Archiv der Kategorie: Handy

Webseiten mit Opera Mini ansehen und lokal speichern

Transcoding SchemeDie meisten Benutzer verschwenden wenig Gedanken darüber welchen Browser sie verwenden. Wer nur selten Webseiten auf dem Mobile ansieht, braucht sich wenig Gedanken über den Browser zu machen. Wer aber zum Beispiel für seine Arbeit öfter auf Standard Webseiten zugreifen muss, die nicht gemäß neuesten Standards programmiert sind, ist mit dem Safari Browser nicht gut bedient. Hier empfiehlt sich der Opera Mini Browser. Den gibt es nicht nur als Version für iPhone und Android (PADs) sondern auch für ältere mobile Geräte. Ich habe den Opera Mini Browser z.B. schon vor Jahren auf meinem Nokia N70 genutzt. Der Opera  Transcoding Proxy transformiert die Datenströme auch von älteren Servern auf das Handy Format. Dabei werden die Daten typisch so transformiert, dass man nur etwa 10% der Bandbreite braucht. Mit dem Opera Mini Browser kann man z.B. auch auf Microsoft Sharepoint Seiten in der gewohnten Ansicht zugreifen und schnell auf die interessierende Zone der Webseite zoomen.

Einstiegseite1Man kann ausserdem häufig benutzte oder wichtige Seiten (z.B. Einstiegseiten) lokal speichern. Das ist besonders wichtig, wenn man die Seite z.B.im Ausland benötigt und dort eventuell gar kein Empfang möglich ist.

Ich empfehle BYOD Benutzern streng zwischen externen und geschäftlichen (und vertraulichen, privaten) Anwendungen und Daten zu trennen. Den Safari Browser auf meinem iPhone verwende ich für externe Websites und den Opera Mini Browser für Zugriff zu Servern mit sensitiven Daten. So bleiben Cookies, Bookmarks usw streng getrennt. Dadurch dass man von einem Browser auf den anderen wechselt, wird man sich auch bewußt, dass man mit den vertraulichen Daten sorgfältig umgehen muss. Vielen Benutzern ist nicht bewußt, dass sie durch die Verwendung von APPs auf dem Handy ihre Daten an viele externe Server schicken, ohne dass die Sicherheit und die Nutzungsrechte geklärt sind.

Ein wesentlicher Vorteil des Opera Mini Browsers ist natürlich, dass man sich nicht an einen Hersteller binden muss. Man kann damit ähnlich unabhängig bleiben wie mit dem Firefox Browser auf dem PC.

Viren und Trojaner selbst installiert – auf zur PC und Smartphone Kehrwoche!

AnonymObwohl immer wieder davor gewarnt wird, auf dem eigenen PC Software von unbekannten Quellen zu installieren  (Google: Vor Malware schützen), fällt man doch ab und zu auf die Tricks der Betrüger im Web rein. Häufig wird man beim Herunterladen von PDFs, Videos oder Musik aufgefordert, doch das eine oder andere Hilfsprogramm oder einen Update für übliche Reader and Player herunterzuladen. Selbst wenn man vorher in Wikipedia oder im Web mit Google die Seriosität des Download Anbieters prüft, kann man reinfallen. Die Erwähnung einer Firma in Wikipedia sagt ja nichts aus über die Seriosität – oft werden auch die Namen von seriösen Firmen für die unseriösen Downloads verwendet. Negative Bemerkungen über eine Schwindelfirma findet man meist nicht auf den ersten Seiten von Google. Ein beliebter Trick ist auch zu behaupten, dass der eigene PC infiziert ist und man ein Programm zur Entfernung der Schadsoftware herunterladen sollte. In den Foren findet man auch “schlaue” Ratschläge obskure  Viren Scanner zu installieren, die dann selbst Malware enthalten. Nur wenige werden diesen Schwindlern auch noch ihre Kreditkartennummer verraten indem sie auf das DONATE  Feld klicken!

Ganz übel ist es aber, wenn man eine Malware deinstalliert und dabei eine neue Malware mit anderem Namen installiert wird. Neben echter Malware kommt immer mehr Datenerfassungs- und Werbesoftware im Browser zum Einsatz. Mit der Installation von eigenen Toolbars, Umleitung auf eigene Websites oder speziellen  Suchseiten versucht man Werbeeinnahmen zu generieren. An diesem Unfug beteiligen sich auch durchaus seriöse Firmen.

