Archiv der Kategorie: Hardware

Hardware für die persönliche Nutzung – Bedienbarkeit

iPhone – malen mit BRUSHES und Wattestäbchen

Überraschen Sie Freunde und Leser anstatt mit langweiligen Fotos mit eigenen Bildern und Skizzen. Mit der iPhone App Brushes können Profis kleine Kunstwerke (zur Galerie) erschaffen. Mit etwas Geschick können aber auch Amateure schnell in wenigen Minuten  Bilder und Skizzen gestalten. Für den Kunstunterricht können Lehrer damit wahre Motivationsschübe bei der Generation iPhone auslösen.

Man malt dabei mit den Fingern wie es Kinder  machen aber es auch Altmeister wie Dürer auf einigen Bildern gemacht haben.  Die Malmethode ist ähnlich wie bei bekannten PC Malprogrammen (z.B. TUX Paint für Kinder). Man wählt Pinsel, Farben und Effekte aus und kann dann loslegen.

 

Es empfiehlt sich mit einfachen Dingen anzufangen z.B. mit einer einfachen Strichzeichnung und geht danach zum Malen und Gestalten von Flächen über. Mit dem iPhone geht das Zoomen und Scrollen blitzschnell und sehr einfach, sodaß man auch mit relativ feinen Details arbeiten kann. Dabei ist es etwas gewöhnungsbedürftig, mit den Fingern zu arbeiten, weil der Finger das Ziel meist verdeckt. Man tut sich da etwas leichter, wenn man mit einem Stift arbeitet, obwohl Steve Jobs das Arbeiten mit dem Stift auf dem iPhone “verboten” hat.  Auf dem Markt werden Stifte für das iPhone angeboten , die eine Spitze aus leitfähigem Gummi haben und wie ein Kugelschreiber gehandhabt werden. Da das iPhone einen kapazitiven Bildschirm hat, muss man mit einem leitfähigen Teil arbeiten. Metall, z.B. Alufolie, sollte man dabei nicht verwenden, da man damit den Bildschirm zerkratzt. Das beste Material um Kratzer zu vermeiden ist Baumwolle. Daher liegt es nahe ein Baumwollstäbchen (Q-Tip) zu verwenden.

Das funktioniert aber mit dem iPhone nicht, da trockene Baumwolle nicht leitfähig ist. Macht man die Baumwolle allerdings nass (zur Not tut es auch etwas Spucke) so funktionieren die Stäbchen wie ein Malerpinsel und man hat auch das gleiche Gefühl, da der Pinsel sehr gut auf der Oberfläche des iPhones gleitet. Wichtig ist dabei, dass man das Stäbchen relativ kurz hält damit die Finger Kontakt mit der nassen Baumwollspitze haben. Schließlich muss ja ein Strom vom Körper des Malers zum Display fließen.

Will man mit einem etwas längeren “Pinsel” arbeiten, kann man die Baumwollspitze und das Stäbchen mit Alufolie umwicklen und so den Strom von den Fingern zur Baumwollspitze leiten. Man muss aber aufpassen, dass die Alufolie nicht mit dem Display in Berührung kommt.

Video Brushes mit Tips (YouTube)

Digital history – a 250 year old 1 Hz processor

The Katzenbach Clock built in 1762

Most IT people think that the digital age started with the invention of semiconductors, very large scale integration and programming languages. However, our computers are still based on digital clocks which have been invented and used centuries ago. IT technology has its roots in the clock industry. Many of the early IT pioneers had a background in mechanical design especially clock design. The Babbage calculator of 1822 used typical components of the tower clocks of its time.

The breakthrough for accurate time measurement was the move from analog to digital signals. A digital clock signal was generated by a pendulum regulated by an anchor escapement.

The digitization allowed to build very accurate clocks hand made by blacksmiths with simple tools and techniques. The very old tower clocks are really fascinating. Today you will find tower clocks mostly in private collections and museums e.g. at the German Museum für Zeit – Pfälzisches Turmuhrenmuseum in Rockenhausen, Germany, where you can find clocks made by blacksmiths in the 18th century as well as a highly sophisticated Big Ben model.

Tower Clock Museum Rockenhausen

Here you also can see how clocks became smaller much like  modern IT equipment.  But there always was a digital clock!

Tower clocks in museums are nice but my real champion is the clock tower clock in the little town of Katzenbach (close to Rockenhausen) which was running and is still running for 250 years.

