepoint Webservices für Portal Netzwerke

Sharepoint ist im Moment nur für kleinere Gruppen mit limitierten Anforderungen als Portal Infrastruktur geeignet. Es zeichnet, sich aber dadurch aus, dass die Einstiegschwelle sowohl vom Preis (Hosted Service für < 6 € /Monat) als auch von der Benutzung her relativ klein ist. Es spricht also einiges dafür, mit kleinen Installationen von  Sharepoint zu starten und diese dann die übergeordneten Funktionen später in einem großen Portal z.B. mit IBM WebSphere zu implementieren, das einige 100 000 Benutzer unterstützen kann. Dabei kann man die in Sharepoint verfügbaren Webservices zur Einbettung der Sharepoint Daten nutzen.  

Im Moment ist dies für private Gruppen weniger interessant, da in den nächsten Jahren in Deutschland erst die Schulung der Benutzer in Portal- und Web 2.0 – Techniken erfolgen muss bevor größere Netzwerke entstehen können. Die Integration von Sharepoint in Portal Netzwerke sollte man aber als Option im Auge behalten, um Alternativen zur proprietären Microsoft Architektur verfolgen zu können.