Es wird empfohlem mindestens einmal im Monat eine PC Kehrwoche durchzuführen, bei der man prüft, ob man Programme auf dem PC und Add Ons im Browser installiert hat, die man nicht mehr braucht. Da sollte man zuerst einmal aufräumen.

Danach sollte man prüfen ob die Schutzmechanismen (Firewall und Virenscanner) ordnungsmäßig installiert und aktiviert sind. Für die meisten Windows Anwender reichen die freien Standardprogramme von Microsoft (Windows Defender, Microsoft Security Essentials) aus, die auch relativ einfach zu bedienen sind. Natürlich kann man sich auch für gutes Geld ein professionelles Virenschutzprogramm kaufen, das seriös getestet wurde z.B. Antivirus Test Resultate: AV Test Award  . Da die verschiedenen Virenscanner nicht alle Probleme erkennen, empfiehlt es sich eine “zweite Meinung” z.B. mit  Kaspersky Security Test (FREE) einzuholen. Man wird aber damit leben müssen, dass auch teure Virenscanner nicht alle Probleme finden können. Dann muss man versuchen, in den verschieden Foren vernünftig Hilfe zu finden. Vorsicht ist aber auch hier angebracht, wenn die Tipps von Nichtexperten kommen. Auf alle Fälle sollte man vor aufwändigen Reperaturen und nach der Kehrwoche einen BackUp des PC Systems machen.

Ist man stolzer Besitzer eines Smartphones (iPhone, Android, MS,  .. ) empfiehlt es sich auch beim Smartphone eine Kehrwoche durchzuführen und alle Apps, die man nicht wirklich braucht zu entfernen. Grundsätzlich sollte man auch bei der Installation von Apps zurückhaltend sein. Auch hier gilt die alte Regel: ein Programm, das nicht installiert ist, macht auch keine Probleme. Hat man zu viele Apps installiert, können die notwendigen Updates schon lästig werden. Bei Smartphones ist die Angriffsdichte noch nicht so hoch wie bei PCs. Bei den Smartphones ist eine der größten Gefahren, dass persönliche Daten z.B. das Adressbuch ausgespäht wird. Ich halte deshalb auf meinem Smartphone nur die wirklich wichtigen Telefonnummern und eMail Adressen. Der Großteil der Adressen (>300) und meiner privaten Daten liegen auf meinem geschützten Privat Portal Server. Telefongespräche und eMails können von dort mit einem Klick gestartet werden. Ich möchte auch nicht meine gesamten Kontakte dem Apple BackUp Server anvertrauen. So kann ich auch relativ leicht auf ein Smartphone einer anderen Marke umsteigen und bin nicht hilflos wenn man Smartphone mal verloren oder kaputt geht.

 

Sharepoint und Office 365 mit mobilen Geräten – alles noch in der Cloud

BayBlueNachdem immer mehr Benutzer mit Smartphone und PAD arbeiten wollen, muss auch Microsoft für die vielen Benutzer in Firmen Lösungen für mobile Geräte anbieten. Microsoft tut sich da besonders schwer, hat man doch über Jahrzehnte seine privaten Technologien wie ASPX, Silverlight und Co gepflegt, die leider alle nicht auf den gängigen Plattformen iOS und Android laufen. Wer jetzt glaubt man könnte dieses Problem mit dem Kauf eines Windows Smartphones lösen, wird sich aber täuschen. Es gibt da zwar WORD und EXCEL Editoren für die mobilen Windows Geräte aber vom Traum, dass man jetzt plötzlich mit Office 365 ein Firmen Microsoft Office in der Hand hat, bleibt nach dem ersten Ausprobieren wenig übrig (Don’t be fooled: Office 365 …).  Ausser einem Mobilen Clienten für Exchange (da gibt es schon lange bessere Apps, die mit Exchange synchronisieren, auf den verschiedenen Plattformen) und einem einfachen Dokument-Editor wird nicht viel geboten. WORD und EXCEL alleine reichen für Firmen eben nicht aus. Zumindest ein Anfang ist doch gemacht.