Katzenbach Clock Tower

The program is rather simple with inner and outer loops. It is using two bells for wireless communication with the customers.  The little bell rings every 15 minutes, the large bell indicates the hours. At 11 o’clock the a big lunch time ringing starts. Thus the farmers could head for home and have lunch at 12 o’clock. I don’t think that there is any modern program around which will be used in 250 years from now and does not have any programming errors!

The blacksmith, who made this clock, proudly signed his work. (By chance it was one of my ancestors.) Most modern programmers would not support this idea of signing their programs with their names. I know only a story of Steve Jobs who asked the developers in good old times to sign off their work. I don’t think they still do this today.

Was ist eigentlich neu beim iPhone? – Technikgeschichte

Die Apple Marketing Maschine läßt das verehrte Publikum gerne glauben, dass die neuen Produkte komplett innovativ sind. In Realität war Steve Jobs aber kein Erfinder sondern ein begnadeter Systemintegrator, der neue Technologien immer beobachtet hat und beim iPhone auch die richtige Auswahl getroffen hat. Wirklich innovativ ist die benutzerfreundliche Nutzung des zugekauften Displays. Durch Größe, hohe Auflösung und vor allem durch die Nutzung der  kapazitativen Touch Screen Technologie hat Apple ein total neue Benutzerschnittstelle geschaffen. Man muss nur einmal bei einer deutschen Bank auf den Touchscreen z.B. des Kontoauszugsdruckers (deutsche Wertarbeit) drücken um sich den Grad der Verbesserung zu verdeutlichen.

Benutzerschnittstellen mit tippen und wischen auf einem Bildschirm gab es bereits in den 70er Jahren. Damals wurde noch ein Lichtstift z.B. mit dem System CADAM (für Konstruktion von Mechanik) benutzt. Die Terminals waren allerdings groß wie ein Schrank und kosteten 70 000 $. Später gab es resistive Touchscreens mit denen man auch Notepad PCs ausrüstete. Die Zuverlässigkeit, Auflösung und Genauigkeit waren aber so schlecht, daß keine Begeisterung bei den Kunden aufkam - u.a. hat da HP viel Geld verloren. Steve Jobs hat hier erkannt, dass eine eigentlich aufgegebene, problematische Benutzerschnittstelle mit neuer Technologie plötzlich interessant werden kann.

Alle anderen Teile des iPhones u.a. Kamera für Fotos und Videos sind schon länger bekannt und fanden sich schon 2005  im Nokia Handy N70, das eigentlich nur einen zu kleinen Bildschirm und keine vernünftige Software und Anwendungsinfrastruktur hatte. Das Management von Nokia hatte aber keine Idee, was die Kunden mit einem Internethandy alles machen könnten.

Grafische APPs, die der Benutzer auf sein Gerät herunterladen konnte, habe ich persönlich schon 1978 programmiert (und an Kunden verkauft). Man brauchte damals diese Technologie um Grafische Terminals (damals Tektronix) über langsame Leitungen betreiben zu können ( die Telfonleitungen sind auch heute noch relativ langsam). Anders als heute bei Apple haben sich die APPs 1978  aber an Softwareänderungen im Basissystem automatisch angepasst. Darauf werden die Kunden von Apple sicher noch ein Jahrzehnt warten müssen.

Die innovative Benutzerschnittstelle des iPhone benötigt extrem schnelle, leistungsarme Prozessoren. Die ARM RISC Prozessoren werden von einer englsichen Firma entworfen und dann bei Halbleiterherstellern in Fernost gefertigt. Die RISC Technologie für Prozessoren wurde u.a. von John Cocke (er legte immer Wert darauf dass der letzte Buchstabe seines Namens als “i” ausgesprochen wurde) seit 1963 bei IBM entwickelt, Das Urmodell, der IBM 801 RISC Prozessor, lief ab 1978 im Watson Labor der IBM und war etwa 10 mal schneller, 10 mal billiger und 10 mal kliner als die damals üblichen Großrechner. Das IBM Management hat dann aber entschieden, diesen Prozessor nicht zu bauen, weil man damit das Geschäft mit den  traditionellen /370 Maschinen kaputt machen würde.  Bei der Entwicklung des RISC Prozessors wurde in Zusammenarbeit mit vielen US Universitäten auch die Programmiersprache C und die Compiler Technlogie  für die RISC Technologie entwickelt (dumme Rechner brauchen intelligente Compiler!) u.a. mit Nutzung des Internet Vorläufers Arpanet für die kooperative Entwicklung. Die Hardware wurde übrigens mit meinem auf APPs basierenden grafischen Design System entwickelt.