Besonders enttäuschend ist der mobile Sharepoint Support. Gerade die vielen Funktionen für Gruppenarbeit sind eigentlich für mobile Benutzer äusserst interessant. Mit den von Microsoft empfohlenen Browsern (IE und Firefox) erreicht man da wenig. Opera Mini wird nicht einmal erwähnt. Das Office 365 Angebot für interne Nutzung in Firmen (etwa 8$ / Benutzer&Monat) ist wenig interessant, da man damit keine externen Benutzer einbinden kann. Offensichtlich haben die von Microsoft avisierten kleinen Firmen gar keine Kunden.

Nachdem das mobile Angebot des Firmen Platzhirsches so dürftig ausfällt ist man geneigt, sich Google und Apple zuzuwenden und dort nach Angeboten für Firmen zu suchen. Dort findet man zwar recht gute Anwendungen für die mobilen Geräte bei der Integration mit Firmensoftware sieht es aber sehr bescheiden aus. Google versucht zwar immer wieder einen Neustart mit Software für kleine Firmen. Kommt aber der große Erfolg nicht (kein Wunder bei der doch recht infantilen Software) gibt man die Plattformen schnell auf und wendet sich neuen Ufern zu. Das schafft natürlich keine Vertrauensbasis für ein Firmengeschäft.

Im Moment gibt es auf dem Markt für Business-Mobile Integration ein riesiges Vakuum, in das viele Anbieter hineindrängen aber bis jetzt keine befriedigenden Lösungen für die Benutzer haben. Man muss sich zunächst mit partiellen Lösungen abfinden und sich sein Schlauphone selbst zusammenstellen.

 

Mappus – Private Daten auf dem Arbeitsplatzcomputer – Geschäftsdaten auf privaten Geräten

Die Vernichtung der Platte des Arbeitsplatz Computers von Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus, zeigt zum einen, dass bei den Behörden für die Oberen offensichtlich keine verbindlichen Regeln für den Schutz der betrieblichen Daten gelten oder  diese offen missachtet werden können, zum anderen aber, dass der Umgang mit privaten Daten in Unternehmen noch immer problematisch ist. Viele Unternehmen verbieten ganz einfach private Daten auf dem Firmen PC abzuspeichern. Das gilt auch für private eMails. Dabei wissen die Firmen genau, dass das im täglichen Leben nicht durchzuhalten ist. Schließlich möchte die Ehefrau schon wissen, wenn mal wieder Überstunden gemacht werden müssen. Üblicherweise wird ein gewisses Maß von privater Nutzung aber geduldet – den schwarzen Peter hat aber immer der Arbeitnehmer. Schwierig wird es, wenn Mitarbeiter in externen Projekten mitarbeiten z.B. Berufsverbände, Standardgremien, Normung oder Projekten von Kunden. Da bewegt man sich immer in einer Grauzone. Hier wird empfohlen, diese Tätigkeiten sauber zu dokumentieren und den Vorgesetzten darüber zu informieren.Meist will dieser von diesen Tätigkeiten, die er eventuell selbst angeordnet hat, gar nichts wissen, da er damit auch Verantwortung übernehmen muss.

Ganz “fortschrittliche” Firmen, verlangen, dass der Mitarbeiter seinen privaten PC mitbringt. Es werden dann Regeln für den Umgang mit betrieblichen Daten auf privaten PCs und Smartphones aufgestellt.  Der Arbeitnehmer wird ähnlich gestellt wie ein Subunternehmer. Auch hier hat der Arbeitnehmer den schwarzen Peter, da es meist sehr schwierig ist, die von den Firmen geforderten Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Bei vielen Firmen ist es heute üblich, dass eMail zentral archiviert wird. Die höheren Manager benutzen deshalb private eMail Konten und private Geräte (oder in USA den Golfplatz, Frau Merkel SIMst) um “sensitive” Nachrichten auszutauschen. Herrn Mappus waren diese Sicherheitstechniken zu seinem Leidwesen offensichtlich nicht bekannt. Wahrscheinlich hat er aber nicht damit gerechnet, dass er einmal von seinem Arbeitsplatz vertrieben werden könnte.

Folgende Vorsichtsmaßnahmen sollten Arbeitnehmer treffen, egal wie gut das Klima im Betrieb ist.