Das iPhone ist deshalb wie fast alle wirklich revolutionären neuen Produkte eine geniale Kombination aus alten bewährten Techniken (deren Patentrechte schon längst abgelaufen sind) und einigen neuen Ideen und Verfahren. Es braucht aber schon einen Steve Jobs um das Ganze so zu integrieren, dass die Kunden begeistert sind. Hat man dann noch das Marketing Talent von Steve Jobs kommt auch der wirtschaftliche Erfolg.  Dafür muss man aber das nötige Knowhow, exzellente Mitstreiter  und einen sehr langen Atem haben.

Wer sind die Gewinner im Cloud Computing?

Nach PC, Lichtleiter Internet und Mobiltelefon schwappt die nächste IT Neuerung zu den Konsumenten – Cloud Computing. Dabei werden Rechner und Dienstleistungen weltweit verteilt. Interessanterweise kamen zuerst die Konsumenten (Consumer) durch Google und Amazon in den Genuss dieser neuen Technologien. Ein wesentlicher Treiber der Technologie war Google, das nicht nur Software entwickelte sondern auch eigene Hardware für die großen Datencenter baute.

Typisch für neue IT Märkte ist, dass zu Beginn sehr viele, auch kleine Unternehmen in die neue Technologie investieren und mit neuen Diensten für das Wachstum des Marktes sorgen. Ist der Markt dann genügend groß und das Risiko gering, treten die Großfirmen auf den Plan und verdrängen die kleinen Unternehmen (oder kaufen die Kleinen billig auf).

Forrester hat in einem Bericht gewagt vorherzusagen, wer letzendlich die großen Anbieter in der Cloud sein werden:  Amazon, Cisco Systems, Google, I.B.M., Microsoft, Oracle und einige Spezialunternehmen. Die technische Entwicklung findet in USA statt. Deutsche Unternehmen wie SAP können sich allenfalls in USA einkaufen und in Nischen überleben. Entwicklung, Anpassungen und Service sind zentral und billiger als heute. Die IT Dienstleister, die heute diese Arbeiten deszentral machen, werden zunehmend arbeitslos. Man sieht das z.B. schon jetzt daran, dass IBM die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland (aber auch in anderen Ländern) verringern will. Durch die Zentralisierung in IT Fabriken braucht man weniger Leute. Das gilt für Hardware und Software.

Die Benutzer bezahlen für ihre schnellen Internet Netze ja selbst und stellen den Cloud Unternehmen eine für die Unternehmen sehr billige Infrastruktur zur Verfügung. Google z.B. kommt nicht kostenlos ins Haus – man zahlt für den Internet Anschluss, den Google kostenlos für seine  Zwecke nutzt.

Selbst wenn sich nun in Deutschland Unternehmen finden würden, die bei Cloud Computing einsteigen wollten, könnten sie keine fähigen Leute finden, die sich mit der Technik wirklich auskennen. Hier hat die deutsche Forschungsförderung und auch die Ausbildung Universitäten (mangels Geld) mal wieder einen IT Trend verschlafen. Nun ist es für eigene Entwicklungen zu spät und der IT Gipfelblog der Kanzlerin hat zwar die Cloud als Wachstumsmotor entdeckt. Leider läuft der Motor aber woanders. Wie üblich werden in Deutschland ein paar Sicherheitsprobleme diskutiert damit die Bedenkenträger auch einen Beitrag leisten können . Für deutsche IT Dienstleister bleibt nur ein kleine Nische für spezielle Cloud basierte Services in der Benutzerberatung. Hier wird man sich aber sputen müssen, wenn man von diesem Markt etwas abbekommen möchte.

BSI macht Panik – DNS Trojaner Test www.dns-ok.de

Wie so häufig bei Sicherheitsfragen kommt das BSI mit seinen Ratschlägen zu spät und die Ratschläge sind nicht immer gut. DNS Trojaner gibt es bereits seit 2006 in veschiedenen Ausprägungen, die meist von den Benutzern entdeckt und in Foren auch dikutiert werden.  Der DNS-Changer ist wohl deshalb beim BSI aktenkundig geworden weil das FBI in USA die Trojaner Server in USA deaktiviert hat. Der Ratschlag, seine PC Installation auf der Site http://www.dns-ok.de zu überprüfen, ist ja gut gemeint. In der Sicherheitsszene ist es aber allgemein bekannt, dass Trojaner gerne über eine fiktive Schadensmeldung verteilt werden, durch die Benutzer auf eine Webseite gelockt werden,die einen Trojaner enthalten. Als das BSI diese Seite empfohlen hat, haben natürlich einige mißtrauische Experten vermutet, dass damit der Bundestrojaner verteilt werden soll. Ganz so schlimm wird es wohl nicht sein. Experten werden aber keine Trojaner Prüfprogramme benutzen, die sie nicht kennen. Auch Otto Normalverbraucher sollte sich nicht auf Abwege locken lassen zumal man beim DNS-Changer relativ leicht selbst prüfen kann, ob man betroffen ist. (Man kann solche Probleme auch benutzen um die Organisation und die Einstellungen seines PCs etwas besser zu verstehen.) Vereinfachte Anleitung vor Normalverbraucher:

Zunächst schaut man sich die IP Konfiguration des PCs an.Klick auf  -> Start (bei Vista das runde Windows Symbol unten links) und gibt dann in das darüberliegende Suchfeld cmd ein.  Es öfnet sich die CMDLINE Box und man gibt nach dem Zeichen >  ipconfig/all ein. Dadurch erhält man die aktuellen Einstellungen der IP Konfiguration. Beispiel:

IP Configuration

Im Beispiel hat der DNS Server die IP Adresse: 192.168.2.1 das ist in der Regel die IP Adress des Internet Routers. In meiner Installation ist dies eine ARCOR Easy Box 800.  Den Router schaut man sich im Browser an mit der Adresse http://192.168.2.1 (aus der IPConfig Anzeige siehe oben ). Gibt man nun den Benutzernamen und das Passwort für den Router an, so erhält man auf der Startseite folgende Information : 

Hier findet man nun die Adresse des Primären DNS Servers: 195.50.140.248 . Leider weiß man nicht ob das wirklich ein DNS Server des Internet Providers ARCOR ist. Bei ARCOR wird man da bei der Suche auch nicht fündig, da diese Adressen ab und zu geändert werden. Im Web gibt es  Listen der häufig benutzten DNS Server . Man kann den Besitzer einer IP Adresse aber auch mit einem IP Lokalisier Service finden z.B. www.ip-adress.com/ip_lokalisieren/ . Dort gibt man die im Router gespeicherte IP Adresse 195.50.140.248 ein und kann dann sehen, dass dies ein ARCOR Server ist, der in der Nähe von Stuttgart steht.  Dieser PC ist also nicht vom DNS Trojaner infiziert.

PS Den Link (IP Adresse) zum Router sollte man sich abspeichern. Durch einen Klick auf Neu Verbinden (siehe Router Bild oben) kann man nämlich auch die IP Adresse ändern – das ist manchmal ganz hilfreich wenn man nicht an der IP Adresse erkannt werden möchte.

Steve Jobs Biographie in Englisch lesen

Die Steve Jobs Biographie von Walter Isaacson ist so ungewöhnlich wie der Lebenslauf von Steve. Leider werden wohl nur IT Althasen, das Umfeld von Steve Jobe (und Bill Gates) speziell in den Anfangsjahren einschätzen können. Die Jung-NERDs werden wohl dem geschilderten Umfeld des jungen Jobs ziemlich hilflos gegenüber stehen. Auf alle Fälle sollte man das Buch in Englisch lesen – es kostet da auch nur die Häfte! Nur so kann man verstehen, dass Herrenberg, die Heimat von FROG Design, “in the Bavarian part of the Black Forest” liegt.

Fehler bei DSL Speed Test – ATT Test OK

PayPal Käuferschutz – Werbung und Wirklichkeit

Obwohl ich ein Internet User der ersten Stunde bin und auch in diesem Blog gute Ratschläge gebe, wie man sich vor Betrügern im Internet schützen kann, bin ich bei einer Bestellung eines Ersatzteils für einen alten Laptop neulich doch in Schwierigkeiten gekommen. Da ich bei der Lieferfirma noch nie bestellt hatte, habe ich mir das Impressum und die AGBs angesehen. Dabei wurde zwar der Gerichtsstand Berlin erwähnt aber es gab keine gültige Adresse, was ich aber übersehen habe. Um mich zusätzlich abzusichern habe ich die Zahlung über PayPal gemacht. Da kann mir eigentlich nichts passieren – dachte ich. Soweit so gut.