  1. Möglichst wenig private eMail und Daten auf dem Arbeitsplatz PC halten und in speziellen Ordnern speichern. Dies gilt umgekehrt auch für Geschäftsdaten auf privaten Geräten. Auf keinen Fall sollten Firmendaten und private Daten (auch von externen Projekten) gemischt werden.
  2. Art und Umfang der privaten Daten regelmäßig kontrollieren und säubern.
  3. Es empfiehlt sich eine persönliche eMail Adresse bei einem externen Provider einzurichten und diese über einen Webmailer zu bearbeiten (sofern der Firmen Firewall das erlaubt). Bevor man Google oder Facebook eMails nutzt, sollte man deren AGBs sehr sorgfältig lesen und sich bewußt sein, dass die am Markt dominanten Firmen, ihre AGBs häufig ändern.
  4. Vorsicht ist geboten, wenn man private Daten mit einem Memory Stick oder über das Netz aus der Firma “exportiert”. Viele Firmen haben auch die Nutzung von Memory Sticks am Firmen PC mit einfachen Techniken verhindert. Auf keinen Fall sollte man diese aushebeln.
  5. In unklaren Situationen sollte man mit dem Vorgesetzten oder notfalls mit einem Betriebsratsmitglied sprechen. Das verbessert die eigene Lage bei Streitigkeiten erheblich.

Neue Display Technologie von Apple – wann?

So mancher stolze Träger eines Smartphone Briketts wird sich mit Wehmut an die Zeiten erinnern, als ein schnuckelig kleines Mobiltelefon problemlos sogar in winzige Damenhandtaschen passte. Zur Zeit geht der Trend leider sogar in die entgegengesetzte Richtung. Da die Displays der Smartphones größer werden werden auch die Geräte automatisch größer.

Nun gibt es in USA aber bereits Gerüchte, dass Apple in die Hologramm Display Technologie einsteigt. Die Holografische Technologie benötigt keine Display Fläche mehr. Die Bilder werden vielmehr von einem Laser direkt auf die Augen des Betrachters projiziert. Mit dem Kamera wird dabei die Position der Augen des Betrachters bestimmt und dann wird das Bild mit einem Minilaser auf die Augenfläche projiziert. Damit kann man auch 3D Objekte darstellen.  Das soll auch bei mehreren Betrachtern funktionieren. Im miltärischen Bereich (DARPA) wurde die Technologie schon rfolgreich getestet. Ob und wie das bei Smartphones funktioniert istnoch nicht sicher. Apple hat aber bereits gezeigt, dass die Firma neue Technologien marktreif machen kann.

Mit dem Smartphone im Ausland

Wer öfter verreist und sein Hotel vor dem Buchen ansehen möchte, wird sein Smartphone sehr schnell zu schätzen wissen. Vor Ort kann man alle Adressen, Telefonnummern usw abrufen. Im Ausland aber auch im Inland kommt es aber noch immer vor, dass man keinen 3G Empfang hat. Dann dauert das Laden der Seiten ganz schön lange. Noch schlimmer ist es, wenn man gar keinen Empfang hat, ihr Provider keinen Servicevertrag mit Providern im Ausland hat oder horrende Gebühren verlangt. Wenn der Mobilfunkprovider Zusatzpakete (z.B. 5 € für 50 Mbyte Datentransfer in Dänemark) anbietet, belastet es doch die Reisekasse ganz schön, wenn man wie im Inland im Web surft.

Es empfiehlt sich deshalb vor Reisebeginn wichtige Webseiten zu speichern. Dass kann man z.B. mit dem Safari Browser durch Screencopy nur teilweise machen. Der Opera Browser hat eine Funktion zum Abspeichern von Webseiten. Während der Urlaubsvorbereitung speichert man einfach die interessanten Seiten und Detailkarten ab und kann sich dann vor Ort Kosten, Zeit und viel Ärger ersparen. Sicherheitshalber nehme ich auch die Seite meines privaten Portals mit den Adressen von Angehörigen, Bank, Karten Sperre usw mit.

Wer einmal mit seinem Auto und einem Navi, dass keinen Empfang hat in der Altstadt von Palermo sein Hotel suchte, wird diese Methode zu schätzen wissen.

Sicherheitslücke iPhone – keine Analyse von Phishing Email möglich!

Zur Zeit werden wieder Phishing Emails an Master Card Kunden verschickt. Auf dem PC schaut man sich bei verdächtigen Emails im HTML Format an. Sieht man sich da den Absender  an

Received: from mail131.elasticemail.co.uk (mail131.elasticemail.co.uk [178.33.69.131])

so kann man den Phishing Versuch leicht erkennen. Beim iPhone geht das aber nicht, da die Email Funktion (wie auch der iPhone Browser) auf dem iPhone, keine einfache Möglichkeit hat, den HTML Code der Email anzuzeigen. Steve Jobs war überzeugt, dass die Benutzer seiner Produkte so komplizierte Sachen gar nicht wollen. Die Webgauner haben das bereits erkannt und verschicken zunehmend Phishing Angriffe und Links auf  betrügerische Webseiten an Smartphones. Man hofft, dass die Benutzer unterwegs nicht so sorgfältig arbeiten wie zu Hause am PC.

Empfehlung: Verdächtige Emails auf den PC weiterleiten und dort analysieren (oder an Apple Product Security zur Analyse schicken).

Sharepoint für iPhone und iPad – Layout

Besucht man Websites mit dem iPhone, so wird man feststellen, dass einige Sites ganz gut auf dem iPhone aussehen – meist ähnlich wie beim PC. Mit den exzellenten Scroll und Zoom Funktionen des iPhones kann man dann selbst auf großen Webseiten ganz vernünftig arbeiten. Viele Webseiten sehen aber äusserst gestört aus. Häufig hat man auch Schwierigkeiten, Daten auf Webseiten einzugeben.

Mit Sharepoint kann man auf dem iPhone einige Probleme erwarten, da Apple und Microsoft ihre Inkompatibilitätskriege gern auf dem Rücken der Benutzer austragen. Die folgende  Sharepoint Standard Seite (Mobil Einstieg für iPhone Benutzer)
http://portaleco.mysp.ch/public/ (ausprobieren auf dem iPhone!)

wird auf dem iPhone mit dem Safari Browser wie folgt dargestellt:

Die Webseite wird in eine einzige Spalte abgebildet. Diese Spalte kann natürlich bei großen Webseiten sehr lang werden. Man muss also sehr viel hin und her scrollen, wenn man etwas finden will. Manche Seiten werden so dargestellt, dass man in diesem Modus nichts lesen kann.

Der Sharepoint Server (ohne Änderung bei der Installation) leitet mobile Geräte mit kleinem Bildschirm automatisch auf die mobile Darstellung um. Das ist gut gemeint, ist auf dem iPhone aber eigentlich nicht mehr nötig. Diese Feature kann man auf dem Sharepoint Server abstellen (Disabling mobile view in Sharepoint). Läuft der Sharepoint Service bei einem Hoster, so kann man diese Änderung am Server nicht vornehmen.

Möchte man die Sharepoint-Seiten trotzdem in der Seitenanzeige sehen, so kann man den Opera Mini Mobile Browser als kostenlose App auf das iPhone laden. So sollten die Einstellungen aussehen:

Damit kann man Standard Sharepoint Seiten und auch viele andere Websites, die auf dem iPhone Probleme machen, vernünfig ansehen. Es wird empfohlen verschiedene Websites sowohl auf dem Safari Browser als auch auf dem Opera Mini Browser anzusehen. Gehen Sie hierfür auf die oben angegebene Start Webseite und dann auf den Button (SharePoint) References. Dabei wird man feststellen, dass viele Sharepoint Sites auch mit dem Safari Browser gut dargestellt werden (da ist Mobile disabled).

Man wird dabei auch auf ein Problem des Opera Mini Browsers stoßen, das verstärkt auftritt wenn die Opera Proxy Server überlastet sind (meist am Nachmittag oder Abend wenn die amerikanischen Benutzer aktiv sind). Man muss die Links (Button oder Text) sehr stark Zoomen damit die Klicks erkannt werden. Viele Eingabe-Elemente von Sharepoint (Controls) funktionieren weder mit dem Safari noch mit dem Opera Mini Browser. Will man Daten eingeben, empfiehlt es sich auf den Mobile Mode (einspaltig) umzuschalten. Hierfür gibt es auf der Start Seite einen Link zum Umschalten.Damit erhält man eine recht vernüftige, aber leider nicht ideale Umgebung, um mit Sharepoint auf dem iPhone zu arbeiten.