Nachdem ich die Bestellung abgeschickt hatte, tat sich zwei Wochen gar nichts.  Es gab auch keine eMail in der die Bestellung bestätigt wurde. Das machte mich schon etwas unruhig. Dafür rhielt ich eine etwas kryptische Meldung in holprigem Englisch dass meine Zahlung von Paypal eingegangen wäre. Mein Geld war also weg. Danach erkundigte ich mich über die Info eMail Adresse des Shops nach dem Verbleib meiner Sendung und bekam nach einiger Zeit eine eMail mit einem Tracking Code der Schweizer Post. Eine Nachfrage ergab, dass mein Paket Shanghai noch nicht verlassen hätte. Meine Bestellung war also in einem Shop in Shanghai gelandet. Nach weiteren zwei Wochen erhielt ich dann eine Nachricht von DHL, dass ich mein Paket beim Zollamt abholen konnte (zum Glück ist in meinem Wohnort ein Zollamt). Dort wurde mir dann eröffnet, dass der Zoll für mein Paket nicht bezahlt worden sei und ich jetzt zusätzlich zum Kaufpreis noch Zoll zahlen müsste. Nachdem ich nicht unbedingt mit der Firma in Shanghai in internationale Rechtsverhandlungen eintreten wollte, habe ich den Zoll bezahlt und dann festgestellt, dass ein anderes als das von mir gewünschte Teil geliefert wurde.

Das sollte eigentlich ein klarer Fall für den Käuferschutz von PayPal sein – dachte ich. Auf meine eMail mit der Schilderung des Falles wurde ich von PayPal dann aufgeklärt, dass ich zunächst alle möglichen Dinge mit der Lieferfirma  klären müsste, bevor die Käuferschutz Garantie von PayPal greifen würde. So einfach wie PayPal den Käuferschutz auf seiner Web Seite darstellt ist es dann doch nicht. Offensichtlich muss bei PayPal der Kunde und nicht der Händler (wie bei der Kreditkarte) nachweisen, dass die Bestellung unkorrekt war. Damit ist der PayPal Käuferschutz weit weniger wirksam als in der Werbung suggeriert wird. Einfach bei PayPal melden, dass nicht richtig geliefert wurde und das Geld zurückerhalten geht wohl nicht. PayPal prüft offensichtlich auch die Händler nicht, ob sie gewisse Minimalstandards erfüllen. Ich werde in Zukunft wohl nur mit der Kreditkarte bezahlen, da dort die Beweislast beim Händler liegt (zumindest auf dem Papier).

PS Nach einigem Hin und Her mit meinen neuen Freunden in Shanghai habe ich die Lieferung akzeptiert, da das gelieferte Ersatzteil zwar nicht das war was ich wollte aber zumindest in meinem Laptop funtioniert hat. Ende gut fast alles gut.

Nun habe ich mich über

Lenovo Thinkpad Blackout – 1802 Error Unauthorized WWAN Card

Ich verwende seit Jahren professionelle Lenovo Thinkpads u.a. weil ehemalige IBM Kollegen dafür sorgen dass der Firmware Support zuverlässig funktioniert. Beim neuesten Update der Software für meinen LENOVO gab es aber einen GAU. Der Laptop ließ sich nicht mehr booten und zeigte eine Nachricht “1802 error unauthorized WWAN card. Power off and remove card.” Mit einem einzigen Update der Firmware war mein Laptop plötzlich Schrott. Nun hat mein Thinkpad eine WWAN Karte eingebaut, was ganz geschickt ist. Unter dem Keyboard gibt es ein Plätzchen für eine SIM Karte. Damit kann man dann ohne zusätzliche USB Sticks usw direkt ins GSM Netz gehen.  Dafür ist eine recht gute Antenne im Laptop eingebaut. Da der Zugang zum Web über UMTS sehr teuer ist, habe ich diese Feature seit Jahren nicht mehr genutzt. Der Betrieb des PCs wurde aber auch nicht behindert.Nun bewirkt diese Karte plötzlich, dass ich mit meinem Laptop nicht mehr arbeiten kann.