Wichtig ist, dass die Seiten so formatiert sind, dass man Texte sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad lesen kann. Man sollte eine ähnliche Formatierung wie Zeitungen verwenden.Die Buchstaben sind bei Zeitungen etwa 3 mm großen Buchstaben (8 pt Schriftgröße) und die Spalten sind  etwa 40 Buchstaben (etwa 40 mm)  breit. Arbeitet man mit einem ähnlichen Layout dann kann man auf dem iPhone eine Spalte recht gut lesen und auf dem iPad kann man dann zwei Spalten darstellen.

Für Websites empfiehlt es sich immer die WIKI Funktion zu verwenden. Bei mobilen Geräten kann man schlecht mit der üblichen Navigation arbeiten (da müsste man immer hinscrollen). Es ist günstiger wenn die Links im Kontext stehen. Verwendet man den Sharepoint Standard WIKI Layout mit drei Spalten, erhält man automatisch eine recht optimale Gestaltung der Webseiten. In Wikis kann man Webparts, Listen usw sehr gut einbetten. Viele Autoren können inzwischen auch ganz gut mit WIKIs umgehen.  Das ist für private Portale oder Portale in kleineren Firmen besonders wichtig.

PS: Es wird nicht empfohlen, die Standard Style Sheets von Sharepoint zu ändern. Das bringt meist versteckte Probleme und erschwert die Migration wenn die nächste Version von Sharepoint auf den Markt kommt (hoffentlich mit besserer Unterstüzung für alle mobilen Geräte!).

Warum manche Wesites z.B. von Microsoft, IBM u.a. auf dem iPhone nicht funktionieren

Schaut man sich mit dem iPhone Webseiten an, so ist man zunächst begeistert. Die Seiten werden zwar sehr klein angezeigt, mit dem iPhone Zoom kann man aber sehr elagant und schnell interessante Bereiche der Webseite leserlich anzeigen. Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass manche Websites völlig anders dargestellt werden als auf dem PC und man damit mit dem iPhone überhaupt nichts anfangen kann.

Die Website z.B. von Apple funktioniert wie zu erwarten erwarten perfekt. Aber auch die Seiten von Behörden Stadt, Land und Bund funktionieren auf dem iPhone wie erwartet. Beispielhaft ist da z.B. die Website von Baden-Württemberg. Geht man dagegen auf Websites großer IT Firmen wie Microsoft, IBM oder SAP so erlebt man einige enttäuschende Überraschungen. Die Sites funktionieren nur teilweise oder überhaupt nicht auf dem iPhone. Bei IBM wird auf dem iPhone eine ganz andere Website angezeigt, die hauptsächlich Marketing Informationen enthält und die speziell für mobile Geräte konzipiert wurde. Die vom PC gewohnten IBM Seiten sucht man vergeblich. Allerdings gibt es bei IBM in der Fußleiste eine Option mit der man sich die Seiten wie auf dem PC (ganze Seite) ansehen kann. Zoom funktioniert bei manchen Teilen von Seiten aber nicht.

Die genauere Analyse zeigt, dass Webseiten mit limitierter Bildbreite (< 1024 pixel), die sich streng an die HTML Standards halten, auf dem iPhone gut angezeigt werden. Komplexer aufgebaute Seiten produzieren mit dem Safari Browser des iPhones nur Schrott auf dem Bildschirm. Manchmal, z.B. bei Microsoft Seiten, kann man das Problem umgehen indem man den Opera Mini Browser verwendet, den man als kostenlose APP vom Apple APP Store herunterladen kann. Um eine Vollbildanzeige zu erhalten muss man bei  Opera die Einstellungen ändern (Vollbild – EIN, Einspaltige Ansicht – AUS).  Mit dem Opera Mini Browser kann man gut mit Microsoft Sharepoint Seiten arbeiten. Interessanterweise erhält man mit Sharepoint 2007 bessere Ergebnisse auf dem iPhone als mit Sharepoint 2010.   Bei SAP funktioniert aber der Safari Browser einigermaßen und der Opera Mini Browser überhaupt nicht. Manchmal könnte man die Standard PC Seiten auf dem iPhone eigentlich gut darstellen. Beim Server wurde aber eine Option aktiviert, mit der Webseiten für kleine Bildschirme “optimiert” werden. Genau das möchte man aber auf dem iPhone nicht haben. Manchmal genügt ein Anruf beim System Administrator um dieses Problem zu korrigieren. Das funktioniert aber nur bei relativ einfachen Websites.

Schwierig ist es dagegen bei IBM.  Auf die riesige IBM Website mit auch mobil interessanten Funktionen kann überhaupt nicht zugegriffen werden (so will man den Kunden den Ärger ersparen). IBM ist z.B.  die einzige große Firma, bei der man mit IBM Whois die Telefonnummer jedes IBM Mitarbeiters erfahren kann (das ist wahre Kundenfreundlichkeit und Transparenz!) Die iPhone Unverträglichkeit von IBM ist ziemlich unverständlich konnte doch der IBM WebSphere Portal Server schon 2001 mit Handys und Spracheingabe arbeiten.Man konnte sogar das Endgerät ohne Unterbrechung während einer Transaktion wechseln. Das Problem von IBM ist jedoch typisch für große Firmen. Hinter dem Web Frontend verbergen sich hunderte von Servern, von denen nur ein Teil auf dem Stand der modernen Web Techniken sind.

Der Grund für die iPhone Unverträglichkeit von Microsoft und IBM ist in ihrer Produkt- und Marketing-Strategie zu finden. Man wollte die Kunden dadurch an sich binden, dass man den Kunden Lösungen verkauft, die mit Produkten der Konkurrenz nicht kompatibel sind (IBM z.B. /370, Microsoft WINDOWS aber auch APPLE mit MAC, iOS aber auch iPhone). Die Webprodukte von Microsoft (aspx, .net … ) und IBM (z.B. Flash) verwenden Client Komponenten, die auf dem iPhone aber auch auf anderen mobilen Geräten nicht funktionieren weil sie die  mit dem W3C  Standards (HTML, HTML5) nicht kompatibel sind. Viele Kunden, die Produkte von Microsoft und IBM für ihre Lösungen verwenden, sitzen nun im mobilen Geschäft mit in der Tinte. Die Marketing Strategen haben die eigene Durchsetzungskraft wohl überschätzt. Die Techniker bei Microsoft und IBM haben das schon längst eingesehen und arbeiten bei der W3C Standardisierung kräftig mit. Beim oberen Management der Großfirmen konnten sich die Techniker aber offensichtlich nicht durchsetzen. Microsoft (Sharepoint) und IBM (WebSphere Portal) arbeiten nun aber fieberhaft daran, ihre Webprodukte kompatibel mit den Standards zu machen. Wie sagte schon der Dichter “Spät kömmt ihr – aber ihr kömmt!”.

Ratschlag an iPhone Besitzer: Installieren Sie zusätzlich zum Safari Browser auch den Opera Mini Browser und probieren Sie die für Sie wichtigen Websites (z.B. die der eigenen Firma) aus. Generell kommt der Opera Mini Browser mit komplexen Seiten besser zurecht als der im iPhone eingebaute Safari Browser. Man muss aber dafür die Option Vollbild (Full Screen) im Opera Browser setzen. Häufig kann der Administrator z.B. des Firmenservers Optionen so einstellen, dass man mit dem iPhone einigermaßen arbeiten kann (wenn die Angestellten dafür bezahlt werden). Kunden werden sich mit den Problemen aber wohl nicht abplagen wollen.

Beim Kauf eines neuen Geräts sei es nun ein PC, PAD oder Mobiltelefon sollte man vor dem Kauf ausprobieren, ob man die für einen selbst wichtigen Funktionen wirklich benutzen kann oder ob man eine Marketing Falle läuft.

Auf allen Browsern funktioniert häufig nur die Eingabe von Textzeilen und Zahlen. Komplexere Eingaben z.B. für Rich Text oder komplizierte Menu Strukturen für die Navigation kann man mit dem iPhone meist nicht bedienen.