Das Rätsels Lösung liegt einmal mehr in der Bürokratie. Geräte, die am Funkverkehr in USA teilnehmen, müssen von der amerikanischen Zulassungsbehörde FCC authorisiert werden (wie in anderen Ländern auch natürlich gegen Gebühr!). Die Benutzung von unauthorisierter Funkhardware ist nicht erlaubt. Die meisten Firmen gehen mit dieser Regelung relativ lax um und liefern ihre Laptops eben nur mit zugelassenen Adaptern aus. Bei Lenovo (ehemals IBM) arbeitet man besonders gründlich und will verhindern, dass nachträglich unzulässige Adapter eingebaut werden. Schließlich will man ja auch die eigenen Adapter verkaufen. In der Firmware der Thinkpads gibt es deshalb eine Liste, in der alle zulässigen Adapter verzeichnet sind. Aus irgendeinem Grund ist der in meinem Thinkpad eingebaute MiniPCI Adapter von Ericsson im neuesten Release der Thinkpad Firmware nicht mehr enthalten und der gesamte Laptop wird gesperrt.

Lösen kann man das Problem kurzfristig nur durch Ausbau der MiniPCI Karte. Dazu muss man die beiden Keyboards entfernen (4 + 2 Schrauben). Danach die zwei Antennenkabel von der MiniPCI Karte abziehen und kann dann nach Lösen von weiteren zwei Schrauben die MiniPCI Karte entfernen. Die Antennen Anschlüsse sollte man mit Tesafilm abkleben bevor man den Laptop wieder zusammenbaut.

Technisch Unbegabte werden das wohl nicht so einfach hinbekommen. In Firmen, bei denen der Lenovo Thinkpad als Standardgerät eingesetzt wird, kann es am Montag viele freudige Diskussionen geben. Bei Google nachsehen, wie man das Problem löst, kann man ja auch nicht.  Vielleicht wird das Firmware Problem gelöst, wenn nach dem Wirbelsturm Irene ein Proteststurm der Kunden über das Software Labor in North Carolina hinwegzieht und die Softies wieder an die Arbeit und in den Kampf gegen die Bürokraten gehen.

Symbian, iPhone, Windows oder Android Handy

So lange man mit dem Handy nur telefoniert kann der Benutzer die Auswahl seines “Persönlichen” Handys noch relativ einfach treffen. Meist genügen die persönlichen Erfahrungen und das Lesen einiger Fachartikel. Die wichtigste Eigenschaft eines Handys ist noch immer das mobile Telefonieren. Auch hier gibt es noch viele Unterschiede, die man erst bemerkt wenn man in einer Zone mit niedriger Signalstärke oder im Ausland unterwegs ist. Für mich ist ein gutes Nokia Phone und ein international aktiver Provider (Vodaphone) noch immer die beste Telefon Lösung.  Immer wichtiger wird Foto und Video auf dem Handy. Ich verwende eine Kamera nur noch selten. Als erste Internet Funktion wird man auf dem Handy wohl eMail und danach die Suche auch nach Informationen und speziell Adressen und Stadtplänen nutzen.

Ich verwende seit Jahren Mobile eMail mit einer speziellen eMail Adresse, die nur wenige Leute kennen, da ich nicht Mengen von eMail erhalten möchte, wenn ich unterwegs bin (im Ausland wird das auch sehr schnell sehr teuer). Ich möchte mich auch nicht an einen bestimmten eMail Provider binden.  Sowohl das iPhone als auch Android Handy sind wenig attraktiv, wenn man nicht die eingebauten eMail Lösungen von Apple oder Google verwenden will.

Das iPhone besticht zwar durch die hervorragende Benutzeroberfläche, die aber bei den Hauptfunktionen Telefonieren und Fotografieren relativ wenig bringt. Ähnlich ist es bei Android (siehe Martin Sauters Blog). Die neue Ehe von Nokia und Windows wird wohl dem Windows Phone etwas Auftrieb geben, Interessant sind diese Geräte aber wohl nur für Angestellte in Unternehmen, die mit einer integrierten Windows Umgebung arbeiten. Die werden aber immer weniger, weil die Unternehmen die hohen Kosten der häufigen Änderungen der Microsoft Software nicht mehr mitmachen wollen.

Wenn man nicht unbedingt in den Gadget Zirkus einsteigen muss, ist man im Moment wohl gut beraten noch eine Weile mit dem mit den eigenen Internet fähigen Handy auszukommen und sich umzusehen, welche Software dafür verfügbar ist. Bereits die Installation eines vernünftigen Browsers (Opera Mini) auf dem Handy löst bereits viele Probleme. Bevor man seine persönlichen Daten und seine Handy Zukunft einem der  populären Anbieter anvertraut.