Was ist eigentlich neu beim iPhone? – Technikgeschichte

Die Apple Marketing Maschine läßt das verehrte Publikum gerne glauben, dass die neuen Produkte komplett innovativ sind. In Realität war Steve Jobs aber kein Erfinder sondern ein begnadeter Systemintegrator, der neue Technologien immer beobachtet hat und beim iPhone auch die richtige Auswahl getroffen hat. Wirklich innovativ ist die benutzerfreundliche Nutzung des zugekauften Displays. Durch Größe, hohe Auflösung und vor allem durch die Nutzung der  kapazitativen Touch Screen Technologie hat Apple ein total neue Benutzerschnittstelle geschaffen. Man muss nur einmal bei einer deutschen Bank auf den Touchscreen z.B. des Kontoauszugsdruckers (deutsche Wertarbeit) drücken um sich den Grad der Verbesserung zu verdeutlichen.

Benutzerschnittstellen mit tippen und wischen auf einem Bildschirm gab es bereits in den 70er Jahren. Damals wurde noch ein Lichtstift z.B. mit dem System CADAM (für Konstruktion von Mechanik) benutzt. Die Terminals waren allerdings groß wie ein Schrank und kosteten 70 000 $. Später gab es resistive Touchscreens mit denen man auch Notepad PCs ausrüstete. Die Zuverlässigkeit, Auflösung und Genauigkeit waren aber so schlecht, daß keine Begeisterung bei den Kunden aufkam - u.a. hat da HP viel Geld verloren. Steve Jobs hat hier erkannt, dass eine eigentlich aufgegebene, problematische Benutzerschnittstelle mit neuer Technologie plötzlich interessant werden kann.

Alle anderen Teile des iPhones u.a. Kamera für Fotos und Videos sind schon länger bekannt und fanden sich schon 2005  im Nokia Handy N70, das eigentlich nur einen zu kleinen Bildschirm und keine vernünftige Software und Anwendungsinfrastruktur hatte. Das Management von Nokia hatte aber keine Idee, was die Kunden mit einem Internethandy alles machen könnten.

Grafische APPs, die der Benutzer auf sein Gerät herunterladen konnte, habe ich persönlich schon 1978 programmiert (und an Kunden verkauft). Man brauchte damals diese Technologie um Grafische Terminals (damals Tektronix) über langsame Leitungen betreiben zu können ( die Telfonleitungen sind auch heute noch relativ langsam). Anders als heute bei Apple haben sich die APPs 1978  aber an Softwareänderungen im Basissystem automatisch angepasst. Darauf werden die Kunden von Apple sicher noch ein Jahrzehnt warten müssen.

Die innovative Benutzerschnittstelle des iPhone benötigt extrem schnelle, leistungsarme Prozessoren. Die ARM RISC Prozessoren werden von einer englsichen Firma entworfen und dann bei Halbleiterherstellern in Fernost gefertigt. Die RISC Technologie für Prozessoren wurde u.a. von John Cocke (er legte immer Wert darauf dass der letzte Buchstabe seines Namens als “i” ausgesprochen wurde) seit 1963 bei IBM entwickelt, Das Urmodell, der IBM 801 RISC Prozessor, lief ab 1978 im Watson Labor der IBM und war etwa 10 mal schneller, 10 mal billiger und 10 mal kliner als die damals üblichen Großrechner. Das IBM Management hat dann aber entschieden, diesen Prozessor nicht zu bauen, weil man damit das Geschäft mit den  traditionellen /370 Maschinen kaputt machen würde.  Bei der Entwicklung des RISC Prozessors wurde in Zusammenarbeit mit vielen US Universitäten auch die Programmiersprache C und die Compiler Technlogie  für die RISC Technologie entwickelt (dumme Rechner brauchen intelligente Compiler!) u.a. mit Nutzung des Internet Vorläufers Arpanet für die kooperative Entwicklung. Die Hardware wurde übrigens mit meinem auf APPs basierenden grafischen Design System entwickelt.

Das iPhone ist deshalb wie fast alle wirklich revolutionären neuen Produkte eine geniale Kombination aus alten bewährten Techniken (deren Patentrechte schon längst abgelaufen sind) und einigen neuen Ideen und Verfahren. Es braucht aber schon einen Steve Jobs um das Ganze so zu integrieren, dass die Kunden begeistert sind. Hat man dann noch das Marketing Talent von Steve Jobs kommt auch der wirtschaftliche Erfolg.  Dafür muss man aber das nötige Knowhow, exzellente Mitstreiter  und einen sehr langen Atem haben.